REPORTAGE: "Aus 2 mach 1" - DeinterlacingVon Denis Freund Inhaltsverzeichnis: Einleitung "Deinterlacing? Schon mal gehört, aber dafür ein eigener Artikel?" Beide Einwände sind verständlich – und deshalb orientiert sich dieser Artikel auch daran. Die Geschichte von den Halbbildern ist noch lange nicht erledigt; mit den modernen Flachbildschirmen sogar aktueller denn je. Gleichzeitig erscheint das Thema oft sehr verwirrend, aber man kann mit etwas Einblick nur deutlich gewinnen: An Bildqualität! Dabei soll dieser Artikel, dessen Titel im Übrigen nur einen speziellen Teilaspekt des gesamten Themas erfasst, die notwendigen Grundlagen liefern, ohne sich in die allerkleinsten Details zu verlieren. Darauf aufbauend werden Gründe und Möglichkeiten zur Verbesserung für mancherlei Probleme aufgezeigt, die man mit der Thematik vielleicht zunächst gar nicht in Verbindung bringt. Auch auf viel zitierte Vorbehalte, wie "interlaced ist schlechter als progressiv", soll dieser Text eingehen.
Was ist Deinterlacing und warum braucht man es? Zunächst ein kurzer Abstecher in die gute alte Zeit. Die Situation ist hier im Prinzip ähnlich gelagert, wie im IT-Bereich. Historische Entwicklungen schlagen dabei bis in die heutige Zeit durch, um eine Abwärtskompatibilität zu gewährleisten. Gut in Erinnerung geblieben ist sicherlich noch die Aufregung um den "Millennium Bug", der seine Ursachen im teuren und knappen Speicher der 60er und 70er Jahre hatte. Folglich verzichtete man bei Datumsangaben einfach auf die ersten beiden Ziffern für das Jahr. Im TV-Bereich liegt die Entwicklung noch etwas länger zurück, aber auch hier gab es das Bestreben, knappe Ressourcen einzusparen. Konkret ging es um die benötigte Bandbreite bei der Übertragung. Eine geringe Bildwiederholfrequenz stellte sich als Mittel zur Lösung heraus. Um dennoch ein möglichst flimmerfreies Bild zu erreichen, wurde als Konsequenz nicht in Vollbildern (progressiv), sondern Halbbildern (interlaced) übertragen. Ein Vollbild ergibt sich hierbei aus zwei Halbbildern. Das Verfahren wird auch als Zeilensprung bezeichnet. An dieser Stelle ein kleiner Einschub für das Verständnis des nachfolgenden Textes: Wichtige Fachbegriffe Halbbild (engl.: Field): Interlaced Halbbilder/Fields pro Sekunde (engl.: fields per second), kurz: fields/s Vollbild (engl.: Frame): Progressiv Bilder/Frames pro Sekunde (engl.: frames per second), kurz: fps Kadenz (engl.: cadence) 2:2 - Je zwei benachbarte Fields ergeben einen Frame SD / SD-Material (engl.: standard definition) HD / HD-Material (engl. high definition) Zurück zur Übersicht | Zur nächsten Seite Inhaltsverzeichnis: Einleitung
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