Bin neu hier im Forum und vielleicht wurde dieses Thema schon öfters behandelt, aber bei habe ich einen aktuellen Artikel entdeckt, welcher manche TFT-Käufer interessieren dürfte:
16, 20, 25 ms, Anstiegszeit, Abfallzeit - die Hersteller geben mittlerweile die technischen Daten ihrer Bildschirme ausführlicher an. Das Problem ist nur, dass diese Werte wenig besagen. Der Artikel von Extremtech aus dem Jahr 2001 hat dieses Problem bereits sehr gut dargestellt. Wir präsentieren Ihnen unsere Ergebnisse im Abschnitt "Reaktionszeit von Farbe zu Farbe".
ISO 13406-2: veraltet und nicht kundenfreundlich
Neben der Relevanz der "toten" Pixel definiert die Norm ISO 13406-2 auch die Reaktionszeit von Flachbildschirmen, und zwar als Summe von Anstiegs- und Abfallzeit. Nach dem ISO-Text ist dies die Summe der Zeitabschnitte, um von einem schwarzen Punkt zu einem weißen zu wechseln und danach wieder nach schwarz. Gemäß dieser Norm wird aber nicht die gesamte Zeit gemessen, sondern diejenige Zeitspanne, die zwischen 10% und 90% der geforderten Helligkeit vergeht (was übrigens der Definition von Anstiegszeit in der Elektronik entspricht). Das Problem ist nur, dass gerade in der Elektronik dieser Wert als nicht sehr verlässlich gilt: er hat nur hinweisenden Charakter, denn er hängt zu sehr von den Abständen zwischen den Extremen ab. Abgesehen davon, dass sich das System stabilisieren muss, ist zu berücksichtigen, dass eine Steig- oder Abfallzeit zwischen 10% und 90% sehr wohl 20 ms betragen kann, während sie zwischen 0% und 100% der geforderten Helligkeit vielleicht bei 40 ms liegt. Und genau dies wäre die exakte Zeitspanne, die für die richtige Darstellung der geforderten Farben nötig ist - und nicht eine bloße Annäherung, wie sie die ISO-Norm vorsieht.
Welcher Bildschirm wäre also schneller, der erste mit 20 ms für 10-90% und 40 ms für 0-100%, oder der zweite, der mit 23 ms für den ISO 13406-2-Bereich angegeben wird, zwischen 0 und 100% aber nur 30 ms braucht?
Um den Mangel dieser unscharfen Definition auszugleichen, geben Elektroniker den Begriff der "Anstiegszeit" zusehends auf und sprechen stattdessen von der "Reaktionszeit". Allerdings ist diese Reaktionszeit nicht diejenige, die von der ISO-Norm definiert wird. Es handelt sich in diesem Fall um die gesamte Zeitspanne, die nötig ist, um von 0% zu einem stabilisierten Zustand des Systems zu gelangen. Theoretisch ist die Reaktionszeit also die gesamte benötigte Zeit bis zur vollständigen Überwindung des Übergangszustands. In der Praxis sind sich die Elektroniker aber einig, dass die Reaktionszeit je nach erforderlicher Genauigkeit die Zeit ist, nach der das System einen Bereich 5% über oder unter dem geforderten Wert erreicht, ohne ihn wieder zu verlassen. Was für uns bedeutet: die Zeit zu messen, die benötigt wird, um von 0% zu 95% oder 105% zu wechseln, ohne dass das Signal diesen Bereich danach wieder verlässt.
Wenn nun die Reaktionszeit gemäß der Definition der Elektroniker gemessen wird, ist das zwar schon besser, reicht aber im Grunde immer noch nicht aus........usw.