ASUS PA32UC-K im Test – 4K mit HDR begeistert
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Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 430 cd/m². Die Herstellerangabe zur Maximalhelligkeit liegt bei 400 cd/m² im typischen Betrieb. Allerdings soll der ASUS PA32UC auch eine Maximalhelligkeit von 1000 cd/m² erreichen können – vermutlich nur im HDR-Betrieb. Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 49 cd/m².

Nach der Software-Kalibrierung sinken die Werte nur geringfügig: die Maximalhelligkeit liegt bei 422 cd/m² und die Minimalhelligkeit bei 48 cd/m². Letztere ist zwar relativ hoch, ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit sollte dennoch problemlos möglich sein.

Das native Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei sehr guten 1005:1.

Das dynamische Kontrastverhältnis gibt ASUS mit 100 Mio:1 an. Normalerweise schenken wir solchen Angaben nicht weiter Beachtung. Der PA32UC besitzt aber eine 384-Zonen-Matrix, die lokal gedimmt werden kann. Auf das Thema kommen wir im Kapitel „Subjektive Beurteilung/Zusatzfeatures“ und „DVD und Video“ wieder zurück. An dieser Stelle kann man aber schon einmal vorwegnehmend sagen, dass der Testkandidat damit tatsächlich – und mit echtem Mehrwert – in der Lage ist, noch viel höhere Kontrastverhältnisse zu erzielen.

Der ASUS PA32UC besitzt in den erweiterten Bildeinstellungen ferner eine Option, um die Gleichförmigkeit zu verbessern. Ab Werk ist die Gleichförmigkeitskompensation deaktiviert, was bei einem ProArt-Gerät für Fotografen und Designer wenig Sinn macht. Üblicherweise ist eine bessere Homogenität nicht umsonst, sondern muss mit geringeren Werten bei Kontrast und Maximalhelligkeit erkauft werden. So auch beim ASUS PA32UC.

Wie im grafischen Vergleich gut zu sehen, sinkt die Maximalhelligkeit auf – immer noch sehr beachtliche – 318 cd/m², und das Kontrastverhältnis liegt bei gerade noch guten 744:1.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PA32UC – ohne Gleichförmigkeitskompensation
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PA32UC – ohne Gleichförmigkeitskompensation
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PA32UC – mit Gleichförmigkeitskompensation
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PA32UC – mit Gleichförmigkeitskompensation

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild - ohne Gleichförmigkeitskompensation
Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild – ohne Gleichförmigkeitskompensation
Farbhomogenität beim weißen Testbild - ohne Gleichförmigkeitskompensation
Farbhomogenität beim weißen Testbild – ohne Gleichförmigkeitskompensation

Ohne Gleichförmigkeitskompensation ist die Helligkeitsverteilung mit einem Durchschnittswert von 5,36 % nur zufriedenstellend. Die Farbhomogenität ist sowohl im Durchschnitt (1,91 %) als auch in der Maximalabweichung (3,97 %) ebenfalls nur zufriedenstellend.

Mit aktivierter Gleichförmigkeitskompensation ist die Helligkeitsverteilung dagegen beim Maximalwert sogar sehr gut und im Durchschnitt zumindest gut. Die Farbhomogenität verbessert sich in jeder Hinsicht von „zufriedenstellend“ auf „sehr gut“. Die Maximalabweichung messen wir hier in der Ecke links unten mit einem Delta C von nur 1,52.

Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild - mit Gleichförmigkeitskompensation
Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild – mit Gleichförmigkeitskompensation
Farbhomogenität beim weißen Testbild - mit Gleichförmigkeitskompensation
Farbhomogenität beim weißen Testbild – mit Gleichförmigkeitskompensation

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des ASUS PA32UC
Coating des ASUS PA32UC
Coating-Referenzbild
Coating-Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der ASUS besitzt eine leicht stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des ASUS PA32UC bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel beim ASUS PA32UC
Horizontale und vertikale Blickwinkel beim ASUS PA32UC

ASUS hat ganz offensichtlich ein hochwertiges IPS-Panel verbaut. Bei extremeren Blickwinkeln reduzieren sich primär Helligkeit und Kontrast. Vor allem in der Vertikalen scheint auch die Farbtemperatur etwas wärmer zu werden. Das ist nicht ungewöhnlich. Insgesamt bleiben die Farben auf jeden Fall auch bei extremen Blickwinkeln sehr stabil und zueinander stimmig. Ferner bleibt beim ASUS PA32UC die Zeichnung in sehr hellen und dunklen Bildbereichen überdurchschnittlich gut erhalten.

Insgesamt ein sehr gutes Ergebnis. Die Tauglichkeit zur EBV ist trotz der Display-Größe uneingeschränkt vorhanden.

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen und steht ab Werk auf Stufe 50. Bereits das Standard-Hintergrundbild von Windows 10 wirkt damit sichtbar grieselig. Bei genauem Hinsehen werden Schärfungs-Artefakte sichtbar.

Für die EBV ist das zweifellos kontraproduktiv. Wir empfehlen daher, den Regler zumindest auf die Hälfte zu reduzieren oder noch besser ganz abzuschalten. Dank der 4K-Auflösung kann man sich auch dann sicher nicht über fehlende Schärfe beklagen.

Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Bei abweichenden Seitenformaten hinterlässt der ASUS PA32UC hier aber keinen sonderlich guten Eindruck – auch weil die Option zur Anpassung des Seitenverhältnisses reichlich versteckt unter „Erweiterte Bildeinstellungen – Kontrollen“ zu suchen ist. Hier werden die Optionen „Vollbild“, „4:3“, „1:1“ und „Overscan“ (nur HDMI) angeboten. Eine seitengerechte Skalierung fehlt generell. Aber auch beim Test einer 4:3-Auflösung (1600 x 1200) blieb die Option „4:3“ ausgegraut und es war nur eine verzerrte Darstellung (oder eine winzige 1:1-Darstellung) möglich.

Da aber die primäre Zielgruppe das Gerät ohnehin immer in der nativen Auflösung betreiben wird, gewichten wir das Thema nicht allzu hoch.

Bei der Interpolation der üblichen Video-Auflösungen im 16:9-Format – insbesondere des Blu-ray-Standards 1080p – sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik, dem Skalierungsgrad entsprechend, gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

14 KOMMENTARE

  1. Hallo Manuel,

    ganz lieben Dank. Das hat den Kopf ein wenig zurecht gerückt. Aktuell nutze ich ja auch noch Eizo – den SW2411 – wenn auch schon 10 Jahre alt und bin eigentlich immer noch sehr zufrieden.
    Da ich kein Dual-Monitor Freund bin und 4K eigentlich als Kriterium für den Neukauf gesetzt sind, werde ich mir den CG319x nochmal ganz genau anschauen. Auf 10 Jahre gerechnet macht das dann ja wieder Sinn.

    Vielen Dank für die so ausführliche Antwort. Toll!
    Torsten

    P.S.
    Ich hatte zu Deiner Antwort leider keine Benachrichtigung per E-Mail, sondern nur von mir aus nochmal unter den Post geschaut.

    • Hallo Torsten,
      gerne. Vielleicht dazu noch ein paar Denkanstöße, die auch von allgemeinem Interesse sind:
      • Egal ob Hardware (z.B. AMD mit x570) oder Software – es gibt in der Branche zunehmend einen Trend dem Kunden Produkte „über den Zaun zu werfen“, die eigentlich noch im Beta-Stadium sind. Es gibt sehr wenige Ausnahmen, bei denen man wirklich out-of-the-box ausgereifte Produkte bekommt, die man sofort bedenkenlos produktiv einsetzen kann. Die CG-Serie von EIZO gehört hier auf jeden Fall dazu. Den Wert der 5-jährigen Herstellergarantie mit vor Ort Austausch übersieht man dabei sehr leicht. Aus Eigeninteresse ist die Qualität aber auch so gut, dass man sie höchstwahrscheinlich nie braucht.
      • Einen guten Grafikmonitor genauso wie ein hochwertiges Objektiv als Langzeit-Investition zu sehen und zumindest gedanklich über 5-10 Jahre abzuschreiben ist auf jeden Fall eine gute Idee, die den Anschaffungspreis auch relativiert.
      • Mit zwei Monitoren meinte ich nicht ein Dual-Monitor-Setup, bei dem man 2 Geräte möglichst nahe zusammenstellt und die Arbeitsfläche vergrößert. Gemeint war das bewusste Arbeiten mit einem Haupt- und einem Neben-Bildschirm. In Deinem Fall z.B. Bildbearbeitung auf dem Hauptbildschirm und Live-Ansicht der zu ändernden Webseite auf den Nebenbildschirm. Nach meiner Erfahrung ist das Arbeiten mit Photoshop und v.a. Lightroom in einem nicht maximierten Fenster problematisch. PS, LR, Webbrowser und Outlook in vier Fenstern nebeneinander auf EINEM großen Bildschirm anordnen, klappt also nicht sonderlich gut. Umgekehrt ist die Aufteilung auf 2 Monitore in PS und LR sehr hilfreich, z.B. Bibliothek und Lupenansicht zur Bildauswahl oder Bearbeitung, Bildbeschnitt, Auslagerung von Werkzeugleisten etc.
      • 4K bei 27 Zoll oder darunter hat nicht nur Vorteile, sondern auch in mehrerlei Hinsicht seinen Preis. 4K heißt im Vergleich zu Full-HD doppelte Seitenbreite und das Vierfache an Pixeln => auch höhere Hardware-Anforderungen. Einen ganz anderen Aspekt findest Du in folgendem Artikel von Marsel van Oosten. Da Du von 24-Zoll kommst und Webdesign machst, könnte das auch auf Dich zutreffen: https://www.eizo.de/referenzen/coloredge-referenz-marsel-van-oosten/
      • Ansonsten ist eine höhere Auflösung bei der Präsentation und beim Lesen von Texten natürlich immer zu begrüßen.
      • Mit dem CS2740 hat EIZO auch bereits einen 4K-27-Zöller angekündigt, der aber auch deutlich teurer wird. Inwieweit es das auch bei den CG´s geben wird, ist nicht bekannt: https://www.prad.de/eizo-cs2740-4k-grafikmonitor-mit-10-bit-und-usb-c/
      • Bei 32-Zoll ist 4K auf jeden Fall zu empfehlen, darunter muss es nicht unbedingt sein. Mit dem CG319x bist Du da auf jeden Fall schon sehr zukunftssicher aufgestellt.

      • Ganz lieben Dank. 🙂
        Der Kopf rattert schon, aber ich denke, es bleibt bei der Idee von 32″, 4K – aber dann wirklich eher Richtung Eizo.
        Investition in Grafikkarte bzw, neue CPU ist gedanklich mit eingerechnet.

        Nur noch als finale Anmerkung zu meiner Arbeitsweise:
        Mein Multitasking beschränkt sich meist auf 2 geteilte Fenster, wobei ich z.B. Word oder Mail mit Inhalten links und Die Website oder InDesign zum Bearbeiten rechts habe – auf 24 Zoll immer recht knapp.

        Photoshop, Lightroom, und beim reinen Gestalten auch InDesign etc. nutze ich nur Vollbild, was auch so bleiben soll. Viel Raum für die Inhalte – links und rechts die Bedienfelder. Aber in der Tat – das Browserfenster wird sich nicht mehr auf die ganze Breite ausdehnen, hat aber auch jetzt aktuell immer nur 75% der Breite.
        Aus der Sicht bleibt für mich der 32er gedanklich das gesetzte Ziel.

        Also – ich bleib euch aus aktuellem Anlass und darüber hinaus treu!
        Viele Grüße
        Torsten

  2. Ich beobachte den Monitor schon länger und hatte mich auf den Nachfolger gefreut (vom Preis mal abgesehen) fällt dieser aber auf Grund des Lüfters und der schlechten Beurteilung zur Farbstabilität aus.
    Ich benötige den Monitor für Foto, Webdesign und Druckvorstufe gleichermaßen – ab und an auch mal Video.

    Für den Einsatzmix hab ich nun eben den Asus sowie den BenQ SW320 bzw, den gerade angekündigten Nachfolger SW321C ins Auge gefasst. Beide Monitore werden von Euch hoch gelobt – einzig ein Vergleich fehlt.
    Der Asus wird öffentlich kaum diskutiert und selbst in englischsprachigen Foren wird auf die „german website“ Prad verwiesen. Reine Spec-Gegenüberstellungen zeigen bis auf HDR kaum Unterschiede.
    Der englischsprachige User hatte dann übrigens zum BenQ gegriffen, weil er eben kein Risiko eingehen wollte – fände ich aber schade, dem Asus nur deshalb den Laufpass zu geben.

    Was spricht aus eurer Sicht eher für den Asus oder den BenQ?
    HDR wäre natürlich so ein Vorteil, aber habe ich davon außer den Demos im Produktionsalltag was?
    Der SW321C soll ja HLG anzeigen, was mir erst einmal genügen würde.

    Ganz liebe Grüße und ein generelles Dankeschön für die viele Arbeit bei den Tests.
    Torsten

    • Hallo Torsten, zunächst Danke für´s Dankeschön – das hört man viel zu selten.

      Dein Anforderungsprofil ist sehr klar definiert. Da Du den Test zum Nachfolger ASUS PA32UCX-K gelesen hat, sind Deine Fragen dort eigentlich auch schon beantwortet. Konkret im Kapitel 6, Betrachtung der Ergebnisse im Detail. Der ASUS PA32UCX-K mag hier ein krasses Beispiel sein, aber das gilt grundsätzlich für jeden Monitor, der keinen speziellen Temperatur-Ausgleich hat. Wer nur auf Specs und Wertungstabellen schielt, der übersieht leicht das Wesentliche, was einen echten Grafikmonitor ausmacht.
      Wieso noch Gedanken an HDR und HLG verschwenden, wenn Du aktuell kein Geld damit verdienst?
      Foto, Webdesign und Druckvorstufe im professionellen Einsatz? Videobearbeitung Nebensache ? Du suchst immer noch an der falschen Stelle. Schau Dir mal die Tests zum EIZO CG2730 und CG279X an. Verlässlichkeit direkt nach dem Einschalten, blitzschnelles Umschalten vom Arbeiten im nativen Farbraum auf einen D55-sRGB- oder CMYK-Softproof, keine Banding-Probleme in Farbverläufen, usw. Auch die Fogra-Softproof-Zertifizierung gibt im Kundenkontakt Sicherheit. Davon sind alle Geräte von Asus, LG, BenQ, Dell und Co. sehr, sehr weit entfernt.
      Die Lösung von Benq zur Hardware-Kalibrierung schneidet in dieser Riege zwar am besten ab, „hoch gelobt“ haben wir sie aber sicher noch nie. Der Abstand zu NEC und noch ein sehr gutes Stück weiter zu EIZO ist gigantisch.
      Noch dazu ist in Deinem Fall 27-Zoll mit WQHD-Auflösung höchstwahrscheinlich die bessere Wahl. Für den Preis des ASUS PA32UCX-K kannst Du Dir den EIZO CG2730 auch gleich zweimal auf den Schreibtisch stellen, was die Produktivität mehr steigert als ein einzelner 32-Zoll-Monitor.
      Nichtsdestotrotz können die Geräte von Asus und BenQ eine gute Wahl sein, wenn die Prioritäten anders liegen.
      Beste Grüße nach Wernigerode

  3. Falls das hier mal jemand liest;-)

    Ich habe mittlerweile den Monitor mit der mitgelieferten i1Profiler Soft- und Hardware kalibriert, mit dem daraus erhaltenen icm-Profil stellt der Monitor jetzt Wide Gamut dar. Nur mit Faststone gibt es wieder Probleme, die ich schon mal hatte, da funktioniert das Color Management nicht mehr.
    Das mitgelieferte Profil scheint also nichts zu taugen (Daher die im Test beschriebenen 94% Abdeckung sRGB/Adobe?).
    Nach der Kalibrierung wieder Grauschleier bei HDR… wieder Kabelwechsel/Monitor ein/aus, geht wieder… Das Bild ist schon fantastisch (z.B. die LG 4k HDR10 Demo Cymatic Jazz).

  4. Anmerkung zu meinem Beitrag von gestern:
    HDR geht wieder, ich hatte auf HDMI gewechselt (HDR geht) und dann wieder zurück auf DP (HDR geht immer noch). Vermutlich ist das ganze in Windows noch nicht ausgereift.
    Leider bleibt das Problem mit dem Farbprofil. Der Monitor zeigt mit dem mitgelieferten icc Profil kein Wide Gamut an, auch nicht wenn das Preset Adobe RGB oder DCI 2020 angewählt wird.

    Ole

  5. Hallo, @ Manuel und Michael:

    Ich habe mich, auch mangels Alternativen, zum Kauf leiten lassen. Möchte RAW Bildbearbeitung (DXO Photolab) und gel. HDR-Videos nutzen. Nach dem Anschließen habe ich jetzt 2 Probleme. Aktivieren von HDR hat geklappt, Grauschleier (blasse Farben am Desktop) tritt auch bei mir auf. HDR Videos in Edge aber super. Dann fiel mir auf, dass nachdem ich das icc-Profil des ASUS aktivierte, auf dem Monitor die Bildfehler im Gamuttestbild von basiCColor/bvdm nicht mehr erkennbar sind, der Monitor also keinen Wide Gamut anzeigt. Wenn ich bei Photolab Adobe RGB einstelle klappt das wieder in dieser Anwendung. Ebenso mit dem Profil meines alten Monitors, einem HP 3065LP. Nachdem ich mehrfach mit den Farbprofilen rumprobiert hatte habe ich nochmal HDR eingeschaltet und jetzt funktioniert auch das nicht mehr, das Bild ist fürchterlich (vll. das Problem was Michael hatte), d.h. es sieht aus wie 32.000 Farben mit ausgefranstem Schwarz. Bei DxDiag ist alles in ok. Ich nutze DisplayPort an einer GTX 1080.
    Hat irgend jemand einen Lösungsvorschlag?

    Danke, Ole

  6. Ich bin ja ein Findeis-Fan als auch natürlich von Prad.de

    Aber diesmal hat mich sowohl die Einrichtung des Produktes als auch Prad.de ordentlich Zeit gekostet. Ich habe mir den Monitor gekauft, zum einen weil der Test so positiv verlaufen ist, als auch weil meine favorisierte Alternative (LG 32UL950-W) in Deutschland noch nicht verfügbar ist. (B&H in U.S. listet ihn aber seit dieser Woche als lieferbar – also wird der wohl auch bald zu uns nach Deutschland kommen.)

    So, mein Ersteindruck: hinsichtlich der Verkabelung ist das eine absolute Diva! Ich habe ein UHD Premium Kabel angeschlossen, wo ich anfangs davon ausgegangen bin, dass das natürlich funktioniert (tat bisher am Apple TV 4K ohne Probleme seinen Dienst). Gab noch ein paar Spezialitäten – dachte, faul wie ich bin, kann zum beabsichtigen Dual-Monitorbetrieb gleich meinen alten Monitor dranlassen – so brauchte es ein wenig, bis ich den Fehler eingegrenzt habe – von 3 HDMI Kabeln funktioniert nur eines, nämlich das Kurzstrecken-Kabel von ASUS. Werde gleich noch mal in die Stadt gehen und schauen, ob ich da noch ein Premium-Ultra-Premium Kabel mit Fluxkondensator finde, dass Diva Asus akzeptieren würde. DP ging hingegen auch mit beliebigen Käbelchen.

    Weiter – für die Inbetriebnahme von HDR muss man wohl in besagten Sachgebiet promoviert haben. Ich hatte mich von Herrn Findeis hinsichtlich seiner Schwärmerei für HDR anstecken lassen. Geld zum verbrennen und aufgrund des Alters im Augenblick lebend. Gehen wir mal durch, was ich bislang herausgefunden habe: 1) Umstellung Windowsseitig auf 10bit Farbtiefe notwendig – check; 2) HDR unter Einstellung => Anzeige aktivieren – check 3) HDR für Videostream aktivieren – check. Zwischenergebnis: furchtbares Bild, Grauschleier. 4) Umstellen auf Rec 2020 – check; Zwischenergebnis: furchtbares Bild bleibt 5) Hilfetext von Windows = aha, ein Hinweis => HDR über DisplayPort funktioniert nur mit DisplayPort 1.4 zuverlässig! Was hat aber der „aktuelle“ Asus (der den aktuellen Stand der Technik repräsentieren soll)? DisplayPort 1.2.! …. also, das umschwärmte HDR funktioniert mit diesem Monitor (laut Microsoft Specs) schon mal nicht, wenn man über DisplayPort geht. Wäre definitiv erwähnenswert gewesen. 🙂

    Weiter – ich möchte mich ja auf den Autor verlassen können, er schreibt toll und sehr unterhaltsam. Ergo, suche ich den Fehler nach dem Grauschleier, der auch via HDMI-Anschluss und Diven-Kabel (ASUS), immer noch vorhanden ist. Gefunden habe ich noch nichts, außer einen Artikel der CT, der die Problematik „Grauschleier“ ja sehr schön beschreibt. Aber der Autor scheint ja einen anderen Zugang gefunden zu haben, um die neue Farbenpracht genießen zu können. Da will ich auch hin. Mein aktueller Stand: Nicht nur die Windowsumgebung erscheint im Grauschleier – auch die über Edge aufgerufenen 4K HDR Videos (Costa Rica) – sind nicht wirklich in HDR sehenswert. Was übersehe ich wohl? … werde gleich mal alternativ das Macbook-Pro anschließen, vielleicht werde ich da was zum staunen bekommen.

    • Hallo Herr Hellmich,
      der ASUS PA32UC-K war Anfang des Jahres das erste Gerät (mit ernstzunehmender) HDR-Funktionalität, das wir im Test hatten. HDR überhaupt richtig zum Laufen zu bringen war auch für mich eine äußerst zeitraubende Angelegenheit. Der ganze Test hat mich locker 2 Wochen Arbeitszeit gekostet, die ich nicht mal annähernd bezahlt bekomme.
      Hier die eigene „Freude“ immer in einem Testbericht zu erwähnen, ist etwas schwierig, da es ja um ein spezifisches Gerät geht. Was die Hersteller und die ganze Branche anbelangt, finde ich es aber persönlich schon fast unverschämt, wenn man sündteure Geräte mit Features anpreist und dann den Käufer damit alleine lässt, es auch zum Laufen zu bringen. Das wurde von mir hier konkret auch unter 4 Augen an den Hersteller adressiert. Geändert hat sich seither nichts (Herstellerübergreifend!). Da ist „Early Adaptor“-Do it yourself angesagt. Das dann aber bitte nicht PRAD anlasten.

      Wir hatten geplant, dazu mal einen Grundlagen-Artikel zu schreiben, der liegt aber noch in der Schublade. Letztlich ist es auch Aufgabe der Hersteller hier den nötigen Support zu geben und ganz sicher nicht von PRAD. Ich denke mit „Early Adaptor“ ist hier schon auch das richtige Stichwort im Fazit genannt worden. Da muss man immer damit rechnen, dass nicht Alles auf Anhieb reibungslos funktioniert.

      Ansonsten versuche ich in meinen Test immer möglichst vielseitig auch Interessen/Bedürfnissen gerecht zu werden, die nicht notwendigerweise meine eigenen sind. Innovationen mit echtem Mehrwert sind bei Monitoren eher rar. Das Thema HDR ist hier zwar vielversprechend, steckt aber auch irgendwie noch in den Kinderschuhen. Nachdem wir auch gerade aktuell wieder einen HDR-Monitor im Test haben, kann ich Ihnen auf jeden Fall versichern, dass der ASUS PA32UC-K und der Asus PG27UQ mit ihrem 384-Zonen local dimming mit Abstand zu den besten Vertretern gehören, die wir bislang im Test hatten.
      Beim Test zum Asus PG27UQ habe ich im Kapitel „Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast“ auch Einiges dazu geschrieben, wie man HDR unter Win10 zum Laufen bekommt. Bitte da unbedingt mal reinschauen. Ob sich das jetzt auch beim PA32UC geändert hat, kann ich natürlich nicht sagen. Der Artikel und das Video könnte generell auch für Sie interessant sein. Hier nochmal die Kurzfassung:
      – 10 bit im Grafikarten-Treiber einstellen (kann sein, dass man es jetzt nicht mehr zwingend braucht, aber besser so)
      – Systemeinstellungen-Anzeige: HDR und WCG ein => Bildschirm wird möglicherweise flau. Vermutlich das, was Sie mit Grauschleier meinen. Das ist normal als „by design“.
      – App-Einstellungen-Videowiedergabe: HDR-Videostreamen einschalten

      HDR-Video starten und HDR genießen. Danach wieder für normalen Betrieb HDR in den Systemeinstellungen ausschalten => Desktop wird wieder normal.

      Im Gegensatz zu diversen LG-Geräten in Reihe, gab es beim Asus keine Probleme mit dem Kabel bzw. Anschluss. Wir testen generell immer mit den mitgelieferten Kabeln. Das ist auch als Anwender zu empfehlen – v.a. da hier die Übertragung/Bandbreite an die Grenze kommt. Was auch immer Microsoft dazu in seinem grauenvoll maschinenübersetzten Hilfetext schreibt: HDR funktioniert beim PA32UC am DP. Wenn nicht am DP, dann per HDMI erst recht nicht (geringere Bandbreite). Für 4K bei 60Hz langt nach meinem Kenntnisstand DP 1.2 auch noch aus. Problematisch wird es erst bei Gaming-Monitoren wie dem Asus PG27UQ und 144Hz – siehe Test.

      Das ist aber generell genau so ein Thema. Schon mal versucht ein DP 1.4 oder HDMI 2.0 Kabel zu kaufen? Auf dem eine genaue Spec draufsteht, was das Kabel wirklich kann? Oder eine Grafikkarte mit DP 1.4? Wenn man dann (auch beim Neuesten vom Neuen von Nvidia) nicht das kleine Sternchen übersieht…. Tatsächlich dafür spezifiziert sind Sie nämlich nicht. Der Hersteller garantiert für nichts.
      https://www.nvidia.com/de-de/geforce/products/10series/geforce-gtx-1060/

      Also Grauschleier (am Desktop!) ist vermutlich normal, sollte aber nach Starten des Videos verschwinden. Beim Test des Asus haben wir den Movie-Player von Win10 verwendet. Bei anderen Test aber auch Netflix im Edge-Browser. In der Netflix-App werden HDR-Titel (auch mit dem notwendigen Abo) nicht angezeigt.

      Grafikkarte muss HDR wirklich können (bei Nvidia wohl aber der 1050, die 900er-Serie kann es nicht! Intel-Grafik auch nicht!). Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, heißt das nicht, dass man nicht auf HDR umschalten und ein Video abspielen kann. Optimalerweise zum Testen das HDR-Testvideo von Asus verwenden. Da sieht man eigentlich sofort, ob man Alles richtig gemacht hat.

    • P.S.: Laut Asus reicht auf jeden Fall DP 1.2a oder HDMI 2.0a. Es gibt aber auch Anforderungen an den Prozessor, ab Kaby Lake. Grafikkarte: Intel KBL 620 or better, AMD RX500 oder später, Nvidia GTX 10er Serie oder später.

  7. Wenn Du nach einer ähnlich guten HDR-Performance mit local dimming wie beim ASUS PA32UC oder Asus ROG Swift PG27UQ suchst, dürfte das auch schwierig sein. Als early adaptor zahlt man eben auch einen Premium-Preis. Aber schau Dir mal den in Kürze kommenden Test zum LG 27UK850-W an…. Beste Grüße, Manuel

  8. Fantastischer Monitor, leider in einem Preis-Segment…

    Gibt es einen ähnlich guten Monitor, im 27-32 Zoll Bereich, mit echtem oder „gutem“ HDR und 4K im 400-1000 Euro Level? Ich googel nun seit einigen Tagen, wurde aber leider bisher nicht fündig. Vielleicht habt ihr eine Empfehlung?

    Vielen Dank, René

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