ASUS PA32UC-K im Test – 4K mit HDR begeistert
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HDR (High Dynamic Range)

Wiedergabe von dedizierten HDR-10-Videos und Spielen

HDR (High Dynamic Range) ist aus unserer Sicht definitiv ein Thema, das kommende Display-Generationen auf einen neuen Level mit echtem Mehrwert hebt. „Echtes“ HDR steht dabei zum einen für einen höheren, mehr an unserer eigenen Wahrnehmungsfähigkeit orientierten Dynamikumfang. Zum anderen steht HDR aber auch für größere Farbräume.

Der Standard-Farbraum für die HDTV-Wiedergabe – Rec.709 – entspricht dem sRGB-Farbraum, also einem 22 Jahre alten Uralt-Standard, der eigentlich für Röhrenmonitore entwickelt wurde. Sobald stark gesättigte Farben ins Spiel kommen, kann ein Standard-Display diese nicht mehr darstellen. Mit einer 95%igen Abdeckung von DCI-P3 erfüllt der ASUS PA32UC nicht nur die Spezifikationspflicht für HDR10, sondern ist mit einer fast vollständigen Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums und sogar 91 % ECI-RGB bei der Farbraumabdeckung definitiv State of the Art.

DCI-P3 allein macht aber noch keinen HDR-Monitor aus. Die Maximalhelligkeit gängiger Standardmonitore liegt bei 350 cd/m². Um den Dynamikumfang zu erhöhen, reicht es nicht aus, hier die Maximalhelligkeit nach oben zu schrauben. Bei herkömmlichen Displays wird das LED-Backlight als eine einzige Einheit angesteuert. Erhöht man die Display-Helligkeit, geht auch der Schwarzwert nach oben und der Kontrast bleibt letztlich gleich.

Optimal wäre es natürlich, wenn die Helligkeit jedes einzelnen Pixels getrennt angesteuert werden könnte – Stichwort OLED-Technologie. Das ist technisch aber derzeit noch Zukunftsmusik. Der ASUS PA32UC verwendet daher ein lokales Dimming mit 384 Zonen. Abhängig vom Bildinhalt führt das natürlich zu unerwünschten Effekten, wenn in ein und derselben Zone sehr helle und sehr dunkle Inhalte angezeigt werden sollen.

Dafür wird man vom ASUS PA32UC dann aber im Gegenzug mit Spitzenhelligkeiten von 1000 cd/m² bei einem Schwarzwert von maximal 0,05 cd/m² belohnt. Das Thema HDR ist also beim ASUS PA32UC nicht nur eine Pseudofunktion wie bei manch anderem Gerät. Der Testkandidat erfüllt vielmehr die aktuell höchsten Standards nach VESA und trägt auch das Ultra-HD-Premium-Logo.

Vorausgesetzt man hat auch sonst die nötige Hardware und nativen HDR-Content, bleibt der Wow-Effekt nicht aus. Besonders beeindruckend sind nächtliche Stadtszenen – stellenweise tiefschwarz, aber gleichzeitig mit der extrem herausleuchtenden Stadtbeleuchtung. Dasselbe gilt natürlich auch für Feuerwerk, Schweißarbeiten, Sonnenuntergänge etc.

Leider lässt sich der subjektive Bildeindruck mit Worten nur schwer beschreiben oder in einem Video festhalten. Aber so viel sei gesagt: Wir reden hier nicht über einen Ein-bisschen-besser-Effekt, sondern über einen Unterschied wie Tag und Nacht.
Die beste Annäherung, die uns einfällt, wäre, sich den Ausdruck eines Fotos mit hohem Dynamikumfang (also sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen) neben den Bildschirm zu legen und das gleiche Bild auf dem Monitor bei hochgedrehter Helligkeit anzuschauen. Da ein Fotoabzug das Licht nur reflektieren kann, ist der darstellbare Dynamik-Umfang um einiges geringer als bei dem selbstleuchtenden Monitor. Was dabei dann noch zum HDR-Monitor fehlt, ist das brillante Herausleuchten von Spitzlichtern.

Auf der Produktseite von ASUS (aktuell nur auf der globalen Website zu finden) gibt es auch eine recht gute Simulation mit einer Nachtaufnahme vom Eiffelturm. Per Schalter kann man den HDR-Effekt ein- und ausschalten. Natürlich ist das nur eine über Bildbearbeitung realisierte Simulation. Der Wow-Effekt von echtem HDR fehlt, aber man kann sich in etwa vorstellen, was HDR bewirkt.

Inwieweit die HDR-Wiedergabe bei Filmen und Spielen zu einem Wow-Effekt führt, hängt natürlich auch immer stark davon ab, wie gut HDR im Content selbst implementiert ist. Während bei Spielekonsolen wie der PlayStation 4 oder Xbox One X der HDR-Support schon länger relativ breit vertreten ist, beginnt sich auch bei PC-Spielen langsam etwas zu tun.

Bewertung



ab 2.059,90 €
4.3

(GUT)

Fazit

Mit dem PA32UC präsentiert ASUS sein neues Flaggschiff für die ProArt-Serie. Das Gerät zielt aus Sicht des Herstellers vornehmlich auf Profis aus dem Bereich Fotografie, Grafikdesign und Videoschnitt ab, die einen großen Monitor für farbkritische Arbeiten benötigen.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Design deutlich schlanker geworden. Gleich geblieben sind die tadellose, überwiegend hochwertige Verarbeitung, die exzellent umgesetzten Ergonomiefunktionen und das blickwinkelstabile IPS-Panel mit 4K-Auflösung, die ganz ausgezeichnet zur 32-Zoll-Display-Fläche passt. Auch die Farbraumabdeckung fällt wie bei anderen ProArt-Monitoren von ASUS wieder ausgesprochen groß aus.

Neu sind vor allem die HDR10-Fähigkeit und der schnelle Thunderbolt-3-Anschluss, mit dem auch Notebooks mit Strom versorgt werden können. Tatsächlich entpuppt sich im Test die „echte“ HDR10-Funktionalität mit Ultra-HD-Premium-Zertifizierung zu genau dem Kernmerkmal, das den hohen Preis des Gerätes erklärt.

Dank der 384 Zonen starken Direct-LED-Backlight-Matrix können Spitzenhelligkeiten von beeindruckenden 1000 nits erreicht und gleichzeitig andere Bereiche praktisch vollständig schwarz gedimmt werden. Der dadurch entstehende Wow-Effekt bei entsprechenden HDR-Filmen und Spielen lässt sich leider nur schwer in Worte fassen.

Insofern stellt der ASUS PA32UC zweifellos eine technologische Speerspitze dar. ASUS hat so ziemlich alles in das Gerät gepackt, was aktuell machbar ist. Geht es um höchste Genauigkeit und Zuverlässigkeit in der Bildbearbeitung, mag man allerdings das letzte Quäntchen an Präzision und vor allem eine ausgereifte Lösung zur Hardware-Kalibrierung vermissen. Im professionellen Umfeld können wir uns das Gerät daher am ehesten in der Videobearbeitung und in der Entwicklung von Spielen vorstellen – insbesondere dann, wenn HDR-Content eine wichtige Rolle spielt.

Nichtsdestoweniger bescheinigen unsere Messungen dem ASUS PA32UC bei den Farbraum-Emulationen und der Software-Kalibrierung gute bis sehr gute Ergebnisse. Mit dem i1 Display Pro von X-Rite befindet sich auch gleich ein sehr gutes Kolorimeter im Lieferumfang. In Verbindung mit der zuschaltbaren Option zur Gleichförmigkeitskompensation wird trotz des großen Displays eine gute bis sehr gute Bildhomogenität erzielt. Die Farbgenauigkeit ist ebenfalls sehr gut.

Die Kombination aus großem Display, 4K-Auflösung und HDR10 machen den ASUS PA32UC darüber hinaus für den Unterhaltungsbereich sehr interessant. Bei Spielen mit guter HDR-Unterstützung wird man mit einer sehr guten Bildqualität und bombastischen Effekten belohnt. Dank des eleganten Designs dürfte auch der Woman-Acceptance-Faktor für die Wohnzimmer-Integration hoch sein.

Der Klick auf den Kaufen-Button wäre dem Gerät jetzt schon bei vielen sicher, wäre da nicht der Preis. Der UVP liegt bei stolzen 2.299 EUR. Auch wenn davon auszugehen ist, dass sich der Straßenpreis noch nach unten bewegt, muss man als „Early Adopter“ immer mit einem Aufschlag rechnen.

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14 KOMMENTARE

  1. Hallo Manuel,

    ganz lieben Dank. Das hat den Kopf ein wenig zurecht gerückt. Aktuell nutze ich ja auch noch Eizo – den SW2411 – wenn auch schon 10 Jahre alt und bin eigentlich immer noch sehr zufrieden.
    Da ich kein Dual-Monitor Freund bin und 4K eigentlich als Kriterium für den Neukauf gesetzt sind, werde ich mir den CG319x nochmal ganz genau anschauen. Auf 10 Jahre gerechnet macht das dann ja wieder Sinn.

    Vielen Dank für die so ausführliche Antwort. Toll!
    Torsten

    P.S.
    Ich hatte zu Deiner Antwort leider keine Benachrichtigung per E-Mail, sondern nur von mir aus nochmal unter den Post geschaut.

    • Hallo Torsten,
      gerne. Vielleicht dazu noch ein paar Denkanstöße, die auch von allgemeinem Interesse sind:
      • Egal ob Hardware (z.B. AMD mit x570) oder Software – es gibt in der Branche zunehmend einen Trend dem Kunden Produkte „über den Zaun zu werfen“, die eigentlich noch im Beta-Stadium sind. Es gibt sehr wenige Ausnahmen, bei denen man wirklich out-of-the-box ausgereifte Produkte bekommt, die man sofort bedenkenlos produktiv einsetzen kann. Die CG-Serie von EIZO gehört hier auf jeden Fall dazu. Den Wert der 5-jährigen Herstellergarantie mit vor Ort Austausch übersieht man dabei sehr leicht. Aus Eigeninteresse ist die Qualität aber auch so gut, dass man sie höchstwahrscheinlich nie braucht.
      • Einen guten Grafikmonitor genauso wie ein hochwertiges Objektiv als Langzeit-Investition zu sehen und zumindest gedanklich über 5-10 Jahre abzuschreiben ist auf jeden Fall eine gute Idee, die den Anschaffungspreis auch relativiert.
      • Mit zwei Monitoren meinte ich nicht ein Dual-Monitor-Setup, bei dem man 2 Geräte möglichst nahe zusammenstellt und die Arbeitsfläche vergrößert. Gemeint war das bewusste Arbeiten mit einem Haupt- und einem Neben-Bildschirm. In Deinem Fall z.B. Bildbearbeitung auf dem Hauptbildschirm und Live-Ansicht der zu ändernden Webseite auf den Nebenbildschirm. Nach meiner Erfahrung ist das Arbeiten mit Photoshop und v.a. Lightroom in einem nicht maximierten Fenster problematisch. PS, LR, Webbrowser und Outlook in vier Fenstern nebeneinander auf EINEM großen Bildschirm anordnen, klappt also nicht sonderlich gut. Umgekehrt ist die Aufteilung auf 2 Monitore in PS und LR sehr hilfreich, z.B. Bibliothek und Lupenansicht zur Bildauswahl oder Bearbeitung, Bildbeschnitt, Auslagerung von Werkzeugleisten etc.
      • 4K bei 27 Zoll oder darunter hat nicht nur Vorteile, sondern auch in mehrerlei Hinsicht seinen Preis. 4K heißt im Vergleich zu Full-HD doppelte Seitenbreite und das Vierfache an Pixeln => auch höhere Hardware-Anforderungen. Einen ganz anderen Aspekt findest Du in folgendem Artikel von Marsel van Oosten. Da Du von 24-Zoll kommst und Webdesign machst, könnte das auch auf Dich zutreffen: https://www.eizo.de/referenzen/coloredge-referenz-marsel-van-oosten/
      • Ansonsten ist eine höhere Auflösung bei der Präsentation und beim Lesen von Texten natürlich immer zu begrüßen.
      • Mit dem CS2740 hat EIZO auch bereits einen 4K-27-Zöller angekündigt, der aber auch deutlich teurer wird. Inwieweit es das auch bei den CG´s geben wird, ist nicht bekannt: https://www.prad.de/eizo-cs2740-4k-grafikmonitor-mit-10-bit-und-usb-c/
      • Bei 32-Zoll ist 4K auf jeden Fall zu empfehlen, darunter muss es nicht unbedingt sein. Mit dem CG319x bist Du da auf jeden Fall schon sehr zukunftssicher aufgestellt.

      • Ganz lieben Dank. 🙂
        Der Kopf rattert schon, aber ich denke, es bleibt bei der Idee von 32″, 4K – aber dann wirklich eher Richtung Eizo.
        Investition in Grafikkarte bzw, neue CPU ist gedanklich mit eingerechnet.

        Nur noch als finale Anmerkung zu meiner Arbeitsweise:
        Mein Multitasking beschränkt sich meist auf 2 geteilte Fenster, wobei ich z.B. Word oder Mail mit Inhalten links und Die Website oder InDesign zum Bearbeiten rechts habe – auf 24 Zoll immer recht knapp.

        Photoshop, Lightroom, und beim reinen Gestalten auch InDesign etc. nutze ich nur Vollbild, was auch so bleiben soll. Viel Raum für die Inhalte – links und rechts die Bedienfelder. Aber in der Tat – das Browserfenster wird sich nicht mehr auf die ganze Breite ausdehnen, hat aber auch jetzt aktuell immer nur 75% der Breite.
        Aus der Sicht bleibt für mich der 32er gedanklich das gesetzte Ziel.

        Also – ich bleib euch aus aktuellem Anlass und darüber hinaus treu!
        Viele Grüße
        Torsten

  2. Ich beobachte den Monitor schon länger und hatte mich auf den Nachfolger gefreut (vom Preis mal abgesehen) fällt dieser aber auf Grund des Lüfters und der schlechten Beurteilung zur Farbstabilität aus.
    Ich benötige den Monitor für Foto, Webdesign und Druckvorstufe gleichermaßen – ab und an auch mal Video.

    Für den Einsatzmix hab ich nun eben den Asus sowie den BenQ SW320 bzw, den gerade angekündigten Nachfolger SW321C ins Auge gefasst. Beide Monitore werden von Euch hoch gelobt – einzig ein Vergleich fehlt.
    Der Asus wird öffentlich kaum diskutiert und selbst in englischsprachigen Foren wird auf die „german website“ Prad verwiesen. Reine Spec-Gegenüberstellungen zeigen bis auf HDR kaum Unterschiede.
    Der englischsprachige User hatte dann übrigens zum BenQ gegriffen, weil er eben kein Risiko eingehen wollte – fände ich aber schade, dem Asus nur deshalb den Laufpass zu geben.

    Was spricht aus eurer Sicht eher für den Asus oder den BenQ?
    HDR wäre natürlich so ein Vorteil, aber habe ich davon außer den Demos im Produktionsalltag was?
    Der SW321C soll ja HLG anzeigen, was mir erst einmal genügen würde.

    Ganz liebe Grüße und ein generelles Dankeschön für die viele Arbeit bei den Tests.
    Torsten

    • Hallo Torsten, zunächst Danke für´s Dankeschön – das hört man viel zu selten.

      Dein Anforderungsprofil ist sehr klar definiert. Da Du den Test zum Nachfolger ASUS PA32UCX-K gelesen hat, sind Deine Fragen dort eigentlich auch schon beantwortet. Konkret im Kapitel 6, Betrachtung der Ergebnisse im Detail. Der ASUS PA32UCX-K mag hier ein krasses Beispiel sein, aber das gilt grundsätzlich für jeden Monitor, der keinen speziellen Temperatur-Ausgleich hat. Wer nur auf Specs und Wertungstabellen schielt, der übersieht leicht das Wesentliche, was einen echten Grafikmonitor ausmacht.
      Wieso noch Gedanken an HDR und HLG verschwenden, wenn Du aktuell kein Geld damit verdienst?
      Foto, Webdesign und Druckvorstufe im professionellen Einsatz? Videobearbeitung Nebensache ? Du suchst immer noch an der falschen Stelle. Schau Dir mal die Tests zum EIZO CG2730 und CG279X an. Verlässlichkeit direkt nach dem Einschalten, blitzschnelles Umschalten vom Arbeiten im nativen Farbraum auf einen D55-sRGB- oder CMYK-Softproof, keine Banding-Probleme in Farbverläufen, usw. Auch die Fogra-Softproof-Zertifizierung gibt im Kundenkontakt Sicherheit. Davon sind alle Geräte von Asus, LG, BenQ, Dell und Co. sehr, sehr weit entfernt.
      Die Lösung von Benq zur Hardware-Kalibrierung schneidet in dieser Riege zwar am besten ab, „hoch gelobt“ haben wir sie aber sicher noch nie. Der Abstand zu NEC und noch ein sehr gutes Stück weiter zu EIZO ist gigantisch.
      Noch dazu ist in Deinem Fall 27-Zoll mit WQHD-Auflösung höchstwahrscheinlich die bessere Wahl. Für den Preis des ASUS PA32UCX-K kannst Du Dir den EIZO CG2730 auch gleich zweimal auf den Schreibtisch stellen, was die Produktivität mehr steigert als ein einzelner 32-Zoll-Monitor.
      Nichtsdestotrotz können die Geräte von Asus und BenQ eine gute Wahl sein, wenn die Prioritäten anders liegen.
      Beste Grüße nach Wernigerode

  3. Falls das hier mal jemand liest;-)

    Ich habe mittlerweile den Monitor mit der mitgelieferten i1Profiler Soft- und Hardware kalibriert, mit dem daraus erhaltenen icm-Profil stellt der Monitor jetzt Wide Gamut dar. Nur mit Faststone gibt es wieder Probleme, die ich schon mal hatte, da funktioniert das Color Management nicht mehr.
    Das mitgelieferte Profil scheint also nichts zu taugen (Daher die im Test beschriebenen 94% Abdeckung sRGB/Adobe?).
    Nach der Kalibrierung wieder Grauschleier bei HDR… wieder Kabelwechsel/Monitor ein/aus, geht wieder… Das Bild ist schon fantastisch (z.B. die LG 4k HDR10 Demo Cymatic Jazz).

  4. Anmerkung zu meinem Beitrag von gestern:
    HDR geht wieder, ich hatte auf HDMI gewechselt (HDR geht) und dann wieder zurück auf DP (HDR geht immer noch). Vermutlich ist das ganze in Windows noch nicht ausgereift.
    Leider bleibt das Problem mit dem Farbprofil. Der Monitor zeigt mit dem mitgelieferten icc Profil kein Wide Gamut an, auch nicht wenn das Preset Adobe RGB oder DCI 2020 angewählt wird.

    Ole

  5. Hallo, @ Manuel und Michael:

    Ich habe mich, auch mangels Alternativen, zum Kauf leiten lassen. Möchte RAW Bildbearbeitung (DXO Photolab) und gel. HDR-Videos nutzen. Nach dem Anschließen habe ich jetzt 2 Probleme. Aktivieren von HDR hat geklappt, Grauschleier (blasse Farben am Desktop) tritt auch bei mir auf. HDR Videos in Edge aber super. Dann fiel mir auf, dass nachdem ich das icc-Profil des ASUS aktivierte, auf dem Monitor die Bildfehler im Gamuttestbild von basiCColor/bvdm nicht mehr erkennbar sind, der Monitor also keinen Wide Gamut anzeigt. Wenn ich bei Photolab Adobe RGB einstelle klappt das wieder in dieser Anwendung. Ebenso mit dem Profil meines alten Monitors, einem HP 3065LP. Nachdem ich mehrfach mit den Farbprofilen rumprobiert hatte habe ich nochmal HDR eingeschaltet und jetzt funktioniert auch das nicht mehr, das Bild ist fürchterlich (vll. das Problem was Michael hatte), d.h. es sieht aus wie 32.000 Farben mit ausgefranstem Schwarz. Bei DxDiag ist alles in ok. Ich nutze DisplayPort an einer GTX 1080.
    Hat irgend jemand einen Lösungsvorschlag?

    Danke, Ole

  6. Ich bin ja ein Findeis-Fan als auch natürlich von Prad.de

    Aber diesmal hat mich sowohl die Einrichtung des Produktes als auch Prad.de ordentlich Zeit gekostet. Ich habe mir den Monitor gekauft, zum einen weil der Test so positiv verlaufen ist, als auch weil meine favorisierte Alternative (LG 32UL950-W) in Deutschland noch nicht verfügbar ist. (B&H in U.S. listet ihn aber seit dieser Woche als lieferbar – also wird der wohl auch bald zu uns nach Deutschland kommen.)

    So, mein Ersteindruck: hinsichtlich der Verkabelung ist das eine absolute Diva! Ich habe ein UHD Premium Kabel angeschlossen, wo ich anfangs davon ausgegangen bin, dass das natürlich funktioniert (tat bisher am Apple TV 4K ohne Probleme seinen Dienst). Gab noch ein paar Spezialitäten – dachte, faul wie ich bin, kann zum beabsichtigen Dual-Monitorbetrieb gleich meinen alten Monitor dranlassen – so brauchte es ein wenig, bis ich den Fehler eingegrenzt habe – von 3 HDMI Kabeln funktioniert nur eines, nämlich das Kurzstrecken-Kabel von ASUS. Werde gleich noch mal in die Stadt gehen und schauen, ob ich da noch ein Premium-Ultra-Premium Kabel mit Fluxkondensator finde, dass Diva Asus akzeptieren würde. DP ging hingegen auch mit beliebigen Käbelchen.

    Weiter – für die Inbetriebnahme von HDR muss man wohl in besagten Sachgebiet promoviert haben. Ich hatte mich von Herrn Findeis hinsichtlich seiner Schwärmerei für HDR anstecken lassen. Geld zum verbrennen und aufgrund des Alters im Augenblick lebend. Gehen wir mal durch, was ich bislang herausgefunden habe: 1) Umstellung Windowsseitig auf 10bit Farbtiefe notwendig – check; 2) HDR unter Einstellung => Anzeige aktivieren – check 3) HDR für Videostream aktivieren – check. Zwischenergebnis: furchtbares Bild, Grauschleier. 4) Umstellen auf Rec 2020 – check; Zwischenergebnis: furchtbares Bild bleibt 5) Hilfetext von Windows = aha, ein Hinweis => HDR über DisplayPort funktioniert nur mit DisplayPort 1.4 zuverlässig! Was hat aber der „aktuelle“ Asus (der den aktuellen Stand der Technik repräsentieren soll)? DisplayPort 1.2.! …. also, das umschwärmte HDR funktioniert mit diesem Monitor (laut Microsoft Specs) schon mal nicht, wenn man über DisplayPort geht. Wäre definitiv erwähnenswert gewesen. 🙂

    Weiter – ich möchte mich ja auf den Autor verlassen können, er schreibt toll und sehr unterhaltsam. Ergo, suche ich den Fehler nach dem Grauschleier, der auch via HDMI-Anschluss und Diven-Kabel (ASUS), immer noch vorhanden ist. Gefunden habe ich noch nichts, außer einen Artikel der CT, der die Problematik „Grauschleier“ ja sehr schön beschreibt. Aber der Autor scheint ja einen anderen Zugang gefunden zu haben, um die neue Farbenpracht genießen zu können. Da will ich auch hin. Mein aktueller Stand: Nicht nur die Windowsumgebung erscheint im Grauschleier – auch die über Edge aufgerufenen 4K HDR Videos (Costa Rica) – sind nicht wirklich in HDR sehenswert. Was übersehe ich wohl? … werde gleich mal alternativ das Macbook-Pro anschließen, vielleicht werde ich da was zum staunen bekommen.

    • Hallo Herr Hellmich,
      der ASUS PA32UC-K war Anfang des Jahres das erste Gerät (mit ernstzunehmender) HDR-Funktionalität, das wir im Test hatten. HDR überhaupt richtig zum Laufen zu bringen war auch für mich eine äußerst zeitraubende Angelegenheit. Der ganze Test hat mich locker 2 Wochen Arbeitszeit gekostet, die ich nicht mal annähernd bezahlt bekomme.
      Hier die eigene „Freude“ immer in einem Testbericht zu erwähnen, ist etwas schwierig, da es ja um ein spezifisches Gerät geht. Was die Hersteller und die ganze Branche anbelangt, finde ich es aber persönlich schon fast unverschämt, wenn man sündteure Geräte mit Features anpreist und dann den Käufer damit alleine lässt, es auch zum Laufen zu bringen. Das wurde von mir hier konkret auch unter 4 Augen an den Hersteller adressiert. Geändert hat sich seither nichts (Herstellerübergreifend!). Da ist „Early Adaptor“-Do it yourself angesagt. Das dann aber bitte nicht PRAD anlasten.

      Wir hatten geplant, dazu mal einen Grundlagen-Artikel zu schreiben, der liegt aber noch in der Schublade. Letztlich ist es auch Aufgabe der Hersteller hier den nötigen Support zu geben und ganz sicher nicht von PRAD. Ich denke mit „Early Adaptor“ ist hier schon auch das richtige Stichwort im Fazit genannt worden. Da muss man immer damit rechnen, dass nicht Alles auf Anhieb reibungslos funktioniert.

      Ansonsten versuche ich in meinen Test immer möglichst vielseitig auch Interessen/Bedürfnissen gerecht zu werden, die nicht notwendigerweise meine eigenen sind. Innovationen mit echtem Mehrwert sind bei Monitoren eher rar. Das Thema HDR ist hier zwar vielversprechend, steckt aber auch irgendwie noch in den Kinderschuhen. Nachdem wir auch gerade aktuell wieder einen HDR-Monitor im Test haben, kann ich Ihnen auf jeden Fall versichern, dass der ASUS PA32UC-K und der Asus PG27UQ mit ihrem 384-Zonen local dimming mit Abstand zu den besten Vertretern gehören, die wir bislang im Test hatten.
      Beim Test zum Asus PG27UQ habe ich im Kapitel „Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast“ auch Einiges dazu geschrieben, wie man HDR unter Win10 zum Laufen bekommt. Bitte da unbedingt mal reinschauen. Ob sich das jetzt auch beim PA32UC geändert hat, kann ich natürlich nicht sagen. Der Artikel und das Video könnte generell auch für Sie interessant sein. Hier nochmal die Kurzfassung:
      – 10 bit im Grafikarten-Treiber einstellen (kann sein, dass man es jetzt nicht mehr zwingend braucht, aber besser so)
      – Systemeinstellungen-Anzeige: HDR und WCG ein => Bildschirm wird möglicherweise flau. Vermutlich das, was Sie mit Grauschleier meinen. Das ist normal als „by design“.
      – App-Einstellungen-Videowiedergabe: HDR-Videostreamen einschalten

      HDR-Video starten und HDR genießen. Danach wieder für normalen Betrieb HDR in den Systemeinstellungen ausschalten => Desktop wird wieder normal.

      Im Gegensatz zu diversen LG-Geräten in Reihe, gab es beim Asus keine Probleme mit dem Kabel bzw. Anschluss. Wir testen generell immer mit den mitgelieferten Kabeln. Das ist auch als Anwender zu empfehlen – v.a. da hier die Übertragung/Bandbreite an die Grenze kommt. Was auch immer Microsoft dazu in seinem grauenvoll maschinenübersetzten Hilfetext schreibt: HDR funktioniert beim PA32UC am DP. Wenn nicht am DP, dann per HDMI erst recht nicht (geringere Bandbreite). Für 4K bei 60Hz langt nach meinem Kenntnisstand DP 1.2 auch noch aus. Problematisch wird es erst bei Gaming-Monitoren wie dem Asus PG27UQ und 144Hz – siehe Test.

      Das ist aber generell genau so ein Thema. Schon mal versucht ein DP 1.4 oder HDMI 2.0 Kabel zu kaufen? Auf dem eine genaue Spec draufsteht, was das Kabel wirklich kann? Oder eine Grafikkarte mit DP 1.4? Wenn man dann (auch beim Neuesten vom Neuen von Nvidia) nicht das kleine Sternchen übersieht…. Tatsächlich dafür spezifiziert sind Sie nämlich nicht. Der Hersteller garantiert für nichts.
      https://www.nvidia.com/de-de/geforce/products/10series/geforce-gtx-1060/

      Also Grauschleier (am Desktop!) ist vermutlich normal, sollte aber nach Starten des Videos verschwinden. Beim Test des Asus haben wir den Movie-Player von Win10 verwendet. Bei anderen Test aber auch Netflix im Edge-Browser. In der Netflix-App werden HDR-Titel (auch mit dem notwendigen Abo) nicht angezeigt.

      Grafikkarte muss HDR wirklich können (bei Nvidia wohl aber der 1050, die 900er-Serie kann es nicht! Intel-Grafik auch nicht!). Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, heißt das nicht, dass man nicht auf HDR umschalten und ein Video abspielen kann. Optimalerweise zum Testen das HDR-Testvideo von Asus verwenden. Da sieht man eigentlich sofort, ob man Alles richtig gemacht hat.

    • P.S.: Laut Asus reicht auf jeden Fall DP 1.2a oder HDMI 2.0a. Es gibt aber auch Anforderungen an den Prozessor, ab Kaby Lake. Grafikkarte: Intel KBL 620 or better, AMD RX500 oder später, Nvidia GTX 10er Serie oder später.

  7. Wenn Du nach einer ähnlich guten HDR-Performance mit local dimming wie beim ASUS PA32UC oder Asus ROG Swift PG27UQ suchst, dürfte das auch schwierig sein. Als early adaptor zahlt man eben auch einen Premium-Preis. Aber schau Dir mal den in Kürze kommenden Test zum LG 27UK850-W an…. Beste Grüße, Manuel

  8. Fantastischer Monitor, leider in einem Preis-Segment…

    Gibt es einen ähnlich guten Monitor, im 27-32 Zoll Bereich, mit echtem oder „gutem“ HDR und 4K im 400-1000 Euro Level? Ich googel nun seit einigen Tagen, wurde aber leider bisher nicht fündig. Vielleicht habt ihr eine Empfehlung?

    Vielen Dank, René

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