Test Monitor Asus PG278Q
7/9

4
27131

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ASUS PG278Q arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit kommt es nicht zu einem Flackern und dies schont die Augen.

Asus Pg278q Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Neben den vielen Tests mit all den hochpräzisen Messgeräten in unserem Labor darf die subjektive Beurteilung nicht zu kurz kommen. Vereinzelnd treten auch Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive auf. Ebenso wichtig ist das Handling und wie sich der Monitor im Gameplay schlägt. Das Gameplay dürfte wohl stärkste Disziplin des VG278Q sein, da er schon Anschlussbedingt und auf Grund des G-Sync-Moduls nur zu diesem Zweck erschaffen wurde.

Wir haben uns einige Stunden hingesetzt und mit dem Testgerät die Spiele „Battlefield 4“ und „Dirt 3“ gespielt, um für diese beiden Genres den Nutzen und die Vorteile gegenüber anderer Displays herauszufinden. Da recht schnell ein Gewöhnungsfaktor einsetzt, haben wir zunächst im 60Hz-Modus und abgeschaltetem Overdrive gespielt.

Test Rennspiel „Dirt 3“

Durch die Cockpitansicht mit Blick direkt auf die schnell bewegten Bildanteile kann man gut die Leistungsfähigkeit des Monitors beurteilen. Da der ASUS PG278Q mit seinen kurzen Reaktionszeiten und der 144Hz Technologie Bewegungsunschärfen im Griff haben muss liegt eigentlich schon auf der Hand und ist sozusagen der Pflichtteil. Das funktioniert in der Realität auch blendend.

Die Einstellung „Off“ ist dann auch wirklich aus und bringt eine Menge Unschärfe mit sich. Der Modus „Normal“ ruft dann auch ab, was der Monitor letztendlich leisten kann. In Verbindung mit 144Hz sehen wir ein glasklares Bild. Nun sind auch bei diesem Spiel die kleinen Steinchen der Schotterstraßen zu erkennen und die Vegetation rechts und links am Bildrand zieht keine Schlieren mehr.

Die Einstellung „Extreme“ stellt keine großartige Steigerung mehr dar. Untersucht man nun das Bild, scheint es auch in der höchsten Overdrive-Stellung keine Artefaktbildung in den schnell bewegten Bildanteilen zu geben. Die Baumwipfel erhalten jedoch bei Schwenks eine Doppelkontur (Corona-Effekt). In der Einstellung „Normal“ muss man schon ganz genau hinsehen, um diesen Effekt zu erkennen. In der Regel schaut man aber weniger nach oben als auf die Straße und hier ist auch bei der Stellung „Extreme“ die Welt noch in Ordnung.

Die nächste Problematik in diesem und bei vielen anderen Spielen ist der Tearing-Effekt, der in unseren Tests bis jetzt bei jedem Monitor auftrat. Mal mehr, mal weniger. Laut Werbeversprechen soll das G-Sync-Modul so etwas nicht zulassen. Mit deaktiviertem G-Sync tritt Tearing bei voll aufgedrehtem Overdrive auch recht stark auf. Ist G-Sync aber aktiviert löst NVIDIA sein Werbeversprechen ein und es ist nirgendwo mehr ein Zeilenversatz zu erkennen. Insgesamt konnten wir bis jetzt auf keinem anderen Monitor „Dirt 3“ so genießen, wie auf dem PG278Q.

Test FPS „Battlefield 4“

Die Performance ist auch bei diesem Spiel äußerst beeindruckend und über jeden Zweifel erhaben. Natürlich sehen wir hier auch nicht die geringste Unschärfe oder irgendeine Form von Tearing. Aufgrund der hohen Auflösung besteht noch der Vorteil einer absolut messerscharfen Grafik. Hier kann man auch bedenkenlos in der Overdrive Einstellungsebene „Extreme“ wählen, da hier keine Zeit bleibt sich das Kampffeld und deren Umgebung anzuschauen. Für einen High End Gaming-Monitor wäre es vielleicht noch schön gewesen ein Tool zu haben, welches die dunklen Bildanteile etwas anhebt, um etwaige Gegner schneller zu erkennen. Dafür hat sich ASUS andere kleine, sagen wir einmal „Helferlein“ einfallen lassen.

ASUS-GamePlus

Dieses Tool beinhaltet ein „Target-Overlay“, das sich auf dem Display einblenden lässt. Das erweist sich als äußerst hilfreich, da schnell aus der Hüfte geschossen werden kann, ohne durch das Zielfernrohr zu schauen. Zusätzlich kann es mit dem kleinen Joystick der OSD-Tastatur noch auf dem Display verschoben werden und aus 4 Formen und zwei Farben gewählt werden.

Asus Pg278q Monitor Target Overlay
ASUS GamePlus-Funktion mit Target-Overlay.

Für FPS eher uninteressant, dafür für Echtzeit-Strategiespiele nützlich, besteht noch die Möglichkeit einen Timer einzublenden, der in 30, 40, 50, 60 und 90 Minuten voreingestellt werden kann und durch erneutes drücken rückwärts läuft. Auch hier besteht die Möglichkeit, den Zähler frei auf dem Display zu verschieben.

Asus Pg278q Monitor Timer
ASUS GamePlus-Funktion mit Timer.

4 KOMMENTARE

  1. Kann die Probleme mit Inversion und Vertikalen Streifen bestätigen. Hatte inzwischen 2 Modelle vom dem Monitor zu Haus, leider hatten beide das Problem. Da war mir das Geld dann doch zu schade, sollte bei so einen teuren Monitor eigentlich nicht passieren!

  2. Du kannst sicher sein, wenn dies dem Testredakteur aufgefallen wäre, dann würde es hier auch im Test angesprochen werden.

  3. Schade, nix von Inversion Fehlern, bzw. vertikalen Steifen, die man bei diesem Monitor öfter mal sehen kann, bei bestimmten Szenen.
    Ich hatte ihn und mich hat dieses Problem so gestört, dass ich ihn (bei dem Preis) nicht behalten wollte.

  4. Habe mir diesen Monitor bereits vor 2 Monaten zugelegt und bereue den Kauf nicht eine einzige Sekunde! Genial!

Schreibe einen Kommentar zu natflenders Antwort abbrechen