Test Monitor BenQ BL3200PT
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Benq Bl3200pt Monitor Reaktionszeit Off
Benq Bl3200pt Monitor Reaktionszeit High
Reaktionszeiten Overdrive „AMA Off“ (links) und „AMA High“ (rechts).
Benq Bl3200pt Monitor Reaktionszeit Premium
Reaktionszeit Overdrive „AMA Premium“.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim BenQ BL3200PT messen wir mit 25,8 Millisekunden bei 60 Hz eine ziemlich lange Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 3,7 Millisekunden sehr kurz.

Mit insgesamt 29,5 Millisekunden Gesamtwert für die mittlere Gesamtlatenz ist der Monitor zwar auch zum Spielen geeignet, aber sicherlich nicht die erste Wahl. Für einen Monitor mit dieser Panelgröße ist das Ergebnis aber ordentlich.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des BenQ BL3200PT arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Benq Bl3200pt Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Minimale Schlieren sind bei dem Gerät erkennbar, so wie sie bei allen Monitoren auftreten, die nicht mit mindestens 120 Hz betrieben werden. Die hohe Latenz ist optisch nicht sichtbar und nur von Hardcoregamern fühlbar, so dass Gelegenheitsspielern diesem Wert keine zu große Bedeutung beimessen sollten.

Für Gelegenheitsspieler kann der Monitor daher klar empfohlen werden. Spiele auf einem 32 Zoll Monitor lassen den Spieler noch tiefer in die Welten eintauchen oder machen ansonsten kaum beachtete Effekte sichtbar. Dank der guten Interpolationsleistung sehen auch Spiele bei 1080p noch gut aus, so dass Gelegenheitsspieler auch keine High-End-Grafikkarte für den Betrieb benötigen.

Sound

Tonsignale können per HDMI, DP oder den Audioeingang zugespielt werden. Ausgegeben werden können die Audiosignale anschließend über die beiden eingebauten fünf Watt Lautsprecher oder den Kopfhörerausgang.

Die Lautsprecher konnten uns im Test überraschen. Sie klingen nicht so blechern und dumpf, wie es bei vielen Konkurrenzprodukten der Fall ist, sondern sind eher mit Lautsprechern aus TV-Geräten vergleichbar. Der Ton wurde klar wiedergegeben und auch die Bässe waren halbwegs ok. Anwender die mit dem Ton eines TV-Gerätes auch bei der Filmwiedergabe zufrieden sind, dürften bei diesem Gerät wahrscheinlich ebenfalls zufrieden sein.

Eine normale Zimmerlautstärke haben wir etwa bei dem Wert 30 von 100 erhalten. Eine Reduzierung dieses Wertes verringert die Lautstärke gleichmäßig bis zur Abschaltung der Tonwiedergabe. In die andere Richtung war aber nicht der gleiche Effekt wahrnehmbar. Die 70 Stufen nach oben, konnten allerdings keine so deutliche Lautstärkeerhöhung erzielen, wie man es erwarten würde. Ein TV-Gerät erzielt hier eine deutlich lautere Beschallung. Für Alltagszwecke, auch mit Nebengeräuschen, sollte der Ton aber ausreichend laut einstellbar sein.

DVD und Video

Der Monitor besitzt einen HDMI-Anschluss, den wir für die Verbindung mit dem Blu-Ray-Player genutzt haben. Einen eingebauten TV-Tuner, ein Bild-in-Bild-Modus oder weitere Extras bietet das Gerät nicht an, dafür aber einige praktische Einstelloptionen, die wir nachfolgend genauer beschreiben.

Ein Filmmodus wurde ebenfalls implementiert, dieser schien das Bild gegenüber unserer Standardeinstellung aber kaum zu verändern und stellte damit keinen großen Mehrwert dar. Der Modus kann aber, mit einigen Einschränkungen, auch an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden und so erhält der Anwender, durch ein schnelles Wechseln über die Fernbedienung, direkt seine Lieblingseinstellungen für die Filmbetrachtung.

Ein Gerät mit 32 Zoll und einer 16:9 Auflösung war wahrscheinlich früher in vielen Wohnzimmern zu finden. Das Gerät eignet sich daher auch problemlos als TV-Ersatz, auch wenn heute eher 47 Zoll oder noch größere Modelle in den heimischen Wohnzimmern anzutreffen sind. Durch die ergonomischen Verstellmöglichkeiten kann der BL300PT für diesen Betrieb einfach angepasst werden, nur die seitliche Drehfunktion hätte für diesen Zweck noch etwas größer ausfallen können. Der Sound ist, wie oben beschrieben, als TV-Ersatz durchaus ausreichend und auch die gute Blickwinkeleigenschaften des Gerätes sprechen für dieses Einsatzgebiet.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

1080p und 720p Auflösungen lassen sich durch das 16:9 Format bildschirmfüllend auf dem BenQ BL3200PT wiedergeben. Andere Signale können entweder im 1:1 Modus mit großen schwarzen Balken an allen Seiten oder seitengerecht vergrößert dargestellt werden. Bei unseren Testzuspielungen gab es in diesem Bereich keine Probleme und jedes Signal konnte ohne Verzerrungen wiedergegeben werden.

Bei den Bildraten ist das Gerät sehr flexibel. Es waren sowohl 60 als auch 50 und 24 Hz einstellbar. Der Juddertest konnte allerdings nur bei 60 Hz bestanden werden. Einstellbar waren die Werte sowohl über den Blu-Ray Player als auch über den Grafikkartentreiber.

Einen Deinterlacer scheint der Monitor nicht zu besitzen. 50 Hz konnten zwar eingestellt und auch wiedergegeben werden, aber bereits im Menü des Players konnte ein recht starkes Zittern des Bildes festgestellt werden.

Benq Bl3200pt Monitor 24hz
Benq Bl3200pt Monitor 50hz
24 Hz und 50Hz Signale können dargestellt werden.

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... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

15 KOMMENTARE

  1. Guter Test. Ich habe mir letzte Woche dieses Gerät zugelegt.
    Leider musste ich feststellen dass 2 oder mehr senkrechte Linien (Wie z. B. bei dem Namen „Willi“ die beiden Ls, bei gewissen Fonts mit wenig Abstand), die sehr nahe beieinander dargestellt werden, bei meinem Gerät zu Farbsäumen um die Linien führen, die ich mit den Einstellung bestenfalls abmildern aber nicht ganz beseitigen konnte.

  2. Mich würde interessieren, wieviele Farben der BenQ darstellen kann und auf welcher Technologie das beruht. Laut Produktdatenblatt sollen es 1,07 Milliarden sein, aber beruhen die auf einer 10-bit Technik? Ist eine entsprechende Grafikkarte wie NVidia Quadro erforderlich, um den vollen Farbumfang darstellen zu können?

  3. Danke.
    Also sind alle Monitore über 27″ für Gelegenheitsspieler.Frage ja nur weden dem Fazit.Demnach ist für Pro Gamer bei 27″ Ende.Oder ist das villeicht ein Kritikpunkt, den man „streichen“ sollte?Denn ich kann auch keinen über 27″ mit 120Hz geschweige denn 144Hz finden.
    LG.

  4. 32 Zoll Monitore mir 120 oder 144 Hz kenne ich nicht. Da dies unser erstes 32 Zoll Modell war, ist es schwierig in diesem Test Alternativen zu nennen. Für Hardcoregamer ist wohl eher die Latenz eine KO Kriterium.

  5. Schöner Testbericht.
    Es wäre schön wenn es auch Beispiele für Alternativen geben würde.
    Sie schreiben der Monitor ist nicht für „Hardcoregamer“ geeignet.Wegen der fehlenden 120Hz Unterstützung.
    Nun, welcher 32″ Monitor ab dieser Auflösung macht das denn?
    Lg.

  6. Also Schrift und Icons sind beim BenQ kleiner als beim Dell. Der Dell hat ein Pixelgröße von 0,303 und der BenQ von 0,276 – also eher wie ein 24 Zoll-Gerät. Wenn es noch größer sein soll, dann käme nativ ein Full HD 28 Zoll Gerät in Frage, was eine Pixelgröße von 0,32 besitzt.

  7. Hallo @ all,

    Danke für den Test. Ich besitze noch einen guten alten Dell 2709W mit S-PVA Panel und 16:10. Duch altersbedingte Weitsichtigkeit fällt es mir schwieriger ohne Brille am PC zu arbeiten. Deshalb suche ich einen größeren Monitor, der aber eine nicht zu hohe Auflösung besitzt. Sind Icons und Systemtexte bei so einem Gerät eigentlich physikalisch größer oder kleiner in der nativen Auflösung (DPI-Skalierung kommt für mich nicht in Frage)?

    Ist die Panelqualität (Schwarzwert, Gleichmäßigkeit der Beleuchtung, Kontrastumfang) mit der meines Monitors mit S-PVA Panel vergleichbar, oder müsste ich da große Abstriche machen?

    MfG

    Black Widowmaker

  8. Danke für den Test. Der Monitor ist aber in Deutschland seit ca. 6 Wochen nicht mehr zu bekommen. Hab den seit dem 25.06. bei einem Händler in Vorbestellung.

    Auf Anfrage bei Benq Deutschland erhielt ich folgende Antwort: “ Aufgrund einer Panelshortage und der großen Nachfrage kommt es leider zu Lieferengpässen bei diesem Model. Bitte entschuldigen sie die Verzögerung…“

    Weiterhin leider kein Liefertermin.

    Traurig für einen Hersteller dessen Kerngeschäft unter anderem Monitore sind.

  9. Sehr guter Test, ich habe schon lage darauf gewartet. Danke.

    Beim Video „Big Bucks Bunny“ ist beim Wechsel zu besonders hellen Szenen eine Änderung der Helligkeit sichtbar. Ist diese Änderung auf die Kamera, die das ganze filmt, zurückzuführen oder ändert der Monitor die Helligkeit eigenständig.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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