Test Monitor Dell U2715H
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Bedienung

Der Dell U2715H besitzt rechts unten am Panelrahmen einen An-/Ausschalter mit einer weißen Betriebsanzeige-LED; im Prinzip ist es ein Touch-Sensor, den es zum Einschalten bzw. Hochfahren zu berühren gilt.

Links davon befinden sich vier weitere Sensorfelder, mit denen der Monitor entweder per Schnellzugriff auf voreingestellte Farbmodi und/oder Helligkeit/Kontrast gesteuert wird (zwei der Sensoren sind dafür funktional doppelt belegt) oder der Nutzer in das OSD-Menü einsteigen kann.

Dell U2715h Monitor Sensorfelder
Kaum zu erkennen sind die Beschriftungen der OSD-Sensorfelder rechts auf der unteren Rahmenblende.

Diese Sensoren sind durch kaum sichtbare Markierungen gekennzeichnet; Dell spricht in seiner sonst sehr umfangreichen und gut lesbaren Bedienungsanleitung etwas euphemistisch von „Tasten“, darum handelt es sich aber beileibe nicht: Die Touch-Sensoren bieten keinerlei haptische oder akustische Rückmeldung; somit gestaltet sich die Bedienung der Sensorfelder anfangs als etwas ratloser Blindflug.

Dell U2715h Monitor OSDlive
Dell U2715h Monitor OSDlive2
Die Sensorfelder vor dem Berühren und nach einem geglückten „Touch“.

Allerdings bessert sich die Nutzerfreundlichkeit deutlich, sobald der Anwender einen Sensor berührt; dann blendet der Monitor nämlich direkt über den Sensorfeldern kontextsensitive Symbole ein, die das Bedienen des Monitors spürbar erleichtern. Die Bedienlogik und Anordnung der zugewiesenen Funktionen ist nachvollziehbar.

OSD

Das OSD-Menü ruft der Benutzer durch die Berührung des zweiten Sensorfeldes von rechts auf – in der Praxis klappt dies meist aber nicht auf Anhieb; gerade in etwas dunkleren Umgebungen bleibt dem Anwender zur optischen Orientierung nur die LED-Betriebsanzeige rechts der vier Sensorfelder, entsprechend häufig dürfte zuerst der ganz rechts befindliche Touch-Sensor neben dem An-/Ausschalter berührt werden. Dieser führt erst einmal zur Zweitbelegung der zwei linken Sensoren: von links sind dies in der Standardkonfiguration die Auswahl eines Farbmodus und der Direktzugriff auf das Helligkeits-/Kontrast-Menü. Erst der dritte Sensor von führt direkt zum Aufruf des eigentlichen OSD-Menüs.

Das OSD-Menü selbst gliedert sich in acht Untermenüs mit zum Teil weiteren Menüebenen und zahlreichen Optionen: Helligkeit/Kontrast, Eingabe-Quelle, Farbe, Display, Energie, Menü, Individualisation und Weiteres.

Zur Einarbeitung ins OSD-Menü sei die umfassende und gut illustrierte Bedienungsanleitung empfohlen, die dem Dell U2715H als PDF-Datei auf der mitgelieferten CD beiliegt.

Einige Besonderheiten seien hier erwähnt: Im Submenü „Eingabe-Quelle“ wählt der Benutzer unter der Signalzuspielung via DP, mDP, HDMI (MHL) 1 oder HDMI (MHL) 2.

Dell U2715h Monitor OSD2 Eingabequelle
Die Auswahl der Signalquelle erfolgt unkompliziert. (Quelle: Dell-Bedienungsanleitung)

Etwas versteckt im Untermenü „Farbe“ findet sich auch die Möglichkeit, im Sub-Sub-Menü „Voreingestellte Modi“ zwischen mehreren Farbtemperatur-Presets zu wählen (5000K, 5700K, 6.500 K, 7.500 K, 9.300 K und 10.000 K) oder die RGB-Kanäle individuell einzustellen.

Weitere Optionen im „Farbe“-Menü betreffen die die Auswahl des Eingangsfarbformates (RGB oder YpbPr für Component-Video-Anschlüsse), die Gamma-Vorauswahl (PC oder Mac, also 2,2 oder 1,8) oder anwendungsspezifische Presets wie Multimedia, Film, Spiel oder Papier, deren Grundlagen jedoch nicht näher definiert sind.

Dell U2715h Monitor OSD4 Farbmodi
Die Option zur Einstellung der Farbtemperatur findet sich im »Farbe«-Menü. Quelle: Dell-Bedienungsanleitung.

Im Submenü „Display“ lässt sich das Seitenverhältnis je nach Bildquelle auf 16:9, 4:3 oder 5:4 einstellen. Ebenfalls in diesem Untermenü lässt sich auch die Bildschärfe anpassen, mit beachtlichen Auswirkungen, wie sich später noch zeigen wird.

Dell U2715h Monitor OSD5 Display
Im „Display“-Menü ist neben der Seitenformatwahl auch die Schärfefunktion untergebracht. Quelle: Dell-Bedienungsanleitung.

Das Submenü »Individualisieren« schließlich erlaubt dem Benutzer die Zuweisung bestimmter Optionen auf die beiden „Direkttasten“, sprich: die beiden linken Touch-Sensoren. Hier hat er die Wahl zwischen voreingestellten Modi, Helligkeit/Kontrast, Eingabe-Quelle, Längen-/Seitenverhältnis und Drehung.

In der Gesamtschau lässt sich das OSD-Menü des Dell U2715H nach kurzer Einarbeitung recht flüssig und nachvollziehbar bedienen; dennoch ginge es noch besser, denn der Einstieg ins OSD-Menü über die kaum erkennbaren Sensorfelder gleicht einem Stochern im Nebel. Wenn Dell zumindest dem Touch-Sensor für den OSD-Menüaufruf irgendeine Form der direkten Rückmeldung an den Nutzer implantierte, wäre die Bedienfreundlichkeit deutlich erhöht.

Wer die OSD-Einstellungen bequem per Maus vornehmen möchte, nutzt den „Display Manager“: diese Software ermöglicht unter Windows die Einrichtung und Konfiguration des Monitors über eine Desktop-Oberfläche.

4 KOMMENTARE

  1. ich verstehe das Vorgehen im Test nicht. Warum fehlt hier ein UGRA-Test? Auch der Test von anderen Farbräumen wie z.B. ISO Coated oder ECI-RGB v2 fehlt. Zwecks Vergleichbarkeit sollte man sich vielleicht mal ein standardisiertes Vorgehen überlegen. Der Test des U2713H ist wesentlich ausführlicher.

  2. Hallo PRAD-Team,

    gibt es einen Grund warum die Kaufberatung noch den
    Dell U2713HM gegenüber diesem Modell vorzieht?

    Vom Testurteil und Preis her scheinen sie mir recht gleichwertig zu sein mit leichten Vorteilen für den U2715H.

    Ist die Zeit für die U2715H noch nicht reif?

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