Posts by Askaaron

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    Original von Chris Christmas
    Man kann auf Dinge nicht stolz sein. Man auch nicht "stolz sein, ein Deutscher zu sein" (oder irgendein anderes Land). Man kann höchstens stolz sein, was man in seinem Leben durch harte Arbeit erreicht hat, oder man kann auf seine Kinder stolz sein. Das war es aber auch schon. Wer stolz auf "seinen Eizo" oder "seinen Benz" oder sonst was ist, hat meines Erachtens ein Problem.


    In Bezug auf Eizo kann man höchstens intelligent sein, nicht zu wenig Geld ausgegeben zu haben und sich einen Eizo geleistet zu haben.


    Ach Chris - die Welt wäre so viel einfacher, wenn Leute keine Gefühle hätten. Jeder handelt nur rein logisch und natürlich ist niemand stolz. Am besten wir schaffen Geld auch noch ab, dann gibt es auch keine Gier mehr danach. Zuviel Star Trek gesehen? ;)


    Nebenbei - auch materielle Dinge, die man sich vom selber verdienten Geld anschafft, sind letzlich auch ein Produkt der eigenen harten Arbeit - warum sollte man dann nicht auch einen gewissen Stolz haben, sich diese Dinge leisten zu können?


    Man sollte nicht vergessen, dass hier halt viele Privatanwender vertreten sind und nicht nur profesionelle Anwender, die eher "vernunftmässig" den Preis und die dafür erhaltene Leistung abwägen.


    Ansonsten kann ich nur beipflichten: Prad.de ist ganz sicher nicht "betriebsblind" und empfiehlt Produkte nur des Namens wegen. Die aktuellen Modelle von Eizo sind auch objektiv nicht schlecht - auch im direkten Vergleich zur Konkurrenz. Natürlich ist auch Eizo ein Massenproduzent und nicht absolut fehlerfrei - aber Eizo stellt auch noch ganz andere Dinge her, wie z.B. Displays für medizinische Anwendungen mit Auflösungen und Anforderungen an die Toleranzen weit jenseits dessen, was ein Privatnutzer bezahlen könnte. Daher darf man sicher unterstellen, dass die günstigeren Modelle nicht vollkommen grundlos eine gewisse Qualität haben.

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    Original von tom
    also mir geht das Eizo-Gesülze langsam auf die Nerven: da wehen kleine Eizo Fahnen, wird man zum Eizo-Ritter geschlagen,
    "willkommen im Klub", und was da sonst noch an Schleimereien passiert: Peinlich!


    Wenn's Dich so stört - ignoriere es halt.


    Und mein "Willkommen im Club" war nur als freundliche Geste gedacht. Hier sind viele Privatnutzer - und die sehen die Welt nicht so verbissen sachlich, wie Du vielleicht ;-)

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    Original von Eddy
    Habe gerade ein Bild genommen.
    Der "Fleck" ist auf dem Foto noch deutlicher zu erkennen, als er in Wirklichkeit sichtbar ist. Die anderen beiden Flecken sieht man hingegen nicht.
    [edit] Ups, vergessen zu markieren ... naja, links vom Minimieren-Button, eigentlich eindeutig sichtbar. ;)


    Er ist in der Tat nicht sehr deutlich - aber bei so einem Gerät würde ich das vermutlich trotzdem reklamieren. Mein S1931 hat solche Effekte nicht (und auch Null Pixelfehler =)).


    Ansonsten - willkommen im Club! Ich habe meinen Eizo jetzt seit genau 24h in Betrieb (natürlich nicht am Stück) und würde ihn jederzeit wieder kaufen - der positive Eindruck vom Beginn hat sich nicht geändert =).


    Die automatische Helligkeitsregulierung finde ich auch sehr angenehm:


    Heute, als die Sonne schien, hat das Ding auf 100% aufgedreht - das war mir dann trotz sonnigem Tageslicht doch etwas zu grell. Dann habe ich es manuell auf etwa 70% reduziert - und es blieb so. Jetzt, wo es wieder dunkel im Zimmer ist, hat die Automatik auf 11% heruntergedreht - was absolut ausreichend und für mich recht angenehm ist. Beim ersten Test hatte ich bei gleicher Umgebungshelligkeit etwa 18%.

    Auch wenn es hier schon reichlich Beiträge dazu gibt - nachdem das nicht mein erster TFT ist, anbei ein Bericht von mir. Die technischen Daten dürften mittlerweile bekannt sein bzw. finden sich bei den offiziellen Testberichten von Prad.


    Vorgeschichte


    Vor gut 2 Jahren hat mein damaliger 19" CRT-Monitor zunehmend Probleme mit entwickelt, was mich zum Umstieg auf einen TFT bewogen hat.


    Nach der Begutachtung diverser Tests bin ich schliesslich bei einem Hyundai L90+ gelandet, der damals überwiegend gelobt wurde für kräftige Farben und geringe Schaltzeiten.


    Aaaber... das erste Exemplar hatte eine extrem ungleichmässige Ausleuchtung. Auf das Austauschmodell musste ich 6 (sechs!) Wochen warten und das hatte dann einen Transportschaden in Form übler Druckstellen auf dem Panel durch die provisorische, völlig ungeeignete Verpackung von K&M :( (keine Originalverpackung sondern irgendein Karton mit "selbsgeschnitzten" Styropor-Formteilen). Das dritte Exemplar - mittlerweile direkt bei Hyundai selber umgetauscht, war zwar halbwegs ok, hatte aber immer noch eine sehr "durchwachsene" Ausleuchtung (die rechte Bildhälfte war deutlich dunkler). Immerhin hatte das Teil keine Pixelfehler.


    Nun gut - ich hatte nach mittlerweile fast drei Monaten keine Lust mehr, nochmal zu tauschen und habe ich damit arrangiert. Die "Folientasten" des L90+ waren aber nie wirklich etwas, das man länger, als unbedingt nötig benutzen will.


    Was mir aber immer schon negativ aufgefallen ist, war die extreme vertikale Blinkwinkelahängigkeit des TN-Panels - besonders bei Spielen wie etwa Half Life 2 machte sich das dadurch bemerkbar, dass Bildinhalte, die nach oben verschoben wurden (z.B. wenn man im Spiel nach unten schaut) deutlich dunkler wurden. Das - zusammen mit der nicht gerade gleichmässigen Ausleuchtung - hat mich schliesslich dazu bewogen, einen Monitor zu kaufen, der kein TN-Panel hat.


    Auswahlkriterien


    Wie schon erwähnt - es sollte kein TN-Panel sein. Ob nun PVA, MVA, IPS... so recht wusste ich am Anfang auch nicht, was es nun sein müsste. Aber es gibt ja Prad und die wunderbaren Testberichte und Forenbeiträge =).


    Am Ende erschien mir der Eizo S1931 der ideale Monitor für mich zu sein - spieletauglich, hoher Kontrast, grosser Blickwinkel - vor allem auch vertikal und mit dem Service von Eizo, über den ich auch noch nichts negatives gelesen habe.


    Der Kauf


    Nach einer kurzen Recherche habe ich den Monitor in der Variante "Arcswing, Schwarz" online bei "F.M. Shop" bestellt - dort wurde er für rund 420 Euro angeboten. Nach ein paar Tagen kam der Monitor, originalverpackt und in einwandfreiem Zustand.


    Lieferumfang


    Im Lieferumfang war alles enthalten, was man braucht: Kabel für Strom, VGA, DVI, USB und Audio, Handbuch, sowie eine CD mit der Screenmanager-Software und Monitor-Profilen für Windows.


    Erste Eindrücke


    Was soll ich sagen - WOW! Keine Pixelfehler, hervorragende Ausleuchtung, sehr gute Graustufendarstellung, sehr gute Interpolation und wie erwartet auch vertikal ein grosser Blinkwinkel ohne nennenswerte Farbverfälschung - kurzum, ich war begeistert :) und bereue den Kauf keine Minute.


    Im Detail... Ausleuchtung


    Auch der zweite Eindruck war nicht wesentlich schlechter - im direkten Vergleich mit meinem alten L90+ und diversen TFT-Monitoren im Büro ist das Bild sehr gleichmässig ausgeleuchtet.


    Ob ich die (abschaltbare) automatische Anpassung der Helligkeit über den eingebauten Lichtsensor beibehalte, weiss ich noch nicht - die Funktionsweise ist aber recht intelligent gemacht: Man stellt die Helligkeit auf den gewünschten Wert ein, der einem angenehm erscheint und der Lichtsensor reguliert diesen Wert nach oben oder unten hin, sobald es heller oder dunkler im Raum wird.


    ...Farbdarstellung


    Was die Farbwiedergabe betrifft, sind auch TN-Displays nicht unbedingt schlecht - nur eben mehr oder weniger stark winkelabhängig und mitunter schlecht bei der Graustufen-Auflösung. Hier zeigt das S-PVA-Panel deutlich seine Stärken. Die Farben sind über die gesamte Bildfläche gleichmässig und ändern sich auch bei Änderung des Blickwinkels kaum - auch vertikal. Erst bei sehr stark seitlicher Betrachtung merkt man, dass es eben kein CRT- oder Plasma-Display ist. Auch Graustufen sind ordentlich aufgelöst und man merkt, dass das Panel "echte" 24 Bit darstellt und nicht per Dithering aus 18 Bit etwas zusammenbasteln muss. Was Eizo wirklich gelungen ist - schwarz ist wirklich schwarz. Der Kontrast ist wirklich beeindruckend. Dabei spiegelt das Display trotzdem kaum (das Foto mit dem Lieferumfang täuscht, da es mit Blitzlicht entstanden ist).


    "Farbraster", wie sie hier von manchen Leuten berichtet wurden, kann ich nicht beobachten - für mich ist der Eindruck perfekt - zumindest habe ich persönlich noch nichts besseres im TFT-Bereich gesehen.


    ... Reaktionszeiten


    Spieletauglich? Ja. Videos? Kein Problem.


    Ausser der prinzipbedingten Bewegungsunschärfe, die praktisch jedes TFT-Display prinzipbedingt aufweist, konnte ich weder Schlieren noch "Korona-Effekte" durch den Overdrive bemerken. Mag sein, dass "Hardcore-Spieler" hier höhere Ansprüche haben - getestet habe ich es mit Half Life 2, Trackmania Nations, Quake 3, diversen Klassikern in MAME, Matrix, Wallace und Gromit, ein paar alte Star Trek Kinofilme und ein wenig Satelliten-TV. In jeder Anwendung war ich vollstens zufrieden.


    ... Interpolation


    Die Interpolation von 800x600 oder 1024x768 gelingt sehr gut. Auch Textmodi mit 80*25 Zeichen erscheinen sehr sauber. Einziger Wermutstropfen: es wird immer auf Vollbild interpoliert, weshalb Bilder in niedrigeren Auflösungen immer ein klein wenig verzerrt erscheinen, da das Display ein Seitenverhältnis von 5:4 hat und nicht 4:3. Damit kann ich aber gut leben und die meisten anderen TFTs machen das auch nicht besser.


    ... Handhabung, Betriebsgeräusche


    Ach ja - das OSD. Häufig als umständlich bemängelt, finde ich es eigentlich ganz brauchbar, wenn man ein paar "Tricks" kennt. Die Tasten sind "designbedingt" recht klein, haben aber einen deutlichen Druckpunkt und durchaus gut bedienbar.


    Tip: Das OSD verlassen geht auch so: Zweimal kurz auf die mittlere Taste drücken, so wie bei einem Doppelklick mit der Maus - schon ist das OSD weg.


    Noch ein Tip: Die Helligkeitseinstellung erreicht man auch direkt, wenn man die Pfeiltasten rechts/links drückt, ohne vorher das OSD mit der mittleren Taste aufzurufen - und raus kommt man dann mit einem Druck auf die mittlere Taste.


    Wem das OSD nicht gefällt, kann aber auch die Screenmanager-Software verwenden, die den Monitor über die USB-Schnittstelle steuert.


    Die automatische Helligkeitsanpassung und auch das Eizo-Logo beim Einschalten kann man auch abschalten.


    Sehr praktisch: für die Auswahl des Video-Eingangs - DVI oder VGA - ist eine eigene Taste vorhanden, so dass man sich nicht lang durch OSD-Menüs hangeln muss.


    Der "Arcswing"-Fuss gefällt mir gut - wenig Platzbedarf, der Bildschirm kann sehr leicht zur Seite gedreht werden, stabiler Stand und ein subjektiv durchaus gefälliges Aussehen.


    Die "Lautsprecherchen" werde ich wohl nie nutzen - rein optisch wirken sie auch nicht so, als würde da ein besonders überzeugender Klang rauskommen. Sie sind aber ohnehin so unauffällig hinter dem Display angeordnet, dass sie nicht weiter stören.


    Irgendwelche Geräusche, wie summen, pfeifen etc. kann ich nicht feststellen - das Ding lautlos, egal in welcher Helligkeitseinstellung.


    Fazit


    Für mich persönlich ist der Eizo S1931 der ideale TFT-Monitor. Grosser Blinkwinkel, gute Ausleuchtung, saubere Farbwiedergabe und trotzdem noch schnell genug für ein Spielchen oder einen Film zwischendurch.


    Der höhere Preis gegebnüber manchem "Schnäpchen" relativiert sich schnell, wenn man bedenkt, dass Eizo 5 Jahre Garantie gibt und für guten Service bekannt ist. Auch sollte man bei vermeintlich besseren (weil schnelleren) TN-Displays nicht vergessen, dass die Blickwinkelabhängigkeit oft deutlich heftiger ist, als bei S-PVA und mitunter schon bei kleinen Kopfbewegungen nach unten oder oben auffällt - ich würde jedenfalls privat nie wieder etwas mit TN-Display kaufen.

    Ein Versuch, hier etwas Klarheit zu schaffen, weil ich sonst hier nirgends so eine Erläuterung gefunden habe:


    Schaltzeiten


    Fast alle TFTs stellen die Bilder mit exakt 60 Hz dar - d.h. mehr als 60 Bildwechsel pro Sekunde (oder eben 60 FPS) sind technisch nicht möglich (bzw. wenn ein Spiel mehr Bilder pro Sekunde anzeigt, kommt es zu "Tearing"-Effekten, bei dem mehrere, eigentlich nacheinander folgende Bilder in einem Bild zusammenkommen und man an den Grenzen die Unterschiede sieht).


    Ein Bild erscheint für 1/60 Sekunde, oder eben etwa 16ms (1 Sekunde = 1000ms, 1000ms/60=16,67 gerundet). Deshalb war lange Zeit die Grenze für "geeignet für Video und Spiele", dass die Schaltzeiten nicht über 16ms liegen.


    Weniger als 16ms bringen auch nicht viel, da ein Bild ja immer für 16ms sichtbar bleibt - es werden ja nicht mehr als 60 Bilder pro Sekunde angezeigt - egal, wie schnell die Pixel schalten. Selbst wenn in einem Spiel ein Objekt sich bei jedem Bild weiterbewegt - solange innerhalb _eines_ Bilds - also nach 16ms - alle Pixel komplett umgeschaltet sind, reicht das aus.


    Soweit sogut - warum dann aber überhaupt 8, 4 oder gar nur 2ms anbieten?


    Der Grund ist, dass die Angaben der Hersteller nur die ideale Schaltzeit angibt, die z.B. ein Schwarz-Weiss-Wechsel braucht. Wechsel von einem zu einem anderen Grauton können durchaus deutlich länger brauchen. Daher ist man bei einem Bildschirm, der offiziell 2ms schafft, in der Regel auf der sicheren Seite - er wird auch unter ungünstigen Umständen kaum über 16ms benötigen.


    Aber das bedeutet nicht, dass ein VA-Panel mit "nur" 8ms unbedingt ungeeignet sein muss, solange die meisten Farbwechsel die 16ms-Grenze nicht oder nicht wesentlich überschreiten.


    Schlieren


    Ein TFT-Display wird immer "Schlieren" anzeigen, solange es als "Hold-Type" arbeitet - und das sind derzeit fast alle Displays. Selbst wenn es nur 0,1ms hätte, wäre das so.


    Warum?


    Da menschliche Auge sieht während der Bewegung eines Objekts nicht nur die neue Position, sondern "klebt" sozusagen unbewusst auch den an alten Pixeln (jeder kennt vielleicht den Effekt, wenn man auf einen hellen Punkt schaut und dann kurz in eine dunkle Ecke - der Punkt leuchtet Sichtfeld "nach"). Dadurch entsteht der Eindruck einer "Schliere", obwohl die Pixel tatsächlich gar nicht mehr leuchten:


    TFT:


    Bild 1: ***---
    Bild 2: -***--
    Bild 3: ---***


    Wahrnehmug:


    Bild 1: ***---
    Bild 2: ****--
    Bild 3: --****


    Manche Leute empfinden diesen Effekt als störend, andere weniger. Daher kommt es auch zu den subjektiven Aussagen "voll spieletauglich", während ein Anderer von "zieht Schlieren und ist nicht geeignet" sagt.


    Im Gegensatz dazu stellen Bildröhren oder "analoge" Filmprojektoren ein Bild nur für einen kurze Zeit dar, sind dann komplett schwarz und zeigen danach das nächste Bild an. Deshalb flimmert es ja auch, wenn z.B. die Bildfrequenz unterhalb einer gewissen Grenze liegt (je nach Betrachter 75 bis 85 Hz, manche Leute empfinden auch erst 100 Hz flimmerfrei).


    CRT:


    Bild 1: ***---
    Bild 2: ------
    Bild 3: -***--
    Bild 4: ------
    Bild 5: --***-
    Bild 6: ------
    Bild 7: ---***


    Dieser Wechsel von "Bild, schwarz, nächstes Bild, schwarz" bewirkt bei der Wahrnehmung eine deutliche Reduzierung des wahrgenommenen "Schliereneffekts" - auch wenn selbst eine Bildröhre einige ms nachleuchtet.


    Damit TFTs genauso "schlierenfrei" wären, müsste zwischen zwei Bildern jeweils ein schwarzes "Zwischenbild" eingefügt werden - entweder durch eine entsprechende Steuerung der Beleuchtung oder, sofern das Panel schnell genug ist, durch kurzes Umschalten auf schwarz.

    Ich habe die Gelegenheit genutzt, eines der Geräte auch mal auf Spieletauglichkeit zu testen und mit diversen Testprogrammen (Nokia Monitortest, ctscreen), genauer zu begutachten.


    Als Vergleich habe ich hier einen Hyundai L90D+.


    Die getesteten Spiele: HalfLife 2, Quake 3, diverse Klassiker mit MAME (19xx, GigaWings u.A.)


    Ergebnis: Der L1950H-SN ist schnell genug - keine störenden Schlieren oder Geisterbilder. Das darf man aber bei einem 8ms-Panel, das mit "4ms grey-to-grey" beworben wird, auch erwarten.


    ABER:


    Die anfangs schon beobachtete Farbverfälschung nach oben (leichter Grünstich) und unten (leichter Rosastich) fällt unter "Wohnzimmerbedingungen" mit gedämpftem Licht noch viel stärker auf. Im direkten Vergleich mit dem L90D+ ist sie schlicht mangelhaft. Je nach Farbton erscheinen Flächen dadurch nicht einheitlich sondern nach oben und unten hin sichtbar verfärbt.


    Des weiteren: das Panel löst Farben nur mit 18 Bit auf (wie viele anderen Geräte mit TN-Panel auch). Um trotzdem 24 Bit-Grafiken anzeigen zu können, werden Zwischentöne dadurch gebildet, dass die Pixel sehr schnell abwechselnd in den zwei ähnlichsten Farbtönen leuchten (manchmal erkennt man das als minimales "Flimmern" von Pixeln auf grauen Flächen).


    Beim Hyundai L90D+ und einem ebenfalls begutachteten 17"-Monitor von Belinea mit TN-Panel (genaue Bezeichnung habe ich leider nicht parat) funktioniert diese Technik recht gut - aber LG scheint hier eine sehr eigenwillige Lösung zu verwenden. Statt eines "dynamischen" Aufbaus der Rasterung mit schnell wechselnden Pixelfarben wird scheinbar eine Art statisches Raster verwendet. Bei manchen Spielen, wie z.B. Quake 3, fällt dieses Raster mit blossem Auge stark auf. Es wirkt, wie bei den alten Voodo Graphics-Karten, die 16 Bit-Grafiken mit gerasteter 12-Bit-Ausgabe auf den Bildschirm gebracht haben.


    Dazu kommt noch, dass die Graufstufenauflösung stark von der eingestellten Farbtemperatur und Kontrasteinstellung abhängt und in den meisten Fällen auch eher bescheiden ausfällt. Der Graukeil von ctscreen wird meist nur mit deutlichen Streifen wiedergegeben, was sich in manchen Spielszenen ebenfalls bemerkbar macht - statt eines fein abgestuften Farbverlaufs bekommt man deutliche Stufen zu sehen.


    Zu guter Letzt habe ich beim Moire-Test mit dem Nokia Monitortest ein sehr übles Flimmern bei der Anzeige des Musters mit horizontalen, weissen Linien festgestellt - unabhängig vom Betrieb an DVI oder VGA. Der L90D+ ist hier absolut ruhig.


    FAZIT:


    Ein gutes Gerät für Büroanwendungen mit vielen Einstellmöglichkeiten, dass auch für gelegentliche Multimedia-Anwendungen geeignet ist. Aber nichts für anspruchsvollere Anwender. Privat bleibe ich doch lieber bei meinem L90D+.

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    Original von Homeless
    Schade hätte gerne was über Spiele gelesen, da ich diesen Monitor auch im Visier habe.


    Ich werde demnächst mal eines der Geräte auch mit Spielen testen - privat nutze ich einen L90D+ und mich würde der Vergleich ohnehin interessieren. Die Folientasten am L90D+ nerven doch ziemlich ;-)

    Anlässlich einer grösseren Modernisierungsaktion haben wir für's Büro 20 neue Monitore gebraucht, die nicht zu teuer aber noch von brauchbarer Qualität sein sollten. Besondere Eignung für Spiele und Multimedia war dabei natürlich zweitrangig. 19" sollte es aber schon sein.


    Die Entscheidung fiel auf den LG L1950H-SN (auf dem Gerät steht nur L1950H - der Zusatz "SN" findet sich nur hinten auf der Rückwand). Er entspricht wohl weitgehend dem "-SH", nur ohne Screenmanagersoftware und evtl. auch mit anderem Panel. Dafür war das Gerät sehr günstig - bei der Stückzahl auch ein wichtiger Punkt.


    Technische Daten


    Genaue Angaben zu Betrachtungswinkel, Helligkeit und Kontrast habe ich leider nicht. Wenn sie dem der "-SH"-Variante entsprechen, wären es 300 cd/qm, 700:1 und 170°/170° - angesichts der praktischen Erfahrungen ist das Gerät aber deutlich heller und hat dafür einen geringeren Betrachtungswinkel.


    • Display: 19", TN-Panel, 8ms, Pixelfehlerklasse II
    • Anschlüsse: VGA, DVI
    • Höhenverstellung: ja
    • Neigung: ja
    • Pivot: nein
    • VESA-Aufnahme für Befestigung: ja
    • Sonstiges: TCO '03, Drehteller im Fuss


    Ausstattung und Verarbeitung


    Die Ausstattung ist vollständig: VGA-Kabel und DVI-Kabel sowie eine Treiber-CD werden mitgeliefert. Die Screenmanager-Software scheint aber bei diesem Gerät nicht benutzbar zu sein (im Gegensatz zum "-SH"-Modell).


    Auf den ersten Blick erinnert der Monitor an den Hyundai L90D+ - nur ein schmaler, silberner Rand um das Display und sonst dunkelgraue Gehäuserückwand und Gehäusefuss. Insgesamt macht das Gerät einen durchaus soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Die Bedienelemente sind "echte" Tasten, die gut von vorne zugänglich sind. Beim Antippen der Tasten wackelt das Gerät aber recht deutlich. Die Betriebs-LED ist in der Einschalttaste integriert, leuchtet wahlweise grün (in Betrieb) oder gelb (Stand By) und stört in keinster Weise.


    Durch Verstellmöglichkeiten in Neigung, Höhe und Ausrichtung (Drehteller im Fuss) kann man die genaue Ausrichtung des Monitors sehr gut an seine persönlichen Bedürfnisse anpassen.


    Positiv:


    • DVI-Anschluss vorhanden und DVI-Kabel im Lieferumfang
    • Umschaltung zwischen DVI und VGA direkt mit einer Taste ohne aufwändiges Suchen in OSD-Menüs
    • solide Verarbeitung
    • alle Tasten sind von vorne erreichbar und gut zu bedienen
    • Betriebs-LED unauffällig und nicht zu hell


    Negativ:


    • etwas "wackelig" beim Antippen
    • keine Pivot-Funktion (wer's braucht - mit TN-Panel und ohne automatischen Wechsel der Bilddarstellung ohnehin nicht zu empfehlen)
    • kein Sound (kann man aber verschmerzen - für mehr als Systemklänge sind die Mini-Lautsprecher in Monitoren ohnehin nicht zu gebrauchen)


    Bildqualität


    Die Bildqualität ist ok. Grobe Fehler, wie extreme Abweichungen bei der Helligkeitsverteilung oder gröbere Farbfehler sind bei keinem der 20 Geräte aufgefallen. Tote Pixel habe ich bisher auch bei keinem der Geräte gefunden. Bedingt durch die verwendete Panel-Technologie (TN) muss man aber zwangsläufig mit Einschränkungen im Blickwinkel und Graustufenauflösung leben. So sieht man auf weissen Flächen nach unten hin einen ganz leichten Rosastich und nach oben wiederum einen minimalen Grünstich. Der Effekt ist aber wirklich nur minimal und fällt nur beim direkten Vergleich mit einem neutraleren Monitor auf.


    Als nettes Gimmick kann man verschiedene Farbprofile über eine eigene "LightView"-Taste auswählen. So kann man tagsüber z.B. ein helleres Bild verwenden und abends mit etwas gedämpfterer Darstellung arbeiten.


    Neben Helligkeit und Kontrast kann man auch den Gamma-Wert und die Farbtemperatur einstellen (wahlweise als festen Wert oder R/G/B einzeln) - auch im DVI-Betrieb.


    Die Bildaufbauzeit mit 8ms dürfte auch für Spiele und Video gut ausreichen. Mangels verfügbarer Spiele (es handelt sich um Büroarbeitsplätze) kann ich das aber nicht aus eigener Erfahrung beurteilen. Ein paar testweise abgespielte Videos und Flash-Animationen wurden zumindest ohne erkennbare Probleme abgespielt und auch gescrollter Text hinterlässt keine langen Schlieren.


    Fazit


    Gemessen am Preis (um die 350 Euro - wir haben es etwas billiger bekommen) ein durchaus ordentliches Gerät mit typischen Schwächen von TN-Displays bei Graustufenauflösung, Blickwinkel und Farbtreue, dafür aber mit vollständigem Lieferumfang - inkl. DVI-Kabel und Treiber-CD.

    Nach mittlerweile fast zwei Monaten habe ich nun endlich einen gut funktionerenden L90D+. Der Service von Hyundai war wirklich vorbildlich - nach dem Anruf bei der Helpline wurde das Gerät am dritten Tag von einem Lieferservice abgeholt und heute wurde es wieder zurückgebracht - insgesamt also gut 10 Tage Bearbeitungszeit ab dem Tag des Anrufs. Das Ganze war auch kostenlos im Rahmen der 3-Jährigen Garantie.


    Laut Begleitschein vom Service wurde das Panel ausgetauscht - tatsächlich ist es der selbe Monitor, wie ich an der Seriennummer erkennen konnte.


    Das neue Panel ist hervorragend - null Pixelfehler und eine sehr ordentliche Ausleuchtung. =)

    Neverending story...


    Heute hab ich bei der Service-Hotline von Hyundai angerufen und das Problem geschildert. Erste Antwort: "Da müssen sie zu K&M gehen. Wir können ihnen den Monitor nicht umtauschen, sondern nur reparieren". Auch war man dort recht erstaunt, dass ich das Austauschgerät von K&M nicht in der Originalverpackung erhalten habe. Nun - eine Reparatur soll mir auch recht sein, solange ich am Ende endlich einen korrekt funktionierenden Bildschirm bekomme. Auf meinen Hinweis, dass ich bei K&M mit mindestens 4-6 Wochen rechnen müsste - egal ob Austausch oder Reparatur, meinte der Service-Mensch bei Hyundai - "also solange dauert es bei uns auf keinen Fall".


    Also habe ich das Angebot einer Reparatur angenommen - der Monitor wird in den nächsten Tagen abgeholt und dann hoffentlich in nicht all zu ferner Zukunft korrekt repariert wieder zurückkommen.

    Heute - nach "nur" gut 6 Wochen - konnte ich einen Austauschmonitor von K & M in der Filiale abholen.


    Unglaublich X( - das Ding war nicht originalverpackt, sondern in irgendeinem, übergrossen Karton mit selbstgeformten Verpackungsteilen und montiertem Fuss (normalerweise ist bei Neugeräten der Fuss noch nicht montiert). Der Monitor lag da quasi "nackt" drin - keine Schutzfolize für das Panel, Kabel lose dazugelegt.


    Und natürlich hat dieses Ding neue Macken: Gebrauchsspuren auf dem Display und längliche Druckstellen im Panel (möglicherweise eine Folge der "professionellen" Verpackung - TFT-Panels sind halt etwas empfindlicher), die sich bei nicht-weissen Hintergründen als leicht dunklere Streifen bemerkbar machen - und es sind definitiv Fehler im Panel und kein Dreck auf der Oberfläche.


    Über die zwei toten Pixel und den einen Subpixelfehler in der linken, unteren Ecke rege ich mich schon gar nicht mehr auf - mit sowas muss man wohl leben.


    Fazit: Rund 6 Wochen Wartezeit, keinerlei verbindliche Auskunft während dieser Zeit, wie der Stand der Dinge ist, jeder schiebt die Verantwortung weiter (Filiale an die Zentrale, die Zentrale an den Distributor) und am Ende bekomme ich einen offenbar einen Rückläufer, der schon in Gebrauch war und zudem ebenfalls nicht fehlerfrei. Dort kaufe ich ganz bestimmt NIE wieder was!


    Nun - Hyundai hatte mir ja angeboten, die Helpline zu nutzen. Das werde ich diesmal wohl auch machen - denn nochmal 6 Wochen warten (am Ende wären es dann drei Monate!), darauf hab ich echt keine Lust mehr.

    Wieder fast eine Woche vorbei - und ich habe meinen Monitor immer noch nicht zurück - obwohl Hyundai letzte Woche auch schon an K & M geschrieben hat X(


    Also hab ich heute morgen per Mail an die Zentrale von K & M eine letzte Frist gesetzt, mit dem Hinweis, dass mir ich nach diesem Zeitpunkt weitere Schritte vorbehalte.


    Und siehe da: Ein paar Stunden später kündigt man mir von der Zentrale aus die Zusendung eines Austauschgerätes an, das gerade gestern vom Lieferanten gekommen sei.


    Hmm - als ich die Reklamation vor über einem Monat abgegeben habe, wurde mir in der Filiale doch schon ein Austauschgerät reserviert, nur noch nicht übergeben, weil man die Rückmeldung der Zentrale abwarten wollte. Und jetzt muss ein Gerät erst zugeschickt werden?


    Na egal - ich hoffe mal, dass dieses Gerät nun wirklich kommt (und nicht erst in 1-2 Wochen) und damit alles ok ist. Wenn nicht, werde ich sicher nicht mehr zu K & M gehen, sondern gleich den Service von Hyundai bemühen.

    Vorab: Nein - ich habe immer noch keine Reaktion von K & M, wann ich denn meinen Monitor wieder zurückbekomme und mittlerweile fängt die 5. Woche an :-/


    Auch habe ich eine Mail von Hyundai bekommen - weder beim Hyundai Service noch bei dem Haupt-Distributor ist der Monitor aufzufinden. Auch hat man mir empfohlen, künftige Servicefragen direkt mit der Help Line von Hyundai zu klären, wo Reklamationen deutlich schneller abgewickelt werden - alleine schon deshalb, weil der Transport über Zwischenhändler entfällt.


    Nachfragen bei K & M durch Hyundai mit Angabe sowohl der Hyundai-Seriennummer als auch der Seriennummer laut K & M haben auch nichts ergeben. Nun hat Hyundai auch K & M angeschrieben, sich dringend um die Rücksendung eines Monitors zu kümmern - ich bin ja mal gespannt, ob ich in absehbarer Zeit noch was bekomme.

    Vor gut einem Monat hab ich bei der örtlichen Filiale vom K & M Elektronik einen Hyundai L90D+ gekauft und ihn wegen sehr ungleichmässiger Ausleuchtung zur Überprüfung zwei Tage später zurückgebracht.


    K & M hat mir dann erklärt, man müsse den Monitor zur Überprüfung über die Zentrale an den Hersteller einschicken und das könne durchaus 2-3 Wochen brauchen.


    Nun sind mittlerweile seit der Reklamation rund 4 Wochen vergangen und ich warte immer noch. Als Antwort zu meiner letzten Nachfrage bekam ich nur zu hören, dass man vom Hersteller noch keine Antwort habe.


    Also bin ich zu Hyundai selber - dummerweise habe ich erst hinterher gesehen, dass ich das Gerät auch direkt dort hätte reklamieren können.


    Nun wird es aber richtig spannend: Hyundai meinte, mit der Seriennummer gibt es kein Gerät, das von K & M eingeschickt wurde und ich möge bitte nach der RMA-Nummer fragen, dann könnte man mir auch den aktuellen Status geben. Die RMA-Nummer wird aber bei K & M nicht an Endkunden herausgegeben - in der Filiale sind diese Daten nicht bekannt und die Zentrale erklärte mir, dass man sowas nicht macht, weil die Kunden sonst laufend die Hersteller mit Nachfragen nerven würden.


    Hyundai hat mich dann gebeten, den Vorgang schriftlich per Mail zuzuschicken, damit man den Sachverhalt prüfen kann. Wenn ich das Gerät direkt bei Hyundai reklamiert hätte, wäre es vermutlich wirklich innerhalb von 1-2 Wochen wieder zurückgekommen - entweder repariert oder ein Austauschgerät.


    Geht es nur mir so? Ist K & M oder Hyundai da besonders langsam oder betrifft das auch andere Händler?

    Das Thema "Ausleuchtung" scheint mittlerweile genauso wichtig zu sein, wie "Pixelfehler".


    Die Hersteller könnten sich viel Ärger mit Reklamationen sparen, wenn sie einfach zwei Lichtquellen - oben und unten am Bildrand - verbauen, statt nur einer. Wenn man diese dann auch noch selber justieren könnte, um leichte Abweichungen auszugleichen, hätte man das perfekte Bild. Eine zusätzliche Kaltkathodenröhre wird ja nun nicht so extrem teuer sein - dafür wäre ich auch bereit 50 Euro mehr auszugeben. Da zwei Röhren jeweils auch nicht so hell leuchten müssen, um die selbe Lichtmenge zu erzeugen, wäre eine längere Lebensdauer möglicherweise auch drin und der Stromverbrauch insgesamt wäre auch nicht sehr viel höher.


    Aber möglicherweise gibt es sowas schon im hochpreisigeren Angebot und ich kenne es nur nicht. Aber 800-1000 Euro anlegen, nur um eine gleichmässige Ausleuchtung gegenüber einem 400-500-Euro-Gerät zu bekommen, halte ich halt auch für etwas übertrieben.

    Dann hast Du entweder ein fehlerhaftes Gerät oder Du bist sehr empfindlich. Was schnelleres als den L90D+ gibt es derzeit meines Wissens nach nicht. Einzig die 5ms-Modelle von Benq sind evtl. noch einen Tick besser, was das Nachleuchten betrifft - aber so riesig dürfte der Unterschied nicht sein, da die derzeitigen TFTs *immer* langsamer ist, wie CRTs.


    Ich habe auch einen L90D+ und mit den Spielen, die ich damit ausprobiert habe (UT2004, HL2, CS Source, FlatOut, MAME mit diversen Shootern) habe ich selbst bei 1024*768 (für mehr reicht's bei meiner ollen Radeon 9600XT nicht - speziell HL2 und CS wird da einfach zu langsam) habe ich keine Probleme. Die Kiste ist zwar wegen ungleichmässiger Ausleuchtung gerade beim Händler, aber sonst war ich damit äusserst zufrieden.

    Wenn die "Tasten" beim L90D+ nicht so übel wären, könnte man auch gleich beide Kabel anschliessen und per Knopfdruck umschalten. Aber mit diesen tollen Folienteilen ist die Umschalterei nicht wirklich angenehm.


    Zu den den Unschärfeeffekten: Das ist leider bei jedem TFT so und kann kaum vermieden werden. Erst bei einer Reaktionszeit von unter 3-4 ms bei einem Wechsel zwischen zwei Graustufen würde man es gar nicht mehr wahrnehmen. Da aber selbst sehr schnelle TFTs mit "offiziellen" 6 ms für Schwarz/Weiss-Wechsel kaum unter 10-15 ms bei Grauwechseln kommen, wird wohl nichts anderes übrigbleiben, als damit zu leben.


    Was hilft - wenn die Grafikkarte leistungsfähig genug ist - die Spiele immer in der Auflösung des Bildschirms betreiben, also bei Dir 1280*1024. Dann entfallen die grauen Pixel, die für die Interpolation von niedriger aufgelösten Bildern (z.B. 1024*768) erzeugt werden und die mitunter sehr deutliche "Schlieren" erzeugen.


    Das der Effekt bei Analogbetrieb nicht so stark auffällt, kann daran liegen, dass bei Analogbetrieb die Interpolation vom Monitor gemacht wird, bei Anschluss via DVI aber durch die Grafikkarte. Möglicherweise hat der Monitor eine andere Art der Interpolation, die bei bewegten Bildern günstiger ist.

    Zu den "Schatten": Wie ich schon sagte - Reflektionen des Signals im Kabel. Je nach Qualität und Länge der Verkabelung fällt dieser Effekt mehr oder weniger stark auf - das Originalsignal wird schwach von seiner eigenen Reflektion überlagert.


    Ich hatte das mal an einem 21"-CRT bei 1600*1200 in extremer Form - mit dem beiligenden Standard-VGA-Kabel waren deutliche "Geister" der Buchstaben zu sehen. Erst ein Kabel mit BNC-Anschlüssen und einzeln geschirmten Leitungen für RGB und Sync-Signale hat das damals behoben (die erwähnten Kabel bei unserem KVM sind auch recht ordentlich dick und da ist rein subjektiv kein Unterschied mehr zwischen direktem Anschluss und Betrieb über den KVM erkennbar - trotz 7 m Kabel zum KVM und nochmal 2 m Kabel vom KVM zum Monitor).


    Für die genannte Auflösung ist das Bild aber IMHO absolut ok - wenn dich die geringen Qualitätsverluste selber nicht stören, würde ich den KVM behalten (bzw. wenn er ausgetauscht werden muss auch durchaus wieder das selbe Modell nehmen).

    Vermutlich ist das dritte Bild ganz rechts über KVM - die Signalreflektionen an den senkrechten, dunklen Linien der Buchstaben sehen für mich recht typisch aus - wobei ich auch KVMs kenne, die das nicht machen, dafür aber mit Verkabelung bei 4 PCs schon sehr deutlich im dreistelligen Bereich liegen. Wir haben im Serverraum so ein Teil mit perfektem Bild für 8 PCs - aber knapp 1000 Euro nur für den KVM und nochmal über 80 Euro pro PC für Verkabelung.


    Ob aber nun das mittlere oder doch das linke analog ist, bin ich mir nicht sicher. Ich tippe, analog ist ganz Links (leichte Übersteuerungen an den senkrechten Linien, ähnlich wie beim Bild ganz rechts) und in der Mitte eben DVI wegen der absolut perfekten Darstellung ohne jegliche Übersteuerung oder Reflektion.