Posts by Ionflux

    Mittlerweile habe ich den 940T ja schon eine Weile und auch an anderen TFTs gearbeitet. Da ist mir die ungleichmäßige Ausleuchtung beim 940T auch schon aufgefallen (besonders unten links).
    So schlimm wie es auf dem Foto aussieht kommt es mir aber persönlich nicht vor.

    Ich habe jetzt doch ein paar Schlieren entdeckt, und zwar beim raschen Scrollen einer Grafik, die aus blau und orange zusammengesetzt war. Ich erkenne dann zwischen den beiden Farben einen deutlichen roten Rand. Das ist mir bisher nicht aufgefallen. Wahrscheinlich ist es in diesem Fall besonders deutlich, da blau/orange Komplementärfarben sind.

    Hi streety,


    in der aktuellen Broschüre steht tatsächlich 8 ms. Ich habe dem aber nicht wirklich getraut, da der Monitor bei den Händlern meist mit 20 ms angegeben ist. Ich bin einfach mal vom Schlimmsten ausgegangen.


    Was das Gaming betrifft, es gibt leider nicht mehr all zu viele 3D Spiele die auf meiner alten Möhre und vor allem unter Linux laufen. Ich spiele auch nicht mehr wirklich aktiv. Ich habe aber noch in Erinnerung, dass Quake 3 immer ausgezeichnet lief. Also habe ich heute mal Tremulous installiert und bin dort ein bisschen herumgejoggt. :D
    Zunächst kam wieder dieses Aha-Erlebnis, das ich bisher mit dem neuen Display bisher eigentlich bei jeder Anwendung hatte. Nunmehr unter 1280 x 1024 und ohne störende Unschärfe sieht einfach alles so viel besser aus. Die Farben wirken wie gewohnt satt und dynamisch. Ich bin zwar kein Experte und weiß nicht, wie sich richtig schlechte Monitore unter solchen Bedingungen verhalten. Ich habe aber bei der Erkundung der Map keinerlei störende Effekte festgestellt, und ganz sicher keine langen Schlieren oder sowas. Ich könnte so jedenfalls wunderbar spielen, allemal besser als mit dem CRT. Wer weiß, vielleicht raff ich mich doch nochmal auf. =)


    Schwarzwerte, nun ich bin nicht sicher, wie ich das objektiv feststellen kann. Ich habe das Gamma auf 1.8 eingestellt, weil mir sonst einfach die Dynamik im niedrigen Wertebereich fehlte. Den Schwarzwert habe ich mit den gängigen Testbildern eingestellt. Das hat auch einigermaßen funktioniert. bei vollständig schwarzem Bild und abgedunkeltem Raum meine ich (wie in meinem Testbericht erwähnt), in der unteren linken Ecke eine leicht erhöhte Helligkeit feststellen zu können. Das wirkt sich im normalen Betrieb aber überhaupt nicht aus. Vielleicht stört es aber Leute, die viel mit vollständig schwarzem Bild arbeiten. ;)


    Ein hohes Pfeifen kann ich nicht bestätigen.

    Hallo!


    Dann werde ich mal etwas zu diesem hübschen Monitor schreiben, wenn sonst niemand mag. ;)


    Vorgeschichte


    Obwohl ich zuerst an schleichenden Verlust meiner Sehkraft dachte, wurde mein guter alter Aldi-17" in den letzten Jahren immer unschärfer. Vor wenigen Monaten dann schrumpfte das Bild immer mal wieder zusammen und konnte auch mit rieselnden Streifen aufwarten. Das Ende der Röhren-Ära für meinen Desktop kündigte sich in unvermeidlicher Deutlichkeit an.


    Da ich mich (als Hobby) viel mit Grafik und Design beschäftige und in Sachen Farbtreue und Blickwinkelstabilität äußerst ernüchternde Erfahrungen mit den handelsüblichen TFTs gemacht hatte, kam für mich nach einiger Recherche eigentlich von Anfang an nur ein S-IPS, MVA oder PVA Panel in Frage. Da ich nicht viel spiele, war die Reaktionszeit erstmal nebensächlich.


    Ich hatte vor einigen Monaten dann erstmals im Saturn die Gelegenheit, einen Samsung SyncMaster 910T in Aktion zu erleben, und habe mich dabei gleich in die Technologie und auch die Abmessungen der Darstellungsfläche verliebt. 8)


    Es sollten aber noch einige Monate bis zur Anschaffung ins Land ziehen, und so tauchten einige Nachfolger des 910T mit PVA-Panel auf. Wegen meines betagten Desktoprechners war außerdem ein analoger Eingang ein Muss. So rückte der 940T in den Fokus, wobei ich mich bei dieser Entscheidung leider nur auf sehr wenige Testberichte stützen konnte. Aufgrund dem immer noch nachwirkenden Erlebnis des 910T hatte ich aber ein gewisses Vertrauen in den Hersteller. So konnte ich gestern endlich zur lang ersehnten Bestellung schreiten. Bei der Firma PCKauf2000 kostete mich das gute Stück 372,- inkl. Versand, geliefert wurde per UPS innerhalb von ziemlich genau 24h. Ich war verblüfft - und sehr erfreut! :D


    Technische Daten


    (laut Hersteller)


    Bildschirmdiagonale: 19" (48,3 cm)
    Helligkeit: 250 cd/m²
    Kontrast: 1000:1
    Betrachtungswinkel: 178°/178°
    Auflösung (nativ): 1280 x 1024
    Anschlüsse: D-Sub/DVI-D (analog/digital)


    Dazu gibts OSD, und noch jede Menge "magische" Funktionen zur Erbauung des Nutzers, die ich hier nicht alle aufzählen will. ;)


    Verpackung und Inhalt


    Alles kommt in einem sehr handlichen Karton: Monitor mit Standfuß, Netzkabel, VGA- und DVI-Kabel, Treiber-CD und Garantiekarte. Auf ein gedrucktes Handbuch muss man leider verzichten - es ist aber (angeblich) auf CD und außerdem auf der Website des Herstellers als PDF erhältlich. Fast sah mir das von außen etwas klein aus - Bedenken, die sich später nach dem Aufstellen als völlig unbegründet herausgestellt haben.


    Ich habe mich nicht weiter um die Beilagen geschert und bin gleich zu den wichtigen Dingen geschritten, nämlich das Aufbauen des Monitors. Das ist wirklich einfach, es gibt nichts zu montieren, Kabel anschließen und es kann losgehen.


    Äußere Erscheinung


    Das Design ist sehr hübsch, wenn sich auch das Gehäuse beim Befühlen und Manipulieren zweifelsfrei als Plastik zu erkennen gibt. Der schwarze Fuß mit silbernem Rand und der schlanke Rand um das Panel machen aber schon was her - der 940T wird so zu einem edlen Einrichtungsstück, das sich auf dem Schreibtisch sehr gut macht. Der Fuß erlaubt problemlose Verstellung des Neigungswinkels, der Höhe und auch das Drehen des Displays in ein hochkantes Format. Die Höhenverstellung gefällt mir dabei besonders. Sie funktioniert mit sehr wenig Kraft und der Monitor bleibt dann in der gewünschten Höhe stehen... ganz ohne Verrenkungen. Das hat der Hersteller sehr schön gelöst.


    Der Rahmen um das Panel ist bei meinem Exemplar leider zur Mitte hin ein wenig (etwa 1 mm) gewölbt, was bei mir zunächst den Eindruck hervorrief, das Bild habe einen negativen Kisseneffekt. Man muss aber schon auf den Rand schauen, um das zu bemerken. Davon abgesehen stört es nicht sehr, da das Bild ja trotzdem gerade ist.


    Der SyncMaster 940T hat Tasten zur Bedienung des OSD - was zwar heutzutage anscheinend nicht mehr selbstverständlich, für mich als Linux-User aber ein wichtiges Kriterium ist. Nach Einschalten des Monitors leuchtet die Netztaste blau - ein weiteres schickes Detail. ;)


    Installation


    Der Monitor musste nur aufgestellt und an den sehnlich wartenden Rechner angeschlossen werden. Rein vorsorglich habe ich bereits vorher die richtige native Auflösung in der X Konfiguration angegeben. Dann kam der große Moment des ersten Einschaltens... und der erste Aha-Effekt! Im Vergleich zur alten Röhre ein fast schockierend großes Bild. Das OSD hat sich ziemlich sofort gemeldet und mir mitgeteilt, dass sich der Monitor selbst einstellt.


    Erst einmal auf der grafischen Oberfläche angekommen und eingeloggt ging das Staunen gleich weiter. Nie gesehene brilliante Farben leuchteten mir entgegen - und das schon mit der Werkseinstellung. Da ich wie schon gesagt Linux-User bin, ging die Installation sehr schnell. Die CD habe ich gar nicht erst eingelegt, und muss mangels Linux-Unterstützung auf die tolle Software verzichten. Sei's drum, mit dem OSD konnte ich eine erste visuelle Kalibrierung problemlos vornehmen. Nach einigem rumspielen war ich dann mit Farbtemperaturm Gamma, Helligkeit und Kontrast zufrieden genug um weitere Experimente zu machen.


    Darstellung


    Ich habe mir dann einige Bilder aus meiner Sammlung - sowohl gemalte wie auch Fotos - angeschaut und war wiederum tief beeindruckt von der hervorragenden Darstellung. Es sind auf einmal Farben und Schattierungen sichtbar, die ich weder auf einer Röhre noch auf einem anderen TFT jemals gesehen habe. Das Bild wirkt an allen Stellen scharf, brilliant und leuchtend. Das gilt natürlich auch für Anwendungen, wird aber bei Bildern besonders deutlich.
    Farben sind wie erwartet auch aus extremen Blickwinkeln immer noch korrekt - allenfalls der Kontrast leidet dann ein wenig. Spontane Inversionen der Helligkeit o.ä. TN-Krankheiten bei ungewöhnlichen Blickwinkeln treten nicht auf. Vertikal erscheint mir das Bild sogar noch etwas stabiler als horizontal - hier ist bei normalen Kopfbewegungen am Arbeitsplatz gar keine Veränderung der Farben oder des Kontrastes zu erkennen. Geht man am Monitor vorbei während ein Bild angezeigt wird, hat man unwillkürlich das Gefühl auf ein echtes Gemälde zu schauen. Sehr schön.


    Den Kontrast musste ich deutlich nach unten korrigieren - die Werksteinstellung ist schon beinahe etwas anstrengend. Wer es mag, der kann mit diesem Display aber ansatzweise den Effekt eines schwarz bedruckten weißen Blatts Papier im Sonnenlicht simulieren. ;) Die MagicColor-Funktion habe ich nur kurz ausprobiert. Sie schien mir allenfalls kosmetische Effekte auf das Bild zu haben, die den ersten Eindruck verbessern mögen, aber ansonsten keinen wirklichen Nutzen haben. Eine gute Darstellung kann man auf die altmodische Art hinbekommen. Ich habe die Farbtemperatur erhöht und dann mit Testbildern und den Möglichkeiten der verhandenen Software den Gammawert sowie Schwarzpunkt und Helligkeit eingestellt. Das OSD ist intuitiv verständlich und einfach zu bedienen, auch wenn ich mir für Farbtemperatur und Gamma genauere Einstellmöglichkeiten gewünscht hätte als 4 bzw. 3 schwammig benannte Auswahlmöglichkeiten.


    Der 940T hat laut Herstellerangaben eine Reaktionszeit von heutzutage dem potentiellen Kunden wohl geradezu unsäglich anmutenden 20 ms. Abgesehen davon, dass das für meine Kaufentscheidung keine Rolle spielte, habe ich dennoch ein paar Tests mit Filmen gewagt. Dabei habe ich zunächst den Open Source Film "Elephant's Dream" und dann noch einige DVDs angespielt. Mir sind dabei keinerlei unerwünschte und störende Effekte aufgefallen - dafür aber wieder einmal positiv das beeindruckende Farbspektrum des Geräts und die gestochen scharfe Darstellung. Fazit: Alles in allem würde ich den 940T jedem in diesem Haus vorhandenen Anzeigegerät für die Filmwiedergabe vorziehen, ganz gleich ob nun Röhren oder vielleicht schnellere TNs. 8)


    Pixelfehler habe ich bei meinem Gerät zum Glück keine entdeckt. Die gesamte Fläche ist sehr gleichmäßig ausgeleuchtet. Bei ordentlicher Einstellung sind auch im niedrigen und hohen Wertebereich Helligkeitsabstufungen noch gut zu erkennen. Wenn man pingelig ist, könnte man eine leicht erhöhte Helligkeit in der unteren linken und rechten Ecke des Bildes bemängeln. Das ist mir aber nur im abgedunkelten Raum bei vollkommen schwarzem Bild aufgefallen.


    Spiele hatte ich für einen schnellen Test leider keine zur Hand. Ich werde das zu gegebener Zeit wohl noch nachholen.


    Fazit


    Für ein Gerät mit so überzeugender Darstellung lohnt sich meiner Ansicht nach auch der etwas höhere Preis, den die Technologie mit sich bringt. Und dabei gehört der Samsung SyncMaster 940T noch nicht einmal zu den teuersten LCDs mit PVA-Panel. Ob der Monitor sich für Gamer eignet kann ich schlecht beurteilen, da ich noch keine Gelegenheit für einen ausgedehnten Test hatte. Offensichtliche Probleme mit der Reaktionszeit sind mir aber bis jetzt keine aufgefallen. Allen Leuten die sich gelegentlich mit Grafik und Design beschäftigen oder gerne grafische Werke genießen, dafür aber nicht 700-1000 EUR in ein Profimodell investieren wollen, kann ich den 940T aber uneingeschränkt empfehlen. Für mich hat sich die Entscheidung für dieses Display jedenfalls als absolut richtig erwiesen. Die spektakuläre Farbdarstellung und Toleranz gegenüber Blickwinkelveränderungen haben mich sofort überzeugt. Eine ähnliche Qualität der Darstellung habe ich bisher eigentlich nur bei (wesentlich teureren) Cinema-Displays von Apple gesehen.