Posts by junOlive

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    Wie schaut es denn bei dir aus mit dem was der PA311D leistet? Zufrieden?

    Also nach allem, was ich bislang beurteilen kann, bin ich mit meinem Exemplar sehr zufrieden :-). Ich hab bisher natürlich nicht tausend verschiedene Monitore gehabt, geschweige denn direkt miteinander verglichen oder irgendwelchen Labortests unterzogen. Aber mit den für mich subjektiv wahrnehmbaren Faktoren (Schärfe, Homogenität, Farbstabilität während der Nutzung, Kontraste, Übereinstimmung der Farben im Softproof mit (früheren) Drucken, Reaktionszeiten, Bedienbarkeit, Features) bin ich bislang wirklich sehr zufrieden. Ich habe für den PA311D schweren Herzens einen Eizo CG2420 vom Tisch geräumt, hab den Umstieg aber bislang jedenfalls noch nicht bereut. Allerdings ist er ja nun auch gerade mal ne Woche alt. Frag mich in nem Monat nochmal ;-).


    Also ist der Sensor nicht nur zum Abgleich mit einem zweiten Bildschirm, sondern tatsächlich zum Kalibrieren da?

    Ja, man kann den Monitor mit dem MDSVSENSOR3 auch ohne angeschlossenen PC oder einen anderen Monitor einfach selbstständig nachkalibrieren. Der Abgleich mit einem anderen Monitor ist eine von der Selbstkalibrierung unabhängige weitere Funktion des Monitors. Dafür wird der Sensor aber natürlich ebenfalls benötigt.

    Mein MDSVSENSOR3 kam auch am Samstag und es funktioniert tatsächlich wie erwartet: einstöpseln am SNS-Eingang des Monitors (der mit der Schutzkappe). Anschließend erscheint das OSD automatisch im Kalibrierungsmodus. Die Kalibrierung geht relativ schnell, danach macht er noch eine Validierung mit ca. 30 Farbfeldern. Die neuen Werte werden in die Referenztabelle des Monitors geschrieben (Werksmesswerte können aber jederzeit wiederhergestellt werden). Der MultiProfiler greift jetzt bei der Errechnung der automatisch generierten ICC-Profile auf die aktualisierten Referenzwerte des Monitors zu.


    Ich habe mit dem SpyderX (als "neutralem" Messgerät) mal eine Vergleichsmessung mit DispCal unter Windows vorgenommen: mit Werkskalibrierung durchschnittliches dE (ohne Schwarzwert) = 0,51; mit selbstkalibrierten Werten dE = 0,46. Mein SpectraView II-Profil war da sogar schlechter. Zugegeben: schon mit den Ausgangswerten hätte es für meine Zwecke (noch) gar keiner Kalibrierung bedurft, aber gut zu wissen, dass die Selbstkalibrierung offensichtlich so funktioniert, wie ich mir das erhofft habe.


    Ich hab mich jetzt erstmal von SpectraView II getrennt und genieße die Geschwindigkeitsvorteile beim Weißpunkt-Wechsel :-).

    Hmpf, schade, aber vielen Dank für die Auskunft!


    Laut Handbuch für den PA311D scheinen HWK ("Self calibration") und Weißpunktabgleich mit anderen Monitoren ("White copy") übrigens wirklich zwei separate Funktionen zu sein. Zur Kalibrierung heißt es dort:

    Klingt soweit ja ganz vielversprechend - mit SpectraView 2 wird im Gegensatz dazu ja nur ein weiteres Farbpreset im Monitor angelegt, dass die Differenz zu den Werksmessdaten abbildet. Aber wie Du schon andeutest: solange es noch niemand ausprobiert hat, ist das alles nur Rätselraten.

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    Das Feature ist neu und funktioniert eben nur mit dem MDSVSENSOR3


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    Hallo,


    zu der Aussage habe ich eine Frage, zu der ich im Internet bislang keine befriedigende Antwort gefunden habe: die Stand-Alone-Kalibrierung (ohne angeschlossenen PC) funktioniert beim PA311D wirklich NUR mit dem MDSVSENSOR3, nicht mit dem baugleichen i1 Display Pro, korrekt?


    Da bei der selbständigen Kalibrierung ohne PC die Basiswerte der internen SV-Engine des Monitors und somit auch alle anderen monitorinternen Farbraumpresets des PA311D aktualisiert werden, scheint das ja gegenüber der Kalibrierung mit SpectraView 2 sogar die zu bevorzugende Art der Hardwarekalibrierung zu sein, oder habe ich da einen Denkfehler? Dank der automatisierten ICC-Profil-Erstellung mit dem MultiProfiler könnte man auf SpectraView 2 dann ja ganz verzichten und das Wechseln der Modi würde viel schneller gehen (bei SpectraView 2 ist da ja wirklich jedesmal Zeit für ne Tasse Kaffee)...