Eizo L568 (Prad.de User)

  • DIE FARBE oder ...
    ... einen fröhlichen Wink an diejenigen die sich als selbsternannte kompetente Tester berufen fühlen und sich zig Geräte per Versand bestellen, diese einige Zeit lang ausprobieren und Fernabsatzgesetz sei dank, wieder zurückschicken. Dank solcher Penner die den Schuss nicht gehört haben, drückte mir mein Händler vor Ort einen schwarzen L568 in die Hand, der, wie ich erst zu Hause anhand der zahlreichen Klebestreifen feststellen musste, schon einige Male unterwegs war und laut Betriebsstundenzähler auch schon einige Stunden gelaufen war. So geht's ja nun nicht und so brachte ich den schwarzen L568 wieder zurück zum Händler vor Ort der ihn wieder zurücknahm.


    Und nun? Auf zum freundlichen, glücksweise kompetenten Elektrogroßmarkt vor den Toren der Stadt, wo es den L568 zwar gab, aber nur in weiß. Den schwarzen L568 fand ich aber am Abend zuvor sehr aufdringlich und optisch einfach zu viel Platz einnehmend. Ich bin ja sonst ein großer Fan von Schwarz aber das war dann doch etwas zu viel. Egal, der Schwarze war weg und mein Haben-Gen überwältigte mich, so das ich nach kurzer "Überzeugungsarbeit" am Verkäufer einen nietnagelneuen weißen L568 ohne Pixelfehler zum gleichen günstigen Preis wie der des schwarzen L568 beim ersten Händler in meinen gierigen Händen hielt.


    DEN GRAUEN ALLTAG ...
    ... fristet er hier nun mittlerweile seit ungefähr 4 Wochen neben einem kleinen aber feinen 12" Apple Powerbook. Dank Mini-DVI zu DVI-D Adapter konnte ich den Eizo digital anschließen; kann den internen Powerbook-Bildschirm und den Eizo gleichzeitig nebeneinander verwenden und so auch mal das eine oder andere Fenster zwischen den "Welten", die zwischen der Darstellungsqualität liegen, hin- und herbewegen - was eigentlich nichts neues ist, das dies auch schon vor 10 Jahren problemlos mit einem Macintosh SE/30 funktionierte - das traurige ist aber, das die Pivot-Funktion des L568 immer noch nicht vom Apple-Betriebssystem oder irgend einer anderen aktuellen Mac OS X Software unterstützt wird. Grummel ... hallo Eizo, hallo Apple, hallo Nvidia!


    Wie zu erwarten war, ist die Darstellung dank DVI scharf und stabil. Die Pixel sind da, wo sie hingehören. Was die REBK'schen Streifen sind bzw. wie so etwas aussieht habe ich nie wirklich rausgefunden oder verstanden. Sie sind aber ja ein ausgiebig diskutiertes Thema in diesem Forum. Das Bild sieht aber gut aus und mir fällt nichts weiter negativ auf - dann sind wohl keine da. Die Farben sind ...


    BUNT ...
    ... richtig schön bunt. Nix "deutsche Welle Polen". Die gibt es eher auf dem eingebauten 12" TFT, das im Powerbook eingebaut ist seit der Eizo daneben steht. Zuerst habe ich ja gedacht, die Farben auf dem Eizo sind total überstrahlt aber da wußte ich auch noch nicht so wirklich, was ich bisher nicht zu vermissen wagte. Ich bin im Farbrausch ...


    Kurz und knapp gefallen mir die Farben auf dem Eizo hervorragend. Ich wußte gar nicht, das meine Digitalkamera so gute und farbenfrohe Bilder macht. Auf dunklen Bilder sehe ich Details, die ich vorher nie gesehen habe.


    Das Schwarz des verbauten Samsung PVA-Panels ist mit einem Kontrastverhältnis von 1000:1 sehr dunkel. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig und wenn ich ein pechschwarzes Bild darstelle ist dies auch, genau wie Text wirklich richtig schwarz.


    Die Geschwindigkeit der Darstellung ist für mich ausreichend und eigentlich nebensächlich. DVDs spielen in tollen Farben und es fällt teilweise schwer die Trauerränder vom Film abgrenzen zu können. Spielen tue ich nie, darum kann ich dazu nichts sagen.


    ALU ...
    ... hätte als Gehäusematerial natürlich besser zum Alu-Powerbook gepasst. So kommt der L568 in einem zeit- und schnörkellosen Design, hellem grauen Kunstoff und u.a. einem kunstoffverkleidetem Metallfuß daher. Im Vergleich zu den aktuellen Alu Apple-Displays (die man mit dem kleinen Finger in der Neigung verstellen kann) ist die Mechanik, also das Verstellen des Displays schwergängig. Das ist aber verschmerzbar, denn der Monitor ist insgesamt stabil gebaut und gut verarbeitet und lässt sich zusätzlich zur Neigung auch noch drehen und in der Höhe verstellen. Die Pivot-Funktion ist, wie schon erwähnt, am Mac wenig nützlich. Um mal ein Bild im Portrait-Format bildschirmfüllend anzusehen hat das ganze aber einen gewissen Spaßfaktor. Ansonsten ... Eizo, Apple, Nvidia - hört mich jemand?


    Der Gehäuserand von vorn gesehen ist angenehm schmal und unauffällig. Das Display hat eine Antireflexionsbeschichtung die wenig Licht reflektiert wenn das Display auch mal dunklere Töne darstellt. Insgesamt angenehm und augenfreundlich. Die blaue Power LED vorn kann man nicht abschalten. Sie stört aber auch nicht weiter, wenn man nicht extra drauf achtet. Beim L885 kann man sie via OSD abschalten.


    Hinten am Display ist eine große Klammer angebracht, hinter der man alle Kabel unterbringen kann. USB, Firewire etc. Kabel die zum Powerbook gehen passen auch noch mit rein, so das diese dann auch nicht immer vom Tisch sausen bzw. fallen sobald man das Powerbook abstöpselt um es mitzunehmen. Im Moment laufen dort 7 Kabel durch.


    Es gibt einen USB Anschluss am Eizo. Es gibt kein eingebautes Hub, der Anschluss soll aber für Windows PCs nützlich sein um Bildparameter via Software zu verstellen.


    Das Gehäuse wird auch nach mehrstündigem Betrieb oben nur etwas mehr als handwarm. Einen auffälligen Neugeruch gab es nicht. Also auch für die Nase eine Augenweide, wenn man das so sagen kann.


    ALSO ...
    ... ich bin zufrieden, im Farbrausch und einfach von den tollen Farben und dem schwarzen Schwarz begeistert. Auch war es für mich wichtig mindestes einen Blickwinkel zu haben, der es erlaubt oben und unten auf dem Bildschirm die gleiche Farbe auch gleich sehen zu können.


    Auch wollte ich mich nicht so weit von den 100 dpi für TFTs, die Apple für sein Mac OS X und auch dessen Schriftglättung so gut gefällt entfernen, ebenso wenig von den 106 dpi des Powerbooks. Darum habe ich mich für die 17" des L568 und nicht die 19" des L768 entschieden, denn ich denke auf eine 19"er wären mir die Pixel zu klotzig gewesen.


    Den 21" L885 (der eine noch geringfügig höhere Auflösung als der L568 hat) hatte ich mir auch noch beim Händler angesehen. Ganz schön groß und dort machte sich die Blickwinkelabhängigkeit von oben nach unten schon etwas mehr bemerkbar, so dass ich nicht wirklich überzeugt war. Ach war die Ausleuchtung in den Ecken nicht ganz so gut wie die des L568. Ich denke, wenn der 21" Eizo mal irgendwann L888 heißt, werden ich ihn mir noch mal ansehen.

  • Servus!


    Ich bin auch hin- und hergerissen zwischen dem L768 und dem L568.


    Bei uns im Mediamarkt hatten sie leider nur den L768 und so konnte ich bis jetzt die beiden Monitore im Betrieb noch nicht vergleichen.


    Der L768 hat schon ein sehr überzeugendes Bild. Schrift konnte er von allen ausgestellten Modellen am schärfsten abbilden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es der L568 nicht noch ein bißchen besser kann. Ich stehe absolut auf gestochen scharfe Schrift, dabei kann diese ruhig etwas kleiner dargestellt werden. Mit den 1400 x 1050 Pixeln meines 15" IBM Laptop-Displays habe ich jedenfalls keine Probleme.


    Andererseits mache ich viel Grafik- und Bildbearbeitung und da kann die Bildfläche ja manchmal nicht großgenug sein ... ;)


    Hat jemand mal beide erwähnten Monitore im Vergleich gesehen?


    Noch eine Sache die mir aufgefallen ist war folgendes:
    Die beiden Kabel (Strom & DVI) werden ja direkt am Display eingesteckt und zumindest der Anschluss für das Netzkabel sah mir so aus, als ob es beim Durchmesser und der Konsistenz (ja eher hart) die Netzkabel so haben, Probleme mit der Pivot-Funktion geben könnte.


    Hat jemand Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht. Zieht das Netzkabel den Monitor evtl. etwas nach unten? Ist das Drehen problemlos möglich?


    Grüße
    Christian

  • Das Netzkabel bereitet keine Probleme. Mein DVI-Kabel (Belkin) ist da noch ein wenig steifer. Beide bereiten aber beim Drehen keine Probleme, wenn man sie links am Ständer vorbei und dann hinten durch die Kabelführung führt. Es ist vielmehr so, das sich die Kabel durch das Hockkant stellen noch etwas "entspannen". Die Mechanik des Eizo ist aber auch in jeder Richtung fest und stabil genug um nicht von den Kabeln beeinflusst zu werden.


    Ich habe damals auch die beiden Monitore im Vergleich gesehen und fand die Bildqualität annähernd gleich, die Pixel des L768 waren halt größer. Den Unterschied von L568/L768 zum L557 hat man in dunklen Bildbereichen (z.B. an der "Monitorwand" L550k/L557/L557k/L568/L768/L885 mit diesem Aquarium Bildschirmschoner in dem es ja auch mal Nacht wird und auf allen angeschlossenen TFT gleich lief) allerdings schon gesehen, da das Schwarz der Lx68'er sichtbar dunkler war.