Dell 2005FPW Widecreen (Prad.de User)

  • Geschrieben vor 11 Monaten



    Technische Eckdaten
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    Panelgröße: 20,1"
    Panel: S-IPS Panel
    Reaktionszeit: 16ms
    Kontrast: 600:1
    Helligkeit: 300 Candela pro m²
    Pivot: ja
    Pixelgröße [mm] 0.258
    Standardauflösung: 1680 x 1050
    Blickwinkel: 176 Grad
    Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 433,4 x 270,9 / 511
    max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
    Videoeingang, Stecker: Sub-D analog, DVI-D digital, S-Video, Composite-Video
    Bildfrequenz [Hz]: 56 – 75
    max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 83 Farbmodi Preset/User: 3 / 1
    LCD drehbar /Portrait Modus: Ja / Ja
    LCD Display Arm Option: Ja
    Ausstattung: Sub-D Kabel, DVI-D Kabel, USB Kabel,USB-Hub, Netzkabel
    Monitormaße (B x H x T) [mm]: 542 x 482 x 267
    Gewicht [kg]: 8
    Prüfzeichen: TCO99, GS, CS, cUL, PCT VCI, Energie Star
    Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 55 / 3 / 1
    Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice




    Lieferumfang
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    Der Monitor war sehr sicher in Styropor eingepackt. In der Verpackung befanden sich der Bildschirm selber, ein Netzkabel, ein Kabel für den Anschluss des analogen Videoeingangs sowie ein DVI Kabel. Ferner ein USB Kabel und eine Anleitung. Dazu liegt noch eine Utility CD mit Treibern bei. Habe ich zwar einmal aus Neugierde ausprobiert aber eigentlich nicht gebraucht, die Standard Windows XP Treiber sind genauso gut. Das Gerät nimmt die Kalibrierung der Geometrie des Bildes bei angeschlossenem DVI Kabel selber vor.




    Design
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    Der Bildschirm ist in schwarz/silber gehalten. Der Rand um die sichtbare Fläche ist für einen 20,1“ TFT sehr gut dimensioniert. Der Fuß des Bildschirms ist silbern. Das Design ist sehr schlicht und gerade deshalb in meinen Augen sehr ansprechend. Das Netzkabel und das DVI Kabel verschwinden nach dem Anschließen hinter einer Gummiklappe an der Rückseite des Bildschirms und man sieht dann von vorne nichts mehr davon. Das Widescreen Display macht auf meinem Schreibtisch eine für mich perfekte Figur.




    Verarbeitung
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    Das Gerät sieht nicht nur hochwertig verarbeitet aus, sondern ist es auch wirklich. Alle Tasten sind nicht wabbelig oder haben auch nur das geringste Spiel. Diese haben auch alle denselben druckgenauen Kontaktpunkt. Alle Gewinde für die Schrauben der anzuschließenden Kabel sind sehr gut verarbeitet. Die Steckverbindungen alle gerade und fest eingebaut. Das Material des Geräterahmens ist gleichmäßig gearbeitet und sieht sehr stabil aus. Der Monitorfuß lässt sich leicht montieren und auch wieder entfernen. Der Bildschirm hat einen sehr festen Stand auf dem Monitorfuß, das Gewicht ist optimal verteilt. Alle Teile des Gehäuses sind passgenau, es knackt und wackelt nichts. Auch die Mechanik funktioniert tadellos, Höhenverstellung, Drehung, Neigung und Pivotfunktion sind werder zu leicht- noch zu schwergängig, optimal halt. Macht alles einen absolut hochwertigen Eindruck, hat Dell gut gearbeitet.



    Anschlüsse
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    Auf der Gehäuserückseite, sind die Anschlüsse des Dell 2005FPW gut erreichbar angeordnet. Der Monitor verfügt über folgende Anschlüsse: DVI-D (digital), D-Sub (analog), 4-fach-USB-Hub, Composite-Video und S-Video. Die letztgenannten stellen eine Besonderheit dar, verfügen doch nur wenige Displays über Videoanschlüsse. Zwei USB-Anschlüsse sind seitlich am Panelgehäuse angebracht und somit sehr gut erreichbar, die anderen beiden befinden sich auf der Rückseite des Bildschirms.


    Der Bildschirm muss noch auf den Monitorständer montiert bzw. gesteckt werden, das ist aber ganz einfach und überhaupt keine Kunst. Danach nur noch die Stromverbindung herstellen und das DVI Kabel anstecken. In meinem Fall war es das schon.


    Die vielseitigen Videoanschlüsse sind für die PIP-Quelle: D-Sub, DVI-D, S-Video und Composite-Video. PIP bedeutet schlicht und einfach Bild in Bild. Man kann also eine externe Quelle an den TFT anschließen und nebenbei DVD schauen oder was auch immer man anschließt.




    Panel
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    Viele wissen es vielleicht gar nicht, aber TFT ist nicht TFT. Ebenso wie es bei Röhrenmonitoren oder Fernsehern verschiedene Technologien gibt, gibt es diese auch bei TFT Monitoren. Diese beeinflussen die Darstellungsqualität entscheidend. Mein Dell Monitor hat ein S-IPS Panel. S-IPS ist eine Weiterentwicklung der IPS Paneltechnologie. IPS Panel funktionieren mittels LC-Molekülen. LC-Moleküle sind, wenn keine Spannung angelegt ist, horizontal in einer Richtung ausgerichtet. Das Licht wird nicht durchgelassen,
    dadurch wird ein schwarzer Bildschirm erzeugt. Da die Moleküle vollständig horizontal ausgerichtet sind, führt der Blickwinkel zu geringen Unterschieden. Wird eine Spannung auf die Elektrode gegeben, werden die LC - Moleküle um bis zu 90° horizontal gedreht, um sich auf den Polarisator auszurichten. Das Licht läuft ungedreht durch die oberen und unteren Polarisatoren, wodurch ein weißer Bildschirm hervorgerufen wird. Da die Elektroden wie zwei Kämme geformt sind, wird die Lichtübertragung reduziert. Diese Lösung erfordert eine kräftigere Lichtquelle, um die entsprechende Helligkeit wiederzugeben. Hierdurch wird die Leistungsaufnahme erhöht. Aufbauend auf die IPS-Technologie wurde die Farbdarstellung, die Blickwinkelabhängigkeit und die Bildaufbauzeit bei S-IPS Panels verbessert. Der Unterschied zu normalen IPS-Panels ist, dass die Pixel zweigeteilt und gegeneinander gekippt sind. Dies bewirkt, dass die Blickwinkelabhängigkeit sozusagen gemittelt wird. Es macht sich besonders bezüglich der Farbstabilität deutlich bemerkbar.




    Bedienung
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    Der TFT Monitor wurde nach dem Hochstarten von Windows XP selbständig als Plug and Play Monitor erkannt. Auf der rechten Seite im unteren Bereich befinden sich die Tasten für die Einstellungen mit denen man diese problemlos vornehmen kann. Folgende Tasten stehen zur Verfügung: An/Aus, Menü, Helligkeit, Plus, Minus und Enter Taste.
    Die Helligkeit und die PIP Funktion sind direkt anwählbar, alle anderen Funktionen findet man im Menü. Es gibt nichts was man nicht einstellen kann, es sind einem fast keine Grenzen gesetzt. Die Struktur des Menüs ist sehr logisch und einfach aufgebaut. Hier kommt der Laie ebenso zurecht wie der Freak der alle Funktionen vorfindet die er benötigt. Die silbernen Tasten an der Front für die Menübedienung setzen sich sehr gut von dem schwarzen Rahmen des Monitors ab so das man diese auch bei nicht so gutem Licht treffsicher findet und benutzen kann.


    Pivotfunktion (Portraitfunktion) hat der Bildschirm auch, heißt man kann ihn um 90 Grad drehen, für z.B. Hochkantbilder oder entsprechende Präsentationen. Geht auch ganz einfach und problemlos.




    Pixelfehler
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    Ein Thema um welches man bei TFT Bildschirmen nicht rum kommt. Bei einem Röhrenmonitor entsteht das Bild durch einen Elektronenstrahl der fluordozierende Substanzen für die Grundfarben Rot, Grün und Blau zum Leuchten anregt. Anders ist es bei einem TFT Bildschirm. Hier sitzen Leuchtstoffröhren (Backlight) hinter dem Panel. Die Thin-Film-Transistoren (TFT) öffnen und schließen nach den Anweisungen der Grafikkarte und lassen so das Backlight hindurch oder nicht. So entsteht das eigentliche Bild. Da die Produktion der Bildschirme nicht fehlerfrei ist, gibt es eine ISO-Norm die festlegt wie viele fehlerhafte Pixel (machen sich durch einen sehr kleinen Farbunterschied bei bestimmten Farben im Bild bemerkbar) ein Gerät haben darf.


    Alle Hersteller berufen sich auf die aktuelle ISO-Norm Fehlerklasse 2. Leider variiert die Interpretation der Norm von Hersteller zu Hersteller und jeder macht irgendwie doch was er will. Meinen Bildschirm habe ich mit einem kleinen Tool namens TFT-Test getestet. Dieses gibt im Vollbildmodus die Grundfarben wieder und man kann so überprüfen ob man einen oder mehrere
    Pixelfehler hat. Bei meinem Gerät ließ sich keiner finden, auch hier bleibt wieder nur zu sagen das Dell sehr gute Arbeit geleistet hat.




    Bildqualität Windows
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    Die Bildqualität ist nur mit 1680 x 1050 Bildpunkten Auflösung optimal. Mit dieser Einstellung betreibe ich das Gerät auch. Die Bildpunkte sind bei TFT Monitoren fest angeordnet und definieren so die Auflösung des TFT`s. Die maximale Anzahl der Bildpunkte entspricht der maximalen Auflösung. Durch die aktive Ansteuerung jeder einzelnen Zelle muss hier eine aufwendige Skalierungselektronik die Daten bei kleineren Auflösungen hochrechnen, sprich interpolieren. Es gibt aber immer mathematische Rundungsfehler wodurch bei kleineren Auflösungen hässliche Skalierfehler entstehen können.
    Bei den meisten TFT ist das Interpolationsverhalten am Gerät nicht einstellbar, es wird in diesem Fall immer auf Vollbild interpoliert. Das führt zu einem unschönen Effekt, denn stimmt das Seitenverhältnis der interpolierten Auflösung nicht mit der nativen Auflösung überein, so wird der Bildinhalt leicht verzerrt dargestellt. Beim Dell können folgende Interpolationsverhalten eingestellt werden: 1:1, Vollbild und seitengerechte Interpolation. Ich nehme 1:1, zwar wird das dargestellte Bild dann entsprechend der kleineren Auflösung kleiner dargestellt, aber so bleibt mein Seitenverhältnis immer richtig und alles wird so dargestellt wie es sein soll, von Interpolation nichts zu merken.


    Das Bild des Dell ist gestochen scharf und die Farben satt und ausgewogen. Kein Vergleich zu einem Röhrenmonitor. Es soll laut diversen Foren bei einigen Geräten Probleme mit der gleichmäßigen Ausleuchtung geben. Mein Gerät ist über die gesamte Darstellungsfläche hundertprozentig gleichmäßig ausgeleuchtet, selbst in den äußersten Ecken konnte ich absolut keine Schwäche finden. Das Bild ist absolut perfekt, meiner Meinung nach ist keine Verbesserung der Bildqualität möglich. Die hohe Auflösung ist einfach ein Genuss.


    Der Blickwinkel beträgt horizontal und vertikal 176 Grad. Die Farben verändern sich auch bei größeren Winkeln nicht merklich. Dies macht Bewegungen bei der Arbeit oder das Betrachten von Bildinhalten mit mehreren Personen problemlos möglich.




    Bildqualität DVD
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    Durch das Widescreen Seitenverhältnis sind die schwarzen Ränder oben und unten deutlich schmaler, als das auf Displays mit einem herkömmlichen Seitenformat der Fall ist. Dank des verbauten Panels werden feinste Farbabstufungen und Graustufen ohne Bildfehler sauber dargestellt. Auch schnelle Cuts oder Szenen werden von meinem Dell ohne sichtbare Schlieren angezeigt. Bei der DVD-Wiedergabe kann der Dell also auch voll überzeugen.




    Bildqualität Spiele
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    Diese ist abhängig von der Reaktionszeit des TFT Monitors. Unter „Rise“ und „Fall“ Time versteht man die Reaktions- bzw. Schaltzeit des Monitors beim Umschalten von komplett Schwarz zu Weiß und umgekehrt. Beide Werte sind gleich wichtig, sie sollten in einem akzeptablen Rahmen liegen, denn bei der Bilddarstellung werden in der Praxis immer beide gebraucht. Sollte die Anzeige auf dem Gerät Schlieren ziehen, verschwimmen oder die Grafik nachruckeln ist die Reaktionszeit zu hoch. Jedoch sollte man sich nicht allzu sehr auf die Herstellerangaben verlassen, jeder misst die dort angegebenen Werte mit für sich optimalen Einstellungen und unter für sich angepassten Bedingungen. Noch anzumerken wäre, dass je größer die sichtbare Bildfläche ist, es umso problematischer ist flüssige und schlierenfreie Grafiken zu bewerkstelligen. Es gilt immer weniger ist mehr, also besser. Mein Gerät hat 16ms Schaltzeit und dies ist eigentlich theoretisch gerade so an der Grenze um flüssig spielen zu können. Beim 3D Mark 2005 und dem 3D Mark 2006 ist die Darstellungsqualität einwandfrei. Es treten keinerlei oben beschriebene Störeffekte auf. Alles läuft völlig ruckel- und schlierenfrei. Selbst bei voller Auflösung beim Spiel Need for Speed Most Wanted ist keinerlei erwähnenswerte Schwäche zu erkennen, der Monitor bewältigt selbst schnellste Verfolgungsjagden absolut flüssig. Eine geringe Bewegungsunschärfe, die alle Displays technologiebedingt aufweisen, ist natürlich auch bei meinem Dell vorhanden. Insgesamt aber zeigt der Monitor dank des schnellen Panels ein sehr gutes Reaktionsverhalten. Damit ist das Display meiner Meinung nach zum Spielen absolut geeignet. Man sollte jedoch über eine recht leistungsstarke Grafikkarte verfügen die auch die optimale Auflösung von 1680x1050 Bildpunkten mit flüssigen Bildwiederholungsraten schafft, da sonst bei kleineren Auflösungen durch die Interpolation die Bildqualität leidet oder bei der Einstellung 1:1 im Menü das Bild kleiner Dargestellt wird. Etwas in der Art wie meine X1800 GTO reicht dazu beispielsweise gut aus.




    Bildqualität Bildbearbeitung
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    Der hauptsächliche Grund warum ich mir diesen Monitor zugelegt habe ist die Bildbearbeitung, da ich sehr viel fotografiere. Das Widescreen Format kommt mir bei meinem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop CS2 gerade recht. Links und rechts schön meine Bedienelemente und mittig das zu bearbeitende Bild. Dazu noch die Auflösungssteigerung von meinem 19 Zoll Gerät mit 1280x1024 Bildpunkten auf den 20,1 Zoll Dell mit 1680x1050 Bildpunkten. Gerade in diesem Bereich haben sich TFT Monitore früher schwer getan einen Graukeil mit vernünftigen Abstufungen darzustellen. Ebenso haperte es an der realistischen Farbwiedergabe. Grob geschätzt würde ich sagen haben dies bis heute, insbesondere bei den billigeren Geräten, 70% der Hersteller nicht bildbearbeitungsgeeignet im Griff. Ich habe meinen Scanner, meinen Drucker und auch den Dell Monitor auf das SRGB Farbprofil eingestellt und angepasst. Der Kontrast des TFT ist bei mir über DVI Kabel auf 50% fixiert, dies macht der Monitor automatisch. Bei meinem Gerät liegt die optimale Helligkeitseinstellung bei 60%. Jede Abstufung des von mir verwendeten Graukeils kann sehr gut unterschieden werden und weiss ist weiss, schwarz ist schwarz. Die Farbwiedergabe ist absolut realistisch und mein Monitorbild wird so angezeigt wie das Foto was ich mit meinem Drucker ausgedruckt habe. Bilder von mir die ich bei einem Ausbelichter habe machen lassen unterscheiden sich ebenfalls in keinster Weise von meinen vorliegenden. Absolute spitze, bin in dieser Beziehung mehr als begeistert.




    Fazit
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    Der Monitor ist bei seinem normalen Preis nicht unbedingt ein Schnäppchen, 654,24 Euro ist eine Menge Holz. Aber wer sich etwas geduldet wird das Gerät im Aktionsangebot, momentan noch aktiv, für 459,71 Euro plus 7 Euro Versand bekommen können. Diese Aktion läuft bei Dell immer mal wieder. Für mich bei diesem Preis ein absoluter Preis/Leistungstipp. Man bekommt ein sehr gut verarbeitetes Gerät zu einem vernünftigen Preis inklusive Vor-Ort-Austauschservice im Garantiefall. Die Anschluss- und Funktionsvielfalt sucht seines Gleichen. Geeignet zum Spielen, für die DVD- Wiedergabe und letztendlich auch noch für die professionelle Bildbearbeitung. So sehr man auch sucht, man findet nichts erwähnenswertes Negatives. Für mich ist der Dell 2005FPW „Highly Recommended“, von mir volle Wertung mit einer absoluten uneingeschränkten Kaufempfehlung!