Philips 220P1ES (Prad.de User)

  • Philips 220P1ES (scheinbar baugleich zu Philips 225P1ES, nur ohne PowerSensor)
    Vom Klavierlack-Design der Hersteller genervt, suchte ich ein silbernes Gerät mit schwarzen
    Standfuß und ordentlicher Höhenverstellbarkeit. Der Stromverbrauch sollte zudem
    gering sein und die Bildqualität für Internet & Multimedia, dem Preis
    entsprechend, gut. Nach einigen Fehlkäufen von LG & Samsung Monitoren,
    welche leider alle ein nerviges Fiepen und Surren von sich gaben oder in der
    Bildqualität nicht überzeugen konnten, wurde die Auswahl immer enger.
    Letztendlich entschied ich mich für einen Philips 220P1ES (scheinbar baugleich
    zu Philips 225P1ES, nur ohne PowerSensor).



    Leider scheint der Monitor nicht in vielen Internet-Shops lagernd
    angeboten zu werden und so musste ich nach der Bestellung noch ca. 1 Woche warten.
    Endlich geliefert, packte ich den Monitor aus und war darüber erstaunt, dass
    alles vormontiert war. Das VGA-Kabel war am Monitor ebenso befestigt wie der
    Standfuß.Es muss nur noch das Power-Kabel angeschlossen werden und eventuell
    das im Lieferumfang inkludierte DVI Kabel.



    Auf dem Schreibtisch wirkt der Monitor sehr edel und die
    Ergonomie ist ausgezeichnet. Die Höhenverstellbarkeit ist wirklich zu
    gebrauchen und deckt alle benötigten Einstellungen, von extrem niedrig bis
    ausreichend hoch, ab. Drehbar ist der Fuß übrigens auch noch.
    Des weiteren besitzt der Monitor eingebaute Lautsprecher.
    Für mehr als einfache Systemklänge sind diese jedoch nicht zu gebrauchen,
    zumal sie ein generelles Grundrauschen abgeben. Beim Anschluß eines Kopfhörers,
    an die am Monitor befindliche Buchse, wird das Grundrauschen sehr deutlich.
    Der eingebaute USB-Anschluss, an der linken Seite, funktioniert einwandfrei
    und ist gut zu erreichen. Ein USB-Kabel, um den Monitor mit dem PC zu verbinden,
    ist allerdings nicht dabei.



    Alles fertig angeschlossen offenbart der Philips Monitor
    aber zunächst ein grauenhaftes Bild, welches viel zu hell, total blass
    und etwas unscharf wirkt. Die Werkseinstellungen des Monitors sind daher nicht
    zu gebrauchen. So machte ich mich gleich ins Monitor-Menü und drückte mich
    anhand einiger Tasten zur gewünschten Einstellung. Die Anordnung der
    Menü-Einträge ist verbesserungswürdig, doch zum Glück liegt dem Monitor eine
    Software zur Monitoreinstellung bei. Die Software ist schnell installiert und
    der Monitor ist um einiges einfacher einzustellen. Bei mir trat jedoch ein
    Problem mit der Gamma-Einstellung auf. Es kam einige Male vor, dass bei der
    Veränderung der Gamma-Werte der Monitor seine Farben total veränderte, sodass
    das Bild nicht mehr zu gebrauchen war. Ich vermutete zunächst einen
    Softwarefehler und teste einige Male die Gamma-Verstellung direkt am Gerät über
    die Menü-Tasten. Doch auch hier zeigte der Monitor dieses merkwürdige
    Verhalten. Um wieder ein normales Bild zu erhalten, musste der Monitor aus- und
    dann wieder eingeschaltet werden. So etwas hatte ich bisher bei keinem Monitor
    erlebt. Die Bildqualität wurde durch Erhöhung der Gamma-Werte ansehnlicher,
    aber nicht unbedingt gut. Ich testete den Smart-Image Knopf auf dem Monitor,
    welcher eine Handvoll vorgefertigter Profile anbietet. Bei der Einstellung auf
    Büro oder Eco wurde sofort der Monitor in der Helligkeit reduziert
    und es zeigte sich ein gut hörbares Fiepen, welches bei stiller Umgebung total nervt.
    Die anderen Modi zeigten zwar kein so lautes Fiepen, dafür aber ein Bild mit unmöglichen
    Kontrastwerten. Kurz gesagt, der Smart-Image Knopf kann alles, und zwar nur
    noch schlimmer machen! Irgendwann stoß ich in der Monitorsoftware auf eine
    Farbkalibrierung, welche zu einem viel besseren Bild führte,
    indem die Grauwerte des Monitors in mehreren Schritten abgestimmt werden.
    Zur Bildbearbeitung taugt diese Farbkalibrierung jedoch nichts.



    Da der Monitor bei Helligkeitsreduzierung, wie bei vielen
    anderen Mitbewerbern auch, ein lautes Fiepen von sich gab, betrieb ich den
    Monitor nur noch mit 100% Helligkeit. In einer Armlänge entfernt hörte man vom
    Monitor fast nichts mehr. Wenn das Ohr an den Monitor gepresst wird, ist das Pulsen
    des internen Netzteils deutlich zu hören. Während dem Betrieb nahmen die
    Betriebsgeräusche des Monitors jedoch zu. Auf einigen Internetseiten mit
    weißen Hintergrund und schwarzer Schrift, fing der Monitor an, ein höherfrequentes
    Fiepen von sich abzusondern, wohlgemerkt bei 100% Helligkeit. Der Traum von
    einem geräuscharmen Monitor war mit diesem Modell damit aus-geträumt.



    Eine Rückfrage bei Philips führte zu dem Ergebnis, dass ich
    jenes Gerät zurückgab und ich auf eine verbesserte Revision hoffe. Die Angaben zum
    Monitor, auf der Internetseite von Philips, lesen sich wunderbar, doch in der
    Realität erweisen sich die angeblichen Top-Features als wenig brauchbar. Ohne
    Farbkalibrierung über die mitgelieferte Software ist der Monitor höchstens
    ausreichend und mit Farbkalibrierung lediglich befriedigend. Die Helligkeit des
    Bildschirms ließ leider auch zu wünschen übrig und am oberen und unteren Rand
    schien die Hintergrundbeleuchtung durch. Die Angaben zum Stromverbrauch sind
    ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da nur bei stark reduzierter Helligkeit
    (einhergehend mit einem Fiepen) 20 Watt benötigt werden. Bei 100% Helligkeit
    sind es ca. 32-34 Watt, was für ein 22 Zoll-Gerät immer noch im Rahmen liegt. Für
    knapp 200 Euro sollte man auch nicht zu viel erwarten.