Samsung Syncmaster 2443BW (Prad.de User)

  • Review Samsung 2443BW


    Einleitung:


    Ich wollte mir eigentlich schon zu Weihnachten einen Monitor kaufen, doch ich konnte mich bisher einfach nicht entscheiden. Nachdem ich etliche Monitortestberichte, Kaufempfehlungen, Produktbeschreibungen durchgelesen hatte fiel meine Wahl schließlich auf den Syncmaster 2443BW von Samsung. Da ich bis auf ein User-Review sonst nichts über den Monitor finden konnte werde ich hier selber einen kleinen Testbericht verfassen in der Hoffnung, dass es jmd bei der Wahl hilft.
    Vorab möchte ich jedoch noch klarstellen, dass dieses Review hauptsächlich auf subjektiven Eindrücken meinerseits beruht und dies mein erster TFT-Monitor ist (hatte vorher einen sehr guten Röhrenmonitor und danach 1 Jahr nur ein Laptopdisplay). Deswegen werden mögliche Vergleiche zu anderen TFT’s leider ausfallen.


    Der Monitor an sich:


    Der 2443 BW ist gibt es schon etwas länger, um genau zu sein seit Ende 2008. Samsung hat den Monitor erst vor ein paar Monaten überarbeitet und z.B. den dynamischen Kontrast von 20000:1 auf 50000:1 verbessert, sowie das OSD überarbeitet. Der Monitor ist primär als Office-Bildschirm gedacht, was man auch an dem 16:10 Seitenverhältnis, sowie an den ergonomischen Features erkennt. Das Design ist schlicht aber dennoch chic gehalten. Leider einer der wenigen Bildschirme, welcher vom 16:9 Boom und staubanziehenden Hochglanzbeschichtungen verschont geblieben ist. Die OSD Steuerung geschieht über die neuartigen, wohlbemerkt unbeleuchteten, Sensortasten, die bei einigen Usern zu erhöhtem Frust führen. Mich persönlich stört die Bedienung allerdings nicht. Hier hat Samsung übrigens nachgebessert: Die Tastensymbole wurden in der neusten Revision ins OSD über die jeweiligen Tasten eingeblendet, sodass die Bedienung im Dunkeln nicht gänzlich zu einem Ratespiel wird.


    Hier noch kurz einige Daten:


    Paneltyp: TN-Panel
    Farbe: Schwarz
    Abmessungen (Breite x Tiefe x Höhe): 55.6 cm x 25 cm x 43.2 cm
    Gewicht: 7.7 kg
    Diagonalabmessung: 61 cm ( 24" ) - Breitbildformat
    Pixelabstand: 0.27 mm
    Native Auflösung: 1920 x 1200
    Ergonomie: höhenverstellbar, Pivot (Rotation), seitlich drehbar, neigbar
    Reaktionszeit: 5 ms
    Helligkeit: 300 cd/m^2
    Kontrastverhältnis: 50000:1 (dynamisch), 1000:1 (statisch)
    Signaleingang: DVI-D, VGA


    Blickwinkel:


    Die Blickwinkelabhängigkeit ist, wer hätte es gedacht, eher schlecht. Da wir aber hier von einem TN-Panel reden ist das ja sowieso zu erwarten gewesen. Horizontal schlägt sich der 2443BW dabei deutlich besser als vertikal. So reichen z.B. schon einige cm Höhendifferenz aus um die Farben sichtbar zu verfälschen. Beim normalen Benutzen merkt man das allerdings kaum, da die Sitzposition ja relativ konstant bleibt und man aufgrund der hervorragenden ergonomischen Features den Monitor sehr gut seiner Sitzposition anpassen kann.


    Farbwiedergabe:


    Zur Farbwiedergabe kann ich eher weniger sagen, da ich erstens kein Grafikexperte bin und zweitens mir die technischen Gerätschaften fehlen um objektive Messungen vorzunehmen. Generell lässt sich aber vermuten, dass die Farbraumabdeckung wegen des verbauten TN-Panels eher schlecht ausfallen wird. Dies lässt sich aber verschmerzen, da das Gerät eben auch nicht für Grafiker entwickelt wurde. Das ist sowieso eine andere Preisklasse.
    Insgesamt wirken die Farben natürlich und nicht übersättigt. Da spielt wahrscheinlich die matte Oberfläche eine Rolle, welche im Gegensatz zu einem „Glossy-Monitor“ die Farben eher dezenter erscheinen lässt. Wer auf Bonbonfarben steht kann im OSD den Filmmodus aktivieren, jedoch rate ich von diesem Modus außerhalb von Filmen ab, da die Farben wirklich stark übersättigt werden. Abgesehen vom Filmmodus gibt es noch weitere Modi, dich ich allerdings noch nicht ausprobieren konnte.
    Zum Thema Banding habe ich die Testbilder hier auf prad.de benutzt. Dabei habe ich die RGB-Einstellungen im OSD jedoch auf Werkseinstellungen (50,50,50) belassen, um zusätzliche Verluste zu verhindern. Banding tritt zwar auf, ist allerdings deutlich weniger stark ausgeprägt als bei meinem Laptopdisplay. Ob das jetzt wirklich ein Pluspunkt für den 2443BW ist kann jeder selbst entscheiden. Dennoch stört mich das nicht, da es beim normalen Benutzen sowieso nicht auffällt.


    Reaktionsverhalten:


    Bei der Reaktionszeit hat Samsung einen Wert von 5 ms angegeben. Inwiefern das jetzt der Wahrheit entspricht kann ich leider nicht genau feststellen. Um einen subjektiven Eindruck zu erhalten testete ich den Bildschirm in einer Partie Unreal Tournament 2004 gegen Bots. Gerade bei der Reaktionszeit bin ich recht empfindlich, da ich auch öfters UT im Internet spiele, wo es eben auf Schnelligkeit ankommt. Hier hat der 2443BW aber klar meine Erwartungen erfüllt: Im ganzen Spiel ließen sich keine Schlieren oder Ghosting Effekte nachweisen. So macht der Bildschirm also auch in Spielen, abseits von Office, eine gute Figur.
    Auf Inputlag konnte ich leider nicht testen, da ich hier keinen CRT zur Verfügung habe.


    Interpolation:


    Da ich vorher einen Röhrenmonitor hatte sind hier meine Erwartungen eher hoch.
    In der nativen Auflösung ist der 2443BW natürlich gestochen scharf. Abseits davon liefert er auch brauchbare Ergebnisse, die auch mich überzeugt haben. Zwar sinkt die Schärfe mit niedriger werdender Auflösung immer mehr, doch ist das Bild auch auf 1280*800 durchaus noch akzeptabel.


    Geräuschentwicklung:


    Ja, das ist wirklich eine Sache von denen viele Monitore in der Preisklasse betroffen sind. Leider bleibt auch der 2443BW nicht davon verschont. Sobald ich die Helligkeit auf unter 96 % senke wird ein Summen hörbar, welches je nach Helligkeitswert stärker oder schwächer wird. Ich sitze beim Arbeiten ca. 50 cm vom Bildschirm entfernt. Wenn ich keine Musik höre und es sonst im Raum still ist, kann man das Summen auch aus dieser Entfernung hören. Zwar ist es nicht laut, aber mich persönlich stört es schon (kann sein, dass ich da recht empfindlich bin).
    Es mag zwar einige Exemplare geben, die nicht vom Summen betroffen sind, jedoch scheint dies klar die Minderheit zu sein. Dies wird einem spätestens dann klar, wenn man sich einige Bewertungen des 2443BW bei diversen Onlinehändlern durchliest.


    Fazit:


    Wer einen 16:10 Monitor ohne Klavierlackoptik sucht, ist beim 2443BW genau richtig. Er macht sowohl in Spielen als auch beim Arbeiten eine gute Figur. Lediglich auf die Geräuschentwicklung, welche bei sensiblen Usern unangenehm auffallen wird, sei hier nochmal hingewiesen.

  • Paar kurze Kommentare von mir, der seit heute stolze Besitzer des 2443BW ist:



    Blickwinkel: Habe unten leichte Farbverfälschungen festgestellt, was aber dank der Höhenverstellbarkeit kein Problem war. Einfach angepasst und nun stimmt der Blickwinkel/die Farben von meiner Sitzposition aus.
    Nach links und rechts kann ich mich strecken wie ich will, da bleiben die Farben stabil.


    Farbwiedergabe: Bei Farbübergängen sieht man doch die relativ typischen Linien im dunklen Bereich, aber nicht sonderlich störend m.M.n.. Kontrast-Test: Jedes Schwarz (bis 3%) und jedes Weiß (bis 98%) war gut voneinander unterscheidbar.
    Im Eizo Test gibts eine Seite mit roten, blauen und grünen Linienkreuzen, wo sich die Linien genau treffen sollten - da hat er ziemlich versagt, die Verbindungstelle war sehr oft ein ein Pixel links oder rechts verschoben. Bei Schrift oder normalem Bild merk ich allerdings nichts und der Test mit dem weißen Kreis auf schwarzem Grund zeigte auch keinerlei Farben (ich glaube das testet dasselbe wie zuvor) - von dem her ist das wohl nicht so wichtig.


    Reaktionsverhalten:In den Test-Programmen sieht man Schlieren, während dem Spielen nehme ich aber nichts mehr davon wahr (denke da sollte ein heutiges TN keinerlei Probleme haben - Shooter zum Testen hab ich allerdings keine).


    Geräuschentwicklung: Ab 97% Helligkeit hör' ich es, wenn ich den Kopf über den Monitor halte (ziemlich leise). Bei 15cm Abstand nehme ich kein Geräusch mehr wahr, egal bei welcher Helligkeitseinstellung. Ich lass' es aber vermutlich eh auf 100% - hab stattdessen den Kontrast ein wenig gesenkt (von Standard 60 auf 40).

    Sonstiges:
    Die Ausleuchtung ist an und für sich schön homogen und das Schwarz ist ausgezeichnet (kein Grau). Nur oben am Rahmen schimmert es bei abgedunkeltem Raum ganz leicht weiß und rechts unten ebenso, dort allerdings wohl aufgrund der LED etwas bläulich. Null Pixelfehler. Obwohl der Monitor eine Tiefe von ca 25cm mitbringt sind die Kabel von unten/vertikal einzustecken, was eigentlich ziemlich unpraktisch ist. Horizontale Ausgänge wären sicher besser gewesen (die Stecker/Kabel würden eh nicht über den Fuß nach hinten hinaus ragen).


    Fazit: 16:10, kein Klavierlack, kein Spiegelersatz (matt), sehr chic (schlicht, keine auffälligen Herstellerlogos etc. und nur eine kleine sehr unscheinbare LED (für an/aus)). Pivot. Super Preis-/Leistungsverhältnis (habe 215 Euro bezahlt).

    PS:
    Nicht verzagen, wenn der Monitor nicht angehen will, obwohl der Schalter hinten am Monitor umgelegt wurde: Die Taste neben der an/aus LED ist tatsächlich nochmal ein an/aus Schalter. Wie auch die OSD Tasten sind das allerdings keine Tasten/Buttons... einfach nur ein Aufdruck auf dem Rahmen, den man aber dennoch drücken kann ;)

  • Was Geräusche angeht, habe ich seit heut einen 2443DW. Was soll ich sagen, ich hätte mich informieren sollen.
    Das niederfrequente Brummen ist schlichtweg untragbar. Bei allen "Helligkeiten" zwischen 1 und 99 brummt er mal lauter und leiser, zwischen 1-70 und 81-99 so laut, dass man es in 1 Meter Entfernung auch hört. Arbeiten ohne Hintergrundbeschallung schlichtweg nicht möglich. Unglaublich auf was man heutzutage alles achten muss.


    Grüße