Hallo zusammen,
da hier im Forum aktuell viel über die Haltbarkeit von Smart-TVs und reine Ausgabegeräte diskutiert wird, wollte ich ein Thema ansprechen, das bei den neuesten High-End-Monitoren (besonders im Bereich 4K OLED mit 240Hz+) gerade für Verwirrung sorgt: die tatsächliche Implementierung von DisplayPort 2.1.
Viele Hersteller bewerben ihre neuen Gaming-Monitore stolz mit "DisplayPort 2.1". Wenn man jedoch ins Kleingedruckte schaut, sieht die Realität oft anders aus:
- UHBR-Bandbreiten-Labyrinth: Viele Monitore unterstützen nur UHBR10 (38,7 Gbit/s) oder UHBR13.5 anstelle der vollen UHBR20-Bandbreite (80 Gbit/s). Das bedeutet, dass selbst bei Nutzung von DP 2.1 weiterhin auf DSC (Display Stream Compression) zurückgegriffen werden muss, um 4K bei 240Hz oder mehr zu übertragen.
- Kabel- und Grafikkarten-Kompatibilität: Aktuelle Grafikkarten unterstützen zwar teilweise den Standard, aber nicht alle bieten die volle UHBR20-Anbindung. Wer also ein unkomprimiertes Signal ohne DSC-Artefakte oder HDMI 2.1-Einschränkungen sucht, muss extrem genau hinschauen.
- Verwirrung für Käufer: Ähnlich wie damals bei HDMI 2.1 (wo bekannte Features wie VRR oder ALLM optional wurden), scheint die VESA den Herstellern zu erlauben, ein Display als "DP 2.1" zu kennzeichnen, selbst wenn nur die niedrigste Bandbreitenstufe unterstützt wird.
Wie seht ihr das? Ist DSC für euch im Alltag völlig unsichtbar und somit vernachlässigbar, oder legt ihr Wert auf eine nativ unkomprimierte Signalkette bei Panels der Spitzenklasse?
Mich würde brennend interessieren, ob hier schon jemand Erfahrungen mit nativen UHBR20-Setups gesammelt hat.
Viele Grüße!