Posts by CompEx

    Also die Helligkeitsverteilung ist beim 2713 laut Prad-Test die mit Abstand schlechteste aller 27er IPS (wenn ich richtig gerechnet habe). Wieso bekommt er dann eine gute Benotung dafür? Das passt irgendwie nicht. Rechnerisch (Durchschnittswert der Abweichungen) ist die Helligkeitsverteilung auf dem Niveau vom alten 2311. Der hatte dafür zu Recht eine schlechte Note bekommen. Neues Wertungsschema? Sticht eine subjektiv als gut empfundene Helligkeitsverteilung eine rechnerisch schlechte?

    Nur für's Protokoll: hab' nochmal gründlich kalibriert, diesmal 3 Stunden Aufwärmzeit für den Monitor und eine bessere Abdunklung des Raumes. Zusätzlich hab' ich den Monitor leicht gekippt, damit das Messgerät besser aufliegt. Und siehe da: im Profiltest nur noch eine Abweichung von 0.3 im Durchschnitt und 0.7 im Maximum. Da sieht man mal wieviel ein bischen Mühe bringen kann. Wenn ich das jetzt mit dem Profiltest richtig verstanden habe, kann ein besserer Wert im Profiltest hauptsächlich mit dem Messgerät, der Aufwärmphase und externen Lichteinflüssen zusammenhängen.


    Im Übrigen würde ich mich weiterhin über etwas Aufklärung hierzu freuen. Scheinbar haben auch andere damit Verständnisprobleme, siehe aktueller User-Test von Empire4191, der seinem Eizo 2461 eine durchschnittliche Abweichung von 0.2 attestiert. Aufklärungsbedarf scheint also gegeben zu sein.


    So zu testen wie Prad is ja die reinste Wissenschaft! ;)

    Nach langer Zeit hab' ich mich mal wieder mit meinem tollen Monitor beschäfitigt und ein paar Nachträge. Ich hab' ihn heute mal mit der neuen Version der Quato-Software komplett kalibriert (früher hatte ich nur die RGB-Werte und das Gamma korrigiert).


    In unkalibriertem Zustand (lediglich Helligkeit auf 110 cd reduziert. Wegen Umzugs arbeite ich jetzt in hellerer Umgebung und brauche damit jetzt paar cd mehr) ist das Bild wie gesagt bereits sehr gut. Wenn ich im Monitor 6500K einstelle und sonst nix ändere, sind das gemessen bereits hervorragende 6450K. Das Gamma (wie im ersten Post schon gerundet erwähnt) ist bei 2.2 gemessen 2.37 und bei eingestellten 2.0 dann 2.16 (sichtbar zu niedrig, die dunkle 1, also die kleinste Einheit über schwarz, leuchtet deutlich zu hell; deswegen hab ich jetzt überhaupt erst nochmal gründlich nachgemessen). Also am Monitor wieder auf 2.2 (gemessen 2.37) und dann per Graka-Treiber auf gemessene 2.2 eingestellt.


    Mit diesen beiden Korrekturen habe ich dann nahezu identische Werte erhalten wie im Prad-Test für den unkalibrierten Zustand angegeben wurden (durschnittlich hab ich 2.0 Abweichung, max 8.7 bei Blau). Erstaunt war ich jedoch, als ich nach der Kalibration eine durchschnittliche Abweichung von nur noch 0.5 (!!!) mit max 1.4 erhielt. Also VIEL bessere Werte als Prad. Woran kann das wohl liegen?

    Nach sehr intensiver Suche habe ich mich für den Eizo S2431W entschieden. Ich habe den Monitor im FM-Shop für knapp 690 Euro bestellt. Hinzu kamen 35 Euro für einen Pixelfehlertest mit Geld-zurück-Garantie. Das klang gut. Die Lieferung dauerte leider eine ganze Woche, obwohl das Gerät immer auf "ab Lager lieferbar" stand.


    Bevor ich zum Monitor selbst etwas schreibe, gebe ich noch kurz meine wesentlichen Entscheidungsgründe. Im Prinzip gab es kein finanzielles Limit. Dennoch wollte ich kein Geld ohne angemessene Gegenleistung zahlen. Als Größe hatte ich 24-27 Zoll vorgesehen. Ja, und dann gings los! :)


    Erstens wollte ich einen Monitor OHNE erweiterten Farbraum, da ich diesen nicht nutzen würde und es damit zu falscher Farbdarstellung kommen kann. Insbesondere da ich auch regelmäßig spiele. Bei Fernesehern gibt es mittlerweile immer mehr Modelle, bei denen man den Farbraum auswählen kann. Das wäre natürlich ideal: Farbraum einstellen und dann kalibrieren! :) Aber die sRGB-Modi der meisten Monitore lassen sich nicht (hardware-) kalibrieren. Zumindest habe ich keinen gefunden bei dem das geht. Hierbei fielen zahlreiche aktuelle Modelle raus. Von der fehlenden Möglichkeit abgesehen, sRGB zu kalibrieren, hatte mir z. B. der Samsung XL24 sehr gut gefallen, auch wegen des LED-Backlight.


    Zweitens sollte der Input-Lag möglichst gering sein. Auch hier fielen einige raus, wie z. B. Samsung 245 und 275, Dell 2707 und 2408. Häufig scheint es so, dass 2 Frames Latenz noch okay sind, während 3 oder mehr dann doch oft stören.


    Drittens sollte der Monitor auch bei 100 cd noch einen hohen Kontrast liefern. Viele Monitore lassen sich leider nur über einen reduzierten Kontrast auf 100 cd bringen. Dadurch fiel z. B. der LG L245WP raus (siehe CT 7/2007), auch der NEC 2690 schwächelt da leider (siehe CT 15/2007). Der Belinea 2485 z. B. lässt sich mit dem Helligkeitsregler auch nur auf 120 cd herunterregeln, ebenso viele Modelle von Dell und LG.


    Viertens wollte ich einen Monitor mit schmalem Rahmen uns insgesamt möglichst schlichtem Aussehen. Dadurch fiel z. B. der ansonsten ebenfalls sehr gute und deutlich günstigere Hyundai W241D raus.


    Fünftens sollte er möglichst wenig Strom verbrauchen. Hierbei fielen einige billigere Modelle raus (z. B. diese Billig-PVAs diverser Hersteller siehe: .


    V. a. aber wollte ich eine möglichst gute Bildqualität: natürliche Farben, große Blickwinkel, hoher Kontrast, guter Schwarzwert, gute Detailauflösung in dunklen Bildbereichen (ist immer wieder ein Schwachpunkt).


    Blieben noch der Eizo 2441 und 2431. Zum 2441 hatte ich von einem etwas höheren Input Lag gelesen (hier wurden 40 ms gemessen: Eizo HD2441W (Prad.de User)) und außerdem ist er deutlich teurer und die Videofunktionen und -anschlüsse brauche ich nicht. Also der 2431. Umgestiegen bin ich übrigens vom NEC 2080UX+, dem damals ersten spieletauglichen TFT ohne TN-Panel. Hatte mich damals fast 1400 Euro gekostet. :)



    Kleiner Sonderbericht zum Thema Input Lag:


    Das Thema wird meiner Meinung nach viel zu hoch aufgehangen und viel zu oft im luftleeren Raum "diskutiert". Also hab ich vor der Kaufentscheidung das ganze bei 'nem Kumpel an einem Dell 2405 ausprobiert: ich konnte absolut nichts feststellen. Die Maus folgte exakt meinen Bewegungen. Laggy fühlte es sich nur an, wenn ich die DPI der Maus runterstellte. Bei hoher DPI war's für mich perfekt. Dann hab ich's mit 'ner Röhre im Clone-Modus nachgemessen: Der Dell hatte entweder 0 oder 40 oder 50 ms Lag, im Durchschnitt von 17 Auswertungen waren's 33 ms. Mein NEC hatte erwartungsgemäß keinen Lag, mein Eizo 2431 hatte in 2 Messreihen mit einmal 23 und einmal 20 Auswertungen im Durchschnitt einmal 26 ms und einmal 28 ms Lag. Der Lag betrug 0 oder 33-35 ms. Subjektiv ist auch hier für mich kein Lag spürbar. Damit gehört der Eizo 2431 zu den besten 24ern ohne TN-Panel.
    Immer wieder lese ich Berichte über einen Lag beim Spielen: ich vermute das dort oft ein Lag durch einen zu schwachen PC und damit zu niedrigen FPS verursacht wird. Etwa so: neuer TFT mit deutlich höherer (nativer) Auflösung -> niedrigere FPS als vorher -> mehr Lag. Für einen zu schwachen PC kann aber der Monitor nix... Leider fehlen solchen "Berichten" stets wichtige Angaben z. B. bezüglich der FPS während des Tests.
    Mein Fazit: Von der Lag-Diskussion nicht verunsichern lassen, SELBER ausprobieren. Und bei Spiele-Tests den Einfluss von Graka und CPU und Eingabegerät nicht vergessen!



    Zum Monitor und der Bildqualität fasse ich mich kurz:


    Es gibt nix wirklich zu bemängeln. Der Helligkeitsregelbereich ist angenehm weit: von deutlich unter 100 cd bis viel zu hell ist alles einstellbar. Und das ohne reduzierte Farben oder reduzierten Kontrast. Vorbildlich. Vom Netzteil ist am Arbeitsplatz nichts zu hören, ebenfalls vorbildlich. Out-of-the-Box ist das Bild bereits sehr gut, bei der Kalibrierung musste ich lediglich Rot von 100 auf 87 und Blau auf 90 einstellen (für 6500 Kelvin). Helligkeit war 12 % für 100 cd. Gamma musste ich auf 2.0 stellen, um 2.2 zu erreichen. Liegt evtl. an meiner Graka/Treiber, da das beim Nec genauso war. Die Farben sind nicht kräftiger oder leuchtender als beim NEC, aber ausgewogener, natürlicher. Das Weiß ist schön weiß, die Schrift durch den hohen Kontrast sehr gut lesbar. Mein NEC hatte (selbst bei Einstellung auf 6800 Kelvin) leider einen deutlichen Rot-Stich, weshalb das weiß nicht so ganz weiß war und auch der Kontrast war deutlich niedriger, also Schrift schlechter lesbar (das hat erstmal nix mit der Pixelgröße zu tun). Die Schärfe empfinde ich als sehr gut; kein Wunsch, da was zu verändern. Der Schwarzwert ist hervorragend ebenso wie die Detailauflösung in dunklen Bildbereichen. Wiederum vorbildlich. Ein deutlicher Fortschritt zum NEC, der in dunklen Bereichen Details nur schlecht auflöste. Einen einzigen Nachteil zum NEC konnte ich jedoch ausmachen: Grautöne wirken bereits bei leichtem Blickwinkel (also auch wenn ich genau mittig vor dem Monitor sitze und das Graue etwas seitlich ist) silbern. Das war mir bereits bei dem Dell aufgefallen. Das konnte der NEC besser. Dafür war der NEC bei Blickwinkeln im Schwarzen leicht grau, die PVAs nicht. Neuere IPS haben dieses Grau statt Schwarz bei Blickwinkeln wohl nicht mehr. Höhenverstellung und Neigung (beim günstigeren Standfuß) sind schwergängig und sehr präzise.



    Meine Wünsche für die Zukunft: Erweiterter Farbraum mit der Möglichkeit auch sRGB zu kalibrieren. Und eine Pixelfehler-Garantie wie es sie bei Dell gibt. Obwohl subjektiv nicht spürbar, hätte ich auch gerne einen niedrigeren Lag, allein schon, weil es technisch problemlos machbar ist und durch Maus, Internet etc. schon Lag entsteht. Das sollte sich möglichst wenig addieren. Und beim Internet ist das vergleichsweise schwierig.



    Je nach Anspruch kann ich den Eizo uneingeschränkt empfehlen. Der Mehrpreis scheint mir gerechtfertigt.


    Ein sehr zufriedener CompEx! :)

    Prima, scheint sich allg. zu bestätigen, dass bis zu 2 Frames Latenz zwar merkbar aber für die meisten nicht allzu störend sind.


    Aber nochmal auf eine sehr wichtige Frage für mich: Wie ist das mit dem Farbmanagement bei Spielen und Filmen? Werden Spiele und Filme auf Wide-Gamut zu bunt oder halt irgendwie "verfälscht" wiedergegeben? Oder gibt sich das nichts im Vergleich zu Standard-Monitoren?

    Ich interessiere mich auch für einen möglichst guten Monitor dieser Größenordnung. Also zusammenfassend kann man wohl festhalten:


    TOP-Gerät, weil:


    1. Schön groß, wenn man genug Platz hat. ;)
    Gute Lesbarkeit von Schrift, Spaßfaktor beim Spielen und für Filme.


    2. Dank ColorComp sehr gute Ausleuchtung.
    Das bietet die Konkurrenz überwiegend nicht. Die non-CG Eizos sind ja trotz DUE nicht ganz so gleichmäßig. Die Samsung XL lassen sich da immerhin selbst auf Gleichmäßigkeit kalibrieren, kosten aber auch mehr für weniger Bildfläche.


    3. Dank LowBright sehr großer Einstellbereich für die Helligkeit.
    Der Dell 2707 mit min. 130 cd (ohne Absenkung des Kontrastes oder der Farbkanäle) ist mir da viel zu hell. Ich arbeite meist mit 90 cd. Allerdings ist das mit einer Extra-Einstellung für die niedrige Helligkeit beim NEC etwas umständlich.


    4. Mit 2 Frames Latenz relativ gut. Der Dell 2707 hat 3 Frames, der Samsung 275Plus 2,5.


    5. Leichtes Brummen. Für die meisten wohl vertretbar. Zumindest in neuerer Revision verbessert.


    6. Sehr großer Farbraum! :)
    Ok, einige können noch mehr...
    ABER: scheinbar schlechter sRGB-Modus.



    Und genau zu Punkt 6 hab ich noch 'ne Frage. Dank Firefox 3 kann ich mit dem NEC ohne allzu krasse Farbfehler surfen, bei Bildern brauch ich zur richtigen Darstellung nur 'ne farbmanagementfähige Software. Und in Office arbeite ich fast nur s/w.


    Aber was ist mit Spielen (für mich wichtig v. a. WoW) und mit Filmen? Hab ich da dann eine falsche/unpassende/zu bunte Darstellung?


    Ich will ja nicht nur damit arbeiten! :) Auch bei Spielen und v. a. Filmen ist mir eine "richtige" (Farb-) Darstellung sehr wichtig. Hat damit jemand Erfahrungen und evtl. Tipps?


    Achso: wenn ich das richtig verstanden habe, lässt er sich hardware-kalibrieren wenn man 'ne passende Software (SV oder auch andere) hat!?

    Der Titel sagt's ja schon: ich suche ein Colorimeter für eine rein private Nutzung. Ziel ist eine möglichst natürliche Farbwiedergabe.


    Ich habe öfters in Tests gelesen, dass einige Monitore nach einer Kalibrierung eine deutlich bessere Bildqualität erreicht haben, weil die Werkseinstellungen des öfteren nicht optimal sind. Kontrast und Helligkeit kann ich mit diversen Testbildern relativ leicht gut einstellen, aber mit der Farbwiedergabe fehlt mir wohl die Erfahrung. Da verändere ich nie etwas und wähle einfach die subjekte beste Voreinstellung. Das scheint mir immer etwas unbefriedigend.


    Für Internet, Fotos, Spiele und auch Office-Programme möchte ich eine möglichst natürliche Farbwiedergabe haben und zum Spaß würde ich auch gerne möglichst gute Tests von Monitoren machen. Grundsätzlich gebe ich sehr viel Geld für einen Monitor aus, da er meiner Meinung nach das wichtigste am PC ist und als einzige teure Komponente viele Jahre prima genutzt werden kann. Deshalb denke ich, dass sich ein Colorimeter für mich lohnen würde, auch wenn ich keine professionelle Grafikbearbeitung oder ähnliches mache.


    Nutzen möchte ich das Gerät für verschiedene (LCD-)Monitore und auch für LCD- und Plasmafernseher. K. A. ob für die Fernseher etwas besonderes zu beachten ist. Es sollte also möglichst universell sein und alles benötigte enthalten. Eine Kalibrierungssoftware habe ich nicht.


    Wer hat ein paar Tipps und evtl. hilfreiche Erfahrungen?


    Danke schonmal für eure Hilfe.