Xerox XA7-19i 900P vs. Samsung 913N (Prad.de User)

  • Hier ist mein Testbericht zum neuen 8ms TFT von Xerox, dem Xerox XA7-19i.


    Wie schon in anderen Beiträgen berichtet gibt es diesen Monitor mit verschiedenen Panels. Bisher, bis einschließlich Dezember 2004 wurde ein 16ms Panel verbaut, die neuen Modelle haben eines der begehrten 8ns Panel. Welches Panel verbaut ist kann man wohl nicht so erkennen, ein Hinweis soll das Produktionsdatum ab Januar 2005 geben, ab diesem Zeitpunkt sollen die neuen Panels verbaut worden sein. Mein Monitor hat zusätzlich die Typennummer 900P.


    zum Lieferumfang:
    Der Monitor wird mit einem anzuschraubenden Metallfuß geliefert, der sich an- und auch wieder abschrauben lässt. Das Kaltgerätekabel ist keines nach europäischer Norm sondern am Monitoreingang ein amerikanisches, zur Steckdose hin ist es ein Standard Schukostecker.
    Das Videokabel hat eine DVI-I Buchse, die entweder direkt an einen Digitalausgang angeschlossen werden kann oder mit einem Adapter an einem VGA Anschluss passt. Das Kabel ist fest im Gehäuse angeschlossen, es ist also nicht möglich es vom Gerät abzuschrauben und zu ersetzen. Sehr wichtig zu wissen ist auch dass dieser Monitor durch den Adapter zwar die beiden Videomodi Digital und Analog kann, du jedoch nicht wie bei anderen Monitoren zwei PCs anschließen kannst.
    Des weiteren liegt ein mehrsprachiges Handbuch bei, welches aber keine nützlichen Informationen bietet die man nicht auch durch probieren erlangen kann.


    das Design:
    Der Monitor hat oben und an den Seiten einen zwei Zentimeter breiten Rahmen, der ganze Rahmen ist schwarz, am unteren Rand ist eine silberne Leiste mit den Einstellknöpfen und dem blau leuchtenden Ein/Ausschalter. Die Front ist mit einer Glasplatte abgedeckt, sie ist somit komplett glatt und leider auch spiegelnd. Durch den schweren Metallfuß und dem silberfarbenen Gehäuse sieht der Monitor sehr ansprechend aus. Der Monitor lässt sich um 5° nach vorne und 20° nach hinten kippen. Es gibt keinen Portraitmodus und keine Höhenverstellung.
    Das Bildschirmmenü bietet die grundlegenden Funktionen wie Helligkeit und Kontrast, zwei Gammawerte wärmer und kälter und eine individuelle Einstellung. Das Menü kann verschoben werden, es gibt aber keine Möglichkeit, andere Auflösungen als 1280*1024 in Originalgröße darzustellen.



    die Bildqualität:
    Nun zum wichtigsten: die Bildqualität. Dazu habe ich als Vergleich meine bisherigen und alternativen Monitore zum vergleich: das wären


    - ein 3 Jahr alter Philips 180p mit 18.1“ (bisheriger Monitor) (digital)
    - Fujitsu-Siemens P19-1 (am Arbeitsplatz) (digital)
    - Samsung 913N (der von MM), der auch ein 8ms Panel hat, aber nur einen Analogeingang bietet


    Der Philips als mein bisheriger Heimmonitor ist doch schon in die Jahre gekommen. Vor allem die Helligkeit lässt so langsam ein wenig nach. Da ich den Rechner überwiegend zur Softwareentwicklung benutze ist die Bildqualität das entscheidende Kriterium und die ist im Vergleich zu den aktuellen Monitoren sehr viel schlechter. Vorher habe ich zwei Tage den Samsung gehabt, der aber wegen seines Analogeinganges im Vergleich zu den anderen (selbst dem 3 Jahre alten Philips) unscharf ist. Wenn man genau auf einzelne Buchstaben sieht, dann haben sie immer einen schwarzen Schatten auf der rechten Seite gehabt.
    Die Helligkeit des Xerox ist im vergleich zum Samsung und zum Siemens dunkler. Den Samsung musste ich von seinen vorgegebenen 80% Helligkeit auf 60% abdunkeln damit die Augen nicht schmerzten. Der größte Nachteil des Xerox führte sofort dazu, dass ich die Helligkeit ändern musste: der Monitor pfeift bei Helligkeiten von 40% – 80% hörbar, ich höre aber (leider) hohe Töne noch sehr gut. Erst ab 86% ist er leise. Dieser Effekt tritt wohl auch bei anderen Herstellern auf, zumindest habe ich darüber schon woanders gelesen. Das Licht ist aber trotzdem nicht zu grell. Die Ausleuchtung ist einwandfrei, es gibt keine sichtbaren Helligkeitsunterschiede auf der Bildfläche. Die Farben finde ich ausgewogener als beim Samsung, vor allem das Gelb ist hier bunter. Das Panel hat übrigens keinen Pixelfehler.


    Zusammenfassend gesagt ist die Bildqualität wie beim Fujitsu-Siemens und meinem Empfinden nach ausgewogener als beim Samsung. Der Kontrast ist bei einem etwas dunkleren Schirm größer, die einzelnen Farben leuchten ausgewogener als beim Samsung der irgendwie alles überstrahlt und aus Orangen Zitronen macht.
    Zusammenfassend ist die Office-Tauglichkeit sehr gut, beim Scrollen gibt es aber keinen sichtbaren Unterschied zum 25ms Siemens Panel, aber eine riesige Verbesserung zum Philips.


    ein erster Spieletest
    Angetestet habe ich FarCry in 1280’er und 800’er Auflösung. Es sind keine Schlieren zu sehen, wie es auch schon beim Samsung der Fall war. Zum Vergleich: auf dem alten Philips ist bei schnellen Drehungen kaum was zu erkennen. Wenn man überhaupt noch was gesehen hat, meistens ist alles schwarz-in-schwarz gewesen. Im Gegensatz zum Samsung finde ich Farben etwas blass, bei ersterem waren die dunklen Gänge „knackiger“, wahrscheinlich „röter“: beim Samsung sind mir sofort die leuchtenden Rottöne der Wände in FarCry aufgefallen. Auch der Kontrast ist beim Samsung höher: beim ersten Aufruf mit dem Xerox waren die Farben etwas blass, das konnte ich aber durch etwas Nachregeln im Spiel korrigieren. Die 800x600 Auflösung war wie beim Samsung, da ist ein Vergleich aber unfair, da bei einem Digitalbild die Grafikkarte die Pixelanzahl hochrechnet und nicht der Monitor.


    PixelPerAn
    Um mal genauer zu werden habe ich PixelPerAn angeworfen. Schon bei der Gammaeinstellung sieht man den Unterschied zum Samsung im Graustufenbalken: der Xerox hat in der Grundeinstellung einen astreinen Verlauf, selbst die hellsten Töne sind einwandfrei zu unterscheiden. Beim Samsung konnte ich die letzten zwei, drei Felder nicht mehr unterscheiden, er ist wirklich zu hell und überstrahlt.
    Umgehauen hat mich der Flaggentest. Beide Regler stehen quasi bei 100%, der Wechsel von weiß nach schwarz 99%. Auch in den Graustufen gibt es keine Abweichung. Der Verfolgungstest klappt bis 7 und der Schlieren-Test ist unten als Bild eingefügt.
    Dieser Test war gar nicht so leicht , ich würde behaupten, dass ich den Rennwagen immer klar sehe und nicht verschwommen wie in den Testbildern. Die einzigen Schlieren die es überhaupt gibt sind blaue, bei dieser Farbe ist das Panel am langsamsten und der Rennwagen zieht einen halben Zentimeter türkis hinter sich her was im Bild unten nicht so zu sehen ist. Aus der Erinnerung würde ich sogar behaupten, dass das Bild besser als am Samsung ist, aber es liegen zwei Tage dazwischen, deshalb mit Vorsicht zu genießen.


    Als Endergebnis muss ich sagen, dass der Xerox meinen Erwartungen voll entspricht. Er ist schnell für Spiele, hat ein sauberes Bild für Office Anwendungen und sieht sehr gut aus. Ob man nun eher den Samsung mit einem kleineren silbernen Rahmen mag oder den Xerox bleibt Geschmackssache. Der einzige Nachteil dieses Monitors ist der fehlende zweite Eingang zum parallelen Arbeiten mit zwei PCs und das fest verlötete Anschlusskabel. Wie sich die spiegelnde Glasscheibe entwickelt bleibt abzuwarten, bisher ist sie im Display nicht störend aufgefallen, nur am schwarzen Rand erkennt man die Umgebung ein wenig.


    Der Xerox ist nicht so hell wie der Samsung und scheint deshalb zuerst dunkel zu sein, dafür ist die Helligkeit und der Kontrast aber besser abgemischt. Den Samsung habe ich in den zwei Tagen nicht optimal eingestellt bekommen, entweder war er zu hell oder die Farben waren zu blass. Es ist auch sehr beeindruckend zu sehen, wie sehr sich die TFTs in den letzten 3 Jahren verbessert haben, angefangen vom Design bis hin zur Bildqualität und Brillanz.


    Im Anhang ist ein Bild, das mit einer Digitalkamera mit einer Belichtung von 1/100 Sekunde fotografiert wurde und den Rennwagen plus den oben beschriebenen türkisfarbenen Schatten zeigt

  • Vielen Dank für Deinen Test!
    Weißt Du vielleicht, ob das im 8 ms Xerox verbaute Panel immer noch ein VA ist? Oder haben die jetzt auf TN umgestellt?


    Frank

  • Quote

    Originally posted by HamburgHolgi
    der Monitor pfeift bei Helligkeiten von 40% – 80% hörbar, ich höre aber (leider) hohe Töne noch sehr gut. Erst ab 86% ist er leise. Dieser Effekt tritt wohl auch bei anderen Herstellern auf, zumindest habe ich darüber schon woanders gelesen.


    moin moin,


    ich habe mir vor einigen Tagen ebenfalls ein xa7-19i (900p) gekauft; höre aber ein
    dauerpfeifen von 20% Helligkeitseinstellung aufwärts -- bei 20% ist mir dat Ding einfach zu dunkel, und mit Pfeifen habe ich keine Freude dran. Der Händler hat mir das Gerät schon mal "aus Kulanz" umgetauscht, und behauptet, im Laden würde er nicht pfeifen -- der neue piept aber genauso (argh). Kennt jemand vielleicht eine einfache Lösung zum Pfeifproblem? Ist ein schwer nachweisbares Pfeifen ein gerechtfertigten Umtauschgrund?


    cheers,
    Bryan