Neues Colorimeter

  • Mein dtp94 erstellt unter Windows 8 für meinen U3011 anscheinend keine guten Profile.


    Ich suche eine Colorimeter das so wenig wie möglich kostet, Weißpunkt und Graubalance sowie die ganzen anderen Werte außer der bunten Farben sind mir egal. Ich will also ein Colorimeter inklusive Software das mir ein LUT-Profil erstellt das den Spielmodus vom Dell U3011 in normale sRGB-Farben umwandelt, schwarz-weiß ist mir relativ egal solange es nicht zu gravierend ist. Wichtig ist das die Farben wenn sie denn eine Abweichung haben kaum mit dem bloßen Auge als Abweichend zu erkennen sind.


    Jemand hier der mit ein Colorimeter empfiehlt das so wenig wie möglich inklusive Software kostet und es nicht ganz so genau nimmt?

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    ch will also ein Colorimeter inklusive Software das mir ein LUT-Profil erstellt das den Spielmodus vom Dell U3011 in normale sRGB-Farben umwandelt,


    Das Ziel ist so nicht erreichbar. Man kalibriert nicht "auf" einen Farbraum, außer im Rahmen flexibler Farbraumemulationen bei einigen High-Endern. Farbmanagement basiert auf einer Charakterisierung der beteiligten Geräte. Spiele greifen nicht auf ICC-Profile zurück.


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    Mein dtp94 erstellt unter Windows 8 für meinen U3011 anscheinend keine guten Profile.


    Das DTP94 ist in Verbindung mit iColor Display für den U3011 geeignet (Wide Gamut S-IPS (generic) Korrektur auswählen).

  • Ich habe mich hier auf sRGB festgelegt bei allen medialen Inhalten, d.h. auf meinem Bildschirm kommt nichts anderes als sRGB-Bilder bzw. Farben zur Wiedergabe.


    Das ICC-Standardprofil das ich einstelle wird von jeder Vollbildschirm-Software verwendet sowie von Desktopanwendungen auch, habe ich eben noch um ganz sicher zu gehen getestet und mal auf ein Falsches Profil geschaltet das komplett falsche Farben wiedergibt. Computerspiel gestartet, Bild angesehen, Profil geändert, im Computerspiel geschaut, sehr starke Farbveränderungen, funktioniert also. ICC-Profile funktionieren auch auf Computerspielen als Globale Standardeinstellung.


    Jedenfalls brauche ich hier keine flexible Farbraumemulation sondern nur eine einzige Farbraumemulation auf einen einzigen Farbraum und die lautet:


    Vom Voreingestellten Profil "Spielmodus" im Bildschirm auf den Farbraum sRGB.


    Ich fotografiere auch bloß mit sRGB obwohl meine Kamera als Semi-Professionelles Gerät auch Adobe ohne weiteres schafft. Den Farbraum sRGB wählte ich deswegen weil andere Farbräume in meinem Alltag nicht oft vorkommen, ich also deswegen keine flexible Farbraumemulation brauche sowie das flexible Farbmanagement bei Computerspielen und Filmen schlecht greift. Müsste ich jedes mal von Hand einstellen mit Hotkeys auf der Tastatur oder vielleicht mit Hilfe einer Software ginge das die Farbprofile ändert sobald ein Prozess wie ein Speil gestartet wurde. Wäre sogar mit geringen Einschränkungen möglich eine flexible Farbraumemulation.


    Warum sollte das Ziel also nicht zu erreichen sein? Ich will doch keine flexiblen Farbräume sondern nur einen, sRGB. Ist doch das einfachste Ziel das man sich setzt, von einem Übersättigten Farbraum auf den normalen sRGB. Braucht es nur ein einziges LUT-Profil als Standardeinstellung die Global für den ganzen Computer ohne Ausnahme gilt.


    Fehlt mir nur eben ein Colorimeter inklusive Software das mir diesen blöden Spielmodus der anscheinend auf Adobe eingestellt ist auf sRGB herunter bricht.


    Kommen wir also auf ds DTP94:


    Wo stelle ich denn bei Quato solches ein? Installiert ist "iColor Display 3.8.5.1" und wenn ich hier durch die ganzen Menüpunkte klicke steht hier nix mit "Wide Gamut S-IPS (generic) Korrektur" oder etwas das dem ähnlich käme.

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    Warum sollte das Ziel also nicht zu erreichen sein?


    Weil die Anwendungen explizit auf entsprechende Profile zurückgreifen müssten. Das trifft u.a. auf Spiele nicht zu. Hier wird normalerweise sogar die LUT der Grafikkarte (über die aber ohnehin keine Farbraumtransformationen umgesetzt wird) zurückgesetzt.


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    Ich fotografiere auch bloß mit sRGB obwohl meine Kamera als Semi-Professionelles Gerät auch Adobe ohne weiteres schafft.


    Die Kamera geht auch darüber noch hinaus, die interne Auswahl sRGB oder AdobeRGB betrifft hier noch die kameraeigene RAW-Entwicklung nach JPG.


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    und wenn ich hier durch die ganzen Menüpunkte klicke steht hier nix mit "Wide Gamut S-IPS (generic) Korrektur" oder etwas das dem ähnlich käme.


    Direkt auf der Startseite => Wide Gamut Optimierung.


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    Jedenfalls brauche ich hier keine flexible Farbraumemulation sondern nur eine einzige Farbraumemulation auf einen einzigen Farbraum und die lautet:


    Vom Voreingestellten Profil "Spielmodus" im Bildschirm auf den Farbraum sRGB.


    Das erreichst du beim DELL nur mit dem sRGB-Modus selbst. Die flexiblen Farbraumemulationen der High-Ender sind nach Auswahl natürlich auch fixiert (letztlich ein RGB to RGB DeviceLink). Die Bildschirme können ja nicht hellsehen.


  • Weil die Anwendungen explizit auf entsprechende Profile zurückgreifen müssten. Das trifft u.a. auf Spiele nicht zu. Hier wird normalerweise sogar die LUT der Grafikkarte (über die aber ohnehin keine Farbraumtransformationen umgesetzt wird) zurückgesetzt.


    In Windows 8 wird sie das jedenfalls nicht, habe eben noch etwas an dem Beitrag editiert. Möglich ist es auf jeden fall mit Einschränkungen beim umstellen der Profile im normalen Desktopbetrieb, aber sobald eine Vollbildschirm-Anwendung startet kannst du das ganz leicht umgehen und dein ICC-Farbprofil während die Vollbildschirmanwendung gestartet ist erzwingen mit einer speziellen Software.


    Die spezielle Software ist jedoch nicht einmal notwendig weil ein Standardprofil in Windows 8 vollkommen ausreicht. Hier braucht es ja keine Farbprofile(Mehrzahl) wenn ich nur im sRGB bleiben will im Desktop sowie allen anderen Anwendungen.



    Die Kamera geht auch darüber noch hinaus, die interne Auswahl sRGB oder AdobeRGB betrifft hier noch die kameraeigene RAW-Entwicklung nach JPG.


    Oh, d.h. im RAW-Modus habe ich alle Farben die die Kamera aufnimmt sogar mehr als im Adobe? Hätte gedacht im RAW zählt auch die Farbraumeinstellung.



    Direkt auf der Startseite => Wide Gamut Optimierung.


    Ich seh hier nur intelliproof hätte ich jetzt schreiben sollen, nein ernsthaft. Ich habe dort nur Intelliproof gesehen, mal genau geschaut und dort steht es. Danke.


    /quote]
    Das erreichst du beim DELL nur mit dem sRGB-Modus selbst. Die flexiblen Farbraumemulationen der High-Ender sind nach Auswahl natürlich auch fixiert (letztlich ein RGB to RGB DeviceLink). Die Bildschirme können ja nicht hellsehen.


    Ich glaube der Spielmodus ist bei dem DELL ein erweiterter Farbraum, d.h. ich erstelle ein Profil(LUT-Profil, kein Matrix-Profil) zur Beschneidung/Umwandlung/Emulation auf den sRGB-Farbraum. Der Bildschirm soll ja auch nicht hellsehen sondern nur so bleiben wie er eingestellt wurde, die Korrektur macht der PC anhand des zuvor mit dem Colorimeter aufgenommenen Profils das auf sRGB abzielt. Der Bildschirm ändert sich doch nicht in seinen Einstellungen, der zeigt doch immer das gleiche also nehme ich das was er Zeigt mit dem Colorimeter auf und sage dem Computer er soll daraus sRGB machen bzw. es steht ja in dem Profil. Das Profil, wenn es ein LUT-Profil ist, ist nichts weiter als eine Tabelle mit Farbwerten die besagt das der Farbwert genau in den und den Farbwert umgerechnet werden muss bevor er zum Bildschirm gesendet wird. Der Bildschirm hat also damit nichts zu tun, der nimmt nur die Farbwerte vom Computer entgegen und gibt Sie wieder. Der Computer muss dann nur eben durch die Tabelle die Farbwerte auf die für den Monitor richtigen Farben umwandeln.


    z.b. hellgrün auf dunkelgrün umwandeln steht im Profil weil dunkelgrün hellgrün auf dem Bildschirm ist

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    und dein ICC-Farbprofil während die Vollbildschirmanwendung gestartet ist erzwingen.


    Höchstens die angesprochenen LUT-Linearisierungskorrekturen, die im vcgt-Tag des ICC-Profils stehen. Das erzwingt aber kein Farbmanagement und keine entsprechenden Fabraumtransformationen. Wie gesagt, was du möchtest, ist so schlicht nicht möglich. Nutze für Spiele den sRGB-Modus des Bildschirms wenn du eine möglichst präzise Farbreproduktion erreichen willst.


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    Hier braucht es ja keine Farbprofile(Mehrzahl) wenn ich nur im sRGB bleiben will


    Brauchst du ohnehin nicht. Wie gesagt, Grundgedanke des Farbmanagement sind Farbraumtransformation auf Basis von charakterisierenden Profilen. Dafür muss aber die Anwendung explizit auf einen Farbrechner zurückgreifen.

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    d.h. ich erstelle ein Profil(LUT-Profil, kein Matrix-Profil) zur Beschneidung/Umwandlung/Emulation auf den sRGB-Farbraum.


    Nein. Selbst wenn du ein solches RGB to RGB DeviceLink Profil erstellen könntest (was schonmal ein Problem ist, weil du aus gängiger Kalibrationssoftware, wie eben iColor Display, nur ein normales Matrix- oder LUT-Bildschirmprofil erzeugst, das den aktuellen Bildschirmzustand beschreibt – womit dann farbmanagementfähige Software anhand der anderen beteiligten Profile in Bildschirm-RGB transformiert), würde es schlicht nicht in Spielen ausgewertet. Du kannst höchstens, wie von dir angedeutet, das Zurücksetzen des Grafikkarten-LUT verhindern. Aber das stellt nur die im Rahmen der Kalibrartion notwendig gewordenen Linearisierungskorrekturen sicher (bezgl. Weißpunkt, Graubalance, Gradation).

  • Ich will doch kein Farbmanagement betreiben sondern nur alles im sRGB, die Profile sind doch nichts anderes als Daten die dem Computer sagen er soll wenn die Farbe hellgrün auf dem Bildschirm erscheinen muss an den Bildschirm die Farbe dunkelgrün senden weil es der Bildschirm dann als hellgrün anzeigt. So erstellst du jeweils unterschiedliche Profile, sRGB oder AdobeRGB zum Beispiel. Starte ich das Computerspiel X dann verwende Profil sRGB und dann sind die Farben auch korrekt, Spiele sind ja in der Regel sRGB also Standardeinstellung sRGB auf dem ganzen Computer und wenn ich mir Bilder anschaue stelle ich ein das mein Bildprogramm das Adobe-Profil verwendet.


    Damit das funktioniert setzt das natürlich voraus das der Bildschirm keine Einstellung hat die den Farbraum schon von vornherein auf 40% begrenzt wenn ich 90% haben will. Das funktioniert dann nicht weil der Bildschirm ja durch seine eigene Einstellung nie mehr Farben anzeigt als die 40% aber umgekehrt ist es möglich von 90% nur 40% anzeigen also muss der Bildschirm immer auf 90% stehen. Damit der Bildschirm dann 40% oder 90% Farben anzeigt hat der Computer seine verschiedenen LUT-Profile von denen er weis was er dem Bildschirm sendet wenn die oder die Farbe von dem gewählten Farbraum kommen soll.

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    die Profile sind doch nichts anderes als Daten die dem Computer sagen er soll wenn die Farbe hellgrün auf dem Bildschirm erscheinen muss an den Bildschirm die Farbe dunkelgrün senden weil es der Bildschirm dann als hellgrün anzeigt. So erstellst du jeweils unterschiedliche Profile, sRGB oder AdobeRGB zum Beispiel.


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    hat der Computer seine verschiedenen LUT-Profile


    Nein. Du erstellst für deinen Bildschirm eben keine unterschiedlichen Profile – und es müssen auch nicht immer LUT-Profile sein. Arbeitsfarbraumprofile (sRGB, AdobeRGB, ECI-RGB,...) sind immer vom Matrix-Typ und auch dein Bildschirmprofil kannst du entsprechend erzeugen. Das funktioniert, weil sich Selbstleuchter i.d.R. sehr linear verhalten. Bei Druckern sieht das anders aus. Das Bildschirmprofil beschreibt den Zustand deines Bildschirms völlig losgelöst von anderen Farbräumen (Ausnahme wären die perzeptiven und sättigungserhaltenen Tabellen, aber auch das spielt in dem Zusammenhang keine Rolle). Der Farbrechner nimmt dann die notwendigen Transformationen (in diesem Fall immer mit farbmetrischem Intent) vor.


    RGB (Input) => Dateiprofil => PCS => Bildschirmprofil => RGB (Output).


    Du kannst in PS beispielsweise problemlos gleichzeitig ein Bild in sRGB und AdobeRGB öffnen.


    Was du möchtest ist ein RGB to RGB DeviceLink, der sRGB-Inhalte direkt auf Bildschirm-RGB abbildet. Das könnte man theoretisch schon erstellen (aber nicht mit iColor Display), es nützt dir nur überhaupt und gar nichts. Spiele werten keinerlei ICC-Profile aus. Du kannst höchstens die Informationen aus dem vcgt-Tag nach Spielstart wieder in die zurückgesetzte Grafikkarten-LUT laden. Bringt dich deinem Ziel aber nicht einen Schritt näher.


    Bitte verabschiede dich von dem Gedanken, "auf einen Farbraum" zu kalibrieren oder ein Farbmanagement "von oben" zu erwarten. Auch wenn die Voreinstellungen, z.B. in iColor Display, entsprechend bezeichnet sind.

  • Häh? Soweit ich es verstehe hinterlege ich auf dem PC verschiedene Profile für verschiedene Geräte. Das Gerät ist ein Dell U3011(Farbverwaltung - Gerät) und er hat 2 Profile für sRGB und AdobeRGB(mit dem Gerät verknüpfte Profile), in den Programmen(Bildbearbeitung/Präsentation, Spiele oder anderes) ist doch nur hinterlegt welches von den beiden Profilen sie verwenden wollen(oder auch nicht, dann Standardeinstellung von Windows) und das können sie natürlich auch mit 2 Farbräumen gleichzeitig wenn man das will. Die eine Sache wollen Sie in sRGB auf dem Bildschirm und die andere in AdobeRGB, so werden dann die einzelnen Pixel auf dem Bildschirm vom Computer eingestellt mit dem entsprechenden Profil.


    Ich stelle bei iColor Display unter Einstellungen sRGB ein und achte darauf das mein Bildschirm auch in der Lage ist die wieder zu geben. Dann zeichnet es die entsprechenden Werte auf und berechnet diese, dann kann ich die in einem Profil abspeichern. Also habe ich unter iColor als Ziel sRGB eingestellt und das Profil entsprechend auch als sRGB gespeichert. Da berechnet doch nichts mehr um wenn man das Profil hat, das ist doch schon alles in dem Profil festgelegt wie es auf dem Bildschirm erscheinen soll, der Computer liest dann nur von dem Profil ab welche Farbe er an dem Bildschirm sendet. D.h. er schlägt im Profil die Farbe nach und sendet den dazugehörigen korrigierten Wert der dort in dem Profil steht an den Bildschirm, das wovon ich rede ist dann ein LUT-Profil. In einem Matrix-Profil tut er aber dann berechnen und dann kommen auch die Probleme auf von denen du redest aber bei einem LUT-Profil ist das ganz was anderes.


    Die Spiele müssen also keine ICC-Profile auswerten, die haben damit rein gar nichts am Hut und wissen damit auch nichts anzufangen. Deswegen ja die Standardeinstellung in Windows 8 für einfach ALLES, das gilt auch für Spiele. Mag aber schon sein das vielleicht das ein oder andere Spiele diese Einstellungen überschreibt, das kann man aber auch wieder mit einem Tastendruck rückgängig machen oder mit einem anderen Programm erzwingen.


    Mag sein das ich jetzt vollkommen verdrehte Vorstellungen habe und es vollkommen umgekehrt funktioniert als ich dachte aber so wie ich es bis jetzt verstehe scheint es mir doch am wenig kompliziertesten und logischsten wobei deine Aussagen mich zweifeln lassen.

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    Häh? Soweit ich es verstehe hinterlege ich auf dem PC verschiedene Profile für verschiedene Geräte. Das Gerät ist ein Dell U3011(Farbverwaltung - Gerät) und er hat 2 Profile für sRGB und AdobeRGB(mit dem Gerät verknüpfte Profile),


    Wenn du den Bildschirm in den sRGB-Modus umschaltest, solltest du als Bildschirmprofil, sofern du nicht selbst kalibrierst und profilierst, natürlich das generische sRGB Arbeitsfarbraumprofil hinterlegen. Im AdobeRGB Modus eben AdobeRGB. Denn diese beiden Profile beschreiben dann jeweils den Zustand des Bildschirms eingermaßen korrekt. Auf nicht farbmanagementfähige Software hat das keinen Einfluß. Für den Einsatz in farbmanagementfähiger Software kalibrierst du den DELL normalerweise aus dem CustomColor-Bildmodus heraus. Das erhält den nativen Farbumfang und gibt dir Zugriff auf die RGB-Gain-Regler zu Weißpunktanpassung. Das resultierende Profil beschreibt, "wie Farbe auf dem Bildschirm aussieht", es enthält aber keine vorgefertigten Transformationen für irgendeinen Quellfarbraum (Ausnahme sind spezielle Mappings für einen farbmetrischen und sättigungserhaltenen Intent bei LUT-Profilen, die aber iColor Display nicht erzeugt und die auch nichts mit der Problemstellung hier zu tun haben).


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    Ich stelle bei iColor Display unter Einstellungen sRGB ein und achte darauf das mein Bildschirm auch in der Lage ist die wieder zu geben.


    Das ist ein reines Convenience-Feature, das bestimmte Paramter, nicht aber irgendwelche Farbraumtransformationen sicherstellt (das geht auch gar nicht): In diesem Fall (sRGB Auswahl) also insbesondere 6500K Weißpunkt und sRGB-Tonwertkurve. Du könntest auch mit dem AdobeRGB oder UGRA Preset kalibrieren und profilieren und erreichst in farbmanagementfähiger Software eine (in den Grenzen des Bildschirmfabraums) korrekte Darstellung beliebiger Daten, z.B. in sRGB.


    Quote

    Deswegen ja die Standardeinstellung in Windows 8 für einfach ALLES, das gilt auch für Spiele. Mag aber schon sein das vielleicht das ein oder andere Spiele diese Einstellungen überschreibt


    Nein. Das sichert, wie gesagt, höchstens die Korrekturen für die Grafikkarten-LUT, die sonst bei Spielstart verworfen würden. Es finden aber keine gerichteten Farbraumtransformationen statt. Das könnte die 1D-LUT der Grafikkarte auch gar nicht aufnehmen. Immerhin würdest du so nach der Kalibration mit sRGB-Tonwertkurve diese auch in Spielen sicherstellen, was ein Zulaufen in den Tiefen wirksam verhindern sollte.

  • Wenn ich Profile verwende brauche ich den Bildschirm doch nicht in den sRGB oder den AdobeRGB-Modus umschalten, dann ist es doch Softwarekalibriert vom Computer und nicht vom Bildschirm. Wenn ich Profile verwende dann stelle ich den Bildschirm entweder auf native Farben oder den größtmöglichen Farbraum. Farbmanagementfähige Software brauche ich nur wenn ich verschiedene Farbräume gleichzeitig auf dem Computer benutze weil die Software dem Computer mitteilt welches von den beiden Profilen es will. Wenn ich hier unter Windows das Standardprofil ändere dann ändern sich doch schon die Farben, das Standardprofil gilt für jedes Programm das kein Farbmanagement besitzt oder verwenden soll.


    Wenn ich Farbmanagement mit flexibler Farbraumemulation betreibe dann stelle ich den Bildschirm auf native Farben und den größtmöglichen Farbraum, den Rest regeln die hinterlegten Profile wenn es denn LUT-Profile sind. LUT ist die Abkürzung für "Look Up Table" oder auf Deutsch Nachschlagtabelle. Der Computer will hellgrün auf dem Bildschirm also schlägt er den Eingabefarbwert in der LUT des Profils nach unter "hellgrün" und dort steht dann er muss den Ausgabefarbwert "dunkelgrün" an den Bildschirm senden, auf dem Bildschirm wird es dann als hellgrün angezeigt.


    Hier steht es:


    Bei der Umrechnung von Farbwerten wird für einen Eingabefarbwert der entsprechende Ausgabefarbwert in dieser Tabelle nachgeschlagen. Die Tabelle kann natürlich nicht beliebig viele Farbwerte enthalten, sondern nur eine festgelegte Anzahl.


    In der Praxis enthält ein Profil zwischen 5000 bis 40.000 Farbwerte, die als Stützstellen oder GridPoints bezeichnet werden. Zwischen den Stützstellen interpoliert das CMM (Color Management Module). Je höher die Anzahl der Stützstellen, umso genauer ist das Profil, da Interpolationsfehler vermieden werden.


    Quelle:


    In einem ICC-LUT-Profil ist für jede einzelne Farbe der entsprechende korrigierte Wert gespeichert, das hat nicht im geringsten etwas mit der Grafikkarten-LUT zu tuen. Die Grafikkarten-LUT sendet dunkelgrün wenn es hellgrün sein soll weil Sie es vom Prozessor gesagt kriegt dunkelgrün zu senden der es wiederum mit dem Profil verglichen hat. Die Grafikkarten-LUT ist höchstens maßgebend wenn du eine andere Grafikkarte verwendest die eine Abweichende LUT zur der hat mit der du das Profil erstellt hast.


    Der Text hier ist direkt aus iColor kopiert:


    Wählen Sie die Art der Kalibration und das verwendete Messgerät aus. Fahren Sie dann mit dem nächsten Schritt fort.


    Das steht unter Einstellungen im Feld unten, die Art der Kalibration lautet sRGB. Ich will sRGB haben von was auch immer es jetzt auf dem Bildschirm(unkalibriert) ist. Im sRGB oder AdobeRGB-Modus vom Bildschirm ist es ja schon kalibriert, da brauchst du keine Profile.

  • Doppelpost:


    Jo, habe es etwas verdreht verstanden.


    "Zwischen den Stützstellen interpoliert das CMM (Color Management Module). Je höher die Anzahl der Stützstellen, umso genauer ist das Profil, da Interpolationsfehler vermieden werden."


    In der LUT steht welche Farbe vom Computer gesendet wurde und welche Farbe der Bildschirm ausgegeben hat, dann erfolgen Berechnungen vom Colormanagement-Modul(CMM). Ist aber umständlich, wenn man es so gemacht hätte wie ich es jetzt fälschlicherweise dachte wäre es doch auch richtig gewesen und es gäbe die Probleme nicht? Vorallem das jedesmal neu zu Berechnen ist doch unsinn wenn man eine LUT hat, dann kann man doch gleich die korrigierten Werte in die LUT abspeichern anstatt die falschen um sie jedes mal neu zu berechnen.


    Ganz simpler denkfehler:


    In der LUT steht nicht:


    "Das will ich haben" / "Das muss ich senden"


    sondern


    "Das habe ich gesendet"(Computer an den Bildschirm) / "Das habe ich erhalten oder gesehen" (Bildschirm)


    Wie blöd ist das denn?

  • Quote

    Ganz simpler denkfehler:


    In der LUT steht nicht:


    Um es vielleicht noch einmal ganz eindeutig zu machen:
    Ein Bildschirm-RGB-LUT-Profil enthält zwingend folgende CLUTs mit farbmetrischem Intent in zwei Richtungen:


    AtoB1: Device-RGB => PCS. Der PCS ist ein geräteunabhängiger Verbindungsfarbraum (Lab oder XYZ), der alle sichtbaren Farben enthält
    BtoA1: PCS => Device-RGB. Die inverse Zuordnung.


    Bei Ausgabeprofilen für den Druck kommen noch andere CLUTs ins Spiel, die vorberechnete Farbraumkompressionen, ausgehend von einem unterstellten Quellfarbraum enthalten (meist nur für die BtoA-Richtung, während AtoB farbmetrisch bleibt, also den originären Farbumfang abbildet).


    RGB-Matrix-Profile enthalten zur Charakterisierung nur die farbmetrischen Daten der Primärfarben und die Tonwertkurve für jeden Kanal. Da Bildschirme sich, wie gesagt, meist sehr linear verhalten, "muss" das zur Beschreibung bereits ausreichen. Es gibt noch weitere Profiltypen, z.B. die erwähnten Device Link Typen, deren LUT direkte Zuordungen enthält. Das geht in die von dir angedachte Richtung. Damit umgeht man den Umweg über den PCS und führt direkt passgenaue Transformationen für ein spezielles Setup (beispielsweise Proofdrucke) durch. Aber auch das muss man eben explizit auswerten.


    Ein CMM kann nun aus dem Profil die Farbraumgrenze ermitteln und einen Gamut Boundary Descriptor aufbauen. Sofern der Quelltonwert innerhalb des Bildschirmfarbraums liegt, muss er nicht verschoben werden. Die Abbildung erfolgt ideal. Im anderen Fall wird der Tonwert auf die Farbraumgrenze verschoben. Das kannst du bei unseren Testberichten gut nachvollziehen, wenn wir nach Kalibration Messungen unter Berücksichtigung des Bildschirmprofils durchführen und auf einen Quellfarbraum zurückgreifen, der über den des Bildschirms hinausgeht (Beispiel).


    Ausnahme wäre, siehe oben, ein nicht farbmetrischer Rendering-Intent. Hier wird direkt auf die entsprechende Tabelle zurückgegriffen. Aber das spielt erst bei Ausgabeprofilen eine Rolle.


    Quote

    das hat nicht im geringsten etwas mit der Grafikkarten-LUT zu tuen


    Bitte meinen Text genau lesen. Die im Rahmen einer Softwarekalibration erstellten Bildschirmprofile enthalten u.a. noch ein vcgt-Tag. Das enthält die Linearisierungs-Korrekturen für die 1D-LUT der Grafikkarte. Sie sorgen für eine vernünftige Graubalance und die gewünschten Gradationseigenschaften. Das ist das, was beim Systemstart auffällt, da sich die Darstellung plötzlich mehr oder weniger stark ändert. Und nur diese Korrekturen kannst du in Spiele "hinüberretten". Das ist aber schon nicht schlecht, weil durch die sRGB-Tonwertkurve beispielsweise die Detailzeichnung in den Tiefen verbessert wird. Weist der Bildschirm vorher eine Gamma 2.2-Gradation auf, laufen die Tiefen sonst etwas zu.


    Quote

    Im sRGB oder AdobeRGB-Modus vom Bildschirm ist es ja schon kalibriert, da brauchst du keine Profile.


    Für das Arbeiten in nicht farbmanagementfähigen Applikationen: Ja. Stelle dir aber vor, du schaltest deinen Bildschirm in den sRGB-Modus um und hast noch das selbsterstellte Profil aus dem CustomColor Modus hinterlegt. Farbmanagementfähige Software wird nun zwangsweise falsch transformieren. Anderes Szenario: Ein Benutzer, der erste Erfahrungen mit Farbmanagement sammeln will (du siehst ja, ganz unkompliziert ist es nicht) und noch kein Colorimeter hat: Er schaltet den DELL in seinen AdobeRGB Modus und hinterlegt das AdobeRGB Arbeitsfarbraumprofil. Die Farbraumtransformationen in farbmanagementfähiger Software stimmen dann einigermaßen und er kann mit Softproof und Co. experimentieren.

  • Letzteres mit dem sRGB oder anderen wenn alles auf Standard steht und man ggf. nur ein Programm startet das von Haus dann auf den jeweiligen Modus ausgerichtet ist, vergessen zu erwähnen. Im AdobeRGB-Modus kann ich mir ohne Einstellungen auf dem Computer auch ein entsprechendes Bild ansehen. Wir ja auch mit den Farben vom Computer ausgegeben und nicht irgendwie umgewandelt.


    Wäre jetzt nicht schlecht wenn ich entsprechend einige Praktische Erfahrung aufbauen könnte aber mein dtp94 streikt, kann es sein das es überhitzt wenn man es zu lange am USB-Port angeschlossen hat?


    Jedenfalls funktionierte es vorhin als ich es angeschlossen habe und dann später als ich wieder messen wollte kam "illegal mesaurement data", das hatte ich schon bei meinen letzen Messversuchen vor ca. 1 Woche und gab dann auf weil ich dachte es ist kaputt. Heute funktionierte es wieder und hat einen kompletten Kalibrierungsdurchlauf gemacht aber später kam dann wieder die Fehlermeldung. Wo liegt denn hier das Problem? Neustart funktioniert auch nicht. (entsprechend neu kalibriert auf schwarzen Untergrund mache ich vor jeder Messung mit einem Neustart der Software)


    Edit:


    Jetzt ist es eine Stunde in seiner Schachtel gewesen, kam jetzt kein Fehler. Ist dann wohl irgendwie wärme oder so.

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    aber mein dtp94 streikt, kann es sein das es überhitzt wenn man es zu lange am USB-Port angeschlossen hat?


    Unwahrscheinlich. Ein genereller Defekt, aus welchen Gründen auch immer und auch wenn er nur temperaturabhängig auftritt, ist natürlich nicht auszuschließen. Die Sonde sollte vor der Messung aber sowieso eine Weile auf den Paneloberfläche liegen, um aufgewärmt zu werden. Hast du noch ein anderen Betriebssystem zur Verfügung? Wenn es auch hier immer wieder Probleme gibt, wirst du wohl an einer neuen Sonde nicht vorbeikommen. Dann am besten gleich das i1 Display Pro von X-Rite in der Retail-Variante. Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bringt eine eigene Software mit, ist aber auch kompatibel zu iColor Display.

  • Im Moment nicht, habe erst vor kurzem die letzten Computer auf die aktuellen Windowsversionen geupgradet. Könnte es vielleicht von einem Notebook kalibrieren, in der Calman-Software steht jedenfalls auch ein Timer der nach 10min abläuft mit dem dtp94. Dann muss ich rekalibrieren.


    Wie ist es mit dem "X-Rite CMUNSML ColorMunki Smile Colorimeter", es kostet viel weniger. 200€ ist jedenfalls nicht unkäuflich für mich aber ich habe die nächsten Monate sehr viele wichtige Ausgaben bei denen ich das Geld dringend brauche. Selbst die 70€ bei einem ColorMunki nehme ich wenn es ich es kaufe nur Zähneknirrschend hin obwohl ich normal niemals ein solches Kaufen würde. Nur bleibt mir bei meinem Geld kaum eine andere Wahl, ich suche jedenfalls noch eines das vielleicht besser als das eben bezeichnete ist. Vielleicht gibts ja eines auf Ebay gebraucht und in einem ganz guten Zustand.

  • Windows 7 ist jetzt installiert weil ColorNavigator nur auf win7 mit dem dtp94 funktioniert da habe ich mich doch überwunden es auf einer weiteren Festplatte zu installieren, ich wollte ein Profil zur Farbraumemulation erstellen aber der nimmt nur Hardwarekalibrierbare Bildschirme im ColorNavigator. Das dtp94 funktioniert auch unter Windows 8, es darf nur nicht zu lange an sein deswegen sah ich auch keine Notwendigkeit.


    Verstehe jetzt nur nicht warum ich es an bzw. mit dem Bildschirm aufwärmen soll, gibt es denn keine Festtemperaturen die eingehalten werden müssen? Monitore haben doch ständig unterschiedliche Temperaturen im laufe des Tages/Jahres und wärmen auch nur sehr langsam/ineffizient andere Geräte auf.


    Aktuell suche ich eine Software oder so mit der ich eine Softwarefarbraumemulation betreiben kann, die Farben im Spielmodus scheinen(?) wohl Nativ zu sein also muss ich doch nur noch die Kristalle vom Computer aus richtig ansteuern mit dem entsprechenden Dauerprofil das in Windows 8 auch definitiv in Spielen funktioniert aber ich finde bis jetzt keine Freeware die mir solche Profile erstellt oder andere Profile in ein solches zur Farbraumemulation umwandelt.

  • Quote

    ich wollte ein Profil zur Farbraumemulation erstellen aber der nimmt nur Hardwarekalibrierbare Bildschirme im ColorNavigator


    Wie gesagt, ein RGB-to-RGB-Device-Link Profil würde dich hier auch nicht weiterführen. Die Farbraumulation (zweite Emulationsfunktion) in Color Navigator ist auch anders implementiert und verschiebt vorberechnete Transformationen (auf Basis von Bildschirm- und Emulationsprofil) in die 3D-LUT des Bildschirms. Für den Rechner und laufende Software ist das völlig transparent. Nur deswegen funktioniert es. In farbmanagementfähiger Software muss man, siehe den Bericht, die Funktion übrigens wieder deaktivieren, da Bildschirmcharakteristik und -profil nicht mehr zusammenpassen.


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    Verstehe jetzt nur nicht warum ich es an bzw. mit dem Bildschirm aufwärmen soll,


    Obwohl die Sonden temperaturkompensiert sind, gibt es doch einen Drift. Deswegen sollte sich die Temperatur während der Messungen nicht mehr ändern.


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    also muss ich doch nur noch die Kristalle vom Computer aus richtig ansteuern mit dem entsprechenden Dauerprofil das in Windows 8 auch definitiv in Spielen funktioniert


    Nein. No offense, aber ich habe wenig Lust immer wieder das Gleiche zu schreiben: Das, was du mit der geposteten Einstellung in Windows erzwingst, ist maximal die Residenz der 1D-LUT Linearisierungskorrekturen, die im vcgt-Tag des Profils hinterlegt sind. Sie würde bei Spielstart sonst standardmäßig zurückgesetzt. Weitere Inhalte des Profils werden nicht ausgewertet. Das gälte auch für ein RGB-to-RGB DeviceLink Profil, das du aber auch erst gar nicht als Bildschirmprofil zuweisen könntest (da an dieser Stelle völlig sinnfrei). Glaube mir das oder nicht.


    Möchtest du den Game-Modus des DELL für nicht farbmanagementfähige Anwendungen unbedingt nach sRGB transformieren, müsstest du Lösungen wie diese einsetzen.