Anfängerfrage: Monitor für Bildbearbeitung

  • Hallo,
    Ich bin jetzt über ein paar Jahre zum passionierten Hobbyfotografen geworden. Meine Fotos zeige ich in der Family und Community großteils via Flickr her. Mein PC wird zu 99% zur Bildbearbeitung verwendet.


    Ich verwende derzeit folgendes Equipment:
    - PC (i5, SSD, 8GB Ram)
    - Monitore BenQ E900 + E910T
    - Hauptsächlich Lightroom
    - Fuji X-T1 (APS-C)


    Abgesehen davon, dass ich mal in Kalibrierung (da hoff ich auf Weihnachten) investieren sollte, glaube ich ein ordentlicher Monitor wäre ratsam. Zu dem Thema habe ich mich jetzt mal ein bisschen im Forum und auf anderen Seiten "schlau" gelesen.


    Daher bin ich jetzt sehr unentschlossen was die Kernthemen angeht:
    - Preis: 300-400€ oder doch 500-600€ investieren?
    - Farbraum: Brauche ich erweiterten Farbraum (lt. Gwegner ja) oder reicht eine sehr gute sRGB Abdeckung für mich?
    - Größe: 24" ist das Minimum aber 27" wären natürlich auch schön...
    - Marke: Ich umkreise gerade zyklisch die Marken Eizo und Dell.


    Jetzt würde mich interessieren ob ihr eine Entscheidungshilfe oder einen Tipp aus eigener Erfahrung dazu parat habt.


    Meine Favoriten wären:
    - Dell U2715H ... weil größer besser ist?
    - Dell U2413 ... wegen der guten Farbwiedergabe.
    - Eizo EV2436WFS3-BK ... weil er ein sexy Eizo ist.
    - Dell U2415 ... weil mich der Preis schwar macht.



    Danke schon mal & beste Grüße
    Andreas

  • Eizo CS240, ab ca. 630€ vom Fachhändler, das zugehörige Eizo (Datacolor) Kalibrierungsgerät liegt bei ca. 45€


    Der ist verdammt gut bis auf das leichte Aufhellen der Ecken links und rechts unten was generell an der IPS Technik liegt, haben aber alle Monitore mit der Technik, erst mit Polarisationsfolie lässt sich das beheben, dann wird es teurer, Eizo CX-241.


    Beim Dell musst du rechnen, da funktioniert zur Hardwarekalibrierung nicht jedes Kalibriergerät, sondern man braucht im Regelfall ein i1Display Pro für ca. 200€ was man also auf den Kaufpreis hinaufrechnen sollte.


    Dann ist der Eizo CS240 garnicht mehr so teuer, zumal der mit fast jedem auf dem Markt verfügbaren Kalibrierungsgerät zusammenarbeitet wobei das Eizo eigene ein Datacolor Spyder 4 bzw. 5 ist.

  • Danke für die Antwort,

    Eizo CS240, ab ca. 630€ vom Fachhändler, das zugehörige Eizo (Datacolor) Kalibrierungsgerät liegt bei ca. 45€


    Den CS240 habe ich mir auch schon angesehen. Er liegt halt etwas überm Budget.
    Das mit dem günstigen Colorimeter ist mir neu, kann ich damit auch andere Monitore kalibrieren oder bin ich dann an Eizo gebunden? Hätte hier mit dem Spyder5 geliebäugelt.


    Gruß
    Andi

  • Das Eizo EX2 und EX3 funktioniert so nur mit einem Eizo Monitor welcher hardwarekalibrierbar ist, ist ein Datacolor Spyder 4 bzw. 5 nur ohne Datacolor Software, die Geräte funktionieren aber mit freier Kalibrierungssoftware auch an anderen Monitoren per Softwarekalibrierung.


    Wiederum die Spyder funktionieren nicht mit z.B. dem Dell U2713H zur Hardwarekalibrierung.


    Wenn Dell würde ich den Dell U2713H in die engere Wahl nehmen, aber da die Kalibrierungslösung dafür 200€ kostet, ist man schnell wieder bei der Eizo CS Serie die in einer ganz anderen Liga spielt.


    Ohne Kalibrierungslösung geht es quasi nicht, wobei die Eizo CS Serie ab Werk aber schon verdammt gut abgestimmt ist und man Anfangs nicht zwinged eine Kalibrierungslösung bräuchte.

  • Also zusammengefasst:
    Auch für meinen Hobbyeinsatz ist folgendes zutreffend
    - Hardware-Kalibrierung = Must
    - AdobeRGB = Must
    - Budget > 600€
    - 24" = ausreichend


    das zugehörige Eizo (Datacolor) Kalibrierungsgerät liegt bei ca. 45?

    EX3 kostet 89€
    Spyder5Express 105€
    Ich werd hier eher den Spyder nehmen, da ich noch andere Bildschirme im Haus und bei Bekannten kalibrieren kann.

  • Also Hardwarekalibrierung ist kein Must have für den Hobbyeinsatz, da reicht zu 99% eine Softwarekalibrierung. Außer man hat High End Ansprüche. Aber wenn man z.B. einen hardwarekalibrierbaren Monitor hat wie einen Dell U2713H macht eine Softwarekalibrierung keinen Sinn.


    AdobeRGB ist kein Must have, eher genau das Gegenteil. Denn man muss sich aktiv mit farbmanagement befassen und das es ganz viele Anwendungen gibt die es nicht können und da alles dann zu bunt ist, selbst der Windows 10 Desktop kann es nicht.
    Vorteile bringt AdobeRGB nur wenn man extrem gesättigte Farben hat, z.B. bei einem Konzert eine rote helle Lampe, da kann AdobeRGB etwas mehr anzeigen, nutzt aber nur etwas wenn man es auch in der Ausgabe ausgeben kann, z.B. beim Druck.


    Das EX3 kommt ja gerade erst da wird der Preis noch fallen, ansonsten siehe Datacolor Lizenzbedingungen

  • Also Hardwarekalibrierung ist kein Must have für den Hobbyeinsatz, da reicht zu 99% eine Softwarekalibrierung.
    AdobeRGB ist kein Must have, eher genau das Gegenteil.


    Ich hätte sowieso vor den erweiterten Farbraum nicht zu nutzen und durchgehend in sRGB zu arbeiten.
    Also wäre ein softwarekalibrierbare sRGB Monitor mit großer Abdeckung dann die Budget-Variante für mich? (U2715H oder U2415?)

  • [quote='AFoeb',index.php?page=Thread&postID=385417#post385417]
    mit großer Abdeckung dann die Budget-Variante für mich? (U2715H oder U2415?)


    Was meinst du mit grosser Abdeckung ?


    Die Dell oder auch der Eizo sind sicherlich gute brauchbare Monitore

  • Am Beispiel meines dderzeitigen Favoriten, der U2415 hat laut Dell 99% sRgb Abdeckung (lt. Prad ein bisschen weniger).
    Da geht sich ein ordentliches Kalibriergerät auch noch ohne Schmerzen aus.

  • Bei mir soll es jetzt definitiv ein 24" mit 16:10 werden.
    Im Rennen sind gerade folgende Monitore:


    Eizo EV2455-BK
    - 97% sRGB lt. Prad Testbericht
    - 419€, daher leider um einiges teurer als der vergleichbare Dell


    Eizo EV2436WFS3-BK
    - um einiges älter als die anderen beiden
    - preislich zwischen den anderen
    - 96% sRGB lt. Prad Testbericht
    - 363€


    Dell U2415
    - gleiches Panel wie EV2455 daher gleicher sRGB-Wert
    - 270€; bei Amazon (Händler meines Begiers) wird angeblich nur eine alte A0.0 Revision angeboten. Ob das so übel ist bin ich mir noch nicht sicher.
    - Verarbeitung nicht so toll; Tasten schmatzen etc. aber ich seh den Monitor meistens nur an.

  • Ich stand in den letzten Wochen vor dem gleichen Problem. Habe zur Zeit einen NEC Multisync 2180UX, der ja auch nur den srgb-Farbraum abdeckt. 1600 x 1200 sind auch nicht mehr zeitgemäß außerdem unterstützt er kein HDCP.


    Nach wochenlanger Recherche blieben der Eizo CS 240 und der Eizo EV2455 übrig. Letztendlich habe ich mich aufgrund des günstigeren Preis und dem edleren Design für den Eizo EV2455-BK entschieden und bei Amazon bestellt.



    Angeblich ist das Teil auch schon heute geliefert worden (meine Frau hat es mir gerade gesagt). Ich kann ja mal in den nächsten Tagen berichten, ob ich mit dem Eizo zufrieden bin. Sollte er meine Erwartungen nicht erfüllen, werde ich auf den CS240 umsteigen, der dann aber nochmal 200-250 Euro teurer ist.


    Beste Grüße,
    Claus

  • Ich stand in den letzten Wochen vor dem gleichen Problem. Habe zur Zeit einen NEC Multisync 2180UX, der ja auch nur den srgb-Farbraum abdeckt. 1600 x 1200 sind auch nicht mehr zeitgemäß außerdem unterstützt er kein HDCP.


    Bei mir ist es wie erwähnt etwas schlimmer ich arbeite auf 19" BenQ mit Technik aus ca. 2007... (unkalibriert)
    Ich glaube, dass der EW2455 sicher toll ist aber ob der 150€ höhere Preis gegenüber dem U2415 mit dem selben Panel (für mich) gerechtfertigt ist, frage ich mich halt derzeit noch. ?( Desshalb auch das ältere Modell als "Dazwischenlösung".
    Der CS240 spielt klar in einer anderen Liga als diese Monitore aber ich habe für mich entschieden, dass ich darauf verzichten kann. Werds ohne Vergelich sowieso nicht merken 8)

  • So, habe den Eizo EV2455-Bk ausgepackt und angeschlossen.


    Erster Eindruck ist absolut positiv. Die Farben sind genauso brillant wie beim NEC 2180UX. Hier hatte ich die größten Befürchtungen. Hatte in einigen Berichten und Tests gelesen, dass die Farben matt und dezent wirken sollen. Die Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Die Ausleuchtung ist m. E. auch sehr gut, die Schrift gestochen scharf, kein IPS-Glitzern. Das Gehäuse ist wertig verarbeitet. Muss mich aber erst mal an den filigranen Rahmen gewöhnen. Obwohl das Panel größer ist wirkt der Monitor im Vergleich zum NEC sehr schmächtig.
    Auch das Einstellen des Monitors über die berührungsempfindlichen Tasten geht super.
    Also... erster Eindruck sehr gut, so wie es aussieht werde ich ihn behalten :-)

  • Das klingt schon mal gut. Aber etwas anderes hätte ich auch nicht erwartet.


    Kann mir jemand sagen, warum mir der Produktfinder von Eizo den EW2455 nur für Office-Arbeiten vorschlägt und den EW2436W für Amateurbereichs-Bildbearbeitung? ?(


    Btw. der Dell ist aus dem Rennen :)

  • Dann hat man endlich einen 24 Zöller, dann dauert es nicht lange, kommt der der Wunsch nach 27 Zoll.
    Für Bildbearbeitung lohnt es sich.


    Eizo verbaut eine 10 Bit-LUT auch bei den Office-Mon. Was hat der Dell?