Doppelmonitorsystem für 2 Rechner, Linux

  • Hallo,

    das ist jetzt eher eine allgemeine Verständnisfrage im Vorfeld einer Kaufentscheidung. Habe bisher immer nur einen Rechner mit einem Monitor betrieben. Ein 32-Zoll Gerät ist mir nun aber zu klein, ein noch größeres erscheint mir aber unpraktisch, ich denke, 2 möglichst gleiche Geräte sind geschickter.


    Und ich möchte in Zukunft 2 Rechner mit 2 32-Zoll-Monitoren nebeneinander betreiben.

    Dabei ist ein Rechner der Hauptrechner (derzeit und wohl noch einige Zeit lang Windows 11). Der andere Rechner wird wohl ein aktueller Mini-PC auf LinuxMint.


    Ich möchte dabei entweder beide Rechner anhaben und jeder nutzt dann alleine einen der Monitore.

    Oder es läuft nur einer der beiden Rechner und nutzt dann entweder auch nur einen ("seinen") Monitor oder er nutzt beide Monitore gleichzeitig.

    Das i-Tüpfelchen wäre, wenn beide Rechner laufen und ich bei Bedarf umschalten kann von "jeder Rechner nutze einen Monitor" auf "der aktuell betätigte Rechner nutzt immer beide Monitore". Ich hoffe, es ist verständlich, was ich meine...


    Meine ersten Fragen sind:

    Geht sowas ohne Verrenkungen? Insbesondere wenn Linux im Spiel ist?

    Was müssten Monitore und Rechner zwingend für Hardware-Eigenschaften haben, damit das klappt?

    Braucht es zusätzliche Geräte/Umschalter oder ähnliches?

    Braucht es spezielle Software oder bieten das moderne Linuxe und Windows11 out of the box?


    Ich habe derzeit einen Win11-Rechner ("13W-PC" aus dem ct-Bauvorschlag 2023; gekauft Anfang 2023; GIGABYTE B660M Gaming X DDR4) mit einem LG 32UN880-B

    Der Monitor war damals mit "sehr gut getestet" und ich bin bisher mit dem Gerät voll zufrieden. Besonders gefällt mir die flexible Aufhängung des Display am Klemmfuß und überhaupt das Konzept Klemmfuß. Purer Luxus für mich und viel mehr Platz auf dem Schreibtisch.

    Daher liebäugele ich mit einem nah verwandten und äußerlich identischem Gerät, das es heute noch gibt, den LG 32UN880-K.

    Wenn aber jemand einen besseren Vorschlag hat oder mir von diesem Gerät abraten möchte (warum), immer her damit.


    Vielen Dank für Tipps

    kardinal

    • Neu
    • Offizieller Beitrag

    Solange die Aus- und Eingänge passen und der jeweilige Rechner die native Auflösung des Monitors liefern kann, macht das kein Problem.


    Also: Grafikkarte PC benötigt zwei freie Ausgänge wie 2 x HDMI, HDMI und DisplayPort oder 2 x DisplayPort. Damit verbindest Du die beiden Monitore. Unter Windows stellst Du dann ein, ob der Desktop erweitert werden soll oder auf beiden Displays das identische Bild angezeigt wird.


    Das Gleiche geht ebenso unter Linux, aber der Linux Rechner muss auch wieder zwei Ausgänge haben und die Monitore weiter zwei Schnittstellen, also insgesamt vier. Da gibt es Modelle, aber es bietet eben auch nicht jedes Modell an.


    Wenn Du nur drei Eingänge am Monitor hast, kannst Du bei Linux auch nur einen Monitor nutzen, wenn Windows schon zwei verwendet.


    Was der Monitor dann jeweils anzeigt, entscheidest Du über die Auswahl der Signalquelle im OSD.


    Ich kann dir leider keine Garantie geben, weil ich es in dieser Form noch nicht ausprobiert habe, aber rein technisch sollte das funktionieren.

  • Andi

    vielen Dank!


    Ich hatte ja in dem anderen Posting angedeutet, dass ich mit dem nahen Verwandten meines aktuellen LG32UN880-B als Zweitmonitor liebäugele und du hattest mich ja dann auf den LG32UN880K-B verwiesen.

    Wenn ich jetzt doch lieber einen noch etwas größeren Monitor haben wollte, mit diesen Eigenschaften:


    -mindestens 32 Zoll, besser 34+X und

    -zwingend plan, d.h. NICHT curved ist

    -voll tauglich für Office ist (viele Texte, d.h. Farbsäume gehen gar nicht)

    -Grafik nur für Bildbehandlung ohne Grafiker-Ansprüche

    -Gaming völlig unwichtig

    -Videotauglichkeit nur für Hausgebrauch a la youtube und Mediathek

    -Stromverbrauch nicht überdurchschnittlich

    -Preis ca. 300 bis maximal +-600 EUR


    welchen könntest du mir dann empfehlen?

    Meine Anforderungen bzgl. Doppelbetrieb sollte er natürlich auch erfüllen, ich denke aber, das tun die meisten von Haus aus, oder?


    Was genau macht eigentlich so ein KVM-Switch (extern oder bereits intern im Monitor verbaut) anders als das reine Vorhandensein der notwendigen Anschlüsse, wie du es beschrieben hast? Wäre das für meinen Verwendungszweck nicht sogar noch geschickter?