Ratespiel: Welches Bild ist analog, welches über DVI, welches analog über KVM? - Testbilder inside

  • Heute ist mein neuer KVM-Umschalter eingetroffen, analog (drei der vier Rechner die drann sollen haben kein DVI). Ich hatte subjektiv zunächst den Eindruck, dass das Bild schon irgendwie schlechter ist, konnte das aber nicht klar beschreiben. In einem Blindtest (nein, das soll jetzt kein Wortspiel sein ;-) ) "analog über KVM vs. DVI" war ich sehr sicher, einen Blindtest mit allen dreien konnte ich auf die Schnelle nicht machen, da ich niemanden zur Hand hatte, der für mich die Kabel umstecken (oder auch nicht umstecken) konnte.


    Also habe ich die Digicam ausgepackt... im Anhang findet ihr drei Bilder, Image1, Image2 und Image3, es handelt sich um ansonsten unveränderte Ausschnitte der Digicam-Fotos, minimale JPEG-Kompression.


    Meine Frage ans Prad-Publikum:


    Wer erkennt welches Bild über DVI, welches analog direkt bzw. analog über den KVM angeschlossen ist?
    Am besten dazu die Bilder runterladen und mit einem Programm wie ACDSee anschauen, so dass man ohne Verzögerung zwischen den Bildern umschalten kann. Oder einfach jedes Bild in einem eigenen Browser-Tab öffnen.


    Natürlich sagt ein solches Detailfoto nichts über den Bildeindruck bei normaler Sehentfernung, aber mich würde trotzdem auch mal interessieren, ob ihr das KVM-Bild (wenn ihr glaubt, es identifizieren zu können) für "Noch erträglich" haltet, oder ob das Teil eurer Meinung nach zurückgehen sollte.

  • Vermutlich ist das dritte Bild ganz rechts über KVM - die Signalreflektionen an den senkrechten, dunklen Linien der Buchstaben sehen für mich recht typisch aus - wobei ich auch KVMs kenne, die das nicht machen, dafür aber mit Verkabelung bei 4 PCs schon sehr deutlich im dreistelligen Bereich liegen. Wir haben im Serverraum so ein Teil mit perfektem Bild für 8 PCs - aber knapp 1000 Euro nur für den KVM und nochmal über 80 Euro pro PC für Verkabelung.


    Ob aber nun das mittlere oder doch das linke analog ist, bin ich mir nicht sicher. Ich tippe, analog ist ganz Links (leichte Übersteuerungen an den senkrechten Linien, ähnlich wie beim Bild ganz rechts) und in der Mitte eben DVI wegen der absolut perfekten Darstellung ohne jegliche Übersteuerung oder Reflektion.

  • Sehr gut analysiert, gerade der Unterschied "direkt analog" vs. DVI ist meiner Meinung nach relativ schwer festzustellen.
    Ich frage mich nun, ob ich den Switch behalten soll. Eigentlich hatte ich ja deutlich Schlimmeres befürchtet, vor allem ist der subjektive Unterschied bei normaler Sehentfernung längst nicht so groß, wie es die Bilder evtl. suggerieren. Ich habe übrigens auch mal den Vergleich analog direkt vs. analog mit KVM mit meinen Hauptarbeitsrechner (Toshiba Satellite 5100-503, mit einem laut damaligem Test sehr guten Analogsignal) gemacht, dort war der Eindruck insgesamt deutlich besser, und ich konnte auf den Testbildern keine so klaren Unterschiede erkennen. Heute abend stelle ich die auch mal noch ins Forum. Offenbar ist es auch nicht ganz unwichtig, wieviele Reserve das Bildsignal hat (d.h. wie gut es am Ausgang anliegt), oder der Ausgang des Notebooks passt analogelektronisch (Kapazitäten, Scheinwiderstände) besser zur Characteristik von Kabeln, KVM und Display.


    Ach ja, was ich zur Beurteilung der Qualität noch ergänzen wollte: das ganze wurde nicht bei den üblichen "harmlosen" Auflösungen (SXGA und kleiner) gemacht, sondern bei WUXGA (1920x1200). Gerade in anbetracht der dazu erforderlichen Bandbreite war ich dann insgesamt doch positiv überrascht. Die Frage "ist der KVM gut genug" bleibt natürlich.


    Leider haben zwei der vier USB-Ports des KVMs leider ein Problem (einer geht gar nicht, der zweite manchmal), so dass ich dieses Exemplar wohl eh zurückschicken muss. Die Frage ist: Ersatzgerät oder anderes Modell? Der in einem anderen Thread erwähnt DVI-I-Switch von Lindy kann ja leider nur PS2, und wie gut dessen Umgang mit dem analogen Signal ist, ist unklar. Vor allem braucht man wohl diverse Adapter: von analog auf DVI-A (die gibt es, ~5€/Stk.), dann ins Kabel, zum KVM-Switch, ins Kabel, dann Aufspalten auf DVI-D und analog (gibt es dafür überhaupt Adapter?).

  • Ähm, ich sehe da gar keinen Unterschied zwischen den drei Bildern. Wirklich nicht.
    Aber ich bin auch ein alter Mann mit alten Augen.



    Wenn man dem Strich von dem "p" bei http nach unten folgt und eine Pixelspalte nach links geht, sieht man sowas wie ein Haar oder ähnliches als Einschluss im TFT.

    Bevor Ihr eine Frage stellt, schaut bitte in die FAQ. Die meisten Fragen wurden schon einmal gestellt und sind dort ausführlich beantwortet. Auch das Lexikon ist immer einen Blick wert.

  • Bei Bild eins und zwei kann ich dir fast zustimmen, das dritte Bild ist IMO schon deutlich schlechter, aber daran merkt man doch mal, wie unterschiedlich die Empfindlichkeit der Menschen sein kann. Danke für deine Meinung, darum geht es mir mit dem Thread ja. Achte mal auf den leichten Schatten links(!) von senkrechten schwarzen Strichen, daran merkt man, dass da doch etwas mehr Kabel dazwischen ist.


    Der "Einschluss" ist übrigens ein Staubkorn _auf_ dem Display. Wahrscheinlich würde ich durch regelmäßigeres Abstauben des Displays die Bildqualität mehr steigern als durch einen hochpreisigeren KVM-Switch. ;-)

  • Hi,


    was mit auffällt ist, daß das mittlere Bild deutlich schärfer erscheint.
    Die Unterschiede bei den zwei Anderen können auch mit dem Lichteinfall bei der Aufnahme zusammenhängen...


    Gruß

  • Ich finde z.B. den Unterschied zwischen Mitte und links nicht so deutlich wie den zwischen links und rechts. Bzgl. der Beleuchtung habe ich mein Möglichstes getan, um da Unterschiede zu vermeiden. Die Kamera stand relativ fest am gleichen Platz, aber dank Fuzzy Logic bei Schärfe, Belichtung und Weißabgleich kommt bei eigentlich identischer Bildsituation manchmal doch was anderes raus. Insgesamt denke ich, dass das rechte Bild die Realität ziemlich gut trifft, es wirkt auch "in echt" etwas dunkler (offenbar fehlen nach dem Weg über KVM und mehr Kabel ein paar Millivolt für volle Aussteuerung), und dann eben die leichten Schatten an harten Konturen. Warum die aber _vor_ den Buchstaben sind... ich kann es mir nicht wirklich erklären.

  • Zu den "Schatten": Wie ich schon sagte - Reflektionen des Signals im Kabel. Je nach Qualität und Länge der Verkabelung fällt dieser Effekt mehr oder weniger stark auf - das Originalsignal wird schwach von seiner eigenen Reflektion überlagert.


    Ich hatte das mal an einem 21"-CRT bei 1600*1200 in extremer Form - mit dem beiligenden Standard-VGA-Kabel waren deutliche "Geister" der Buchstaben zu sehen. Erst ein Kabel mit BNC-Anschlüssen und einzeln geschirmten Leitungen für RGB und Sync-Signale hat das damals behoben (die erwähnten Kabel bei unserem KVM sind auch recht ordentlich dick und da ist rein subjektiv kein Unterschied mehr zwischen direktem Anschluss und Betrieb über den KVM erkennbar - trotz 7 m Kabel zum KVM und nochmal 2 m Kabel vom KVM zum Monitor).


    Für die genannte Auflösung ist das Bild aber IMHO absolut ok - wenn dich die geringen Qualitätsverluste selber nicht stören, würde ich den KVM behalten (bzw. wenn er ausgetauscht werden muss auch durchaus wieder das selbe Modell nehmen).

  • Ich habe mir die Bilder mal nach dem Aspekt angesehen, wie stark der Kontrast zwischen Schriftfarbe und Hintergrund ist. Das dürfte dann auch darüber entscheiden, wie "scharf" oder "klar" man das Bild subjektiv empfindet, auch wenn man den Unterschied nicht bewusst wahrnimmt.


    Ohne die bisherigen Beiträge zu lesen, tippe ich auf: analog, DVI, Switch (von l nach r).

  • Askaaron: Ja, ich denke ich werde den Switch behalten.
    Was mich an den Schatten links der Buchstaben wundert: eine Reflexion braucht doch eigentlich länger bis zum Ziel... also sollte doch, wenn wie ich glaube zu wissen das Bild von links oben nach rechts unten aufgebaut wird, der Schatten _rechts_ von den Buchstaben sein... .


    @Tankred: Correctamundo. :-)

  • Genauso seh ich das auch, allerdings, war ich nun auch schon vorbelastet, weil ich die Postings schon überflogen habe.


    Man sieht Tatsache nur mit ACDSee (o.ä.) den Unterschied, wenn man schnell das Bild "switchen" kann, dann aber doch recht deutlich.


    Wenn man allerdings später nicht alle Schirme nebeneinander stellt, sprich wenn der DVI Schrim nicht direkt neben den Schirmen, die am KVM hängen steht, kann man damit sicher leben. Will heissen, fehlt der direkte Vgl., kann man das kaum auseinander halten.


    So und nun schreib doch mal welcher KVM Switch das ist und wie teuer er war oder hab ich das überlesen ?

  • Das Modell des KVM-Switchs stand wirklich nicht hier drinn, aber in einem anderen Thread, daher habe ich es hier vergessen.


    Es ist ein Uniclass-Switch, Modellbezeichnung UKA-248.


    Technische Daten beim Hersteller:



    Ohne jetzt Werbung machen zu wollen, gekauft habe ich den hier:



    Mal schauen, wie es scheint muss ich doch deren Service testen. Einer der USB-Ports ist komplett tot und ich hatte eigentlich alle vier Ports verplant. Der Vorschlag, das USB-Powermanagement zu überprüfen, hatte nix gebracht, weil der Hub im Switch als "self-powered" erkannt wird und daher die Option gar nicht anbietet. Außerdem gehen die Geräte ja an den anderen Ports. Interessant ist auch die interne Konfiguration der Ports... offenbar sind die beiden rückseitigen Ports (von denen einer eben nicht geht...) intern nochmal als USB-Hub realisiert (siehe Bild im Anhang, der Hub, an dem der Mouseman Dual Optical hängt), wäre mir natürlich letztlich egal, wenn beide funktionieren würden... .