LVDS-Verbindung bei VIA EPIA-Boards?

  • Hallo zusammen,


    VIA bewirbt bei den EPIA-Boards das Vorhandenseins eines LVDS-Connectors für TFT-Displays. Hat jemand eine Ahnung, was man mit dieser Verbindung anfangen kann?


    Bringt einem das irgendwas, um z.B. mit einem einfachen Panel billig eine Bildausgabe zu kriegen?

  • Ich würde behaupten, dass diese Boards einen DVI Ausgang on Board mitbringen.

  • Zitat

    Original von TFTshop.net
    Ich würde behaupten, dass diese Boards einen DVI Ausgang on Board mitbringen.


    Ich behaupte das Gegenteil. Genannter Anschluss sind 2 Steckreihen aus insgesamt 40 Pins auf dem Board. Meines Wissens findet bei DVI auch die Übertragung der Bildsignale nicht differentiell statt, wie Low Voltage Differentiated Signalling impliziert.

    • Offizieller Beitrag

    Der Preisverfall bei LC-Displays bietet völlig neue Anwendungsfelder in der Industrie und bei Multimedia. Die digitale Ansteuerung von LC-Displays liefert eine bestechende Bildqualität, doch sind einige Faktoren und Standards zu beachten, um eine optimale Qualität und ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen


    Das LVDS nutzt eine differentielle Datenübertragung und reduziert die Anzahl der Kabel. Anstelle einer definierten Spannung für Low oder High spezifiziert LVDS eine Spannungsdifferenz. Damit wird die Übertragung gegen Störungen von außen geschützt. Jede Störspannung wird als Gleichspannungsoffset erkannt und vom Empfänger unterdrückt. Um eine hohe Datenrate zu erreichen und die Anforderungen an die Spannungsversorgung niedrig zu halten, setzt LVDS auf einen Spannungshub von 345 mV (typisch).


    Bei PanelLink ist die Anzahl der Kabel nochmals reduziert, und man kann im Gegensatz zu LVDS ein kostengünstiges Standardkabel mit einer definierten Impedanz von 40 bis 57 Ohm oder 55 bis 70 Ohm verwenden. Mit der entsprechenden Anpassung können auch Twisted-Pair-Kabel für Ethernet Verwendung finden. PanelLink ist definiert für Auflösungen von VGA bis zu UXGA und unterstützt sowohl aktive als auch passive LCDs und Plasma-Displays. Als elektrisches Protokoll für die Übertragung der Grafikdaten vom PC zum Display hat die VESA das Transition Minimized Differential Signaling (TMDS) festgelegt, auf das auch das PanelLink-Verfahren aufsetzt. Der neue Plug&Display-Standard (P&D), mit dem die VESA die Verbreitung und den Einsatz von LC-Monitoren fördern möchte, beruht auf PanelLink. Die VESA hat einen einheitlichen Stecker definiert, der sowohl für den Anschluß von digitalen LC-Displays als auch von analogen Monitoren oder Projektoren verwendet werden soll. Die in der offenen Arbeitsgruppe DFP-Group zusammengeschlossenen Hersteller von PCs, Grafikkarten und Monitoren nutzen ebenfalls das PanelLink-Protokoll für ihren Vorschlag einer preisgünstigeren Steckerverbindung als im P&D-Standard der VESA vorgeschlagen wurde. Zusätzlich erlaubt P&D Hot-Plug und die automatische Rekonfiguration des Displays. Die Abwärtskompatibiliät des Steckers bleibt dabei erhalten. Ebenso ist PanelLink im zukünftigen FPDI-2-Standard (Flat Panel Display Interface) für Notebooks enthalten, der das Design von Notebooks vereinfachen soll.