Unterschiedliche Farbeinstellung bei 2 Eizo S1910?

  • Hallo,


    ich bin ein stolzer Besitzer eines Eizo S1910. Und habe mir vor kurzem einen zweiten dazu gekauft um die beiden im Multi-Monitor-Betrieb zu nutzen. Beide Monitore sind per DVI an einer GeForce 7600GS angeschlossen.


    Beide Monitore wurden im November 2005 gefertigt - müssten also die neuen Panels verbaut haben - oder etwa doch nicht?


    Was mir aufgefallen ist, dass im Eizo Profil-Manager unter Windows die Standard-Werte bei sRGB bei den beiden Monitoren unterschiedlich sind:


    Monitor 1: 96%, 96%, 100% (RGB)
    Monitor 2: 98%, 96%, 100% (RGB)


    Kann mir das jemand erklären? Das sind die voreingestellten Standardwerte bei sRGB die sich ja auch nicht ändern lassen (außer im Custom Profile). Sind es vielleicht doch unterschiedliche Panels oder ist das normal?

  • Das ist natürlich ganz normal und völlig logisch.
    Da nicht jedes Panel, das vom Fließband läuft auch bei ein und der selben Serie, nie vollkommen identisch mit dem anderen ist, ist eben Einstellungsarbeit für den Fall, dass man einen unabhängigen Betriebspunkt haben möchte, gefragt.
    Dies nimmt dir, wie du ja auf Grund der unterschiedlichen Einstellugen festgestellt hast Eizo direkt bei der Produktion ab.
    Das Gerät ist also für den sRGB Modus bereits kalibriert. Und wenn dies von Eizo richtig gemacht worden ist, dann solltest du zwischen den beiden Eizos auch keinen Unterschied in der Farbwiedergabe ausmachen können.
    Du kannst es ja mal selbst vergleichen, indem du beide Monitore manuell auf einen identischen sRGB Wert (z.B. mit den Werten 96; 96; 100 - Gamma 2.2 - usw...) einstellst (im Custommode natürlich). Dann wird sich vermutlich schon ein sichtbarer (unerwünschter) Unterschied zeigen...

  • Hallo
    Seit ihr euch da ganz sicher? Wenn du z.B. die Kelvin einstellst, ändern sich diese Werte. Die sind normalerweise als Standard alle auf 100%. Das geht aber natürlich nur bei Custom. Ist mir auch schon aufgefallen, aber bei den anderen modis kannst du die Gain ja nicht kontrollieren. Bin mir da etwas unsicher. Oder kann man die Gaineinstellung mit der mitgelieferten Software in jedem Modus kontrollieren? Habe die Software noch nicht installiert.

  • Hallo!
    Ich habe dich zwar nicht ganz verstanden, aber nur folgendes:


    Die Skala für die Farbtemperatur im Custom-Mode ist nur eine "Pi * Daumen-Skala", da gehe ich zumindest einmal von aus. Die dürfte wahrscheinlich nicht auch noch kalibriert worden sein, das dürfte den Rahmen sprengen. Die Skala dient nur der vereinfachten Orientierung.


    Beim genau definierten und allgemein standardisierten sRGB Modus bin ich mir allerdings zu 100% sicher, dass dieser von Haus aus kalibriert worden ist. Dafür sprechen auch die in einigen Testberichten erwähnten sehr positiven Ergebnisse in Sachen Farbgenauigkeit im sRGB Modus.

  • Also nochmal. Wenn ich auf Custom gehe und die Standardeinstellung mir anschaue , sind die Gainwerte alle auf 100%. Wenn ich jetzt her gehe und den Gamma auf z.B. 6500 (von mir immer verwendet) stelle bekomme ich bei den Gainwerten die oben erwähnten Abweichungen. Das wird automatisch denn so eingestellt. Ich habe dann mal die vordefinierten Moden angesehen und da kann man sich die Gainwerte (am Monitor selber nicht Software) nicht anzeigen lassen. Ist das mit der beiliegenden Software anders ? Kann ich da z.B. beim Picture Modus die Gainwerte mir ansehen und gegebenfalls verstellen?

  • Ich verstehe dich leider immer noch nicht ganz.


    Die Gain-Regler sind Kontrastregler für den roten, grünen und blauen Farbkanal getrennt, deshalb sind es eben auch 3. Viele User suchen vergeblich den (einen) Kontrastregler und übersehen dann aber, dass dieser hier 3 fach ausgeführt ist.


    Im Custommode muss man sich jetzt natürlich entscheiden: Entweder man nimmt sich die Gain Regler vor und man stellt sich das Bild irgendwie ein. Dann ist natürlich die Farbtemperatur des Monitors auch irgendwie undefiniert eingestellt, weshalb der Monitor in seinem Menü auch keine Farbtemperatur mehr anzeigt ("aus" steht unter Farbtemperatur im OSD).


    Oder man orientiert sich an den Werten, die der Monitor vorgibt (zwischen 5000 und 9300K) und unter dem OSD Punkt Farbtemperatur gespeichert sind. Nutzt man diese Art der Einstellung, so werden vordefinierte Einstellungen für die Gainwerte abgerufen, die fix gespeichert sind und in ihrer Summe die gewählte Farbtemperatur des Bildes ergeben. Ob diese Punkte für die verschiedenen Farbtemperaturen jetzt alle genau kalibriert sind kann ich nicht sagen, ich glaube es wäre zu viel verlangt. Ich gehe davon aus, dass man diese Werte als gute Näherung nehmen kann.
    Wer ein wirklich genaues Bild bei bestimmter Farbtemperatur haben möchte, der kalibriert eh nochmals nach.


    Bei sRGB Modus gehe ich wie gesagt aber sehr starkt davon aus, dass dieser von Haus aus wirklich kalibriert ist.



    Mit der mitgelieferten Software ist auch nicht mehr einstellbar. Das ist richtig, dass man Gain von Hand nur im Custommode einstellen kann. Man kann sich jedoch auch für die anderen Modi die Gain-Werte zumindest anzeigen lassen. Diese sind unabhängig vom gewählten Modus bei gleicher Farbtemperatur auch gleich, was logisch ist.
    Dementsprechend, um auf dein Beispiel zurückzukommen, kannst du im Picture-Mode nicht direkt die Gainwerte verändern, sondern die Farbtemperatur. Da sich die Farbtemperatur aber aus den Gainwerten "quasi" zusammensetzt, änderst du aber auch dadurch diese, was sich mit der mitgelieferten Software gut in einem Fenster beobachten lässt.


    Die Einstellung der Gainwerte von Hand ist ohnehin "riskant", da man sich somit das Bild schnell farblich "total verdreht" und von einer neutralen Farbwiedergabe schnell abweicht. Diese Gefahr ist bei Benutzung des Reglers für die Farbtemperatur nahezu ausgeschlossen.
    Aber wie gehabt, wirklich anspruchsvolle User, die es brauchen, kalbrieren eh von Hand mit entsprechendem Equipment nach.

  • Ja, du hast mich schon ungefähr verstanden. WAs mir aber nicht einleuchtet, ich kann beim Custom Modus an beiden Reglern sprich Gain sowie auch Farbtemp. nachregeln. Was aber bei den vordefinierten nicht geht, da kann ich nur die Kelvin einstellen. Ist aber auch egal, ich wollte das nur wissen warum es nur bei Custom geht, und ob es vielleicht mit der Software anders ist.

  • hallo, ihr stolzen EIZO S 1910 Besitzer,


    ich habe selbst den Moni, muß aber sagen, daß ich die mitgelieferte Kalibrierungssoftware zum kotzen finde! Eben weil sie keinen "echten" Kontrastregler hat. Und bei aller Gain-reglerei...das ist doch Mist! Mein Vorschlag: die Software deinstallieren, zu Goggle gehen, " power strip" eingeben, Software runterladen und installieren. Power Strip hat alle Einstellungsmöglichkeiten, was besseres kenne ich nicht. Aber wie gesagt vorher die Eizo Software deinstallieren.


    Gruß - tom

  • Habe noch eine Frage. Was für einen max. Farbraum kann den der Eizo 1910 darstellen. Ich arbeite viel mit AdobeRGB wegen der SLR Digicam und da möchte ich nicht unnötig den Farbraum sRGB verwenden. Kann also der Eizo einen größeren darstellen als sRGB?

  • @tom


    Jeder bessere Monitor lässt sich in den 3 Farbkanälen direkt getrennt Reglen, das ist für gehobene Ansprüche auch logisch so und es ist eigentlich kein Problem damit sauber umzugehen.
    Das was du da mit PowerStrip machst ist pure Schinderei, weil du damit nur die Ausgabe der Grafikkarte änderst und den Kontrast künstlich hoch oder runterregelst. Tust du dies, so schränkt sich automatisch der anzeigbare Farbraum ein! Damit verfälschst du das Bild, was unter Umständen zu Effekten, wie sichtbaren Streifen in Farbverläufen, führt.
    Das ist also gar keine so tolle Idee.


    @Andreas


    Gut, dass wir uns verstehen! :-)
    Ums nochmal zu sagen: Farbtemperatur und Gainregler sind untrennbar miteinander verknüpft! Solltest du also im Custommode den Gainregler benutzen ist der Farbtemperaturregler automatisch auf "aus"! Es geht nur die eine (über Farbtemperaturregler) oder andere (über Gainregler) Einstellmöglichkeit.


    Der Eizo kann den sRGB Farbraum, nach Testbericht nahezu komplett darstellen.
    Vom Adobe RGB Farbraum allerdings sind alle TFTs bis auf wenige High-End Ausnahmen, die auf der neuen LED-Hintergrundbeleuchtung basieren, weit weit entfernt! Das ist z. Zt. für den Heimbereich viel zu viel verlangt.
    Nachlesen kannst du das auf folgender Seite (Testbericht über NEC LCD mit LED-Backlight) unten: "http://tomshardware.thgweb.de/2005/11/17/erster_flachbildschirm_mit_led_backlight/page8.html"
    Du kannst dir ja mal den ganzen Test durchlesen, dürfte eventuell interessant für dich sein!


    Im übrigen kommt in Sachen Farbraum ein gewöhnlicher Röhrenmonitor auch nicht besser weg, siehe: "http://www.behardware.com/articles/570-2/lumileds-the-future-of-the-lcd.html"
    Der oberste Monitor ist übrigens wieder ein NEC mit LED-Backlight, was deutlich am Farbraum zu erkennen ist...

  • Danke für den Link, werde mir diesen bei Gelegenheit bestimmt anschauen.
    Aber weist du auch noch wegen der Pixeldarstellung bescheid? Die alten bzw. alle Röhren können ja nur 78dpi darstellen. Wie ist das beim Eizo? Vielleicht hast du dazu auch schon mal was gelesen?

  • So ganz versteh ich dich mal wieder nicht, aber ich vermute du meinst dies:


    Die Pixeldichte, die ein Monitor maximal Darstellen kann, hängt, was die LCDs betrifft, von nativer Auflösung und Bilddiagonalen ab.
    Im Falle aller 19 Zoll Displays mit einer Auflösung von 1280x1024 Bildpunkten kommt man so auf eine in DPI umgerechnete Auflösung von 86,47 dpi.
    Nimmt z.B. ein 17 Zoll Display, welches ebenfalls mit 1280x1024 Bildpunkten arbeitet, so hat man auf grund der kleineren Diagonalen natürlich eine höhere Pixeldichte von 96,2 dpi.
    Allgemein kann man die Pixeldichte einfach berechnen: 2,54 dividiert durch den Punktabstand des Displays in cm.


    Bei der Röhre ist vorsicht geboten.
    Grundsätzlich errechnet sich auch hier die höchste Pixeldichte aus dem Punktabstand wie oben beschrieben.
    Nimmt man also einen 19 Zoll Sony Trinitron Röhren Monitor mit einem Punktabstand (in diesem Falle eigentlich Streifenabstand) von 0.025 cm als Beispiel, so kommt man auf eine Auflösung in DPI von 101,6 dpi.
    Das entspricht bei meinem Beispielmonitor einer Auflösung von 1463x1097 Bildpunkten.
    Man liest bei solchen Monitoren jedoch in den Datenblättern oft von maximalen Auflösungen jenseits der 1600x1200 Bildpunkten, die sie noch darstellen können, was einer höheren Pixeldichte entsprechen würde. Dies trifft jedoch nur auf die verarbeitende Elektronik zu! Die Röhre selbst kann, wie oben gezeigt, auf Grund des Punktabstandes nur echte 1463x1097 Bildpunkte 100% sauber voneinander getrennt darstellen. Höhere Auflösungen werden zwangsläufig matschig und unscharf dargestellt. Es gibt aber wesentlich feinere Röhrenmonitore als hier im Beispiel verwendet mit entsprechend feineren Masken und Punktabständen.


    Ergo: Wer also einen Monitor mit hoher Pixeldichte (dpi) sucht, der muss lediglich auf den Punktabstand achten, jedoch gilt gerade bei TFTs, dass mit steigender Pixeldichte die Schriften auch kleiner werden. Manch einem gar zu klein, so dass dann Maßnahmen wie die Vergrößerung der Schriften entgegen wirken müssen. Ein einfaches herunterschalten der Auflösung wie es bei der Röhre in diesem Falle möglich wäre ist beim TFT natürlich wegen der mäßigen Interpolation nicht zu empfehlen.

  • Ich denke das stimmt nicht ganz wie du schreibst. Ich habe mal gelesen das jeder Monitor nur 78dpi darstellen kann. Macht man dann die Auflösung höher wird einfach nur das Bild größer dargestellt aber auf einem Inch können nur 78 Pixel dargestellt werden. Es verschiebt sich nur die größe. Im Photoshop z.B. kann man nur zwei Einstellungen vornehmen, eine ist 78dpi und die andere etwas mit komma Wert aber auch nicht größer. Vielleicht hast du ja den PS und kannst selber mal nachschauen.
    Ich weis halt jetzt nicht wie das bei TFT ist. Kann aber auch sein das ich was gelesen habe was nicht stimmt. Ist schon eine Weile her und ich glaube ich habe das mal in einem Photoforum gelesen.

  • Die Frage ist: Kann deine Kamera mehr darstellen? Meist ist das sRGB-Profil in die Kamerabilder eingebettet, da macht es schon Sinn, im sRGB-Raum zu arbeiten. Ansonsten ist die Custom-Wahl ja dazu da, eine eigene Einstellung zu kreeieren. Ich habe auch den Eizo 1919 Monitor und kalibriere ihn mit dem eyeon display 2 von Gretag. Die Unterschiede zum vorgegebenen sRGB sind sooo gross auch nicht. Also: Wenn du keine Kalibrierhilfe hast, kann ich dir die sRGB Einstellung nur empfehlen.

  • Da du anscheinend nicht weiss, was du einstellen sollst; vor allem aber, da du keine Kalibrierhilfe hast, ist es sicher sinnvoller im (definierten) sRGB Modus zu arbeiten, als irgendwelchen Theorien nachzuhängen. Adobe ist sicher ein etwas weiterer Farbraum als sRGB, aber was nützt das dir, wenn du dein Equipment nicht darauf abstimmen kannst. Entweder du kaufst dir eine (taugliche) Kalibrierhilfe wie das Gretag-Ei oder du stellst sRGB ein. So sehe ich das.

  • Nun, die Angabe der DPI, also zu Deutsch "Punkte pro Zoll" habe ich oben mit Sicherheit richtig umgerechnet.
    Da kommt der im Vergleich zu seiner Fläche nicht gerade hochaufgelöste 19 Zöller schon auf 86dpi. Es kann also unter keinen Umständen stimmen, dass kein Monitor mehr als 78 dpi darstellen kann. Das wär Quatsch.


    Gemeint ist damit und auch mit der Einstellmöglichkeit in Photoshop sicherlich etwas anderes! Es hat wohl entweder mit den PostScript Standarts zu tun, oder es wird als Umrechnungsfaktor benötigt, um z.B. die Ausgabegröße des Dokumentes am Bildschirm so anzuzeigen, wie es auch aus dem Drucker kommen würde...

  • dirgro
    Ich habe ja nicht behauptet das du falsch gerechnet hast. Ich habe das halt mal wo gelesen. Wenn du dir da sicher bist wird das schon stimmen und ich habe falsche infos gelesen in anderen Foren.


    color
    Wenn der Monitor Standardmäßig einen größeren Farbraum als den sRGB darstellen kann, ist es bestimmt besser ich nehme den Picture oder Video Modus als den sRGB.