NEC PA271w kalibriert und jetzt? Workflow einrichten

  • hallo zusammen,


    ich arbeite im bereich fotobearbeitung, webdesign und auch print. ich habe es also mit verscheidenen farbräumen uns targets zu tun.
    nun meine frage: ich habe meinen pa271w mit spectraview II und dem nec colorimeter hardwarekalibriert, wie mach ich nun weiter?


    ich arbeite in gemanagedter umgebung unter creative suite cs4, welche einstellung soll ich nun in spectraview II fahren?
    das jeweils passende? also print standard für print und srgb für web und adobergb für photo?


    wie wirkt sich dies auf die softprooffunktion der creative suite aus?


    soll ich den monitor nicht lieber im wide-gammut laufen lassen und per softproof cs4 die farben bestimmen lassen? ?(


    tut mir leid, dass ich vielleicht seltsame fragen stelle, mir ist das ganze vorgehen leider nicht klar....



    vielen dank!

  • hier ist ein ganz gutes tutorial zum thema:


    leider bin ich mir noch immer nicht sicher, welche voreinstellungen ich im spectraview setzen soll, aber ich denke ich nehme einfach das wide gammut "full" profil aus dem multiprofiler?

  • Hallo,



    bedeutet das Du musst bei jedem Farbraumwechsel hardwaremäßig umschalten und die Farbverbindlichkeit geht verloren, da der NEC nur intern annähernd emuliert, da die Kalibrierung auf den AdobeRGB stattfindet?



    LG

  • Quote

    ich arbeite in gemanagedter umgebung unter creative suite cs4, welche einstellung soll ich nun in spectraview II fahren?
    das jeweils passende? also print standard für print und srgb für web und adobergb für photo?


    Nein. Da du den Bildschirm kalibriert und profiliert hast, kennt der Farbrechner in gemanagter Umgebung die aktuelle Monitorcharakteristik und kann die Transformationen mit Hilfe der beteiligten Profile durchführen. Kalibration/ Profilierung aus SV II also mit nativem Monitorfarbraum und gewünschtem Weißpunkt durchführen. Gradation würde ich erstmal mit einem Gamma von 2.2 festlegen. Wenn du z.B. viel mit ECI-RGB 2.0 arbeitest kannst du auch ein Target mit L* anlegen, um Tonwertverluste zu minimieren.


    Farbraumemulation über Multiprofiler/ OSD Einstellungen kommt erst in ungemanagter Umgebung zum Zuge.


    Gruß


    Denis

  • danke für die antwort!


    ok, jetzt vertstehe ich besser. wahrscheinlich läuft die calibration in sv II immer im monitorfarbraum, egal ob ich "photo editing" oder "print" auswähle. die unterschiede liegen nur im weisspunkt und im gammawert.


    aber eine kleine frage bleibt:


    es schein so, als wäre der rgb-farbraum extra emuliert (ist dies eigentlich der einzige farbraum, welcher wriklich emuliert wird?).
    wenn ich nun also an einer website arbeite, nutze ich dann lieber den emulierten rgb-farbraum über sv II oder soll ich ganz normal im monitorfarbraum arbeiten und als softproof im photoshop rgb auswählen?
    wenn ich dies über photoshop tue, dann lieber macintosh oder windows rgb? oder monitor rgb? nein dies wäre dann ja der native farbraum....


    lieben dank!

  • Quote

    es schein so, als wäre der rgb-farbraum sRGB-Farbraum extra emuliert (ist dies eigentlich der einzige farbraum, welcher wriklich emuliert wird?).


    Aus SpectraView II heraus ist derzeit tatsächlich nur eine sRGB Emulation (mit fixen Parametern) möglich.


    Quote

    wenn ich nun also an einer website arbeite, nutze ich dann lieber den emulierten rgb-farbraum über sv II oder soll ich ganz normal im monitorfarbraum arbeiten und als softproof im photoshop rgb auswählen?


    Softproof brauchst du in PS hier gar nicht. Wenn das Monitorprofil in Windows hinterlegt (macht SV II autmatisch) ist, greift der Farbrechner von PS darauf selbständig für die notwendigen Transformationen unter Berücksichtigung des Dateiprofiles zurück. Je nach Einsatzzweck kann es sinnvoll sein, deine Bilder, sofern nicht in sRGB vorliegend, nach sRGB zu konvertieren. Bitte in keinem Fall als Arbeitsfarbraum in PS das Monitorprofil hinterlegen. Das deaktiviert das Farbmanagement.


    Gruß


    Denis

  • dH alles was man machen muss ist eigentlich das Wide Gamut Profil im Bildschirm einzustellen. Nach Kalibrierung. ?

  • danke für die antwort!

    Quote

    Softproof brauchst du in PS hier gar nicht. Wenn das Monitorprofil in Windows hinterlegt (macht SV II autmatisch) ist, greift der Farbrechner von PS darauf selbständig für die notwendigen Transformationen unter Berücksichtigung des Dateiprofiles zurück.

    also ich betreibe meinen monitor ganz einfach "normal" (voller farbraum) und photoshop zeigt mir mein bild automatisch in srgb an, insofern es srgb entspricht. ok, verstanden!
    wenn ich nun ein adobe rgb bild aus meiner spiegelreflex habe und ich möchte kurz prüfen, wie das ganze im internet als jpg aussehen würd, dann greife ich auf den softproof unter verwendung von srg zurück, oder?

  • Quote

    also ich betreibe meinen monitor ganz einfach "normal" (voller farbraum) und photoshop zeigt mir mein bild automatisch in srgb an, insofern es srgb entspricht. ok, verstanden!


    Genau.


    Quote

    wenn ich nun ein adobe rgb bild aus meiner spiegelreflex habe und ich möchte kurz prüfen, wie das ganze im internet als jpg aussehen würd, dann greife ich auf den softproof unter verwendung von srg zurück, oder?


    Ja, das wäre so korrekt. Du mußt natürlich bedenken, dass viele Nutzer selbst einen WCG-Bildschirm ohne Farbmanagement einsetzen und selbst Bildschirme ohne erweiterten Farbraum i.d.R. auch keine perfekten sRGB-Wiedergabegeräte (zumindest out of the box) sind. Aber das kannst du nicht sinnvoll berücksichtigen.


    Viele Grüße


    Denis