Verständnisfragen zu BenQ-Monitor, MacBook Pro & Color Management

  • Hallo!


    Ich habe seit Kurzem den BenQ SW271C und versuche zu verstehen wie das mit dem Color Management funktioniert.



    1.

    Der BenQ hängt per USB-C an meinem MacBook Pro und ich will auf beiden Displays eine korrekte Farbdarstellung.


    Den BenQ habe ich mittels „Palette Master Element“ und „SpyderX Pro“ kalibriert/profiliert, das MacBook Pro-Display mittels Apple Kalibrierungsassistent. Bei beiden habe ich den Weißpunkt auf D65 gesetzt (beim MacBook Pro ist das auch der einzige Wert den ich einstellen kann). Auf dem MacBook Pro sieht das Weiß auch sehr Weiß aus, aber auf dem BenQ ist es vergleichsweise grau. Was stimmt da nicht?


    Generell wirkt das Bild des BenQ auch eher blasser, nicht so kräftig wie auf dem MacBook Pro. Und wenn ich etwas seitlich auf den BenQ schaue dann sieht das Bild etwas milchig aus, beim MacBook Pro habe ich das nicht. Ist das normal? Liegt das an den Panels selbst oder beruht das auf einer falschen Einstellung?



    2.

    Was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen der Einstellung des Monitorprofils in den macOS-Systemeinstellungen und dem Monitorprofil welches ich per OSD am BenQ einstelle?

    Muss ich da immer das gleiche wählen? Oder anders gefragt, was passiert wenn ich in den Systemeinstellungen ein anderes Profil eingestellt habe als am BenQ-Monitor?



    3.

    Zu „Palette Master Element“:


    Was bedeutet die Einstellung „RGB Primärfarben“?

    Brauche ich für jeden Farbraum den ich nutzen will eine eigene Profilierung? Beschränke ich den Monitor hier z.B. mit der Auswahl von sRGB auf diesen einen Farbraum?

    Was bedeutet die Einstellung „Panel Native“? Werden mir dann alle Farbräume richtig dargestellt?



    Der Vollständigkeit halber hier meine anderen Einstellungen:

    Weißpunkt: D65

    Leuchtdichte: 120cd

    Gamma: 2.2

    Schwarzpunkt: Absolut Null

    Profilversion: v4

    Profiltyp: Matrix

    Größe Messfeldsatz: klein

  • Und wenn ich etwas seitlich auf den BenQ schaue dann sieht das Bild etwas milchig aus, beim MacBook Pro habe ich das nicht. Ist das normal? Liegt das an den Panels selbst oder beruht das auf einer falschen Einstellung?

    Die Blickwinkelstabilität hat tatsächlich nichts mit der Kalibrierung zu tun, sondern liegt am Panel. Die in den MacBooks sind sehr blickwinkelstabil; andere können da durchaus schlechter sein.

  • Ich vermute, dein Macbook hat eine Glassscheibe vor dem eigentlichen Panel. Dein BenQ wird über die typische 3H-Beschichtung (Entspiegelung; "Anti-Glare") verfügen. Das ist soweit ich weiß auch der Grund, warum die Farbe Schwarz auf Apple-Geräten dunkler wirkt.

  • Nachtrag:


    Ich habe jetzt folgende Einstellungen:

    MacBook Pro = software-kalibriert/profiliert mit Spyder X (Spyder X Software)

    BenQ SW271C = hardware-kalibriert/profiliert mit Spyder X (Benq Palette Master Element Software)


    Beide Monitore decken sRGB zu 100% ab.

    In den Systemeinstellungen ist beiden Monitoren das jeweilige erstellte Monitor-Profil zugeordnet.


    Problem:

    Wenn ich nun mit meinem ColorPicker (ColorSlurp – eingestellt auf sRGB) dieselbe Farbe auf den Monitoren auslese erhalte ich unterschiedliche Werte.

    Warum? Die müssten doch gleich sein!


    Wenn ich dagegen in den Systemeinstellungen bei beiden Monitoren das „sRGB IEC61966-2.1“-Profil verwende erhalte ich auch auf beiden die gleichen Werte.


    Was bringt mir da die Kalibrierung/Profilierung?

    Ich verstehs nicht!

  • Hab mal bei geizhals MacBook Pro eingegeben. Von 311 gefundenen Modellen bzw. Varianten (vor allem Größe des Speichers) steht bei 311 "glänzend (glare)" dabei, egal ob USB-C oder nicht.


    Knalligere Farben, weißeres Weiß, schwärzeres Schwarz - das sind für mich alles Indizien dafür, dass kein 3H oder "Anti-Glare" Coating vorhanden ist.


    Ich sehe zumindest nicht, wo erwähnt wird, um welches Model/Jahr o.ä. es hier genau geht. Sollte ich unrecht haben, tut's mir leid. Aber sollte kein Coating vorhanden sein, muss der Thread-Ersteller nicht mehr weiter suchen. Das ist alles.

  • hza

    Ich meine ja auch nicht, dass die MacBooks mattierte Displays haben, aber sie haben definitiv keine

    Glassscheibe vor dem eigentlichen Panel

    ;)


    Die Panels sind laminiert, das ist ein Unterschied.

  • Ja, das MacBook Pro Display ist glänzend, das vom BenQ ist matt.


    Aber meine Probleme gehen ja wie beschrieben darüber hinaus und betreffen vor allem die Profilierung.

    Kann dazu jemand noch was sagen?