19" HP L1925 (Prad.de User)

  • So, gestern kam dann endlich auch mein HP L1925. Bestellt hatte ich ihn am 14.10.03 bei Yagma, aber aufgrund der enormen Nachfrage war HP wohl in Lieferschwulitäten geraten. Egal, dafür habe ich das Teil für rund € 630,- bekommen (d. h. zum Vor-Boom-Preis - mittlerweile bietet ihn Yagma nur noch für € 699,- an :D). Der Monitor kam im unbeschädigten Originalkarton ohne Umverpackung per UPS.


    Das Auspacken geht auch allein recht gut von der Hand, wenn man am Monitor anpackt und nicht an den Styroporpolsterungen (@HP: warum noch immer Styropor, bei den Druckern geht's doch mittlerweile auch ohne?). Kurzer Vollzähligkeitsappell: Monitor,Kabel, CD und Handbuch, alles da. So, nun erstmal den alten 19"-CRT vom Schreibtisch wuchten - erstaunlich, was sich da so alles drunter ansammelt im Laufe der Jahre ;). Nach dem obligatorischen Staubwischen kommt "der Neue" auf den Tisch. Hammerhart, wieviel weniger Platz der braucht! Da tun sich ja ganz neue Möglichkeiten in der Schreibtischnutzung auf, ganz zu schweigen davon, dass der Tisch nun endlich mit dem Rücken an der Wand steht und nicht 40 cm davor. Das Anschliessen der Kabel geht Dank der Pivotfunktion ohne Verrenkungen vonstatten. Ich muß den Analogeingang nutzen, da meine Grafikkarte, eine betagte Geforce 2 GTS, noch keinen DVI-Ausgang hat (aber Weihnachten ist ja nicht mehr weit...). Die Kabelführung unter dem Sockel gefällt mir. Überhaupt macht das Gehäuse einen sehr durchdachten und edlen Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Materialien fühlen sich hochwertig an. Jedwede Einstellung ist leicht und ohne Kraftanstrengung machbar und doch ist das Gerät insgesamt sehr stabil und steht dank des massiven Fußes satt auf dem Tisch. Noch ein kurzer Check, ob alles richtig sitzt und dann kommt der große Moment der ersten Inbetriebnahme.


    Ich hatte vorher als Vorsichtsmaßnahme in Windows XP den Monitortyp auf Standard sowie VGA-Auflösung eingestellt. Das Hochfahren funktioniert auch ohne Probleme, allerdings ist die interpolierte Darstellung der 640x480 Pixel natürlich qualitätsmäßig nicht so toll. Von der mitgelieferten CD installiere ich die INF- und ICM-Dateien und der Monitor erscheint korrekt in den Anzeigeeigenschaften. Soweit, so gut. Nachdem ich dann allerdings von der VGA-Auflösung auf die generische Monitorauflösung von 1280x1024 @ 60 Hz umstelle, bleibt der Bildschirm schwarz und der Monitor fordert mich auf, eben diese Auflösung einzustellen. Nach kurzer Ratlosigkeit kommt mir der Gedanke, daß es die Geforce vielleicht nicht so genau mit der Bildwiederholfrequenz nimmt. Ein Blick ins Handbuch verrät mir, daß der Monitor auch mit 75 Hz betrieben werden kann. Also stelle ich 75 Hz ein und "Bingo", es funzt. Und wie!


    Der Bildeindruck ist von Anfang an überwältigend. Schnell das Monitortestprogramm gestartet und nach Pixelfehlern gesucht. Nix, absolut fehlerfrei. Die Autoeinstellung ist nahezu perfekt, lediglich die Phasenlage bedarf einer kleinen Korrektur (vermutlich aufgrund des Analogsignals), um ein leichtes Moiréemuster wegzuregeln. Außerdem fahre ich die Helligkeit um 30 Punkte runter, weil das Teil in meinem abgedunkelten Arbeitszimmer dermaßen strahlt, dass ich selbst in der hintersten Ecke noch ohne Zusatzlicht Zeitung lesen könnte. Nun gut, das gibt entsprechende Reserven bei Tageslicht. Das OSM gefällt durch seine durchdachte Menüführung, wobei die häufig benutzten Einstellungen (Helligkeit, Kontrast) auf der obersten Ebene und damit im direkten Zugriff liegen. Warum sich der Cursor allerdings mit der linken Pfeiltaste nach unten und mit der rechten Pfeiltaste nach oben bewegen lässt, bleibt mir ein Rätsel. Rein von der Intuition her müsste es genau andersrum sein. Kleiner Schönheitsfehler, Marke "Verzeihbar".


    Praxistest: Rasch klicke ich durch meine üblichen Anwendungsprogramme. Textverarbeitung, Bildverarbeitung, Videoschnitt, alles einwandfrei und in einer nie gekannten Schärfe und Farbbrillianz. Die höhere Desktopauflösung (alt: 1152x864) macht enorm Spaß, da der Platzgewinn nahezu 25% beträgt. Surfen im Internet bekommt eine neue Qualität. Das Lesen selbst größerer Seiten mit viel Text ist wesentlich entspannter und ermüdungsfreier. Beim Scrollen fällt mir kein Schlieren auf. Den Schlierentest habe ich nicht durchgeführt, weil ich mir lieber ein Bild in der tatsächlichen Anwendung mache. DVDs und sonstige Filme werden ohne Probleme dargestellt.


    Härtetest Spiele: Nacheinander starte ich IL2 FB (Flugsimulation), Nascar 2003 (Rennsimulation) und Half-Life (Ego-Shooter). Bei den beiden Simulationen fällt mir nichts negatives auf. In Half-Life bemerke ich allerdings zum ersten Mal Schlieren, vor allem in dunklen Spielabschnitten. Sie halten sich aber in Grenzen und wirken auf mich persönlich nicht besonders störend.


    Fazit: Eine gute Anschaffung, die ich jederzeit wieder tätigen würde. Sehr empfehlenswert.