Hp L1925 (Prad.de User)

  • Hallo Prad.de Gemeinde.


    Dies ist mein Beitrag als kleines Dankeschön für die wertvollen Tipps und Anregungen, die ich durch dieses Forum erhalten habe.


    Vorgeschichte:
    Als in der vorweihnachtlichen Zeit der Konsumzwang in mir aufkam, wurde mir schlagartig bewusst, dass die Zeit der Röhre auf meinem Schreibtisch abgelaufen war.
    Ich benötigte also dringendst ein schönes TFT-Display. :D
    Tja, nur welches?
    Auf jeden Fall sollte es etwas Ordentliches sein. Nicht zu klein, nettes Design, DVI, alltagstauglich für den Umgang mit Internet und Office, und möglichst nicht zu teuer.
    Ja, und wenn man dann noch damit gelegentlich ein Spielchen spielen könnte…


    Nach längerer Recherche blieb ich schließlich am HP L1925 hängen.
    Design und Ausstattung sagten mir zu, und die überwiegend positiven Bewertungen der Prad-User taten das Übrige dazu.
    Tja, nur leider war das gute Stück nirgends sofort lieferbar und schon gar nicht zu den bisher hier genannten Preisen von knapp 600,- €.
    Trotzalledem konnte ich meinen Konsumzwang überreden auf die mittlerweile verlangten 649,- € und 4-6 Wochen Lieferzeit bei Amazon einzugehen.
    Und nach NUR 7 Wochen war der HP dann endlich da.


    Was wurde geliefert?


    HP L1925 Monitor, Nov. 2003, TCO 03
    DVI-Kabel
    VGA-Kabel
    Netzkabel
    Handbuch
    CD mit Treibern,
    Pivot© Pro 7.0 – Software, Multilingual
    Auto Adjustment Software
    Handbuch als PDF-Datei


    Auspacken, Aufstellen und Anschließen:


    Amazon hat der Originalverpackung von HP noch einen Um-Karton spendiert, so dass dieser weder mit zusätzlichem Klebeband und Adressaufklebern verunstaltet wurde, noch irgendwelche Transportschäden erleiden konnte.
    Der Monitor selbst kommt ‚Am Stück’, d.h. er muss nicht zusammengebaut werden.
    Lediglich das als Transportsicherung dienende Kunststoffband um Display und Fuß muss abgenommen werden.
    Das Netzkabel und das passende DVI – bzw. VGA-Kabel finden an der Rückseite des Displays problemlos ihren Platz, und können durch die Kanäle des Standfuß nach hinten abgeführt werden.
    So platziert stört es mich nicht, dass die Kabel senkrecht herunterhängen, da es sehr geordnet aussieht und aufgrund des schwarzen Fußes die Kabel fast unsichtbar werden.
    Gedenkt man aber die Pivot Funktion des TFTs öfters nutzen wollen, so sollte man die Kabel besser nicht durch die Kanäle führen, da es sonst eine fummelige Sache wird die benötigten Kabellängen durch die Kanäle zu zerren und beim Rückstellen auf Normalbetrieb wieder zurückzustopfen.


    Inbetriebnahme:


    DVI-Eingang:
    Anschluss an eine AOpen Geforce 4 Ti 4200.
    Das Bild wurde erwartungsgemäß sofort korrekt dargestellt.


    VGA-Eingang:
    Anschluss mittels einer prähistorischen Matrox Productiva G100.
    Das Bild wurde sofort per Auto Adjustment problemlos und korrekt eingestellt.
    Die auf CD mitgelierte Auto Adjustment-Software wird somit eigentlich nicht benötigt.


    Die Umschaltung zwischen den beiden Signalquellen erfolgt übrigens ganz einfach und bequem über die Bedientasten 1 und 2 am Gehäuse.
    Man muss also nicht erst lange im OSD rumkramen.


    Pivot Funktion:


    Das Display lässt sich mit leichtem Kraftaufwand aus der Arretierung bewegen und um 90° Grad drehen. Es rastet mit einem doch recht lauten und erschreckenden Klack-Geräusch ein.
    Im ersten Augenblick denkt man, dass etwas kaputt gegangen ist, was sich dann glücklicherweise nicht bestätigt.
    Auf dem Weg in das Hochformat sollte man unbedingt auf die Anschlusskabel achten, vor allem wenn sie durch die vorhin erwähnten Kanäle geführt wurden.
    Man sollte immer für genügend „Stoff“ sorgen, um die Kabel nicht durch Knicke oder Zugbelastungen zu strapazieren.
    Beim Zurückdrehen ins Querformat rastet das Display ebenfalls mit dem beschriebenen Geräusch ein.


    Höhenverstellung, Neigungswinkel


    Der Monitor besitzt eine Höhenverstellung, welche sich sehr angenehm benutzen lässt.
    Mit leichtem Druck am oberen oder unteren Gehäuserahmen lässt sich dass Display stufenlos nach oben und unten bewegen.
    Zur Seite lässt es jeweils einen Bewegungswinkel von 45° zu, der Neigungswinkel beträgt 5° nach unten und bis 25° nach oben.
    Das lässt keine Wünsche offen.


    Pixelfehler:


    Mit Hilfe verschiedener Testprogramme (TFT-test, Nokia-Test, c’t-screen) den Pixeln zu Leibe gerückt ->
    KEINE Fehler zu entdecken. :)) :)) :))


    Ausleuchtung:


    Die einzelnen Farbseiten der Testprogramme werden sehr gleichmäßig dargestellt, nur beim Standard-Desktop-Hintergrundblau von Windows XP bin ich der Meinung, dass im linken unteren Teil die Darstellung etwas heller ist als der Rest.


    Das Backlight (Hintergrundbeleuchtung) des HP empfinde ich als viel zu hoch.
    In einem abgedunkelten Raum ist die Schwarzdarstellung eher als „leuchtend schwarz“ oder „Schwarz mit Grauschimmer“ zu beschreiben.
    Leider lässt die Intensität des Backlights nicht wie bei einigen anderen TFTs herunterregeln um diesen Effekt zu mildern.

    Helligkeit, Kontrast, Farbe


    In der Werkseinstellung (Helligkeit 85/100; Kontrast 75/100) strahlt der HP einem schon mächtig entgegen.
    Ein weißer Hintergrund, z.B. bei Word beißt ordentlich in den Augen.
    Ich musste die Helligkeit auf 30 herunterregeln, um das Bild als angenehm zu empfinden.
    Aber die Farbe Weiß wird auch dann immer noch als Weiß dargestellt.


    Die Farben lassen auf die üblichen Farbtemperaturen 6500° und 9300° konfigurieren, oder man stellt sie über die Option Benutzerdefiniert nach eigenem Geschmack ein.


    Interpolation:


    Der HP interpoliert immer vollflächig, sodass das Bild natürlich umso schlechter wird, je kleiner die ausgewählte Auflösung ist.
    Als Besitzer einer NVIDIA Karte kann man aber per Treiber dafür sorgen, dass kleinere Auflösungen 1:1 mit schwarzen Rändern dargestellt werden. Die Darstellung wird so zwar kleiner, aber man hat nach wie vor ein gestochen scharfes Bild.
    Ob ATI –Treiber dies auch bieten kann ich nicht sagen.


    Schlieren:


    JA!
    Mit dem Schlierentest von dieser Site lässt sich recht schnell erkennen, dass der HP das Schlieren sehr gut beherrscht. Im Vollbildmodus der Flashanimation wird das rote Quadrat zum Zeitpunkt der maximalen Beschleunigung fast zum Halley’schen Kometen. ;(
    Ich war ehrlich gesagt erschrocken, wo doch viele der Meinung waren, der HP wäre in diesem Punkt einer der Besseren.
    Da möchte ich nicht wissen, wie schlechtere Produkte hier abschneiden.
    Beim Scrollen von Texten fällt dieser Effekt weniger auf. Hier auf PRAD.de wird die kleine Schrift schon verwischt, bei der Trefferliste von Google hingegen kann man fast kein Verwischen erkennen.
    Aber wer liest schon beim Scrollen, oder?


    Spiele:


    Nach dem mäßigen Ergebnis im Schlierentest wollte ich natürlich auch sehen, wie sich der HP im Bereich Spiele schlägt.
    Ich bin jetzt nicht gerade das, was man allgemein als Zocker bezeichnet, aber das ein oder andere Spielchen landet schon mal auf der Platte.
    Getestet habe ich kurz drei Spiele:
    URU- Ages beyond Myst
    NFS – Underground
    Unreal II – The Awakening


    Hier meine Erkenntnisse:
    URU- Ages beyond Myst
    Das Spiel lebt bekanntlich wie seine Vorgänger von den atemberaubenden Landschaften und der Liebe zum Detail.
    Es animiert den Spieler immer wieder sich stundenlang nur umzusehen und zu staunen – ja, es sei denn man sieht sich die Gegend per Rechts- bzw. Linksdrehung an.
    Die Bewegungsunschärfe lässt dann die schönen Grafiken schon spürbar verschwimmen.
    Je dunkler die Spielsituation, desto schlimmer wird es.


    Fazit: Für den vollen Spielgenuss ungeeignet.

    Need for Speed – Underground
    Um es kurz zu machen: Ich bin überrascht!
    Ich kann keinen wirklichen Unterschied zum CRT sehen. Es sieht richtig gut aus.


    Fazit: Voll spielbar


    Unreal II – The Awakening
    Ich habe hier nur die Eingangslevel angespielt, aber man sieht deutlich Bewegungsunschärfe.
    Ich denke, dass bei längerer Spieldauer dies ordentlich auf die Augen und letztendlich auch auf die Konzentration geht.


    Fazit: Eher ungeeignet




    Gesamtfazit meines Tests:


    Der HP L1925 ist ein Monitor, der wenig Wünsche offen lässt.
    Das Design ist klasse, die Ausstattung komplett, das Handling angenehm, die Darstellungsqualität sehr gut, der Preis in Ordnung.
    Nur zum Spielen ist er, wie wohl z.Zt. alle 19’’, nicht sonderlich geeignet.


    Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen.


    Das soll’s gewesen sein.


    Gruß, Tagwia

  • Das mit den Spielen und Schlieren ist aber subjektiv. Ich habe auch den HP und sehe da weniger Probleme.


    Trotzdem eine schöne Beschreibung, der ich mich anschließen möchte. Bin ebenfalls froh, so lange gewartet zu haben!


    Gruß,
    Niemand

  • Hallo und Hilfe,


    ich habe leider meine Orginal CD zum HP L1925 verloren. Nach einer Neuinstallation kann ich nicht mehr die Pivot Software installieren, und benötige dringend die Installationssoftware dazu.
    Wer kann helfen ?