Auch ich habe ja einen Monitor der digital angeschlossen, stark schliert. Letztendlich bin ich kein Techniker und habe versucht die Thematik mal im Internet nachzulesen. Dabei sind einige Fragen aufgetaucht:
1. Die Stärke eines Signals egal ob digital oder analog wird in mV gemessen. Ist das so richtig? Denn auch ein digitales Signal hat doch eine Stärke?
2. In einem groß angelegten Test (analoges Signal) wurden eine große Menge Karten getestet. Die mV Werte lagen zwischen 730 und 793. Wenn nun eine Karte auf 915 mV getunt wird, jetzt lassen wir mal außen vor, wie das überhaupt geht, ist das nicht ein Wert der über der Norm und somit Spezifikation der Karte liegt? Kann es hier zu technischen Ausfällen bei Karte oder sogar Monitor kommen?
Abgesehen davon gibt es eine VGA Norm!
Die VESA gibt grundlegende Spezifikationen für die VGA-Schnittstelle vor, die hauptsächlich die Pixelgeometrie, Pixel-, Zeilen- und Bildwiederholfrequenz sowie den Signalpegel betreffen. Laut VESA-Bestimmungen hat zum Beispiel der VGA-Industry-Standard 640x480-Pixel-Mode eine Bruttoanzahl von 800 Pixel pro Zeile und 525 Pixel pro Spalte inklusive aller Rand- und Synchronisationspixel. Die empfohlene Bildwiederholfrequenz beträgt 59,94 Hz, die Zeilenfrequenz 31,469 kHz und die Pixelfrequenz 25,175 MHz. Dabei soll der Signalpegel am Ausgang der VGA-Schnittstelle 700 mV betragen . Die Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkte kommt bereits auf eine Bruttoanzahl von 1328 Pixel pro Zeile und 804 Pixel pro Spalte. Bei einer Bildwiederholfrequenz von 75 Hz erreicht die Pixelfrequenz bereits 80 MHz.
Hier wird lediglich von 700 mV gesprochen!
3. Kann man auch ein digitales Signal verstärken?
4. Wie verstärkt man das Signal überhaupt?
5. Ich habe in einem Artikel (auch wieder analoge Karte) gelesen:
"Nicht ohne Grund kursieren für viele Grafikkarten Umbauanleitungen für die Entfernung der Dämpfungsglieder."
Hat jemand damit schon mal Erfahrung gemacht?
6. Auch im Internet gefunden, wenn die mV Werte Erhöht werden.
Genau entgegengesetzt wirkt sich eine zu hohe Amplitude auf die Darstellung aus: Das Bild erscheint überzeichnet, einzelne Farben sind zu grell. Bei unseren Tests erreichen einzelne Grafikkarten durchaus Amplituden von über 800 mV. So kommt die ASUS V8440 - wie die oben erwähnte MSI basierend auf einem GeForce4 Ti4400 - auf eine Signalamplitude von 863 mV.
Vor allem bei leuchtenden Farben wird die überzogene Darstellung deutlich, hier hilft nur ein Nachregeln des Kontrasts am Monitor. Um den Monitor optimal einzustellen, sollte vorher der Cut-off-Punkt justiert sein. Dieser ist erreicht, wenn bei einem schwarzen Bild kein Hintergrundleuchten mehr zu erkennen ist. Hierzu wird zunächst auf 100 Prozent Kontrast geregelt und dann per Helligkeitseinstellung der Cut-off-Punkt gesucht. Anschließend wird die Helligkeit der weißen Bildanteile mit dem Kontrastregler passend eingestellt.
Im Test PC Magazin wurde auf 915 erhöht. Sollten die guten Werte der Bildaufbauzeit nur durch eine Minderung der Darstellungsqualität erreicht worden sein, ist das ganze sehr fraglich.
Wie Ihr seht Fragen über Fragen und mir qualmt die Rübe 