Posts by Gotsche

    Was heißt genau 'It burns'? Die Farben sind zu kräftig (WideGamut) oder die Helligkeit geht Dir auf den Zeiger?


    Im letzteren Fall kann es ja durchaus sein, dass Du zuvor mit Deinem alten Röhren- oder LCD-Monitor ein viel dunkleres Bild bevorzugt hast. Aber dann vorsicht: viele LCD-Monitore werden mit 400cd..500cd beworben. Sinnvoll sind aber eher Einstellungen von <140cd! Ob man einen 400cd Monitor gut auf 80..120cd Einstellen kann ist hier eine generelle Frage. Beim HP 2475w klappt das noch verhältnismäßig gut. Beim wesentl. teureren Nec 2690WUXi, für den ich mich auch interessiert hatte, ist diese Helligkeit nur grenzwertig einstellbar. Heller gehts immer, aber bei eingestellten 0% Helligkeit wird vermutlich die Helligkeitsverteilung jedes Monitors nicht mehr optimal sein und evtl. Wolken und Farbflecken zu sehen sein.


    Ist schon ne Krux mit den LCD Monitoren heutzutage. Wirklich ideale allroundfähige Monitore scheints momentan wohl nur bei Apple zu geben, wo auch das ganze Betriebssystem wohl farbmanagementfähig ist. WideGamut sollte also bei Apple kein Problem darstellen und die Qualität soll wohl auch stimmen...

    Was heißt noch immer???


    Da hast Du ja die Sättigung aller drei Grundfarben arg zurückgeschraubt. Vielleicht hast Du deswegen kein wirklich optimales Bild?


    Es gab just bei den News bei Prad mal nen Report für eine solche Verfahrensweise, allerdings nur bei Eizo und Nec mit 6-Farb-Reglern (Primär & Sekundärfarben).



    Ich denke mal nicht, dass man mit den 3 Primär-Farbreglern beim HP hier ein wirklich befriedigendes Ergebnis hinbekommt, auf sRGB zu kommen.


    Komisch, ich habe Kalibriert und Profiliert und alle farbmanagement fähigen Anwendungen liefern ein astreines Bild (eben Fotobearbeitung & Fotobetrachtung und Internet-Browsen). Bei allen anderen Anwendungen incl. OS sind natürlich viele Farben etwas übersättigt, aber daran hab ich mich gewöhnt.


    Übrigens interpoliert der HP wohl recht gut, egal welche Auflösung ich dem bisher hingeworfen habe, alles sah sehr gut aus. Wie meinst Du das mit dem kleineren Bild? Man kann wohl wählen, dass bei einer gringeren Auflösung nicht interpoliert wird und damit ein kleineres Bild in weiterhin voller nativer Auflösung dargestellt wird. Oder man kann auf Bildschirmgröße hochinterpolieren lassen (entweder seitengerecht oder nicht).

    Ja klar darfst Du das, wenn Du unbedingt möchtest.


    Hab just nochmals neu kalibriert und profiliert:


    Helligkeit: 27
    Kontrast: 80
    benutzerdef. Farbe (R 255, G 213, B 221)


    Hab zudem mein erstelltes Profil beigefügt.


    Könnt ja mal probeweise Testen, ob Ihr mit den obigen Einstellungen und dem Profil Euren HP eingestellt bekommt. Mittels Adobe Photoshop oder Adobe Lightroom sollte eine farbneutrale Farbdarstellung bis hinein in den AdobeRGB-Farbraum möglich sein.... (ist bei mir jedenfalls so).

    Files

    • HP2475w.zip

      (55.99 kB, downloaded 197 times, last: )

    Ja, das ist mir auch aufgefallen mit der Netz-LED. Is mir aber nicht so wichtig.


    Hier mal meine Kalibrierungseinstellungen:


    Helligkeit: 27
    Kontrast: 80
    benutzerdef. Farbe (R 255, G 213, B 225)


    Hiermit habe ich etwa 140cd, bei 6500K ohne Farbstich einstellen können.

    Ich würde es als erstes Mal auf Werkseinstellungen zurücksetzen und dann mal ganz einfache Monitortestbilder aufrufen. Farbverläufe, Grauflächen, einfarbige Flächen, ect. begutachten.


    ( )


    Wenn es da erst mal keine Mängel gibt (Wolken, grobe Farbstiche, ect.), würd ich dann anfangen den Monitor zu kalibrieren. Einfach die Einstellungen des Prad-Tests zu nehmen muß nicht funktionieren, denn in der Zwischenzeit kann es auch Firmware/Einstellungsänderung in der Produktion des HP gegeben haben und die Einstellungen von Prad treffen dann nicht mehr zu. Am einfachsten ist so eine Kalibrierung halt mit einem Colorimeter als Hilfsmittel, ansonsten muß der subjektive Eindruck ausreichen. Anfangen sollte man mit Kontrast 80%, Helligkeit runter auf vielleicht 15%, 6500K. Dann mittels benutzerdefinierten Farben diese ganz vorsichtig an einem hellgrauen Bild so ausrichten, dass kein Farbstich mehr zu Erkennen ist. Das wars eigentlich schon mit der Kalibierung. Die Farben werden dann trotzdem noch übersättigt erscheinen, ausser Ihr profiliert das Ganze noch mit einem Colorimeter und arbeitet mit farbmanagement-fähiger Software....


    Ich könnte ja mal die Monitorsettings meiner Kalibierung hier Posten. Vielleicht kommen die der idealen Einstellung nahe - aber eben jeder Monitor ist nicht zu 100% gleich, das muß dabei klar sein. Ich werde heut Abend mal meine Settings hier Posten...

    Ist halt ein WideGammut und bleibt ein WideGammut. Ich hab mir gleich nen Colorimeter (ca. 130Euro) dazu gekauft und hab den Monitor damit astrein Einstellen können. Es paßt einfach alles.


    Bei herkömmlichen Nicht-WideGammut-Displays kommt man vielleicht um ein solches Colorimeter herum, ohne aber verstellt man wahrscheinlich so lange hilflos an den Reglern rum, bis kaum noch was paßt, der Monitor nicht mehr in seinem Arbeits- und Regelbereich läuft und somit vielleicht auch Farbverläufe und Wolken darstellt.


    Ich empfehle daher: entweder Colorimeter dazu oder ein Nicht-WideGammut-Display.

    @ Ottmar Hitzkopf


    welches Colorimeter verwendest Du, ein Spyder? Erst das Spyder3 ist von der Hardware her in der Lage einen erweiterten Farbraum überhaupt korrekt ausmessen zu können. Die älteren Spyder2 können dies nur unzulänglich, sind also ungeeignet für WideGammut Monitore.


    Welche Farbmanagementfähigen Anwendungen gibt es? FireFox 3 (muß aktiviert werden im config-Menü), Adobe Lightroom, Adobe Photoshop, Adobe Elemtents, Adobe.... Angeblich soll der Safari Browser auch Farbmanagement beherrschen, aber nur zu einem Teil (ausserdem dauert mir das erste Starten von Safari viel zu lange - und das soll der schnellste Browser sein?)... Mehr fällt mir momentan leider nicht ein.


    Warum man den HP 2475w nicht auf sRGB kalibrieren kann? Weil er keine Hardwarekalbrierung durch integrierte LUTs unterstützt und weil er einen erweiterten Farbraum zu sRGB darstellen kann! Zumal man zwischen Kalibrieren und Profilieren unterscheiden sollte:


    1. Das Kalibrieren findet am Monitor selber statt. Hier werden die RGB-Farben (am besten über benutzerdefinierte Farbeinstellungen) so angepaßt, dass alle Grauwerte keinen Farbstich mehr tragen sollten, die allgemeine Farbtemperatur (z.B: 6500K) wird zudem eingestellt. Hierbei kann man beim Einmessen von einem Colorimeter gut unterstützt werden. Diese grundsätzlichen Einstellungen werden allerdings im Monitor abgelegt. Das Gamma (z.B. 2.2) wird wohl über die Grafikkarte realisiert und beim Booten über einen LUT-Loader im Autostartverzeichnis aktiviert. Das ist allerdings nur die Kalibrierung des Monitors. Der größere Farbraum ist dennoch vorhanden und kann nicht wegkalibriert werden. Achtet bitte darauf, dass nicht mehrere LUT-Loader verschiedener Anwendungen im Autostartverzeichnis eingebunden sind. So verwendet ich 'basICColor display4 VideoLUT Loader', während der AdobeGamma-LUT-Loader-Aufruf der Adobeinstallation von mir entfernt wurde.


    2. Der zweite Schritt ist die Profilierung. Hierbei wird mittels Colorimeter der kalibrierte Monitor in seinem Farbraum vermessen und so ein exaktes Farbprofil erzeugt. Über diese Profil-Tabellen ist es somit Farbmanagementfähiger Software möglich die anzuzeigende Farbe und den Helligkeitswert am Monitor real exakt umzusetzen. Im Falle von WideGammut Monitoren wie dem HP 2475w wird die Software dem Farbprofil entnehmen können, dass für einen bestimmten sRGB Rot-Ton ein vielleicht kleinerer Signalwert an den Monitor gesendet werden muß. Wie genau dies über die Grafikkarte realisiert wird, weiß ich nicht exakt. Hierbei werden wohl Grafikkarten interne 8-bit-LUTs verwendet, also nichts im Monitor. Erst hardwarekalibrierbare Monitore (z.B. NEC SprectraView Modelle ab 1600Euro) unterstützen diese Form von Farbraumkorrektur in Hardware. Man sollte also, wenn man sich über die grellen Farben beschweren möchte auch im Hinterkopf behalten, was entsprechende Monitore kosten, welche im Grafiker-Profilager eingesetzt werden können. Das 3- bis 4-fache des HP 2475w!


    @ mobo


    bei mir sind 2 Subpixelfehler (grün auf schwarzen Hintergrund, ansonsten nicht bemerkbar) aufgetaucht, wobei einer so klein und schwach ist, dass man ihn kaum bemerkt. Möglicherweise ist dieser kleinere Subpixelfehler auch wieder verschwunden bei mir. Der andere grüne Subpixelfehler ist stärker und konstant. Beide Subpixelfehler sind aber erst während der ersten 3 Wochen 'entstanden'. Ich habe den Monitor über die Weihnachtsferien sehr stark und häufig und lange genutzt. Möglich, dass hier ein Einbrenneffekt auftritt und schwache Pixel/Subpixel-Transistoren oder deren Zuleitungen erst nach einiger Nutzung Schaden nehmen. Ein Pixelfehlertest beim Händler würde hier in diesem Fall nicht weiterhelfen und zu keiner 100% Sicherheit führen. Auch ein ausgewählter Monitor hätte somit Subpixelfehler bekommen können nach einiger Zeit. Dass es eine Value- und eine Bussines-Serie des 2475w gibt mit ca. 200Euro Preisunterschied ist mir auch klar. Möglicherweise betrifft dieser Unterschied aber nur die Dauer/Art der Garantie und eines Umtauschservices. Ein Arbeitsrechner soll ja schnell wieder Laufen, möglich, dass die Bussiness-Serie hier kleiner 24h Vor-Ort-Austauschservice auf 5Jahre Garantie gibt und die Value-Serie eben eine normale Garantie- und Serviceform.

    Wenn es nur um den Farbraum geht und um die Frage: dass man eigentlich hauptsächlich mit sRGB arbeitet und auch fast nur farbmanagement-untaugliche Software verwendet:


    Es sind in erster Linie die Rottöne und auch etwas die Grüntöne, welche zu stark dargestellt werden würden. Bei DVD-Wiedergabe würde mich das wohl kaum stören, da hier eine grell rote Fläche als Bewegtbild schnell wieder aus dem Bild verschwunden ist und auch bei den meisten Spielen ist das wg. des Bewegtbildes eigentlich auch kein so großes Thema.


    Das Problem sind bleibende/stehende grell Rote oder auch grell Grüne Flächen in farbmanagement-untauglicher Software. Grün ist wohl noch recht Augenfreundlich und es stört visuell nicht ganz so stark. Ich denke das Rot ist das größte Problem, da Rot ein aggressiverer Farbton ist.


    Das Problem ist auch: man kann es kaum vorher Testen. Es gibt keine Ladengeschäfte in denen eben solche WideGammut-Displays zum Testen mit PC's herumstehen. Eine Videowand mit einem Testvideo ist eigentlich kaum zu gebrauchen, um sich einen richtigen Eindruck zu machen. In den meisten Mediamärkten steht vielleicht mal ein Eizo mit WideGammut in einer der Monitorwände, allerdings mit einem Endlosvideo anstatt einer Betriebssystemoberfläche...


    Man kann m.E. einen WideGammut Monitor nicht mit dem Herumdrehen an den Farbreglern zu einem sRGB Monitor machen ohne Farbmanagement-fähige Software und ohne Colorimeter. Das geht nicht. Wenn man das zu kräftige Rot wegnimmt, bekommt man automatisch farbstichige Grautöne. Das will man dann doch auch nicht, oder? Ich habe mir für 114Euro das Spyder3Pro Colorimeter zum HP 2475w hinzugekauft. Zusammen mit Adobe-Grafik-Software & Mozilla Firefox habe ich nun korrekt angezeigte Bilder, Textfarben und und und... Manche Internetseiten (z.B. rote Schrift auf beigen Hintergrund) kann man mit dem IE7 oder Opera vergessen - das geht gar nicht. Allerdings beherrscht der FireFox 3.0.5 das Farbmanagement und stellt Bilder, Text und alles andere korrekt dar. Bei anderen Anwendungen haben mich die zu kräftigen Farben eigentlich noch gar nicht so gestört. Farbtreu muß bei normalen nicht-grafischen Anwendungen eh nichts sein. Man muß ja nun auch nicht alle Charts in Excel mit einem kräftigen Rot belegen....man hat ja die Wahl andere Farbtöne zu verwenden.


    Übrigens haben sich inzwischen nach 2 wöchiger Intensivbenutzung (einige Stunden pro Tag) 2 Subpixelfehler eingestellt bei meinem HP. Als er neu war, waren da keine Fehler. Nur bei komplett schwarzer Fläche leuchten da zwei winzige grüne Pünktchen. Ist zwar unschön, aber stört nun nicht unbedingt. Wenn es nur hoffentlich nicht mehr werden...


    Fazit für mich über den HP:
    für 500Euro ist es ein sehr guter Monitor. Keinerlei Geräusche, leider 2 Subpixelfehler, der Schwarzwert (nur im dunklen Raum nachts sehr gut sichtbar) könnte besser sein - liegt wohl am IPS-Panel. Mit dem WideGammut komme ich gut klar. Mit der Zeit wird es sicher noch mehr farbmanagementfähige Software geben... Ich hätte mich geärgert, wenn ich stattdessen einen 1000Euro sRGB (Nicht-Wide-Gammut) Eizo geholt hätte oder auch einen 1000Euro Nec/Eizo als Wide-Gammut. Meine Erwartungen erfüllt der HP voll und ganz, so dass mich der doppelte Preis am Ende wohl nicht weiter gebracht hätte. Zumal man sich über Subpixel/Pixelfehler bei einem 1000Euro-Monitor noch mehr Ärgern dürfte, als bei einem 500Euro Gerät.

    Ich habe das Sypder3Pro-Programm von meinem Rechner wieder deinstalliert und arbeite nun mit Basiccolor Display mit v4-Profilen. Dazu habe ich mir den FireFox 3 Browser installiert, um nicht mehr mit den farbstichigen Homepages und Foren Leben zu müssen. Funktioniert so ganz gut.

    Ich weiß ja nicht, was ihr da am ATI-Treiber rumspielt. Vielleicht sollte man solche (nichtkonforme) Eingriffe einfach mal lassen. Am Ende ist der Monitor vielleicht gänzlich unschuldig.


    Ich habe mir mit dem Spyder3 Colorimeter nun ein Profil erzeugt auf 6500K (benutzerdef. Farben) und Gamma 2.2. Mittels Farbmanagementunterstützender Software (Firefox 3, Adobe Lightroom und Adobe Photoshop) habe ich nun geniale und stimmige Farben. Mich hat es auch ein wenig gestört, dass ich bis heute Nachmittag unter Opera auf manchen Internetseiten (rote Schrift auf beigen Hintergrund) beinahe Wahnsinnig geworden bin. Habe mir deswegen heute mal den Firefox 3 installiert und das Farbmanagement aktiviert (kann man dann über kontrollieren). Jetzt kann ich mit stimmigen Farben auch browsen. Der HP hat alle meine Erwartungen bislang erfüllt bzw. übertroffen.


    Also meine Empfehlung: bei WideGammut Monitoren: Verwendet Farbmanagement unterstützende Software anstatt Eure Grafikkarten oder Monitore zu Verbiegen! Letztenendes würde nur ein Boykott anderer Software wie IE7/8 oder Opera zu einer Veränderung führen. Wenn also nun noch Opera die Kurve hin zu einer Farbmanagementfähigen Software schaffen würde, würde letztendlich Microsoft vielleicht mal endlich in dieser Richtung aktiv und gezwungen neben IE7/8 auch das komplette Betriebssystem auf Farbmanagement für den Monitor umzustellen - genau hier gehört dies in meinen Augen hin. Leider hat Microsoft dies zu sehr grafiklastigen Anwendungen überlassen, aber die Farbmanagementfähige Anzeige nicht im Betriebssystem integriert.

    @ theGhostrider


    ich wollte mich nur mal kurz zurückmelden, auch wenn dies der falsche Thread dafür sein sollte. Ich habe mich inzwischen zunächst mal für den HP 2475w anstatt für den Nec 2690WUXi entschieden. Zumindest habe ich dem HP die erste Chance gegeben (habe ja 14-Tage Rücktauschrecht).


    Im Grunde hattest Du ja beide Monitore als gut bezeichnet, wenn ich mich richtig erinnere. Der HP kostet halt nur die Hälfte des Nec und auch der Nec hat wohl so seine Macken (angeblich Brummen bei niedriger Helligkeit). Je mehr Geld man auch investiert, umso pingeliger und unzufriedener wird man auch. Deswegen und weil der Nec lcd2690WUXi2 angekündigt wurde, allerdings in der realen Welt bislang noch nichts von dieser neuen Variante zu erkennen ist und ich nicht ein Auslaufmodell für immerhin 1000Euro kaufen wollte, was dann einige Woche später für etwa das gleiche Geld evtl. schon veraltet ist, habe ich mich für den HP für 513Euro entschieden.


    Ich habe mir zudem ein Spyder3Pro geholt, um Kalibrierungen machen zu können.


    Den HP habe ich nun seit Gestern und muß sagen, dass der Monitor allen meinen Erwartungen gerecht wird. Die Kalibrierung stimmt mich zufrieden, diese muß nun auch nicht bis ins letzte Prozent exakt stimmen, jeder Monitor verändert sich ja auch ständig ein wenig. Auch die eigene Wahrnehmung wird nicht jeden Tag identisch sein, deswegen lege ich hier auch keinen Wert aufs letzte Micron... In der Kurve der LUT's sind kaum große Abweichungen zu Erkennen, ich denke, dass ich ein recht gutes Exemplar habe und zufrieden sein kann. Ich habe die SpyderPro 3.0.7 Software zum Spyder, dessen ProfilChooser allerdings mit basiccolor display (v4.1.9) erstellten Profilen aus irgendeinem Grund nicht klar kommt. Warum eigentlich? Ihr verwendet bestimmt die SpectraViewII-Software zum Kalibrieren, denn ich habe keine so guten Auswertetools zum Bewerten der Kalibrierung finden können, oder noch nicht alle Menüs dieser Programme durchforstet.


    Ich hatte gestern Abend mit dem aufgestellten, eingerichteten und kalibrierten HP dann mal ein richtiges Wow-Erlebnis beim Starten von Adobe Lightroom und Photoshop... genial. Mag der Nec noch nen Hauch besser sein (bessere Justagemöglichkeiten, Polarisationsfolie, 12bit-LUT's (teilweise Hardwarekalibrierbar)...), ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Entscheidung für den HP. Danke nochmals für die vielen Ratschläge.

    Kleiner Nachtrag:


    Ich habe den HP2475w nun angeschlossen, verkabelt und eingerichtet. Zusammen mit dem Spyder3 Colorimeter habe ich Farbtemperatur, Kontrast und Helligkeit optimal eingerichtet (6500K, Gamma 2.2, 140 cd/m²). Nach der Kalibrierung und Profilierung zeigen die LUT's fast lineare Verläufe, keine großen Ausreißer, wie noch am 17'' Röhrenmonitor festzustellen. Ich denke mal, ich hab nen recht gutes Gerät herausgepickt oder Prad hatte mit der 'sehr guten Bewertung' im Grunde recht.


    Unter Lightroom und Photoshop kam ein richtiger Wow-Effekt. Solche Farben, zumal wahrscheinlich korrekt kalibriert - ich muß die ganze Zeit über zu 'warm' gearbeitet haben bei meinen Fotos. Ich hatte den Röhrenmonitor lange Zeit unbewußt auf 9300K eingestellt. Und nun erkenne ich, dass meine Neigung wärmere Farbtemperaturen zu wählen am Ende kalibiert völlig übertrieben war. Viele Fotos zeigen eine zu warme Stimmung. Hier hätte ich der Kamera oft vertrauen sollen und deren Vorgaben nehmen sollen. Meine Neigung zu warmen Tönen bereits beim Tapezieren vor einigen Jahren zu Gelbtönen scheint manchmal - bei der Fotobearbeitung etwas übertrieben. Das erkenne ich nun mittels Farbmanagement....


    Wow!


    (Und ich dachte nach der ersten Kalibrierung meines Röhrenmonitors weg von 9300K auf 6500K - das sei alles zu Rotstichig und das Spyder3 wäre vielleicht defekt und selber dekalibriert geliefert. Man gewöhnt sich wohl aber leider an nicht so ganz genormte Farbstimmungen über Jahre...)

    Ich habe gerade noch mittels Mehrpanelbetrieb (Cloning) mal das Dell 2407WFPb, was ich hier stehen habe und den neuen HP 2475w miteinander vergleichen können. Einzig die Auflösung mußte ich auf 1600*1200 auf beiden Displays herabsenken, da die relativ alte Matroxgrafikkarte hier wohl nicht genug Speicher hat.


    Ich habe immer gedacht, dass der Dell ein sehr guter Monitor ist, aber mit dem Heise-Monitortest
    ergibt es einen Unterschied wie Tag und Nacht. Der Dell (der 2407 soll ein S-PVA Panel haben) produziert hier Stufen in den Farb- und Graustufenverläufen, wo der HP einfach einen fließenden Übergang hinbekommt. Man sieht so direkt nebeneinander auch mal die Rottöne+Grüntöne (bei Blau wirkts nicht ganz so extrem), die der WideGammut HP hier darstellen kann. Ich freu mich ja schon richtig auf farbkalibrierte Fotobearbeitung im AdobeRGB Farbraum - hab dazu schon nen Spyder3 Colorimeter.

    Quote

    Original von DST
    Hat hier jemand einen 1A perfekten HP LP2475w ohne rosa oder grüne Vererbung bei weis, ohne Pixelfehler, Staubkörner oder sonstige Mängeln ? ?(


    Also ich glaube ich habe hier auch so einen stehen. Gerade ausgepackt, keine Pixel-/Subpixelfehler, keine Helligkeitswolken, kein Geräusch, keinen Farbstich (ausser halt das Widegammut, an welches man sich wohl erst mal etwas gewöhnen muss und sicher auch kann). Habe den Monitor Montag Nachmittag bei 'Workstation Hannover' bestellt, ist heute, 3 Tage später gekommen. 513Euro. Ich kann nicht klagen.


    Zunächst hatte ich einen Pixelfehler bemerken wollen mit einem Pixelfehlertest, welcher sich dann aber als Staubkörnchen herausgestellt hat und welches ich wegwischen konnte...


    Ich hatte lange Zeit den Dell 2408 im Auge, dessen InputLag wohl immer noch nicht wirklich verbessert worden ist. Eine HardwareRevision A1 war und ist wohl nicht erhältlich und ob diese Verbesserungen bringt, war/ist auch nicht herauszufinden. Habe mich dann auf Nec lcd2690WUXi und dem HP 2475w konzentriert. Nu isses der HP geworden, da der Nec a) das doppelte kostet und b) wohl auch so seine kleinen Macken haben könnte. Das isses mir dann letztendlich nicht Wert. Zumindest habe ich dem HP erst mal ne Chance gegeben und bin wohl nicht enttäuscht worden. Ich hätte ja den HP auch zurückschicken können und dafür den NEC bestellen können, was ich nun aber nicht tuen muß. Danke an Workstation Hannover, Ihr habt wirklich prompt geliefert, wie telefonisch noch versprochen...

    Es tut sich just wieder was bei NEC.


    Eine neue Version wird ab 20. November released. Der LCD2690WUXi2 mit auf Erhöhung der Farbraumabdeckung von 93.8% auf 97.5% des AbobeRGB-Farbraumes. Einer Kontraststeigerung von 800:1 auf 1000:1 bei gleichzeitiger Helligkeitsminimierung von 400cd/m² auf 320cd/m².




    Vielleicht rutscht nun der Preis der bisherigen Version ab oder der neue kommt zum gleichen Preis?

    Also das "EyeOne Display2" für ca 240Euro würde theoretisch mit der Spectraview II Kalibrierungssoftware zusammenarbeiten, aber das günstigere (115Euro) Spider 3 nicht? Schade, wenn es so wäre.


    Das Spider 3 wird also momentan von basICColor und anderer Kalibrierungssoftware unterstützt, leider aber wohl nicht von Spectraview II?

    Quote

    Original von derGhostrider
    Und, auch wenn ich das schon im NEC-thread sagte: Hardwarekalibriert ist der NEC dem HP natürlich deutlich überlegen. Irgendwo steckt das Geld dann natürlich doch.


    Hardwarekalibriert? Also mittels einem Colorimeter vermessen und profiliert?


    Wenn ich also plane z.Bsp. ein Spider3 (ab 114Euro) zum Nec 2690WUXi hinzuzunehmen und entsprechende Kalibiersoftware, bekäme ich die höhere Qualität geboten, als mit dem HP LP2475w?

    Ursprünglich hatte ich den Dell 2408WFP im Auge (als Ablösung meines 17'' CRT). Das Ganze Trara um den Input-Lag und die wohl immer noch nicht erschienene Revision A01 und, ob diese hier besser abschneided - hat mich dazu bewogen mich für andere Monitore zu interessieren.


    Über Prad bin ich nun auf den NEC 2690WUXi oder den HP LP2475w gestoßen. Beide Monitore scheinen grafisch einiges drauf zu haben und zudem spieletechnisch keine großen Nachteile aufzuweisen.


    Wie es halt meine persönliche Art ist, versuche ich mich (Preis ist erst mal zweitrangig) für das bessere Gerät zu entscheiden. Eine Sache bei Prad.de hat aber für mich einen Haken beim Vergleichen beider Monitore.


    Die Testberichte liegen mehr als 1 Jahr auseinander und unterscheiden sich durch Änderungen im Test, so dass sie nicht gut vergleichbar sind für mich. Der HP hat laut Hersteller z.B. 92% Abdeckung im AdobeRGB-Farbraum, zeigte aber im Test deutlich mehr - ein Einzelfall? Wenn ich mir zum Monitor ein Colorimeter zulege, diesen also kalibrieren können werde für Bildbearbeitung, bietet mir der HP in etwa gleiche Qualität, oder hat der ältere NEC doch noch Vorteile?

    Ich bin auch nen Softwareschreiberling und möchte immer alles hinterfragen. Nur so weiß man, wie es tatsächlich funktioniert, kann aber trotzdem nicht viel daran ändern ;)


    Habe heute in einem Ladengeschäft (MediaMarkt) mal nach WideGammut-Montoren gefragt. Man hatte wohl nur einen Eizo ?24??W (habe leider die genaue Bezeichnung nicht mehr im Kopf) für 990Euro da. Alles andere waren wohl TN-Panels.


    Ich habe allerdings diesen Eizo in der Ausstellung wiedergefunden, darauf lief gerade ein Werbefilm, wie auch auf den anderen Displays daneben. Auffällig war die gerade bei Rot- und Blautönen sehr intensive Farbwidergabe. Bei Rot konnte man es fast als extremen Farbstich bezeichnen. Könnte schon sein, dass dieser Eizo also so seinen erweiterten Farbraum zeigt bei sRGB-Material und ohne Farbmanagement. Ich denke aber, dass man die Sättigung vielleicht etwas runterregeln könnte und so den Effekt abmildern könnte, um mit einem solchen WG-Display Leben zu können. Eigentlich waren die Farben auf dem Eizo gegen viele danebenstehende Samsung-Displays (wahrscheinlich TN?) kräftiger und leuchtender. Wenn man diese Farben nun via Farbmanagement in den Griff bekommt, ist das schon ein glasklarer Qualitätsunterschied für einen WideGammut-Monitor. Das Rot in den Windowsicons leuchtete zwar auch ganz schön stark (fast schon neonrot), aber daran kann man sich gewöhnen. Igendwann in 3 Jahren vielleicht, wirds dann vielleicht auch mal endlich nen Betriebssystem (Windows7?) mit Onboardfarbmanagement geben.


    Eine zusätzliche Motivation in Richtung Farbmanagement habe ich heute Erhalten, als ich eine große Bestellung von 500 Fotoabzügen (LidlFoto) abgeholt habe. Die Farben auf den Fotos stimmen ja überhaupt nicht, die weichen ja teilweise extrem ab!