Stromverbrauch - interessantes Phänomen!

  • Ich hatte mir neulich im Baumarkt ein Gerät gekauft, mit dem man den Stromverbrauch von Elektrogeräten messen kann. Klar, daß damit auch meine TFTs gemessen wurden.


    Bei meinen 19ern (Sony SDM-S91 und AOC LM929) ergab sich folgendes interessantes Phänomen:


    Stromverbrauch jeweils 45 Watt.


    Aaaber... wenn die Helligkeit voll auf "100" aufgedreht wird, sinkt der Stromverbrauch auf 15 Watt!


    Ich wollte es zuerst nicht glauben, aber ich habe es mehrfach nachgemessen -- und es ist bei beiden Bildschirmen so.


    Meine Erklärung: Wenn die Helligkeit voll aufgedreht ist, schaltet sich der Dimmer ab, der seltsamerweise 30 Watt von insgesamt 45 Watt frißt. Bleiben also noch 15 Watt.


    Anders gesagt: Besonders ökonomisch ist der TFT-Betrieb bei maximaler Helligkeit! 8o



    PS Bei meinem 15er TFT (Sony X52) war dieses Phänomen nicht zu beobachten. Scheint also eine Besonderheit von 19er PVA-Panels zu sein.

    Es gibt nur zwei Tragödien auf dieser Welt: Das nicht zu bekommen, was man will. Und es zu bekommen.
    Oscar Wilde

    Edited 2 times, last by Reinhard ().

  • Sehr interessant! Ich glaube ich hänge bei mir auch mal so ein Gerät dazwischen. Hast du die Auswertung über 24 Stunden gemacht oder direkt angeschlossen und ausgewertet?


  • Ist bei Dimmern für Zimmerlampen auch so - gedimmt fressen die oft mehr Watt als im hellsten Zustand - wobei die Energie aber von einem regelbaren Widerstand im Dimmer aufgebraucht wird.


    Also hat man die Wahl: Strom sparen oder sich die Netzhaut verbrennen ?(


    Der Unterschied ist allerdings ein bisschen krass - misst das Gerät denn auch Blindleistung?

  • Quote

    Ist bei Dimmern für Zimmerlampen auch so - gedimmt fressen die oft mehr Watt als im hellsten Zustand - wobei die Energie aber von einem regelbaren Widerstand im Dimmer aufgebraucht wird.


    Im Dimmer sind keine regelbare Widerstände drin sondern eine Phasenanschnittssteuerung. Und deshalb dürfte der TFT nicht mehr verbrauchen.

  • Quote

    Original von Zockratte


    Im Dimmer sind keine regelbare Widerstände drin sondern eine Phasenanschnittssteuerung. Und deshalb dürfte der TFT nicht mehr verbrauchen.


    In Dimmern wird die Phasenanschnittsteuereung für Lampen etc. verwendet, daher sinkt der Stromverbrauch tatsächlich. Das ist so auf ein TFT nicht übertragbar!


    Beim TFT sieht das etwas anders aus: Die CFL-Lampen können kaum gedimmt werden. Die Helligkeitsregelung erfolgt über das TFT selbst: das kann zwar einerseits den Stromverbauch erhöhen aber eigentlich nicht so drastisch. Ich denke, hier ist eine klassische Fehlmessung mit Blindstömen passiert, unterstützt von der (etwas) geringeren Stromaufnahme der Steuerelektronik bei voller Helligkeit.


    Trotzdem: Danke für die Information, werde das bei mir auch mal nachmessen.


    lpi

    Frauen sind wie Tornados: Wenn sie kommen sind sie heiß und feucht, wenn sie gehen nehmen sie Autos und Häuser mit...

  • Quote

    Original von lpi
    Ich denke, hier ist eine klassische Fehlmessung mit Blindstömen passiert, unterstützt von der (etwas) geringeren Stromaufnahme der Steuerelektronik bei voller Helligkeit.
    Trotzdem: Danke für die Information, werde das bei mir auch mal nachmessen.
    lpi


    Ich kann nur noch dazu sagen, daß ich ja auch meinen sonstigen Haushalt durchgemessen habe, und die Ergebnisse waren stets plausibel und korrekt. Das Gerät arbeitet meines Erachtens also sehr zuverlässig. Und, wie gesagt, ich habe dieses Phänomen auch unabhängig bei 2 TFTs feststellen können.


    Wenn noch jemand so ein Gerät hat, würden mich dessen Ergebnisse natürlich auch sehr interessieren.

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    Oscar Wilde

    Edited once, last by Reinhard ().

  • Hallo Ihr Elektroniker !


    Wenn man die Wirkleistung messen will ( der Hauszähler erfaßt die Wirkarbeit ),
    dann benötigt man ein Meßgerät, welches eben nicht die Scheinleistung, sondern die Wirkleistung mißt.


    Den Wechselstrom zu messen und dann mit 230 Volt zu multiplizieren führt zur Scheinleistung.


    Die Wirkleistung erhält man, indem man die Scheinleistung mit den COS Phi multipliziert.
    Phi ist meßbar mit dem Osziloskop.


    Oder man nimmt einfach ein Wirkleistungsmeßgerät.



    Paul