Rise/Fall Zeiten

  • Hallo Pradler,


    mir ist beim surfen auf die Seite meines lieblings LCD Herstellers Eizo aufgefallen, dass der l375 eine rise/fall zeit von 6/19ms haben soll. im vergleich zu dem was hier im neuigkeiten bereich ankommt ist das doch schon sehr schnell oder?


    ich glaube, dass die fall zeit aber am entscheidensten für gamer/scrolling(schlieren) ist.


    Was hat es genau mit der Fall Zeit auf sich? muss man dann für einen bildwechsel, bei meinem beispiel, 6+19ms, also 25ms rechnen, oder woraud beziehen sich eure angaben? Welche Zeit wäre mit einem crt vergleichbar, wenn mans vergleichen kann? <1?


    mfg
    Jan

  • nun... es liegen Welten zwischen der Responsezeit eines CRT's ( einer Kathodenstrahlröhre) und der eines LCDTFT- Displays.


    Sehr vereinfacht gesprochen ist ein CRT Monitor etwa 1000 mal schneller als ein LCD Monitor, d.h.
    bei einem Röhrenmonitor blitzen die einzelnen Pixel mit hoher Intensität.


    Deshalb werden LCD Monitore niemals bewegte Bilder so perfekt darstellen können wie Röhrenmonitore oder konventionelle Fernseher. Das ist ja das Dilemma der LCD-Geräte. Aber letztendlich kommt es nur auf den subjektiven Seheindruck an, na und da siehts schon wieder anders aus. Nicht jeder wird selbst bei den heutigen eher langsamen LCD-Dispalys die unscharfe Darstellung bemerken.


    Eine sehr viel genauere Darstellung der "Responsezeit" von Kathodenstrahlröhren kann man im Internet finden. Die Zeiten hängen stark vom verwendeten Phosphor und der Farbe ab.
    Als Einstieg in dieses Thema - sofern man vor Physik und Mathematik nicht zurückschreckt- kann man diesen Link nutzen




    Und hier gibts eine Übersicht von Phosporen für verschiedene Anwendungen:


  • Die Rise und Fall-Zeiten muß man addieren. Im Falle des Eizo L375 hat er also eine Reaktionzeit von 25ms.
    Rise und Fall bezieht sich auf den Anstieg und den
    Abfall der am Transistor anliegenden Spannung.


    Der Transistor muß dann durchschalten und das Flüssigkristall mit einem E-Feld ansteuern, damit das Flüssigkristall durchsichtig wird. Der Zeitverlust ensteht im wesenlichen in der Reaktion des Flüssigkristalls auf das elektrische Feld.


    Überlicherweise werden die Reaktionzeiten mit einem Zyklus Schwarz->Weiß->Schwarz gemessen, was für TFT-Monitor nicht den WorstCase sondern den den BestCase darstellt.


    Ein wesentlicher charakterlicher Unterschied zwischen TFT und CRT ist die "Sample-and-Hold"-Eigenschaft der Flüssigkristalle. Damit ist gemeint, daß im Unterschied zum Phosphor in Kathodenstrahlröhren Flüssigkristalle "nachleuchten", also ihre Anzeige beibehalten, bis die explizit anders angesteuert werden.
    Phosphor hingegen leuchtet nur, wenn es durch den Elektronenstrahl gereizt wird.
    Schön nachzulesen ist das in diesem Posting, ein Kleinod in diesem Board.


    Insgesamt ist ist die Rise- wie auch die Fall-Time zusammen gleich wichtig.

  • danke blexxun für den link! is superinteressant.


    ich folgere daraus, dass aus etwas schnellem (elektronen) auch eine schnelle bilddarstellung rasultiert, vorrausgesetzt die ansteuerung ist im techn. umfeld so zu realisieren, dass sie mit der geschwindigkeit umgehen kann (e-magnet an/aus).
    es müsste also eine alternative zuflüssigkristallen gefunden werden.


    ich schau mal ob ich zu dem thema noch was find.


    danke schön an euch


    jan