HP F1904 (Prad.de User)

  • Hi zusammen,


    für die unschätzbaren Hilfe, die dieses Board mir beim heutigen TFT-Kauf gegeben hat, möchte ich mich nun mit meinem Testbericht bedanken.


    Monitor:
    HP F1904 19" 16 ms (vermutlich TN-Panel)
    Datenblatt: siehe hp.com
    Preis: 399,- (Sonderangebot bei Karstadt, ansonsten dort 499,-)
    Pixelfehlerklasse: k.A., also meiner Meinung nach 0!
    Besonderheit: Externe Harman-Kardon Satellitenlautsprecher (keinerlei Verbindung zu Monitor).
    Lieferumfang: VGA-Kabel, DVI-Kabel, 2 Stromkabel (für Boxen mit externem Netzteil und TFT intern), CD mit Handbuch


    Vorgeschichte:
    Arbeite seit knapp einem Jahr dienstlich viel mit Fujitsu-Siemens Laptop und 21" Monitor, zuhause mit 17" Eizo F563T. Vor zwei Wochen wurde der 21" durch einen FSC 19-1a (19") ersetzt. Als Vorbereitung habe ich gestern die wesentlichen Testprogramme auf Laptop und FSC 19-1a laufen lassen, kann also vergleichen.
    Habe heute nach vielem Telefonieren eine Filiale in Köln-Chorweiler gefunden, die den HP F1904 noch da hatte. Sofort freigenommen, (Dienst-) Laptop geschnappt und hingedüst. Dort angekommen war mir auch klar, warum keiner dort Technik kauft, aber das ist eine andere Geschichte. Die Filiale ist super klein, aber entgegen meiner bisherigen Karstadt-Erfahrungen auch super hilfsbereit (in der Gegend kommt wohl nicht oft jemand mit Krawatte - und wenn, dann wohl nicht lebend 'raus). War überhaupt kein Problem, den Monitor auszutesten (über eine Stunde - die ersten 20 min. half mir sogar ein Verkäufer). Neben dem Vorführgerät war noch ein originalverpacktes da, das mir der Verkäufer in einer ruhigen Ecke aufbaute und anschloß. Als erstes den Nokia-Test - und etliche schwarze Pixel bei grün, sowie einer, der dauerhaft an war (und den mir der Verkäufer zeigte!). Das war nix, ich war enttäuscht, dem Verkäufer tat's richtig leid (ich bezweifle, dass er von Pixelfehlerklassen davor überhaupt schon was gehört hatte).
    Also doch das Vorführgerät getestet, und dort war nur noch ein Pixelfehler: ganz rechts oben (Koordinaten hab ich jetzt nicht ausgezählt...) dauerhaft schwarz, stört aber so gut wie überhaupt nicht. Nachdem mich der Monitor sonst restlos überzeugt hat, habe ich ihn schließlich mitgenommen.
    Anekdote am Rande: Die beiden Diebstahlssicherungen am Monitor hatte man zwar entfernt. Die Gegend ist aber so finster, dass man sogar den leeren Karton gegen Diebstahl gesichert hatte, wie ich beim Rausgehen unangehm bemerken musste... Immerhin erreichte ich ohne weitere Zwischen- und sonstige Fälle meinen Wagen, was wohl nicht unerheblich daran lag, das die Krawatte vom Karton effizient verdeckt wurde. Doch zurück zum Test:


    Verpackung:
    Das Gerät ist gut und ordentlich verpackt, steckt komplett montiert in zwei Styropor-Hälften, die auch die Boxen schützen. Das ganze - klar - in einem gerade noch handlich zu nennenden Karton.


    Design:
    Das Gerät ist silber-Schwarz, hat unten mittig einen blauen Power-Knopf, der im Standby-Modus orange wird und rechts frontal vier Taste, (Menu,-/1,+/2,Select). Gut: mit 1 und 2 kann man sofort den Eingang wählen. Der Druckpunkt ist gut, Tasten ausreichend breit, wirken gerade nicht mehr klapprig. Der Rahmen ist links und rechts 2,1 cm breit, oben 1,8 und unten 3,4. Der Fuß ist sehr schwer und stabil. Er ist recheckig bis oval geformt und hat in der Mitte eine große Aussparung, die als Stiftablage dienen kann. Auf ihm steht hinten eine rechteckige, 8 cm breite, abgerundete schwarze Säule, aus deren seitlich drehbaren Kopf nach vorne die Halterung (ein Metall-U) für den Monitor ragt. Dieses sieht senkrecht von oben nicht unbedingt toll aus, aber ich hatte sowieso vor, mehr von vorne damit zu arbeiten :-)
    Das Panel läßt sich ausreichend neigen und zwischen 4,5 und 15,5 cm (Unterkante TFT zu Tischplatte) in der Höhe verschieben. Die Federspannung ist gut austariert, so dass eine Höhenänderung problemlos möglich ist, ohne dass das Display sich von alleine heben oder senken würde. Insgesamt macht die Konstruktion einen sehr stabilen Eindruck, der Displayrahmen ist stabil und liegt eng auf (keine durchscheinenden Lichteffekte o.ä.)
    Die Anschlüsse (DVI, VGA und Strom) sind auf der Rückseite des Displays auf halber Höhe nach unten zeigend ausgeführt. Eine Kabelführung ist nicht vorhanden, dieses betrachte ich als Manko eines sonst (von vorne) gut designten Geräts.


    OSD:
    Das OSD ist standardmässig in einem einfachen Modus, kann aber leicht in einen erweiterten umgeschaltet werden. Alles habe ich noch nicht untersucht, aber es gibt Helligkeit und Kontrast, Farbtemperatur 9200 und 6500 K (oder so), sowie eine frei definierbare. Bildschärfe kann von 1-5 eingestellt werden und hat nur geringe Auswirkungen. Weiterhin gibt es die üblichen Punkte, nur Interpolation habe ich noch nicht gefunden (offenbar immer vollflächig). Irgendwie ist beim Verlassen von Untermenues die Tastenwahl kontra-intuitiv, sonst alles plausibel.


    HP, Qualität und Garantie:
    Über das sehr fragwürdige Auftreten von HP habe ich ja schon kurz geschrieben. Mein Eindruck ist, dass einerseits eine solide Technik verbaut wird, dann aber jedes Panel - egal, wie viele Pixelfehler auftreten mögen - auf den Kunden losgelassen wird. Man stellt sich, so befürchte ich, auf den Standpunkt: Wenn ich keine Pixelfehlerklasse angebe, kann das Gerät so viel wie möglich haben... und distanziert sich ansonsten erstmal von einigen Garantieleistungen, ohne diese zu nennen (siehe hp.com).
    Einen Gerätetausch mit Vor-Ort-Service (sonst eigentlich Standard) gibt es jedenfalls nicht. Ich versicherte mich, dass Karstadt die üblichen 2 Jahre Garantie gibt, und dass ich in jede Filiale damit gehen kann, und hoffe mal, dass das reicht.


    Technische Tests (analog, mit Laptop):
    Die Ausleuchtung hat mich umgehauen. Nicht die kleinste Spur eines Schattens konnte ich sehen. Das ist sogar noch besser als das sehr gut ausgeleuchtete Laptop-Display. Der FSC 19-1a dagegen zeigte in den Ecken (ca. jeweils 1,5 cm breit) einen deutlichen Helligkeitsabfall, wenn auch sonst sehr gleichmäßig ausgeleuchtet. Aber das HP-Display sieht aus wie ein graues Blatt Papier im Sonnenlicht - nur nicht so hell. Im Vergleich zum 19-1a halte ich den HP in der Maximaleinstellung für deutlich dunkler, für mich reicht es aber völlig (will mich ja nicht bräunen vor dem Teil). Den 19-1a habe ich übrigens kräftig runtergeregelt, bevor er angenehm wurde (und der Laptop ist trübe im Vergleich...)
    Genauso verblüffend wie die Ausleuchtung war der Schwarzwert, auch wenn ich hier vielleicht zu unkritisch bin: Selbst bei 100% Helligkeit und Kontrast ist das Schwarz viel schwärzer als beim Eizo (was an der Röhre liegt, da dieses auch im ausgeschalteten Zustand gilt), und das Weiss eben viel Weisser.
    Zum direkten Vergleich mit dem Eizo habe ich die Farbe auf 9600K, Helligkeit 49%, Kontrast 100% geregelt (dann sieht es bei mir ziemlich gleich aus). Hier ist der schwarze Streifen über und unter einem Video auf dem HP beinahe tiefschwarz, auf dem Eizo immer noch schwach leuchtend. Selbst bei 100% Helligkeit wirkt das Schwarz immer noch Pechschwarz, keinerlei durchschimmerndes Licht an den Rändern. Also für mich ist das mehr als top.


    Der subjektive Eindruck bei Bewegungen ist für Spiele sehr gut, aber insgesamt zwiespätlig: ich sehe keine Schlieren (wirkt geringfügig besser als auf dem FSC 19-1a und deutlich besser als auf dem Laptop), bin wohl auch etwas unempfindlich hierbei. Dennoch ergab der Lesbarkeitstest von Pixperan im Laden nur etwa eine 6 (FSC 19-1a: 9, Laptop: 5). Mein Eindruck ist, dass die Rise-Time sehr viel kürzer als die Fall-Time ist (oder umgekehrt?), so dass die Buchstaben beim Scrollen im Effekt quasi zweimal versetzt übereinander auftauchten. Würde bedeuten, dass Ego-Shooter mit dunkler Waffe auf hellem Hintergrund deutlich schlieren, mit heller Waffe auf dunklem Hintergrund eher spielbar sind...?
    Diesen Effekt habe ich übrigens nur beim horizontalen Textscrollen bemerkt, senkrechtes Scrollen durch Texte mit Acrobat war für mich problemlos, obwohl hier eine Röhre natürlich klar besser ist (Lesbarkeit leidet schon etwas, aber nicht so wie beim pixperan-Test).


    Spiele: Getestet habe ich nur Sacred und das pixperan-Spiel (scrollener Hintergrund), sowie Halflife 1 (Intro). Der scrollende Hintergrund ist auf Laptop klar am besten zu sehen, dicht gefolgt vom HP (ziemlich gut, aber doch leichte Unschärfe), der FSC 19-1a ist hier deutlich abgeschlagen.


    Halflife (1280x960) sah aber sehr gut aus. Da der Laptop "nur" einen Radeon 7500-Chipsatz hat, gab es horizontalen Versatz bei Drehungen, aber die Kanten blieben scharf, das Bild brilliant. Hatte leider nur das Intro und kein gespeichertes Spiel, daher keine Waffe. Die Schrift, die im Intro eingeblendet wird (weiß), war vor dem scrollenden Hintergrund ohne jegliche Unschärfe oder Schlieren zu sehen.


    Filme: Antz digital von Pro 7 aufgenommen (mann, da sieht man erst mal, wie hoch doch die Kompression war, aber bei der Werbung ist es ja gleich besser). Überhaupt keine Probleme hier, der HP ist uneingeschränkt als "Fernseher" zu benutzen (hier standen dann beide Verkäufer staunend hinter mir - wunderten sich vermutlich, wie ich denn das Pro7-Logo in die DVD 'reinkopiert habe, und vor allem, warum :-).


    Bleibt noch zu Office-Anwendungen zu sagen, dass die Interpolation sichtbar schlechter als beim FSC 19-1a ist - den könnte ich fast auch unter 1024x768 verwenden, den HP dagegen nicht ganz so gern, auch wenn es noch erträglich wäre.


    Flaggentests: Die Werte sind prima, die besten, die ich bisher selbst gesehen habe. Um nicht vorzugreifen: Werte stehen weiter unten.


    Bilder: Die Farben sind kräftig und gut, im Vergleich zur Röhre sogar etwas besser ausgeprägt (nun ist mein Eizo ja auch schon ca. 7 Jahre alt, aber immer noch sehr scharf). Die Winkelabhängigkeit spricht vermutlich für ein TN-Display: Seitlich gibt es kaum Probleme, ein leichter Stich ins gelbliche, wenn man schon extrem seitlich darauf guckt. Oben/unten ist jedoch der Unterschied sehr stark, nach unten darf man kaum gehen, nach oben geht es immerhin noch ein bischen. Während eine weisse Fläche noch gleichmässig aussieht, fällt die Winkelabhängigkeit bei der pixperan-Gammakorrektur deutlich auf: Die Quadrate haben zum einen eine leicht andere Farbe als der Hintergrund (ebenso beim Laptop, fast gar nicht beim FSC 19-1a), zum anderen kann man die gleiche Helligkeit nur für jeweils eine Zeile einstellen, die anderen scheinen winkelabhängig schnell verschieden hell. Dieses fällt aber wirklich nur bei diesem Gamma-Test auf, vielleicht weil ich es durch Laptop gewöhnt bin.


    Weitere technische Tests:
    (digital mit Radeon 9600 se, zum Vergleich Eizo analog parallel):
    Nun bin ich platt. Entweder liegt es am Digitalausgang, oder daran, dass der Monitor nun schon seit zwei Stunden läuft (die obigen pixperan-Tests nach ca. 30 min), oder an den Einstellungen: den analogen Test hatte ich mit Helligkeit 74, Kontrast irgendwas (85? Werkseinstellung) gemacht, den jetzigen mit Helligkeit 100, Kontrast 82. Vielleicht ist es auf die Frequenz - laut HP soll er digital mit 60 betrieben werden, was das Laptop machte, aber digital habe ich ihn momentan bei 75 Hz, da ich sonst den parallelen Röhrenmonitor nicht aushalte.


    Kurz gesagt: die Werte sind nach oben "explodiert". Hier nun endlich die Pixperan-Messungen (nur das mit dem Auto war mir zu kompliziert):


    Test Laptop 19-1a F1904 F1904 digital
    Gamma 1,75 1,66 1,8 2,1
    F schwarz->weiß 65 64 76,8 95,0
    F. weiß->schwarz 90 82 86,3 98,3
    F. schwarz-> grau 64 30 81,6 95,8
    F. weiß->grau 40 86 61,3 93,3
    Lesbarkeit 5 9 6 8
    F1 33 18 16,6 13
    F2 20 25 11,6 11,6
    F3 50 13 13 13


    Nachtrag: In der Vorschau war die Tabelle noch lesbar. Eben fiel mir auf, dass man nun nix mehr erkennt. Ist aber auch egal, da aufgrund des Hinweises von wwelti (s.u.) die Werte neu erhoben werden müssen - nach Weihnachten...!


    Man beachte die Flaggentests. Die Schieber waren eindeutig im rechten Anschlag - ging ich unter die genannten Werte, sah ich sofort den "Knick" im Mast (nur in einem Test erreichte ich überhaupt einen "Gegen-Knick" beim Einstellen auf 100, bei dreien jedoch immer noch nix). Auch die Lesbarkeit ist deutlich nach oben gegangen.
    Zum Flaggentest: Beim 19-1a und beim HP ist mir aufgefallen, dass nach Umschalten auf Excel und Zurückschalten auf Flagge plötzlich die Fahnen einen Knick haben, und man nun ganz andere Werte einstellen muss. Kann es an der hellen Excel-Oberfläche liegen, die das Display aufheizt oder so?


    Der Verfolgungstest war ja vorher schon gut, jetzt ist noch deutlicher, dass eine genauere Bewertung schwierig ist: die senkrechten Ränder flackern so stark, dass quasi nur bei jedem zweiten Bild der Hintergrundstreifen sichtbar zu sein scheint - dann aber deutlich in der richtigen Farbe. Ich frage mich, ob nicht sogar irgendein Ansteuerungstrick gefunden wurde, der auf Kosten von Flackern die Schlieren getötet hat (vielleicht leuchtet nur jede zweite Spalte kräftig nach??). Eine kleine horizontale, verlaufende Nachzieh-Kante, wie bei dem FSC noch ein bischen und beim Laptop klar sichtbar, konnte ich nur mit großer Mühe ausmachen.


    Verblüffend wurde es beim Scroll-Spiel: Klar, bei hohen Geschwindigkeiten wurden die Gegner und der Hintergrund dann doch unschärfer. Die Krater waren einfach nicht mehr so gut auszumachen, wirkten verschwommen. Der Blick auf den parallel laufenden Röhrenmonitor ergab, dass auch hier das Bild deutlich verwaschener war. Zwar war es noch leicht besser, aber der Monitor ist ja auch wesentlich kleiner, wodurch es automatisch schärfer ist. Übrigens wirkt es auf dem Laptop trotz der schlechten Pixperan-Werte mit 1024x768 auch deutlich schärfer.
    Aber die Gegner! Die sahen auf dem TFT einfach schärfer und besser aus. Vermutlicher Grund: Auf der Röhre sah man, das es eine Art Doppelbild gab. Scheinbar wird das Raumschiff zwei Positionen weiter gezeichnet, eine Position mit dem Hintergrund zurückgescrollt, zwei Positionen weiter gezeichnet usw. Effekt ist ein ziemliches Hin- und Herspringen oder Flackern. Auf dem TFT wirkte das nun etwas ruhiger, und dennoch ziemlich scharf. Somit kam der TFT im Eindruck hiermit eindeutig besser zurecht.


    Was fehlt? Ach ja, die Lautsprecher!
    8 cm breit, 11 cm hoch, 9 cm tief, etwas schwerere Ausführung, also nicht nur Billig-Plastik. Seitlich an einer Box ist ein großer Lautstärkeregler und etwas ungünstig dahinter eine Kopfhörerbuchse. Passen im Design gut zum Monitor. Entgegen der ersten Zweifel merkt man, dass sie von Harman-Kardon sind: eben schnell mal ans Laptop angeschlossen, hatte ja nicht viel erwartet, aber der Sound kommt kristallklar 'rüber, auch im Mittenbereich sind sie noch ziemlich gut, kein bischen blechern oder so. Das kann mit normalen Monitorboxen einfach nicht mehr verglichen werden, und übertrifft auch die meisten Zusatzboxen. An der Regler-Box ist hinten auch ein Anschluss für den Subwoofer: also einfach einen fetten Lautsprecher holen und an einen Klinkenstecker löten, das Ergebnis dürfte für eine kleine Stereoanlage völlig ausreichen, klanglich habe ich absolut keine Beschwerden (und das, obwohl ich noch nicht mal die Transportverhüter abgenommen habe - naja, Frau und Kind schlafen ja auch schon, kann nicht mehr so aufdrehen). Eigentlich wollte ich die mit zur Arbeit nehmen, aber ich glaube, meine ganz guten bisherigen Monitor-Boxen müssen nun ins Asyl.


    Sonstiges:
    Beim Wechsel der Auflösung kommt immer kurz die Meldung "Monitor going to sleep", bevor die neue Frequenz gefangen wird. Die Umschaltzeit ist damit nicht die schnellste.


    Der Film "Antz" erschien mir zuweilen etwas dunkel beim Test. Liegt wohl an den hohen Kontrasten, an die ich mich erst gewöhnen muss. Der Eizo kommt mir daneben ziemlich ausgebleicht vor. Ja, Antz ist etwas dunkler als dort, aber man erkennt mehr Farbdetails, also ist das wohl okay.


    Habe jetzt auch noch den Flaggentest mit 60 Hz wiederholt und komme auf 95/98/96/93


    Fazit:


    *** KAUFEN! ***


    Wenn - ja, wenn man nicht auf die Garantie und den Vor-Ort-Service wert legt, und ggf. einen Pixelfehler hinnehmen kann. Beim Versand bestellen würde ich ihn aber nur mit Pixelversicherung, denn sonst kann man vermutlich dutzende Male zum Postamt rennen und zurücksenden, und das ist dann nicht wirklich ein Gewinn.


    Etwas relativierter: Grafiker werden sicherlich mit der Blickwinkelabhängigkeit Probleme bekommen. Für meine ca. 5000 digitalen Familienbilder reicht der Monitor aber mehr als aus, und Filme werden fast schon zu präzise wiedergegeben. Hier sah ich übrigens keinen Unterschied zum 19-1a, aber auch auf Dienstreisen habe ich immer ein paar Sendungen auf dem Laptop und vertreibe mir so zuweilen die Zugfahrten, und hatte nie irgendwelche Probleme mit Schlieren.


    Mich überrascht das so gute Ergebnis. Hingefahren bin ich mit ganz anderen Erwartungen, nachdem ich hier gelesen hatte, dass der 19-1a schon ein sehr guter Monitor ist. Vielleicht bin ich vor Begeisterung auch einfach zu unkritisch, oder sehe einfach nicht mehr so viel wie ein jugendlicher Hardcore-Gamer. Ich bin daher sehr auf alternative Tests gespannt. Die obigen Daten habe ich auf jeden Fall nach bestem Wissen und Gewissen erhoben und kann nur zusammenfassen, dass ich bis jetzt mit dem Monitor mehr als zufrieden bin. Meine Befürchtung, dass der Schritt von einer sehr guten Röhre zu einem TFT irgendwo klare Nachteile mit sich bringt, hat sich bisher nicht bestätigt, aber vielleicht fällt mir mit etwas mehr Erfahrung ja noch mehr auf.


    Ich habe eine Reihe von Ansichten geknipst (auch mal im direkten Vergleich zur Röhre), aber die lade ich erst am Montag hoch (in der Arbeit habe ich DSL, und heute habe ich auch keine Lust mehr auf Nachbearbeitung).


    ...bleibt nur ein kleines persönliches Problem:
    a) Meine Frau hat sich entschlossen, mir das Teil zu Weihnachten zu schenken.
    b) Sie besteht auf der völlig überholten und überzogenen Forderungen, es bis dahin einzupacken und zu verstecken. Hinweise auf weitere Tests und Garantie halfen nicht. Mann, so sehr habe ich mich schon lange nicht mehr auf Weihnachten gefreut... die Beantwortung von Anfragen hier im Board wird also bis nach Weihnachten warten müssen.


    Bis dahin gucke ich wohl im wahrsten Sinne des Wortes wieder "in die Röhre"


    Sodele - gute Nacht!

  • Hi atouk,


    Wie es scheint, gab es Probleme mit PixPerAn. Könnte es sein, daß der Test großteils nicht mit der richtigen Frame-Rate lief? Oben rechts wird die Frame-Rate immer angezeigt.


    Reproduzierbare Ergebnisse erhält man bei PixPerAn nur, wenn die Frame Rate genau 60 fps beträgt (man braucht auch 60 Hz Vertikalfrequenz). Bei anderen Frame Raten gibt's auch andere Ergebnisse.


    Deine Beobachtungen (flackernde Ränder, "Doppelbilder" im Schlierenspiel) sprechen dafür, daß aus irgend einem Grund die Frame-Rate zu niedrig (halbiert) war. Das wären dann 30 fps statt 60 (oder 37.5 statt 75) Es gibt in der Tat leider mit einigen ATI-Treiberversionen in Verbindung mit PixPerAn ein Performance-Problem. Sorry dafür...


    Edit: Beim Wechsel zwischen Flaggentest und Windows (mit Alt-Tab) kann es zu Problemen mit der Farb-Darstellung kommen. Im Flaggentest wird anhand des ermittelten Gamma-Wertes in der Gamma-Einstellung eine normierte (lineare) Charakteristik eingestellt. Davon sieht man nichts, da die Menüs und Farben des Screens invers korrigiert werden. Offenbar gibt's da einen kleinen Bug, der die Einstellung beim Wechsel zu Windows hin und zurück nicht wiederherstellt. Daher kommt es wohl auch daß Du beim zurückkehren zu PixPerAn auf einmal andere Werte ermittelt hast.


    (Normalerweise sollte die Darstellung z.B. im Schlieren-Spiel am CRT völlig flüssig, flacker- und ruckelfrei sein. Kein schnelles hin-und-herspringen der Gegner! Offenbar tritt bei Dir leider ein Software-Problem auf. )


    Edit2: Denn mal frohe Weihnachten :D


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hi wwelti,


    Quote

    Original von wwelti


    Wie es scheint, gab es Probleme mit PixPerAn. Könnte es sein, daß der Test großteils nicht mit der richtigen Frame-Rate lief? Oben rechts wird die Frame-Rate immer angezeigt.


    Reproduzierbare Ergebnisse erhält man bei PixPerAn nur, wenn die Frame Rate genau 60 fps beträgt (man braucht auch 60 Hz Vertikalfrequenz). Bei anderen Frame Raten gibt's auch andere Ergebnisse.


    Mist. Klar. Hatte auf 75 Hz gestellt, um nicht vom parallelen Röhrenmonitor totgeflackert zu werden. Habe eben mal das Spiel aufgerufen, hatte in wenigen Sekunden 30 Frames lost, aber fast konstant die 100 Hz (die ich am Monitor auch fahre) - geht ja noch. Habe aber gestern eine Kameraaufnahme von den Flaggen gemacht, in welcher eine Frame Rate von 25 angegeben wird - vermutlich also viel zu wenig.


    Quote


    Deine Beobachtungen (flackernde Ränder, "Doppelbilder" im Schlierenspiel) sprechen dafür, daß aus irgend einem Grund die Frame-Rate zu niedrig (halbiert) war. Das wären dann 30 fps statt 60 (oder 37.5 statt 75) Es gibt in der Tat leider mit einigen ATI-Treiberversionen in Verbindung mit PixPerAn ein Performance-Problem. Sorry dafür...


    Ich benutze die Omega-Treiber wegen Übertaktungsmöglichkeit meiner Asus-Karte (auch wenn ich's nur selten mache). Die laufen z.B. auch mit Sacred nicht, sind also längst nicht so problemlos, wie viele sagen. Werde den Test (nach Weihnachten - sigh) also unter einer parallelen XP-Installation mit den Catalyst-Treibern und 60 Hz probieren... und den Test auf der Arbeit auch nochmal wiederholen.


    Quote


    (Normalerweise sollte die Darstellung z.B. im Schlieren-Spiel am CRT völlig flüssig, flacker- und ruckelfrei sein. Kein schnelles hin-und-herspringen der Gegner! Offenbar tritt bei Dir leider ein Software-Problem auf. )


    Heute mittag, als ich den Test (auf Röhre) jemandem zeigte, flackerte auch nichts mehr. Dachte, es läge an 1024x768. Offenbar war aber vorgestern etwas verhunzt. Schade, und ich war so stolz auf den Flaggentest =)


    Quote


    Edit2: Denn mal frohe Weihnachten :D


    Danke!!


    - atouk

  • Hi atouk,


    Ok, danke für die Infos.


    In der Tat spielen einige Tests von Pixperan sogar ein wenig verrückt, wenn die Vertikalfrequenz deutlich von 60 Hz abweicht. Um eine brauchbare Vergleichsbasis für Reaktionsverhalten zu haben, ist eine für alle getestete Systeme identische Vertikalfrequenz unverzichtbar. 60 Hz ist für fast alle TFT's die optimale Einstellung, also fiel die Wahl nicht schwer...


    Es ist tatsächlich so daß die Vergleichstests von PixPerAn wirklich nur mit 60 Hz und 60 fps brauchbar sind.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Auch für jene, die TFTs nicht kennen und die seitliche Blickwinkelabhängigkeit einschätzen wollen: Über einen breiten Bereich bleibt das Bild stabil. Erst ab einem bestimmten Winkel bekommen weisse Flächen einen leichten Gelbstich. Kurz darauf sinkt dann die Helligkeit rapide ab. Im Beispiel sieht man sehr gut, wie der "hintere" (rechte) Bereich stark dunkler wird.


    Die Bilder wurden übrigens mit "JPEG Optimizer" auf einen guten Speicher/Darstellungskompromiss eingestellt, sind daher so klein.

  • Die Helligkeitsunterschiede aller folgenden Bilder sind auf den sehr viel größeren Lichtstärkebereich des TFT zurückzuführen. Teilweise entstanden dadurch auch die Farbunterschiede (mit dem bloßen Auge waren sie kaum ausgeprägt). Habe auf dem Eizo-Röhrenmonitor die entstandenen Bilder mit dem Röhrenmonitor verglichen - bei idealer Kamera hätten sie identisch sein sollen, aber weit gefehlt, die Farben stimmten überhaupt nicht. Interessanterweise sehen auf dem Eizo manchmal die Fotografien vom TFT natürlicher aus, während jetzt auf dem Laptop-TFT es genau umgekehrt wirkt.


    Was Ihr zuhause seht, hängt also hauptsächlich wieder von Eurem eigenen Display ab. Habe es dennoch mal 'reingestellt, weil ich als "Neuling" (kannte nur das schlechte Laptop-Display im Vergleich zur Röhre) mir nicht vorstellen konnte, wie genial die Farben auch auf dem TFT zur Geltung kommen können.


    Nach jedem "Doppelbild" habe ich noch das Original für Euren eigenen Vergleich angefügt. Gibt also 4x2 Bilder. Wer keinen Bock auf Lademarathon hat: Thread wechseln!


    PS: Ich liebe DSL... =)

  • Die Kamera leidet hier deutlich unter der Helligkeit des TFT, mit bloßem Auge war das rot durchaus kräftiger und abgestufter - aber doch gewisse Unterschiede zur Röhre. Was mir besser gefällt? Keine Ahnung, leider kennt man das Original ja nicht. Für mich sind die Unterschiede unerheblich, aber die Brillianz des TFT (man beachte den schwarzen Bereich, der etwas besser als bei der Röhre ist) macht die Bilder viel lebendiger.

  • Zu guter Letzt: Der Blauverlauf des Himmels geht auf dem TFT endlos ins Schwarze über. Da kann der Eizo einfach nicht mithalten. Auch die roten Blumen rechts hinterm Pool wirken auf dem Eizo blass. Die Grassfarben unterscheiden sich wieder mal, habe hier keine Präferenz...

  • Vielen Dank für den Testbericht.
    Ich hab auch schon mit dem TFT geliebäugelt, aber da jetzt noch neue Modelle rauskommen warte ich lieber noch ein bischen.

  • Erst mal vielen Dank atouk für den hervorragenden Testbericht. Hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen. Seit gestern sitze ich auch vor dem Teil ;).


    Vielleicht ein paar Ergänzungen, das Gerät verfügt über die TCO 03-Norm und gehört in die bis 5 dot-Fehlerklasse. Mehr sind daher ein Garantiefall. Bei meinem Gerät kann ich allerdings keinerlei Pixelfehler feststellen. Farbtreue und Kontraste sind über DVI einfach brilliant.
    Da ich sehr viel am PC spiele (Freelancer, Racing-Sims) war die Reaktionszeit enorm wichtig für mich. Beim Racing ist das TFT in der nativen 1280*1024er Auflösung ziemlich unproblematisch. Probleme hab ich nur bei Freelancer, wenn ich schnell drehe (entscheidet über Leben und Tod im Kampf gegen Mitspieler ;) ). Hier stehen nur interpolierte Auflösungen im Game zur Verfügung (1024*768 oder 1280*960). Die Gegner kommen unscharf aus der Drehung raus und lassen sich daher schwer anvisieren. Allerdings habe ich damit ein wenig gerechnet. Mit ein wenig Erfahrung läßt sich das jedoch kompensieren.


    DVD finde ich ganz ausgezeichnet, ebenso wie TV.


    Unterm Strich bin ich einfach begeistert.

  • Quote

    Original von Tela Rob
    Erst mal vielen Dank atouk für den hervorragenden Testbericht. Hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen. Seit gestern sitze ich auch vor dem Teil ;).


    Danke!
    Und Glückwunsch... ich muss ja noch ein bisschen bis Weihnachten warten :( => =)


    Quote


    Vielleicht ein paar Ergänzungen, das Gerät verfügt über die TCO 03-Norm und gehört in die bis 5 dot-Fehlerklasse. Mehr sind daher ein Garantiefall.


    Interessant. Woher hast Du die Info? Hier im Board war nix (habe inzwischen gemailt, dass ein Monitor fehlt). Generelle Neugier: Wo gekauft und wieviel?


    Weiterhin habe ich auch gelesen, dass HP auch drei Jahre Umtausch anbieten soll, habe aber noch nicht zurückgefragt. Hast Du dazu Info?


    Quote


    Unterm Strich bin ich einfach begeistert.


    Jep. Hatte nach einer Woche ohne den TFT schon das Gefühl, dass ich zu begeistert und unkritisch war (wenn man hier liest, was alles passieren kann). Aber nun bin ich nicht mehr der Einzige, war also wirklich wohl keine schlechte Wahl :D


    Hast Du einen Subwoofer an den Boxen? Dein Eindruck generell?


    Hast Du auch mal Lust, die Pixperan-Tests hier aus dem Board zu machen? Würde mich interessieren, wie subjektiv mein Eindruck ist (und vorallem - wie die Werte real lauten - konnte ja meine fehlerhafte Messungen noch nicht wiederholen)


    Also: noch viel Spass!
    - atouk