Fotoamateur sucht TFT

  • Hallo! Ich bin Neuling hier im Forum und benötige eure Hilfe, um zu einer "budgetgerechten" Monitorlösung zu kommen.


    Ich brauche den Monitor wirklich nur für zwei Dinge: Bildbearbeitung und Office-Arbeit.


    Zunächst stellt sich die Frage, ob ich ein Crt oder besser ein Tft anschaffe. Aber diese Frage stelle ich besser nicht hier, vermute ihr seid da etwas voreingenommen. ;)


    Aber wenn es denn dann ein Tft sein soll, dann könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen. Hier im Forum ist zu lesen, dass ich auf jeden Fall ein VA-Panel anschaffen sollte und immer wieder dreht es sich um Eizos Modelle.


    Mein konkreter Wunsch:
    Ich möchte gerne meine digitalen Fotos am PC "farbecht" nachbearbeiten können. Soll heißen: die Farben am Monitor sind denen auf der Ausbelichtung vom Fotolabor sehr ähnlich. Mir ist klar, dass das ohne standardisierte Raumbeleuchtung und aufgrund des nicht zu umgehenden Unterschieds der Farbwahrnehmung von Papier und Monitor immer nur annäherungsweise möglich ist, aber ich möchte diesem Ideal möglichst nahe kommen.


    Vielen Dank für eure Hilfe


    Christoph

  • Ich denke der Eizo L768 ist genau der richtige Monitor für dich und hat prinzipiell all das was du benötigst und liegt zusätzlich innerhalb deines Preisrahmens.

  • Sehe ich auch so.
    Eventuell solltest du dich zusätzlich mit der Anschaffung eines Colorimeters beschäftigen.

  • Danke für euren Tipp! Mal sehen, ob ich den Eizo hier in Bielefeld irgendwo bewundern kann.


    Ich habe eine Diskussion zu Colorimetern bereits hier vor einiger Zeit in der <de.alt.rec.digitalfotografie> unter dem Thema "Monitor kalibrieren oder neu kaufen?" angestoßen. Zuletzt habe ich die Diskussion dort kaum mehr verstanden. Für mich brachte der Thread in jedem Fall die Erkenntnis, dass ich zunächst versuchen sollte, einen Graukeil vernünftig am Monitor abzubilden. Das ist mit meinem uralt Aldi-Tft gar nicht möglich. Deshalb der Gedanke an eine Neuanschaffung. Zur Nachbearbeitung von Fotos ist es IMHO besonders wichtig, Lichter und Schatten richtig beurteilen zu können. Die Farben stehen dann wohl erst an zweiter Stelle.


    Haltet ihr zur Einstellung von Helligkeit und Kontrast einen Graukeil für ausreichend, oder leistet ein Colorimeter auch dafür hilfreiche Dienste?


    Danke, Christoph

  • Hallo Christoph,


    grundsätzlich bieten die Eizo von Haus aus vielfältige Einstellmöglichkeiten.
    Mit geübtem Auge und dem Wissen, an welchem Regler man wofür schrauben muss, kommt man so schon ziemlich nahe an das heran, was man sich wünscht. Dies ersetzt aber nicht wirklich ein Einmessen des Gerätes.


    Die Anschaffung eines Colorimeters ist also kein muß, sondern ein kann, wenn man das Maximale aus den Möglichkeiten des Monitors herausholen möchte. Abweichungen in der Darstellung werden mit entsprechenden Geräten minimiert. Dies gilt sowohl für Graustufen, als auch für Farben.
    Für einen, wie du sagst Fotoamateur, dürftest du mit dem Eizo schon einmal nicht völlig danaben liegen. Ein Profi-Gerät ist aber auch dies noch nicht. Die fangen jenseits des doppelten Kaufpreises an.


    Letztendlich macht Kalibrierung auch gerade bei einem guten Monitor Sinn.
    Um aber "nur" Abweichungen bei der Ausbelichtung zu minimieren, also Unterschiede zwischen Druck und Anzeige im Semipro-Sektor, reichen einige Selbstversuche mit dem entwickelten Ausdruck als Originalvorlage.
    Damit eliminierst du bei der Nachbearbeitung deiner Bilder die Abweichungen zum nacher ausbelichteten Bild. Voraussetzung hierfür ist natürlich immer die Verwendung desselben Fotolabors...


    Ohne deinen Anspruch zu kennen: Solange du dein Geld nicht mit deinen Fotografien verdienst, muss keine Profilösung aus entsprechendem Monitor + Colorimeter + (am Besten noch) Normlichtpult ran. Ich denke du bekommst das auch ohne diese Zusatzhardware schon recht brauchbar hin.
    Sollte dir das genannte Eizo aber nicht genügen, fängts an richtig Geld zu kosten. ;)

  • Danke für deine ausführliche Antwort.
    Um ehrlich zu sein, hatte ich schon rote Ohren als ich mich als "Fotoamateur" bezeichnet habe. Ich noch ein blutiger Anfänger, der versucht seine Bilder immer besser zu gestalten und zu komponieren. Aber es nervt halt gewaltig, wenn ein in der Sonne stehendes Pferd auf dem Monitor aussieht wie ein Zebra, weil das Ding die Farbverläufe nicht richtig hinbekommt. ;)
    Im ernst, ein blauer Himmel mit weißen Wolken sieht auf meinem Lifetec furchterregend aus. Und wenn dann noch alle Zeichnungen in den Schatten die da sind auch noch zu sehen wären ...
    Du siehst, für mich wäre schon die Anschaffung eines "kleinen" Eizos ein Quantensprung. Ich werde mir die Dinger mal anschauen.
    Gibt es eventuell Alternativen, die ich in Betracht ziehen sollte?


    Christoph

  • In dieser Preisregion? Nicht wirklich.
    Es kämen noch andere Geräte in Betracht, aber das wären alles 8-Bit Geräte, wobei wir dann schon wieder (unter gewissen Umständen, nicht zwangsläufig) beim Zebra landen könnten ;-)
    Du siehst, du brauchst ganz klar ein 10-Bit Gerät wie das Eizo um diesen Effekt gänzlich auszuschließen ;-)

  • Quote

    Danke für euren Tipp! Mal sehen, ob ich den Eizo hier in Bielefeld irgendwo bewundern kann.


    Das Gerät gibt es desöfteren bei Saturn oder MediaMarkt. Falls du einen in der Nähe hast, kannst du dort eventuell mal einen Blick drauf werfen. Aber viel falsch machen kannst du ohnehin nicht und solltest du online bestellen kannst du das Display bei Unzufriedenheit einfach wieder zurückschicken.



    Gruß Rinaldo

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    "Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen."

  • Ich kriege "meinen" alten Thread noch einmal hervor, da jetzt die Finanzmittel bereit stehen.


    Mangels sinnvoller Alternativen (zumindest haben sich hier keine ergeben) schwanke ich nun zwischen dem Eizo L768 und dem Eizo S1910. Preislich ein Unterschied von etwa 50,-. Dafür bekomme ich Overdrive hinzu.


    Andererseits kann ich für 50 Euronen auch schon ein halbes Colorplus-Colorimeter erstehen. Ist damit etwas anzufangen oder ist das nur Mist. Wie erklärt sich der Mehrwert für 20fach teurere Profilösungen?


    Gruß,
    Christoph

  • Hallo Christoph,


    ich kann Dir leider auch nicht helfen, stehe aber vor demselben Problem wie Du - vor allem, nachdem mein guter alter CRT-Monitor vorgestern den Dienst quittiert hat. Daher habe ich momentan nur einen billigen Medion 17" TFT zur Verfügung, der natürlich nichts für die Bildbearbeitung taugt. Momentan tendiere ich auch stark zum Eizo S1910. Ich hoffe daher, es ist OK, wenn ich meine Frage hier mit einbinde, anstatt einen neuen Beitrag zu eröffnen?


    Bei der Bildbearbeitung am TFT bin ich momentan noch etwas unsicher, was die Schärfe betrifft. So wie ich die Tests und Erfahrunsgberichte bisher verstanden habe, ist die Schärfe des Eizo-TFT für Druck oder Ausbelichtung von Fotos gut geeignet. Doch wie steht es im Vergleich zu CRT-Monitoren bei der Publikation von Fotos im Internet? Ich habe Bilder, die bei der (versuchsweisen) Bearbeitung auf meinem Billig-TFT knackig scharf erschienen, auf dem CRT aber allenfalls mittelmässig herauskamen. Umgekehrt wirkten viele Fotos, die auf dem CRT klasse aussahen auf dem TFT hoffnungslos überschärft.
    Ist das ein grundsätzliches Problem oder liegt es nur an der billigen Hardware, mit der ich das getestet habe?


    Gruss,
    Thomas