Philips 200C6WS (Prad.de User)

  • Hallo,


    hier nun mein Testbericht zum Philips 200W6CS. Ich hoffe ich kann dem ein oder anderen behilflich sein. Ich bewerte Übrigens in Schulnoten. Aber nicht die Weichspülernoten, die es vom Religionslehrer gibt, wo jeder eine 2 hat, der nicht einpennt, sondern wenn ich "befriedigend" schreibe, dann meine ich, dass es wirklich voll zufriedenstellt.



    Zunächst kurz zu meinen Qualifikationen. Der Philips ist zwar der erste TFT, den ich selbst besitze, aber auf der Arbeit sitze ich schon längere Zeit vor einem LG Flatron L1811B (alte Revision). Mein Notebook (Acer Travelmate 800 Serie) ist natürlich ebenfalls mit einem TFT ausgestattet. Auch habe ich in meiner Tätigkeit als Admin und Servicetechniker schon zahlreiche TFTs bei Kunden aufgestellt.
    Bisher besitze ich einen hochwertigen Samsung 19" Röhrenmonitor, mit dem ich immer sehr zufrieden war. Insbesondere weil dieser Monitor damals ein Spitzengerät war, hatte ich so meine Zweifel, ob ich mich mit einem TFT nicht zu sehr verschlechtere. Auf jeden Fall musste aber ein Widescreen her.


    Den Philips habe ich bei Amazon bestellt, um ihn mal auszuprobieren (die Werbeanzeige auf prad.de hat ihre Wirkung gezeigt ;). Insbesondere natürlich vor dem Hintergrund, dass bald der Belinea 102035w erscheint, dieser aber wohl 50€ mehr kosten wird und ich eigentlich nicht mehr warten möchte (meine Röhre passt nicht mehr auf den neuen Schreibtisch).



    1. Zubehör, Verarbeitung, Design


    Im Lieferumfang befinden sich neben dem Monitor selbst ein Handbuch, Treiber-CD, Stromkabel, USB-Kabel, VGA-Kabel und sogar ein DVI-Kabel ist aus der Verpackung gepurzelt.


    Der Monitor wirkt sehr wertig verarbeitet und das Plastik sieht nicht billig aus. Es knarzt und knackt nichts und er hat einen sicheren Stand. Die Höhenverstellung und Neigung des Displays funktioniert butterweich und angenehm schwergängig. Das Display verstellt sich auch nicht von selbst, sondern bleibt sofort nach dem loslassen in der gewünschten Position stehen. Ich kann den gesamten Monitor sehr leicht mit dem Fuß nach rechts und links drehen (k.a. ob das nur an meinem Schreibtisch liegt), das Display an sich lässt sich nicht drehen. Pivot unterstützt der Monitor nicht.


    Die Anschlüsse auf der Rückseite sind leicht zu erreichen. Das Netzteil ist eingebaut und auch ein Anschluss für den Kopfhörer fehlt nicht (was für mich als Kopfhörer-Spieler extrem angenehm ist). Die Betriebs-LED leuchtet in grün unauffällig vor sich hin, auch im dunklen Raum bei dunklem Bild wird man nicht geblendet oder abgelenkt.


    Über das Design lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Daher ist dieser Abschnitt nun völlig subjektiv auf mich bezogen. Auf den Produktfotos fand ich den Monitor so "naja". Nicht hässlich, aber auch nicht besonders schön. In echt war ich dann doch positiv überrascht. Klar, er ist immernoch kein Designwunder, sondern eher konservativ gehalten. Aber wer, so wie ich, eher auf schlichte, geradlinige und nüchterne Formen steht, der wird sich mit diesem Gerät sehr gut anfreunden können. Wer allerdings so ein extrem-modding-Gehäuse mit Disco-Lightshow besitzt, sollte das aber vielleicht nochmal überlegen.
    Auch von hinten sieht der Monitor gut aus.

    Bewertung:
    Zubehör: gut
    Verarbeitung: gut
    Design: ein völlig subjektives befriedigend


    2. Bildqualität


    Die Farbdarstellung des TFT ist einwandfrei. Die echten 16.7 Millionen Farben machen sich durchaus bemerkbar. Besonders im Vergleich zu meiner Röhre gewinnt der TFT haushoch. Die Bilder meiner Digitalkamera wirken auf dem Philips gleich nochmal so gut.


    Der Schwarzwert könnte allerdings besser sein. Ein richtig sattes Schwarz bekommt der Monitor leider auch nach langem rumprobieren mit den Helligkeit- und Kontrasteinstellungen nicht hin. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bezüglich des Schwarzwertes auch sehr empfindlich bin und wenn man einmal die Sony X-Black Monitore gesehen hat, haben es alle anderen Geräte sowieso schwer. Dafür spiegelt der Philips aber auch nicht, das würde mich nämlich noch mehr stören als der Schwarzwert. Das mit dem schlechten Schwarz fällt übrigens in Bildern mit harten Kontrasten nicht so auf. Wenn ein grossteil des Bildes hell ist, dann sieht schwarz auch schwarz aus. Nur gestern beim Half-Life 2 spielen war ich in einem Level mit einem dunklen Tunnel und das war dann schon eher ein grauer Sumpf. Ich müsste mal Doom3 wieder installieren, wie das da aussieht.


    Übrigens kann ich mich auch nicht so recht mit den Einstellmöglichkeiten im OSD anfreunden. Der Regelbereich für Helligkeit und Kontrast ist nach unten sehr eingeschränkt. Selbst wenn man alle Werte auf 0 stellt, leuchtet der Monitor noch fröhlich vor sich hin. Bisher habe ich noch keine Einstellung gefunden, die mir 100% gefällt. Die Helligkeit lässt sich dafür so weit hochregeln, dass man bei Sonnenschein das Bild noch gut erkennen kann.


    Die Ausleuchtung ist bei meinem Modell auch nicht ganz optimal. Zur Seite hin wirds doch schon etwas heller. Dies sieht man aber nur bei schwarzem, bzw. sehr dunklem Bild . Auf dem Desktop oder in Spielen fällt das nicht, bzw. nur ganz ganz selten auf. Er gehört in dieser Disziplin immernoch zu den besseren Modellen.


    Der Blickwinkel ist für einen TFT hervorragend. Selbst wenn man von ganz seitlich auf den Monitor schaut gibt es keine Farbverfälschungen, lediglich die Helligkeit ändert sich etwas. Wer gerne viele Leute vor seinem Monitor versammelt ist mit dem Philips bestens bedient.


    Der typische Kristalleffekt der SIPS Panel hat mich anfangs doch sehr gestört, allerdings hab ich mich recht schnell daran gewöhnt.


    Pixelfehler habe ich übrigens keinen einzigen.

    Bewertung:
    Farben: gut
    Schwarzwert: ausreichend
    Ausleuchtung: befriedigend
    Blickwinkel: gut


    3. Spieletauglichkeit / Schlierenbildung


    Ich selbst bin Normalspieler. Ich spiele viel, aber nur zum Spaß ohne professionelle Ambitionen.


    An Spielen habe ich bisher World of Warcraft, Half Life 2 und Sim City 4 getestet.


    WoW sieht auf dem Philips fantastisch aus. Die genialen Farben lassen die Welt in einem völlig neuen Licht erstrahlen. Aber insbesondere das Breitbildformat spielt hier seine Stärken aus. Man kann sich zusätzlich Leisten an den Rand legen, oder das Inventar oder Questlog offenlassen und hat trotzdem noch einen riesigen freien Bildausschnitt. Wie konnte ich bisher WoW in 4:3 spielen, da sieht man ja nichts außer Interface *g*?
    Eine kleine Merkwürdigkeit hatte ich allerdings. WoW unterstützt ja nativ Widescreenauflösungen. Da ich mir das vorher schon angeschaut hatte, war ich mir sicher, dass es 3 solcher Auflösungen gibt. Nachdem ich aber den Philips dran hatte konnte ich nur noch 2, nämlich 1680x1050 oder 1600x900 anwählen. Damit war meine Grafikkarte aber doch etwas überfordert. Die Auflösung 1280x768 stand nicht mehr zur Verfügung. Auch im Windows konnte ich die nicht auswählen. Ich hab sie dann im nvidia-Treiber manuell hinzugefügt, seitdem kann ich sie auch in WoW wieder auswählen.
    Die Interpolation von dieser Auflösung funktioniert super. Wenn ich nicht wüsste, dass interpoliert wird, ich glaub ich würds nicht merken (auf dem Windows Desktop sieht mans dann natürlich).


    Da WoW bei mir ein gewisses "Grund-Ruckeln" aufweist konnte ich die Schlierenbildung noch nicht wirklich beurteilen. Daher war ich auf Half Life 2 gespannt. Insbesondere weil ich doch etwas misstrauisch war, da Philips ja "nur" 16ms angibt wo andere Hersteller mit 8 oder gar 4 protzen. Aber ich muss sagen: Ich war baff. Es ist keinerlei Schlierenbildung zu sehen! Wenn ichs nicht wüsste, würde ich denken vor einer Röhre zu sitzen. Also entweder ist der Unterschied zwischen 16 und 8 ms nur kaum wahrnehmbar klein, oder die Philips Marketingabteilung ist nicht ganz so dreist im Beschönigen der Daten.


    Bei SimCity 4 offenbarte sich dann halt der Nachteil des Breitbildformats. Das Spiel unterstützt nämlich keine Wide-Auflösung. Nun hat man folgende Wahlmöglichkeiten im OSD:
    - Das Bild interpolieren und verzerren, so dass es den ganzen Monitor ausfüllt. Das sieht aber sehr gewöhnungsbedürftig aus
    - Das Bild seitengerecht interpolieren. So wird der Monitor in der Höhe voll genutzt, rechts und links bleiben aber recht dicke schwarze Balken. Dies ist eine brauchbare Lösung, allerdings wirkt das Bild halt vergleichsweise klein
    - Das bild nicht-interpoliert darstellen. Das Bild wir pixelgenau mit der nativen Auflösung angezeigt, die interpolationsartefakte verschwinden, aber das Bild ist winzig mit einem schwarzen Rahmen rundherum. Nicht akzeptabel für mich.


    Nun gut, aber damit muss man halt leben, wenn man jetzt schon auf Widescreen setzt. Ist beim Fernsehen ja auch nicht anders. Und es gibt ja immer mehr Spiele, die Breitbild unterstützen.


    Der PexPerAn Autotest hat übrigens dann doch minimale Schlierenbildung offenbart, aber mal ehrlich Leute, wer das beim Spielen noch wahrnimmt, der sollte vielleicht doch lieber bei der Röhre bleiben.

    Bewertung:
    Spieletauglichkeit: gut


    4. Fazit


    Insgesamt kann ich ein positives Fazit ziehen. Der Monitor ist sein Geld (derzeit 499,-) definitiv wert. Man bekommt ein grundsolides Gerät, das sich keine groben Schwächen leistet. Der einzige Kritikpunkt, der mir halt die Freude etwas mindert ist der Schwarzwert. Wäre der besser, hätte ich den perfekten Monitor gefunden. Vor allem von der Spieletauglichkeit bin ich sehr positiv überrascht.
    Ob ich Ihn nun behalte oder wieder zurücksende habe ich aber noch nicht definitiv entschieden. Wie gesagt, der Belinea kündigt sich ja an. Wobei ich nicht weiß, was der besser machen sollte als der Philips, bis auf den Schwarzwert halt, aber das weiß man ja auch noch nicht. Ich bin also noch ein wenig in der Zwickmühle. Ich werde euch wissen lassen, wie ich mich entschieden habe.
    Wenn ich in den zwei Wochen noch weitere Erkenntnisse gewinne oder ich meine Meinung ändere, werde ich den Test auch nochmal ergänzen.

  • Auch wenn noch eventuelle Ergänzungen anstehen an dieser Stelle schonmal danke für den ausführlichen, gut lesbaren und strukturierten Testbericht!


    Das Problem, dass Schwarz nicht richtig Schwarz ist, lässt sich leider mit einem TFT derzeit nicht lösen. Auch ein Panel mit 1000:1 Kontrast liefert im dunklen Raum großflächig eher ein dunkelgraublau als ein tiefes Schwarz. Ein IPS-Panel ist den meisten VA-Panels etwas unterlegen diesbezüglich, dafür ist die Farbdarstellung i.d.R. präziser, weshalb professionelle Grafikermonitore mit IPS-Panels ausgestattet sind.


    Da IPS-Panel grundsätzlich relativ flott sind und vor allem eine relativ konstante Reaktionszeit aufweisen ist die hohe Spieletauglichkeit trotz "nur" 16ms nicht verwunderlich. Wenn ein TFT-Monitor mit 8 Millisekunden schnell zwischen Grautönen schaltet heißt das ja noch lange nicht, dass dies auch bei anderen Farbtonkombinationen der Fall ist ;)



    Viele Grüße Rinaldo

    _.+*" Mind Expanding Species "*+._.+*" Estar De Viaje "*+._


    "Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen."

  • Hi


    schöner Testbericht.
    Noch ein kleiner Hinweis: Stell als Auflösung in den Spielen nicht 1280x768 ein, sondern 1280x800. Dann klappts auch mit dem richtigen Seitenverhältnis :)

  • Quote

    Original von MatthiasE
    Hi


    schöner Testbericht.
    Noch ein kleiner Hinweis: Stell als Auflösung in den Spielen nicht 1280x768 ein, sondern 1280x800. Dann klappts auch mit dem richtigen Seitenverhältnis :)


    Unter richtigem Seitenverhältnis verstehe ich aber das 4:3 - Verhältnis. Und das wäre bei mir die Auflösung 1280x960 und nicht 1280x800.


    gruß


    edit: Habs grad bemerkt: Du meinst das Verhältnis bei der Widescreen-Auflösung. Sorry!

  • Danke für den Tipp Matthias. WoW hatte die Auflösung halt angeboten. Die 1280x800 muss ich aber wohl auch erstmal manuell hinzufügen. Vielleicht ist hier der Monitortreiber fehlerhaft? Denn der teilt Windows doch die unterstützten Auflösungen mit.

  • In der aktuelle c't (nr. 22/2005) stellen sie den 200W6CS kurz vor.


    Zitat:


    "Schöne Farben


    Philips zielt mit dem breitformatigen 20"-Display auf den Büroeinsatz, denn Videoeingänge besitzt der 16:10 Monitor nicht.


    Derr 200W6CS nutzt 1680 x 1050 Pixel mit einer Kantenlänge von nur 0,258 mm. fotos und Schriften werden entsprechend fein gezeichnet wiedergegeben. unterstützt wird dies durch die gleichmäßig Farbabstufung, nur bei sehr dunklen Tönen patzt das Display. Sie werden im Analogbetrieb nicht mehr aufgelöst, bei digitaler Ansteuerung gelingt das besser. Die rechte Schirmhälfte ist etwas dunkler, auffälliger ist jedoch das fleckige Schwarzbild.


    Die Synchronisation auf analoge Grafikkartensignale funktoniert ausgezeichnet. Ein Knopfdruck und das Bild steht flimmerfrei. Die satten Farben leuchten und bleiben über weite Blickbereiche absolut stabil; einzig aus diagonaler Richtung verblassen sie ab 50 Grad. Hierfür und für den guten Kontrast von 370:1 sorgt ein S-IPS-Panel von LG-Philips. Die etwas ungewöhnliche 16:10 Auflösung des LCDs wird von älteren Grafikkarten möglicherweise nicht unterstützt, aktuellere haben damit keine Probleme. Kleiner Auflösungen zeigt der Monitor wahlweise in Originalgröße, seitentreu interpoliert oder schirmfüllend an. Eine variable Kantenglättung hätte diese vorbildlichen Anzeigemöglichkeiten abgerundet. Trotz längerer Schaltzeiten taugt das Display auch zum Spielen, nur wird der Grafikkarte bei voller Auflösung einige Rechenpower abverlangt. Wer viel Platzt auf dem Desktop braucht, etwa für große Tabellen, ist mit dem Breitformat-LCD sicher gut beraten."


    Als Preis geben sie noch 650€ an.


    Gruß
    wiederre

  • Da ich das Display nur digital angeschlossen habe (für was ist da überhaupt noch ein analog Eingang dran?) kann ich diese Kritikpunkte nicht nachprüfen.
    Der Rest stimmt aber. Allerdings finde ich 16:10 nicht nur für Tabellen praktisch. Auch beim Spielen möchte ich es schon jetzt nicht mehr missen. Und klar sind Grafikkarten bei der nativen Auflösung in Spielen überfordert, aber wie gesagt: Die Interpolation funktioniert sehr gut.

  • Hallo Leute.


    Also ich besitze diesen Monitor auch.. und das Schwarz ist natürlich bei mir auch nicht das Schwarz eine CRT Monitors aber mich stört weniger das etwas "Grauschwarz" als die Ausleuchtung.


    Meiner leuchtet links oben bis zur Mitte hin einfach viel viel heller als der Rest des Schirmes. Auch bei Tag kann man das sehen und das ist für mich nicht akzeptabel. Wenn wenigstens alles "fast" gleich grau ist kann ich damit leben aba das hell und dunkel ist echt herb.

  • Das von der c't angesprochende angebliche Patzen bei sehr dunklen Tönen interessiert mich etwas genauer. Es wäre sehr nett, wenn jemand, der diesen Monitor bereits besitzt, einmal nachprüfen könnte, ob beim Nokia Monitortest-Programm alle Graustufen bis 1% zu sehen und voneinander zu unterscheiden sind.

  • Da der Preis für das Display mit derzeit rund 500,-€ doch ausgesprochen reizvoll ist und ich hier auch den ausführlichen User-Test von RickD gelesen hatte (Thx!) hab ich den Mut und letztlich auch das Geld für dieses Display in die Hand genommen.


    Ich sitze sowohl beruflich als auch privat sieben Tage die Woche rund 14-16h täglich vor dem Bildschirm und das bis heute mit Röhrenmonitoren. Privat habe ich nun meine ADI G1000 21" Röhre nach vier Jahren mal aussortiert. Beruflich muss ich immer noch einen Sony G900 ertragen, ein wirklich gruseliges Gerät.


    Aber nun wieder BTT! Der Philips 200W6CS/00 stellt für mich also die erste eigene intensive TFT-Erfahrung dar und als passionierter Spieler bin ich doch ein wenig hin und her gerissen.


    Was am Monitor gefällt ist sicher die solide Verarbeitung, das konservative Design und die Möglichkeit wackelfrei das Display drehen, neigen und in der Höhe verstellen zu können. Die Lautsprecher sowie der vereinsamte USB-Port sind dagegen verzichtbar, erfüllen in manchem Büro jedoch sicher ihren Zweck.


    Der absolute Minuspunkt ist für mich auch nichtmal der Schwarzwert, damit kann ich sogar prima leben. Wirklich störend empfinde ich es dagegen allgemein auf dunkleren Flächen eine enorme Blinkwinkelabhängigkeit zu erleben. Je nach Kopfhaltung und wo die Augen fokussieren nimmt man rechts und links davon eine deutliche hellere Überstrahlung war. Also man hat zum Beispiel ein dunkles Grün als Hintergrund und wenn man in die Mitte schaut, ist es wie es sein soll und und rechts links davon wird das grün immer heller und wird förmlich von der Panelbeleuchtung überstrahlt. Das wobei ich Helligkeit und Kontrast bereits nur noch jeweils auf 55/100 eingestellt habe. Diese "Aura" nimmt man praktisch überall war wo gedecktere Farben zum Einsatz kommen, also wo´s nicht überwiegend weiß ist. Besonders wenn kein Tageslicht in den Raum fällt stört das doch sehr.


    Die von den Vorrednern angemerkte ungleichmäißge Panelausleuchtung kann ich an meinem Gerät nicht nachvollziehen, es ist eher der eben beschriebene Effekt und der tritt immer auf, je nachdem wie ich den Kopf halte und welchen Teil des Bildes ich ins Visier nehme, seitlich davon wird´s deutlich heller.


    Ich betreibe das Display übrigens über den DVI.


    Jetzt zur Spieletauglichkeit, getestet an vier Spielen unterschiedlicher Gattung:


    Guildwars
    Der einzige Titel im "Test" der die native Auflösung des Displays auch Ingame voll unterstützt. Der Eindruck ist und bleibt hier kurz und knapp brilliant, es gibt nichts zu bemängeln, Schlierenbildung ist minimal. Das Spiel läuft in maximaler Auflösung bei maximalen Details butterweich mit 4x AA.


    DTM Race Driver 2
    Ein schnelles Rennspiel, auch wenn schon etwas Älter läuft es auch bei maximalen Details sehr flüssig. Die Auflösung des Displays wird hier leider nicht unterstützt und wo meine alte Röhre noch 1600x1200 locker stemmte bleibt so nur 1280x1024. Auch wenn der Rechner permanent 70fps+ liefert, das Spielerlebnis wirkt subjektiv ruckelig. Ob das an der Interpolation oder der Reaktionszeit (wohl beides) liegt vermag ich nicht zu sagen, hier wünscht man sich ganz klar die Röhre zurück.


    F.E.A.R.
    Dieser Titel darf derzeit sicher als grafische Referenz gelten und macht natürlich auch rege von Hell-/Dunkelwechseln gebrauch. Leider bietet dieser aktuelle Titel auch keine Auflösung an, die dem Display gerecht wird. Immerhin hält sich die Schlierenbildung in Grenzen, dafür gibt´s gleich handfeste Artefakte zu sehen. Dreht man sich schnell vor einem Pfeiler hat man das Gefühl nur die Grafik des Pfeilers läuft mit 3fps ab, der Rest normal. Man gewinnt den Eindruck als würden nur einzelne Teile des Bilde praktisch "ruckeln", während andere wiederum normal schnell sind. Für mich als TFT-Laie ein eigenartiger Effek, die hiesigen Profis können das vielleicht besser einordnen, ich versteh´s nicht wirklich. Das Eingangs geschilderte "überstrahlen" in Abhängikeit zur Kopfbewegung tritt hier besonders nervig in Erscheinung


    Joint Operations
    Die Referenz im Taktikshooter-Sektor macht dagegen eine gute Figur, obwohl wir uns auch hier mit 1280x1024 begnügen müssen, so gibt es immerhin einen "Wide-Screen" Schalter, was auch immer dabei genau geschieht, so wird das Bild jedenfalls nicht verzerrt und die Fläche doch voll genutzt. Das es im Spiel keine stockschwarzen Ecken gibt und auch keine übermäßig schnellen Nahkampfaktionen kommt dem Display sicher sehr entgegen. Hier macht´s auch mit dem Philips 200W6CS wieder Freude zu spielen.




    Fazit
    Da ich schlecht mangels Erfahrung andere TFTs vergleichen kann bleibt mir nur der Vergleich mit meiner alten Röhre und gerade bei Spielen verliert hier das Philips letztlich doch haushoch. Als Vorteile bleiben da nur Standards die für jedes TFT gelten: Mehr Platz auf dem Schreibtisch, endlich wieder gerade vor dem Bildschirm sitzen können und eine um über 60% gesenkte Leistungsaufnahme sowie das definitiv immer flimmerfreie Arbeiten.


    Das Philips 200W macht in nichtgrafischen Arbeits- und vor allem Büroumgebungen eine exzellente Figur, auch für den Durschnitts-User zu Hause der sich auf Desktoparbeiten beschränkt und nur gelegentlich ein Spielchen wagt, ist es ein echtes Schnäppchen.


    Spiele-Enthusiasten und Grafik-Profis lassen besser die Finger davon. Hier gibt´s sicher deutlich bessere Angebote, für die man aber auch entsprechend Geld auf den Tisch legen muss. Ein 19" oder 20" Display im 4:3 Format garantieren dem Spieler ein Maximum an Anwendungskompatibilität (für alte UND neue Titel!) OHNE dabei auf die lästige Interpolation zurück greifen zu müssen und für DVDs gibt´s immer noch TV-Geräte, die schauen nur Banausen auf kleinen Computer-Schirmchen.


    Verarbeitung: gut
    OSD: befriedigend
    Ergonomie: gut
    Spieletauglichkeit: ausreichend
    Office: gut
    DTP: mangelhaft

  • So, ich bins nochmal. Ich habe den Monitor behalten. Aus zwei Gründen. Erstens ist die Qualität für meine Ansprüche sehr gut (ich weiß nicht, was andere derzeit erhältliche Monitore signifikant besser machen sollten) und zweitens gehe ich bei einem neuen Monitor natürlich wieder das Pixelfehler-Risiko ein.


    Die Graustufen des Nokia Tests sind übrigens einwandfrei unterscheidbar.


    Cat Toaster:
    Das mit dem Überstrahlen, auch bei geändertem Blickwinkel ist wahrscheinlich das gleiche, was ich mit ungleicher Ausleuchtung meinte. Bei mir ist es aber nicht so krass wie es sich in deinem Beitrag liest. Hier gibt es aber wohl bei allen Monitoren Serienschwankungen. Vielleicht hast du einen besonders schlechten erwischt.
    Was die Spieletauglichkeit angeht kann ich dir auch nicht zustimmen. Es ist nun mal immernoch unfair in diesem Bereich ein TFT mit Röhre zu vergleichen. Auch gibt es Leute, die reagieren halt empfindlicher, andere weniger. Was du da mit dem Ruckeln beschreibst verstehe ich ehrlichgesagt nicht so ganz. Ich hab sowas noch nicht bemerkt. Vielleicht hängts mit dem VSync zusammen? Ich bezweifele stark, dass das an der Monitorseitigen Interpolation liegt, lasse mich von einem Experten aber auch gern eines besseren belehren.


    Ach noch was: Nie wieder 4:3! :P

  • TFT vs. Röhre ist nicht unfair, jedes hat seine Seiten und als Gaming-Display finde ich das Philips eher ungeeignet. Das ein Display - egal welcher Art - sehr subjektiv ist, dürfte ja klar sein. Und da es ja doch noch Leute geben soll die von CRT auf TFT umsteigen ist es schon legitim die möglichen Unterschiede im Erleben dieser beiden Technologien anzusprechen. Soll kein Religionskrieg werden, ist halt mein subjektiver Eindruck zu nur eben diesem Philips-Display. ;-)


    Ich hab heute noch ein Neovo F-419S R12 getestet, das ist definitiv erheblich Spieletauglicher und überstrahlt auch nicht so, halt eine andere Panel-Technik.


    Beim Philips hab ich die Helligkeit jetzt auf 0 gestellt, wobei sich da bereits unterhalb von 55% kaum noch sichtbar was tut und strahlt halt immer noch....


    Und das Thema 16:10:


    Ich hab die letzten zwei Tage Civilization 4 gespielt, was die Display-Auflösung des Philips übrigens auch nativ unterstützt und ich muss sagen, das ist schon sehr ermüdend für die Augen. Selbst auf einen halben Meter müssen die Augen ständig in jede Ecke des riesigen Schirms wandern um keine wichtige Information zu verpassen.


    Noch bin ich guter Dinge, dass ich mich noch dran gewöhne.

  • :D


    Lustig, ich finde 4:3 ermüdend, ein breites Bild kann ich wesentlich besser erfassen als ein hohes. Glaube eher, du sitzt zu nah am Bildschirm dran.
    CIV4 spiele ich übrigens bis zum Umfallen ;) und finde auch hier das Breitbildformat sehr angenehm. :P


    Ich hab übrigens extra nochmal versucht, den von dir beschriebenen Ruckeleffekt nachzuvollziehen, aber ich kann echt nichts derartiges sehen 8o

  • Hallo!


    Ich habe gelesen, dass sich der Kontrast bei einigen Leuten nicht verstellen lässt, wenn der Monitor per DVI angeschlossen ist! Am Anfang hatte ich das Problem auch, aber jetzt nach einiger Zeit kann ich den Kontrast auch bei DVI Anschluss verstellen. Ich bin aber der Meinung das eine Verstellung nicht nötig ist, das ein Wert von 50 eigentlich perfekt ist.


    Gruß

  • Tach ihr Cracks,


    habe mir auch den 200w6 zugelegt und versuche bisher vergeblich eine kleinere Auflösung als 1680x1050 hinzubekommen, die im 16:10-Format ist. arbeite mit einer intel 82845g-grafikkarte. alle versuche, auch die, den 200w6.inf treiber zu manipulieren, sind gescheitert. wie kann ich eine größere Auflösung, z.B. 1400x875 oder größer mit dem TFT herstellen?


    Gruß, Pat

  • ein tipp den ich schon ein paar mal gelesen haben, aber noch nie probiert habe, das Programm powerstrip. da kannste scheinbar die auflösung manuell einstellen.

  • Wie das mit dem Intel Grafikchip geht weiß ich leider nicht. Bei nvidia kann man in den erweiterten Einstellungen manuell Auflösungen hinzufügen. Im Zweifel würd ichs aber auch mal mit Powerstrip versuchen.


    Ich finds aber ziemlich armselig, dass der Philips Treiber so beschränkt programmiert ist. Was soll das?


    Ach so und der Kontrast lässt sich bei mir über DVI schon verstellen, aber die praktische Auswirkung ist halt sehr stark eingeschränkt. Bei meiner Röhre war, wenn ich Helligkeit und Kontrast runtergestellt hab, der Bildschirm fast schwarz. Der Philips leuchtet dann immernoch ziemlich stark.

  • Nachdem ich beim Dell 2005FWP zu lange gezögert hatte, so dass die Ermäßigungsaktion schon vorbei war, habe ich mir heute den Philips 200W6CS gekauft. Vor allem diese Thread hier hat mir die Entscheidung sehr vereinfacht. So wie's momentan aussieht bin ich auch sehr zufrieden mit der Entscheidung. Die 500€, die der Monitor beim örtlichen Saturn gekostet hat, sind gut ausgegeben.


    Positiv finde ich, neben allem, was von anderen schon erwähnt wurde, die integrierten Lautsprecher. Mit denen kann man durchaus leben und auch mal nen Film anschauen. Ansonsten benutze ich hochwertige Kopfhörer, die zum Glück direkt an den Monitor angeschlossen werden können, wobei man die Lautstärke direkt an der Front einstellen kann.


    Negativ finde ich, dass die Mechanik teilweise viel zu schwergängig ist, dafür aber der Monitor ziemlich leicht ins Schwingen kommt, wenn man ihn anstösst. Das könnte besser sein. Ansonsen ist er sehr solide, rund und kantenlos design.


    Überhaupt finde ich das Aussehen zunehmend angenehm. Im Vergleich zu anderen Breitbildmonitoren ist er mit der am besten aussehende (nach dem Dell).

  • Ich habe heute auch meinen 200w6 bekommen. Seit Jahren der erste nicht LG-TFT den ich gekauft habe. Bis dahin habe ich rund 10 LG's (unterschiedliche Typen) besessen und verkauft. Keiner dieser LG's hatte Pixelfehler. Nun der 200w6 :


    -2 !! (zwei!) Pixelfehler im unteren rechten Bereich. Mehr habe ich noch nicht gefunden.


    -Ungleichmäßige Ausleuchtung


    -Wackelige Mechanik


    -Schmutzspuren auf dem Displan beim auspacken (schlieren wie Fingerabdrücke).


    Das hatte ich mir eingetlich anders vorgestellt.


    Hat jemand Erfahrung mit einem Tausch direkt bei Philips? Wie regieren die auf die Pixelfehler? Lt. Fehlerklasse müssen sie nichts machen, das ist mir klar.