Pixelfehler beim LG 1950 SQ

  • Habe mir am Wochenende den LG 1950 SQ gekauft. An sich ein guter Monitor nur habe einen Blau leuchtenden Pixelfehler entdeckt!
    Ist halt die frage ob ich den umtauschen soll oder nicht. Kann es sein wenn ich den umtausche das ich dann ein noch schlechteren Monitor bekomme? Oder ist so was eher selten? Eigentlich stört es auch nicht sooooo sehr aber beim dunkeln Bildschirm bemerkt man ihn doch!

  • Pixelfehler können immer auftreten, je mehr Pixel vorhanden, desto wahrscheinlicher ist so ein Fehler.
    Hast Du nur einen defekten Pixel dann halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Du dafür ein Tauschgerät bekommst. Es sei denn der Hersteller/Händler macht dies aus Kulanz. Ich meine mal gehört zu haben, dass man erst ab 5 defekten Pixel einen Anspruch auf ein Ersatzgerät hat...
    Und dann bist Du natürlich nicht davor gefeit, dass der Tauschmonitor ebenfalls Pixelfehler hat!

  • Du kannst einen schlechteren Monitor bekommen, aber genauso gut auch eine besseren.
    Die Wahrscheinlichkeit vorher zu sagen ist nicht möglich.
    Viele haben oft von Anfang an eine Gerät ohne PF, einige nach einem Tausch aber es gibt auch Leute die nach mehrmaligen Tausch immer wieder Geräte mit PF bekommen haben.
    Es ist einfach Glück.


    Es auch möglich, dass u beim Kauf keine PF hast und nach z.B. einem Jahr ein oder mehrere PF entstehen. Das kommt zwar nicht so häufig vor aber ist keine Einzelfall.


    Ich würde, wenn dich dein Fehler nicht stört, das Gerät behalten


    Bei meinem NEC muss ich den SubPF suchen, wenn ich ihn sehen / zeigen möchte. Ich kenne aber auch Geräte die PF hatten, mit denen man nur schwer leben kann.


    Wobei Umtauschen auch nicht so ohne weiter gehen wird (wie turbo1976 schon schreibt). Du könntest das Gerät aber, bei Onlinekauf, innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurück senden. Aber in so einem Fall kann es, je nach Händler auch passieren, dass du eine Nutzungspauschale zahlen musst. Das kommt aber auf den Händler und / oder den Nutzungszeitraum an.

  • Randy:


    er kann das Gerät nicht nur beim Onlinekauf sondern auch beim Mediamarkt etc. innerhalb von 14 Tagen zurückgeben.
    Ein Nutzungsentgeld innerhalb dieser 14 Tage kann ein Händler ebenfalls nicht verlangen. Er kann nur dann einen Wertersatz verlangen, wenn das Gerät sich in seinem Zustand verschlechtert hat (z.B. Kratzer am Gehäuse, unübliche Abnutzung,...).
    Die Versandkosten für den Rückversand sind ebenfalls vom Händler zu tragen (da der Warenwert garantiert > 40€).


    Dies läßt nun natürlich das Horrorszenario entstehen, dass auf einmal zur WM 2006 hunderte LCD TV geordert werden, die dann nach 14 Tagen zurück in den Laden wandern.
    Schaut man sich jedoch die Versandgebühren für diese Geräte an, ist das Ganze dann jedoch nicht mehr so lohnendswert.

  • So weit hergeholt ist es mit dem Horrorszenario für die Händler bezüglich der Hinsendekosten nicht:


    z.B.


    OLG Frankfurt Urteil vom 28.11.2001, 9 U 148/01
    BGH Urteil vom 19. 3. 2003 - VIII ZR 295/ 01
    "... zuzüglich der Versendungs- und Rücksendekosten"


    Musterklage Verbraucherzentrale NRW
    Landgericht Karlsruhe Az.: 10 O 794/05


  • Quote

    Original von turbo1976
    Randy:


    er kann das Gerät nicht nur beim Onlinekauf sondern auch beim Mediamarkt etc. innerhalb von 14 Tagen zurückgeben.


    Das stimmt, ist aber Kulanz. D.H. wenn MM das nicht mehr machen möchte, hast du kein Anrecht darauf.
    Anbieten müssen dies nur Online (Fernabsatz) Händler.


    Quote

    Ein Nutzungsentgeld innerhalb dieser 14 Tage kann ein Händler ebenfalls nicht verlangen. Er kann nur dann einen Wertersatz verlangen, wenn das Gerät sich in seinem Zustand verschlechtert hat (z.B. Kratzer am Gehäuse, unübliche Abnutzung,...).


    Ist so nicht ganz richtig. Auch wenn ein Gerät länger betrieben worden ist, als die "übliche" Testzeit. Denn dann würde kein Test wie im Laden (denn so ist das FAR ja gedacht), sondern eine Nutzung vorliegen. Einige Leute bestellen sich Geräte z.B. für ein Wochenende (z.B. für eine Lan oder ähnliches) und senden es dann wieder zurück.
    Auch wenn es rechtlich wohl nicht OK ist, so gibt es Händler die generell eine Nutzungspauschalen berechnen. Das Problem an der Sache ist, dass der Wert so "gering" (z.B. 40€) ist, dass es sich meist nicht lohnt etwas weiter zu unternehmen. Ohne Rechtsschutz ist das ohnehin finanziell nicht tragbar.

  • "Das stimmt, ist aber Kulanz. D.H. wenn MM das nicht mehr machen möchte, hast du kein Anrecht darauf.
    Anbieten müssen dies nur Online (Fernabsatz) Händler."


    Das sehe ich nicht so!
    Bei JEDEM Vertrag zwischen einem Unternehmen und einem Privatmann hat dieser grundsätzlich laut Vertragsrecht ein Rücktrittsrecht, egal wie/wo die Ware verkauft wurde!
    Dies gilt ebenso für die so genannten Haustürgeschäfte (Zeitungsabos etc.).


    Nehmen wir mal das Beispiel Beamer. Kunde K kauft sich so ein Teil, nachdem es im Vorführraum ein super Bild gebracht hat. Zu Hause, bei anderen Lichtverhältnissen, ist das Bild viel zu dunkel. D.h. der Kunde MUSS doch die Gelegenheit haben das Gerät zu Hause ausgiebig zu testen!
    Die einzige Ausnahme sind Geräte, die auf Kundenwunsch individuell angefertigt werden.


    Schau doch einfach mal in den AGBs vom MM nach, diese müssen in zumutbarer Weise zugänglich sein (vor Ort).



    deller:
    tja, Verbraucherschutz ist ne ganz gute Sache, in mancher Hinsicht hat man das meiner Meinung nach jedoch etwas übertrieben (wie z.B. auch das Mietrecht). Im Endeffekt steigen dadurch die Preise (wie auch beim Diebstahl), da die Händler diese Unkosten einfach an die Kunden weitergeben... oder auch daran eingehen.

  • turbo1976


    Quote

    Bei JEDEM Vertrag zwischen einem Unternehmen und einem Privatmann hat dieser grundsätzlich laut Vertragsrecht ein Rücktrittsrecht, egal wie/wo die Ware verkauft wurde!


    Das heißt also, du kannst dir morgen ein Auto kaufen, es übers Wochenende fahren (z.B. Kurzurlaub) und kannst es dann am Montag gegen Erstattung des Kaufpreises wieder zurückbringen. ;)
    Das FAG wurde ,,erfunden'' für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, sich das Gerät vor Ort anzuschauen (Onlinebestellung, telefonisch......).
    Im MM z.B. hast du als Verbraucher aber die Möglichkeit zu testen (nennen wir es mal so). Deshalb liegt es an der Kulanz des Verkäufers, das Gerät zurückgeben zu können. Und wenn du in einem Markt diese Möglichkeit bekommst, heißt es meistens, das du den Artikel innerhalb weniger Tage (1-2) wieder zurückbringen musst, und nicht erst nach 14 Tagen.
    Ansonsten besorg ich mir nämlich in Zukunft solche Teile nur noch im Fachmarkt, lade sie nach 14 Tagen ins Auto, bring sie zurück, und suche mir dabei gerade einen Ersatz für die nächsten 14 Tage........
    Und brauch sogar noch nicht einmal Versandkosten zu bezahlen. Einfach nur ab zum nächsten MM, Saturn, ProMarkt o.ä.


    gruß

  • Das mit dem Auto ist in der Tat so!
    Habe mir im Jahr 2000 ein neues Fahrzeug gekauft. Dieses Auto war ein Ausstellungsstück und ich hätte es eigentlich direkt mitnehmen können! Allerdings durfte ich es erst nach exakt 14 Tagen vom Hof fahren. Warum war mir zunächst nicht klar bis mich der Händler aufklärte, dass ich ein 14-tägiges Recht hätte vom Vertrag zurückzutreten. Und deswegen wurde es mir erst NACH dieser Frist ausgehändigt.
    Bestellt ein Kunde ein Auto, so wird diese Bestellung erst NACH dieser Frist an die Zentrale weitergeleitet.
    Ich weiß auch, dass es bei Gebrauchtwagen anders gehandhabt wird, faktisch könnte ich jedoch dem Händler die Kiste nach 13 Tagen wieder auf den Hof stellen. Zu beachten ist allerdings, dass ich in diesem Fall einen Wertersatz für die Abnutzung zu leisten habe (und ggf. eine Bearbeitungsgebühr, wenn dies in den AGB ausgewiesen ist). Und das dürfte im Endeffekt teuerer kommen wie ein Mietwagen.
    So weit zumindest meine Informationen dazu!

  • Quote

    Original von turbo1976
    Das sehe ich nicht so!
    Bei JEDEM Vertrag zwischen einem Unternehmen und einem Privatmann hat dieser grundsätzlich laut Vertragsrecht ein Rücktrittsrecht, egal wie/wo die Ware verkauft wurde!


    mag ja sein, dass du das so siehst, aber j.kraemer hat recht ;)
    es ist wirklich eine reine kulanz sache. i.d.R. wird man aber kein problem haben die ware innerhalb der ersten 14 tage umzutauschen, sofern sich die ware in einwandfreien zustand und möglichst in OVP befindet.

  • turbo1976


    Mal ganz ehrlich:
    Was nutzt mir bei einem Auto ein 14-tägiges Rückgaberecht, wenn es 2 Wochen auf dem Hof stehen bleiben muss und ich bei der ersten Nachhausefahrt feststelle, das ich mit dem Wagen nun doch nicht so ganz zufrieden bin, oder die Kiste nach den ersten 2 Kilometern auseinanderfällt???
    Und außerdem würde ich einen solchen Händler fragen, ob er noch ganz sauber ist (sorry), aber ich kaufe mir ein Auto doch nicht, um es 14 Tage auf dem Hof des Händlers stehen zu lassen. Und testen kann ich es dort auch nicht richtig, oder?


    gruß

  • Also ein "Widerrufsrecht" hast Du nur bei Fernabsatzverträgen s. BGB §312d (und Haustürgeschäften etc.). Wenn Du die Ware normal im Laden kaufst, dann hast Du vom Gesetz her kein Widerrufsrecht!!! MM, Saturn und Co bieten freiwillig die Möglichkeit des Widerrufsrecht an. Das ist aber wie gesagt freiwillig und Du hast keinen gesetzlichen Anspruch darauf.



    Ansonsten hast Du als Kunde nur noch ein Rücktrittsrecht im Rahmen der Sachmängelhaftung (Ware weißt einen Mangel auf oder wenn die Ware nicht die beworbenen Eigenschaften hat, dann gilt das auch als Sachmangel) bzw. wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung (BGB §437, §440 und §323).
    Im Rahmen der Sachmängelhaftung kannst Du aber nur dann vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn der Verkäufer die Nacherfüllung ablehnt oder die Nacherfüllung fehlgeschlagen ist oder die Frist erfolglos verstrichen ist oder Dir die Nacherfüllung nicht zumutbar ist ... (BGB §440).



    Auf einen entscheidenen Punkt möchte ich aber noch hinweisen. Bei der Sachmängelhaftung geht es um die Mängelfreiheit zum ÜBERGABEZEITPUNKT. Innerhalb der ersten 6 Monaten wird angenommen, dass der Mangel bereits zum Übergabezeitpunkt (ursächlich bzw. versteckt ...) vorlag. Danach muss der Kunde es beweisen (Beweislastumkehr)


    Immer häufiger wird sich jedoch darüber gestritten, ob der vom Kunden reklamierte "Fehler" überhaupt ein Sachmangel ist !!! Dann führt der Weg fast immer nur noch über Anwälte, Gutachter und Gerichte.



    BGB §434 Sachmangel


    (1) Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist die Sache frei von Sachmängeln,


    1. wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, sonst
    2. wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann.



    Zu der Beschaffenheit nach Satz 2 Nr. 2 gehören auch Eigenschaften, die der Käufer nach den öffentlichen Äußerungen des Verkäufers, des Herstellers (§ 4 Abs. 1 und 2 des Produkthaftungsgesetzes) oder seines Gehilfen insbesondere in der Werbung oder bei der Kennzeichnung über bestimmte Eigenschaften der Sache erwarten kann, es sei denn, dass der Verkäufer die Äußerung nicht kannte und auch nicht kennen musste, dass sie im Zeitpunkt des Vertragsschlusses in gleichwertiger Weise berichtigt war oder dass sie die Kaufentscheidung nicht beeinflussen konnte.



    Gerade das dickgedruckte bietet einen großen Spielraum für Interpretationen. "Der Fernseher zeigt doch das Bild an, zwar etwas blass und unscharf, aber Sie können doch alle Informationen erkennen. Das ist Stand der Produktion ab Werk .... Es liegt alles noch in der Norm ..."

  • Ich glaube turbo wirbelt da einiges durcheinander... :D


    1. Gibt es kein grundsätzliches Rücktrittsrecht für ALLE Geschäfte zwischen Unternehmer und Privatmann,


    2. Wird man einen Einkauf bei MM & Co. wohl kaum mit einem Haustürgeschäft gleichstellen können,


    und zu deinem Beispiel mit deinem Autohändler kann ich nur herzlich lachen.


    Denn wenn es so (einfach) möglich wäre dem FAG bzw. einem Rücktritt- oder Widerrufrecht zu entgehen, würde jeder Händler erst nach 14 Tagen die Ware verschicken. Zu dumm nur, dass die FAG-Zeit erst nach Belehrung UND Erhalt der Ware anfängt zu ticken. Alles andere wäre ja auch wohl unsinig...
    Abgesehen davon gilt das FAG auch nur für "Fernmündliche" Geschäfte (also per Onlineshop, Mail, Fax, Telefon und ähnlichen Kommunikationsmitteln abgeschlossene). Deswegen nannte es sich ja auch ursprünglich FERNABSATZ-Gesetz.
    Ein Fahrzeug bestellt man auch sicher nicht per Fax (am besten zur Ansicht?), sondern zeichnet beim Händler einen verbindlichen Vertrag. Da gibt es ohne zwingenden Grund mal gar keinen Rücktritt, und im Falle der Nichterfüllung (Kunde zahlt nicht) ein nettes Schreiben vom Anwalt deines Autoverkäufers mit einer gesalzenen Rechnung für den Spaß.


    Edit: Lese gerade den Beitrag von deller. Vollkommen richtig das ;)

  • Also ich habe mein Monitor beim Händler wieder zurückgeben können (Nach 6 Tage)! Ohne Fragen haben die das Teil zurück genommen.




  • lol, da verschaffe ich mir mal einen Überblick über meine alten Beiträge - und es ist genau so gekommen, wie ich es damals bereits vermutet hatte - naja, die EU Richtlinie war da in meinen Augen auch eindeutig formuliert --> dass nur Rücksendekosten dem Kunden auferlegt werden können.
    Und während in den meisten anderen EU Ländern die Richtlinie sehr fair umgelegt worden ist (--> da der Händler beim Widerruf immer die Hinsendekosten tragen muss, legen wir dem Verbraucher EU-konform die Rücksendekosten auf), hat nach meiner Einschätzung der deutsche Gesetzesgeber gepennt und sich nur auf die Rücksendekosten konzentriert, da diese ja in der EU Richtlinie explizit erwähnt sind. Über die Hinsendekosten hat er sich garkeine Gedanken gemacht und ich unterstelle, dass er angenommen hat, dass diese vom Kunden zu tragen sind. Hehe, das Ergebnis kennen wir ja nun alle. Hinsendekosten sind immer zurückzuerstatten und aufgrund unser grandiosen nationalen Regelung ab 40 Euro Warenwert auch die Rücksendekosten ...


    Dass dazu über 4 Jahre ein Prozess durch alle Instanzen geführt werden musste - bis hin zur Anfrage beim EU-Gerichtshof, finde ich allerdings sehr bedenklich. Ich konnte nie nachvollziehen, was an einem Satz der EU-Richtlinie "Die einzigen Kosten, die dem Verbraucher infolge der Ausübung seines Widerrufsrechts auferlegt werden können(!!!), sind die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. " nicht zu verstehen war. ...



    Na dann happy shopping ...