NEC 2690WUXi o. Eizo S2411W o. ein ganz anderer für Bildbearbeitung?

  • Hallo liebe Gemeinde!


    Momentan sitze ich noch vor einem 19" CRT AOC Spectrum 9Glr(A)/9Glrs(A). Dass ich noch kein Augenkrebs habe ist rein Glückssache.


    Wie auch immer, die Finanzministerin gab ein GO für einen neuen Monitor, da sie länger gesehen werden will.


    Ich bin Gelegenheitsspieler und Hardcore Fotobearbeiter (Photoshop) also vielmehr Hobby Fotograf. Gute Bilder werden durch div. Anbieter im Internet belichtet.
    Angeschlossen wir der Monitor an einer ATI Radeon X1950pro.


    Erste und absolute Priorität hat das Bearbeiten von Fotos!
    Daher sind mir Farbechtheit und homogenität seeehr wichtig, nicht unter 21".
    Zuerst habe ich den Eizo S2411W ins Auge gefasst, klang alles relativ gut, für mich jedoch noch nicht 100%, da kein Pivotfunktion und das Problem mit der Ausleuchtung will ich mir insbesondere beim Bearbeiten von Bildern gern sparen.


    Der Prad Test vom NEC 2690WUXi hat mich umgestimmt und es gab ein neues Objekt der Begierde. Woran ich leichte(!) Zweifel habe sind die 26". Die Karre ist etwas groß, wobei es kein Grund ist der schließlich kaufhindernd wäre.
    Was ich vielmehr damit andeuten möchte ist, dass ich auch für andere Monitore ab 21" offen bin.
    Im Moment tendiere ich aufgrund des Prad Tests ganz klar zum 2690WUXi, allerdings habe ich null Ahnung was es sonst noch so auf dem Markt gibt.


    Um es auf den Punkt zu bringen: Ich suche den bestmöglichen Monitor zur Fotobearbeitung mit folgenden Eigenschaften 21" bis 26", bis 1200€.


    Kaufen werde ich ihn im tftshop.net, da ich es faszinierend finde, wie der Betreiber hier die Leute berät etc.. Da weiß man, dass man nach dem Kauf auch sicher Service erhält!


    Gibt es also momentan bis 1200€ etwas besseres zum bearbeiten von Fotos, als den NEC 2690WUXi?




    Lieben Gruß & vielen Dank!
    Andreas

  • re: Nimsiki


    Quote

    Woran ich leichte(!) Zweifel habe sind die 26". Die Karre ist etwas groß, wobei es kein Grund ist der schließlich kaufhindernd wäre.


    Der NEC wirkt 'live' kaum grösser als der 24" EIZO. Ich spreche aus Erfahrung - standen die beiden erwähnten Modelle doch unlängst noch hübsch nebeneinander hier auf meinem Schreibtisch.


    Das Display des NEC hat zwar einen um anderthalb Zoll größeren Durchmesser (25,5"), aber der Gehäuserahmen fällt beim Wuxi etwas schmäler aus als beim EIZO - so gleicht sich das dann insgesamt wieder aus.



    Gruß

  • Wenn Du kein Kalibrierungsgerät Dein Eigen nennst, solltest Du eher zum Eizo greifen. Der größere Farbraum des NEC will nämlich erstmal gezähmt werden. Nur wenn die von Dir genutzten Internet-Anbieter für Foto-Ausdruck/Belichtung auch tatsächlich in Adobe-RGB auswerten und drucken, lohnt sich der NEC in Sachen Farbraum. Nach meinem Wissen werten die meisten (fast alle!) Labore keine Farbprofile von digitalen Aufnahmen aus, sondern entwickeln alles in sRGB! Da der NEC aber kein vernünftiges voreingestelltes sRGB-Profil mitbringt, kommst Du ums kalibrieren, samt kompliziertem Verkleinern des Farbraums über die 6-Achsen-Farbkontrolle nicht herum (Senken der Sättigung, nicht Senken der RGB-Werte).


    Falls Du allerdings in AdobeRGB fotografierst, den NEC darauf kalibrieren kannst und ein Fotolabor an der Hand hast, welches das Farbprofil auch auswertet und entsprechend drucken kann, dann lohnt sich der NEC. Der letzte Schritt kann alternativ wegfallen, wenn Du natürlich auch in AdobeRGB unter Photoshop bearbeiten und danach selbst in sRGB für das Labor wandeln. Darin sehe ich aber keinen Vorteil. Dann doch eher in RAW schießen, den entsprechenden Dynamic-Vorteil bei der Nachbearbeitung ausnutzen, und hinterher in den Zielfarbraum wandeln. Falls Du Dir einmal die Arbeit machst den NEC auf sRGB zu kalibrieren, dann hast Du natürlich auch ein super Gerät, das mit seinem IPS Panel auch bessere Blickwinkel Werte mitbringen sollte. Allerdings sollte Dein Arbeitsabstand groß genug gewählt sein, da die niedrige Pixeldichte (grobere Pixel) und größere Ausdehnung der Fläche (größere Blickwinkel zu den Seiten) negativ zum Tragen kommt.


    Der NEC ist ein guter Monitor mit großem Farbraum, den effektiv zur Arbeit zu nutzen (statt sich nur über knallige Farben zu freuen) ist aber mit Mehraufwand verbunden. Zumindest der Eizo S2111W lag hier im Test bei Werkeinstellungen und sRGB-Profil schon ganz brauchbar am sRGB-Farbraum, der S2411W sollte da nicht schlechter sein. Mit Kalibrierungs-Gerät kann man ihn leicht dorthin perfektionieren (man sollte evtl. die Rot- und Gelb-Sättigung per 6-Achsen-Kontrolle leicht senken).

  • Hallo Timur & Wurstdieb!


    Quote

    Original von Wurstdieb
    Der NEC wirkt 'live' kaum grösser als der 24" EIZO.


    Na gut, dann wird zumindest nicht das Kaufentscheidend...



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    Original von Timur
    Wenn Du kein Kalibrierungsgerät Dein Eigen nennst, solltest Du eher zum Eizo greifen. Der größere Farbraum des NEC will nämlich erstmal gezähmt werden.


    Im Moment besitze ich keinen, den werde ich mir aber auch anschaffen.
    Gedacht habe ich dabei an den GretagMacbeth EyeOne Display LT oder den LaCie BlueEye Pro V4. Welcher der Beiden wäre eher anzuraten?


    Solange ich ihn nicht habe, werde ich folgende Methode wählen, die sicherlich nicht das gelbe vom Ei ist, für den Anfang aber erstmal reichen sollte...
    ->


    Quote

    Original von Timur
    Falls Du allerdings in AdobeRGB fotografierst, den NEC darauf kalibrieren kannst und ein Fotolabor an der Hand hast, welches das Farbprofil auch auswertet und entsprechend drucken kann, dann lohnt sich der NEC. Der letzte Schritt kann alternativ wegfallen, wenn Du natürlich auch in AdobeRGB unter Photoshop bearbeiten und danach selbst in sRGB für das Labor wandeln.


    Im Moment habe ich in der Kamera sRGB eingestellt, kann es auf AdobeRGB umstellen.


    Quote

    Original von Timur
    Darin sehe ich aber keinen Vorteil. Dann doch eher in RAW schießen, den entsprechenden Dynamic-Vorteil bei der Nachbearbeitung ausnutzen, und hinterher in den Zielfarbraum wandeln. Falls Du Dir einmal die Arbeit machst den NEC auf sRGB zu kalibrieren, dann hast Du natürlich auch ein super Gerät, das mit seinem IPS Panel auch bessere Blickwinkel Werte mitbringen sollte.


    Ich fotografiere ausschließlich im RAW Format und bearbeiten dann die RAW Dateien...



    Quote

    Original von Timur
    Allerdings sollte Dein Arbeitsabstand groß genug gewählt sein, da die niedrige Pixeldichte (grobere Pixel) und größere Ausdehnung der Fläche (größere Blickwinkel zu den Seiten) negativ zum Tragen kommt.


    Definiere mal bitte "groß genug".
    Am Schreibtisch bis zur Wand, an die ich den Monitor stelle, sind es hier so gut 100cm. Ich weiß nur nicht wie weit der Monitor von der Wand ragt, wenn man ihn ganz nach hinten schiebt.



    Quote

    Original von Timur
    Der NEC ist ein guter Monitor mit großem Farbraum, den effektiv zur Arbeit zu nutzen (statt sich nur über knallige Farben zu freuen) ist aber mit Mehraufwand verbunden. Zumindest der Eizo S2111W lag hier im Test bei Werkeinstellungen und sRGB-Profil schon ganz brauchbar am sRGB-Farbraum, der S2411W sollte da nicht schlechter sein. Mit Kalibrierungs-Gerät kann man ihn leicht dorthin perfektionieren (man sollte evtl. die Rot- und Gelb-Sättigung per 6-Achsen-Kontrolle leicht senken).


    Beim Eizo habe ich wegen der oft kritisierten Homogenität echte Bedenken. Habe hier von Leuten gelesen, die ihn deswegen wieder zurück schickten. Also muss es sich dabei um einen tatsächlich wahrnehmbaren Wert handeln.
    Und die fehlende Pivotfunktion lässt mich da auch stark grübeln...


    Gibts denn neben dem NEC und dem EIZO keinen anderen sehr gut brauchbaren Monitor für die Bildbearbeitung? 24" sind mir dabei schon sehr lieb, denn die 1920x1200px finde ich schon sehr brauchbar. Bevor ich unter 1200px etwas hole, würde ich liebe einen non Widescreen kaufen.




    Lieben Gruß & vielen Dank!
    Andreas



    PS.: Wer Interesse hat mal ein paar Bilder von mir zu sehen -> Die sind aber meist an meinem 19" CRT bzw. 15" Thinkpad TFT entstanden. ;)

  • Quote

    Original von NimsikiIm Moment besitze ich keinen, den werde ich mir aber auch anschaffen.
    Gedacht habe ich dabei an den GretagMacbeth EyeOne Display LT oder den LaCie BlueEye Pro V4. Welcher der Beiden wäre eher anzuraten?


    Zu den Geräten kann ich nicht viel sagen, außer, dass das Lacie wohl ein GretagMacbeth Eye One Pro 2 mit eigener Lacie Software ist. Tomshardware und Behardware nutzen beide diese Kombination. Ich denke sie ist gut.


    Quote

    Solange ich ihn nicht habe, werde ich folgende Methode wählen, die sicherlich nicht das gelbe vom Ei ist, für den Anfang aber erstmal reichen sollte...
    ->


    Denke dabei aber an die Zimmerbeleuchtung/Tageslicht. Der Print sieht unter jedem Licht anders aus. Halte den Print nicht direkt neben den Monitor, sondern strahlt die gerade eingestellte Farbtemperatur des Monitors auf den Print ab. Die Methode ist zudem nur geeignet, um den Weißpunkt einigermaßen anzugleichen, die Gammawerte wirst Du in eigenen Tonkurben (evtl. Grafikkarte) anpassen müssen. Beide Monitore bringen aber Hardware-Gamma mit, welches recht genau arbeitet.



    Quote

    Im Moment habe ich in der Kamera sRGB eingestellt, kann es auf AdobeRGB umstellen.


    Sofern Du keine Möglichkeit hast das erweiterte Farbspektrum (Grün und Türkis) des AdobeRGB Raums zu nutzen, sprich keinen hochwertigen Drucker oder entsprechendes Labor, bringt AdobeRGB Dir keinerlei Vorteile. Zumal auch der NEC den AdobeRGB Raum nicht komplett abdeckt (siehe Bild 1 und 2 Farbraumvergleich unten).


    Quote

    Definiere mal bitte "groß genug".
    Am Schreibtisch bis zur Wand, an die ich den Monitor stelle, sind es hier so gut 100cm. Ich weiß nur nicht wie weit der Monitor von der Wand ragt, wenn man ihn ganz nach hinten schiebt.


    Ich empfehle mindestens eine Armlänge (70cm), bei so großen Pixeln wie dem 26" darf es auch ruhig bis zur Wand sein. Im Zweifelsfall stelle lieber die Schriften größer (Anzeige->Darstellung->Schriftgröße für Menüs, Symbole und Dialoge). Je weiter der Monitor bei großer Schrift weg steht, umso besser für die Augen (ständiges Nahsehen strengt die Augenmuskeln an, führt eher zu Altersweitsicht und Kopfschmerzen). Falls Du Wert auf 1:1 Darstellung am Bildschirm legst, dann könntest Du evtl. mal die DPI-Einstellung (eigentlich PPI) anpassen. Siehe dazu folgenden Beitrag von mir:


    Anleitung: Originalgetreue Darstellung von Dokumenten (z.B. DIN A4) Seiten auf TFTs


    Quote

    Beim Eizo habe ich wegen der oft kritisierten Homogenität echte Bedenken. Habe hier von Leuten gelesen, die ihn deswegen wieder zurück schickten. Also muss es sich dabei um einen tatsächlich wahrnehmbaren Wert handeln.
    Und die fehlende Pivotfunktion lässt mich da auch stark grübeln...


    Die Pivotfunktion vermisst man bei den großen Ausmaßen nicht mehr allzuoft, ist aber natürlich ein nützliches Extra. Die Homogenitätsprobleme der Eizos sind da schon gravierender. Ich empfehle den PRAD Test zum S2111W durchzulesen, dort wird sehr detailiert auf das Problem eingegangen. Es gibt aber auch Userberichte, die nach Geräteaustausch oder von vornherein keine Probleme haben.


    Quote

    Gibts denn neben dem NEC und dem EIZO keinen anderen sehr gut brauchbaren Monitor für die Bildbearbeitung? 24" sind mir dabei schon sehr lieb, denn die 1920x1200px finde ich schon sehr brauchbar. Bevor ich unter 1200px etwas hole, würde ich liebe einen non Widescreen kaufen.


    Natürlich die Grafiklinie von Eizo, mit deutlich hochwertigerer Technik als beim S2411W, aber die kosten viel Geld. Ansonsten ist der NEC sicher ein sehr guter Monitor, man muss eben nur die Tücken der Kalibrierung in den Griff bekommen. Das ist machbar, nur etwas zeit- und versuchsaufwendiger. Man muss die zu intensiven Farbtöne absenken, indem man die Sättigung der entsprechenden Farben reduziert (Siehe Bild 3 und 4, Grün, Gelb, Rot und Türkis sind intensiver als bei sRGB). Dazu ist aber Trial and Error notwendig, also Senken, Messen, korrigieren, nochmal Messen, usw...

  • Hallo Timur,
    hab wirklich vielen Dank für deine ausführlichen und hilfreichen Antworten!


    Zusammenfassen bedeutet das alles also, dass man für meine Zwecke den NEC nehmen sollte und dazu gleich ein Kalibrierungsgerät, dann hat man das Bestmögliche für bis zu 1200€ (ohne Kalibrierungsgerät) gekauft!?


    Nachdem ich die Tests vom EIZO 21"/24" gelesen habe, können die mich irgendwie nicht so ganz überzeugen/begeistern. Es sei denn, jetzt hätte hier jemand mit Kenne geschrieben, dass vieles in den Postings und teilweise im Testbericht übertrieben war.


    Irgendwie hatte ich etwas gehofft, dass es noch Alternativen neben den Beiden Monitoren gibt. Scheint ja aber nicht so. Würde also bedeuten, dass ich mir den NEC zulege... Oder weiß jemand, dass da in absehbarer Zeit etwas neues kommen soll, das eine echte Alternative zu den Beiden darstellen würde?




    Gruß & besonderen Dank an Timur
    Andreas

  • Ideal wäre der NEC 2490, der wohl aber nicht in Deutschland erscheinen wird. Der Eizo wäre ebenfalls gut für Dich geeignet, Du brauchst aber etwas Glück oder Geduld mit dem Service, um an ein Gerät ohne Inhomogenität der Gammaverteilung zu bekommen. Dazu solltest Du aber auch bedenken, dass die Hauptarbeiten immer noch in der Bildschirmmitte stattfinden, an den Ränder platziert man eher die Paletten und Werkzeuge, da hast Du auch beim Eizo keine Probleme (siehe Messung im Test des S2111W).


    Sollte es Dir nicht gelingen den NEC auf den sRGB Gamut zu beschränken, wirst Du die Farbprofile in Photoshop einlesen müssen, und Photoshop bei der Darstellung entsprechend umrechnen lassen müssen. Das ist erstmal kein Problem, dafür ist die Funktion schließlich dar, aber da es sich um eine softwareseitige Darstellung handelt, gehen dabei Farbstufen verloren, hardwareseitige Einstellung ist immer zu bevorzugen. Sonst nutzen Dir die 12 Bit Lut mit 16 Bit interner Berechnung des NEC wenig, wenn Photoshop seine Umrechnung über die 8 Bit LUT der Grafikkarte schicken muss.


    Das alles ist übrigens auch der Grund, warum wir bei PRAD die Monitore jetzt auf sRGB-Tauglichkeit testen bzw. ob eines der voreingestellten Profile auch ohne Kalibrierung gut an sRGB herankommt. Für die tägliche Arbeit ist es der wichtigste Arbeitsfarbraum (Internetstandard, HDTV, Drucker auf Standardpapier, Fotolabore). Solltest keinen größeren Farbraum benötigen, und entsprechend nur mit sRGB/Gamma 2,2 bei 6500K arbeiten, dann kommen eigentlich fast alle guten VA und IPS Geräte für Dich in Frage. Die zusätzlichen Möglichkeiten des Eizo und NEC wirst Du dann nämlich garnicht nutzen, da deren Stärken vor allem beim Farbraum (NEC) und hardwareseitigen Tonwertkurven/Gammawerte (NEC und Eizo) liegen. Solltest Du auch mal bei D50, mit 5000K und Gamma 1,8 arbeiten wollen, dann lohnen sich diese Geräte, da Du sie ohne Verlust darauf kalibrieren kannst.

  • Wenn es doch ein 20er mit UXGA Auflösung sein dürfte, empfiehlt sich sicher noch der Samsung SyncMaster XL20. Der liegt zwar gut 200,-€ über den 2690, kommt dafür aber gleich mit dem GretagMacbeth und weiterer Kalibrierungssoftware. Die Homogenität und der erweiterte Farbraum dürften aufgrund des LED Backlights Spitze für Fotobearbeiter sein. sRGB Genauigkeit sollte wohl ebenfalls auf maximalem Niveau in dieser Preisklasse angesiedelt sein.


    Eine weitere, sicher noch ein paar Hunderter teurere Lösung mit garantiert besserer sRGB Kalibrierung ist der SpectraView 2690. Bei dem konnte ich nur eine minimale Abweichung feststellen.

  • Es macht aber keinen Sinn soviel Geld für einen Monitor mit erweitertem Farbraum und diversen Kalibrierungsmöglichkeiten auszugeben, wenn man am Ende doch nur sRGB nutzt! Im Gegenteil: wenn man die Kalibrierung nicht richtig beherrscht, dann zeigt er viel zu intensive Farben an, die nicht durch die Kalibrierungssoftware eingestellt werden können, man muss schon selber drehen. Die Software stellt nur Weißpunkt und Tonwertkurve/Gamma ein, nicht den Farbraum.


    Also nur dann die teuren Dinger kaufen, wenn man sie auch zu nutzen weiß, sonst lieber Geld für 'ne schöne Kamera-Linse ausgeben!

  • Hallo Timur,


    Quote

    Original von Timur
    Also nur dann die teuren Dinger kaufen, wenn man sie auch zu nutzen weiß...


    Klarer Fall von Hardware Overkill, hm? :)
    Wenn ich das so lese kann ich mir sehr gut vorstellen, dass viel 2690WUXi Besitzer gar nicht wissen wovor sie da eigentlich sitzen...
    Timur, nenne doch mal bitte 3-4 (oder gern mehr) sehr gute Alternativen zum NEC für den (nur) sRGB von 21"-24". Er darf auch gern weniger kosten als 1200€. Die 1200€ sind nur die absolute "Kotzgrenze".
    Priorität nach wie vor: Farbtreue und Homogenität.



    Lieben Gruß
    Andreas

  • Quote

    Klarer Fall von Hardware Overkill, hm?


    Momentan vielleicht. Timur gab dir für den Augenblick sehr gute Hinweise zur Entscheidungsfindung. Aber ich gebe zu bedenken, dass du dich selbst ebenfalls fortentwickeln wirst. Deine Ansprüche werden weiter steigen.
    Da du einen Monitor über mehrere Jahre nutzen wirst, sehe ich bei einem Monitor der momentan über deinen Erwartungen liegt keinen Overkill, sondern eine vernünftige Investition mit weitreichendem Potential, falls deine Ansprüche in Zukunft weiter steigen. Und das wird sicher der Fall sein. Nicht zuletzt DURCH einen solchen Monitor... ;)

  • Hallo Timur,


    Grosses Lob und Danke für die ausführlichen Infos!!!


    Habe mich nun endgültig für den NEC LCD2690WUXi entschieden.
    Du hast absolut Recht mit der Meinung dass die Ansprüche mit der Zeit steigen und die Farbraumabdeckung ist diesbezüglich sicher ein wichtiger Punkt.


    Ein gewichtiges Argument für den EIZO s2411W war für mich die hochgelobte Differenzierung in den Tiefen (angeblich in der Nähe eines Röhrenmonitors).
    Was ist Deine Meinung dazu?


    Nochmals Vielen Dank
    Lieben Gruß
    harko