Posts by Timur

    Meine Augen brennen zeitweise bei jedem Pixelabstand (hatte 19", 20" und 23"). Das Umgebungslicht und die Helligkeitseinstellung des Monitors haben einen deutlich größeren Einfluss auf Augenprobleme. Dazu kommen falscher Sitzabstand und Auflösung, sowie trockene Augen und durch ständiges Nahfokussieren überanstrengte Augen (bei mir das größte Problem).


    Ein großer Pixelabstand kann sogar gut sein, wenn man sich den Monitor dafür weiter weg stellen kann (weniger Nahfokussierung) und das auch so tun sollte.

    Hey Exeosler, hier ein Teil meiner Antwort, auf Deine Mail antworte ich heute auch noch. ;)


    Quote

    Original von exeosleralso muß es wohl ein 24"er werden (Appel ist ausgeschieden)


    Warum ist Apple ausgeschieden? In der Regel scheinen die Apple Monitore sehr gut zu sein, vor allem ist das S-IPS Panel für Bildbearbeitung jeder anderen Panelart vorzuziehen. Der 23" entspricht von der Auflösung einem 24". Das die Pixeldichte (PPI/DPI) beim 23" größer ist, hat den Vorteil, dass Du Fotos in Orginalgröße (also z.B. 15 x 10 cm) mit höherer effektiver Auflösung begutachten kannst, die gleiche Bildfläche in cm wird also durch mehr Pixel dargestellt. Wenn Du sowieso nicht in Orginalgröße am Bildschirm arbeitest, dann ist das allerdings egal.


    Quote

    Der NEC 2470 spricht mich da total an.
    Leider bin ich mir wegen der SW Bilderbearbeitung noch unsicher ob er Grauverläufe wirklich 100%ig packt ???


    Fast alle Monitore zeigen bei nativer Farbtemperatur und Gamma (sprich RGB-Werte auf 100% und keine Software-Kalibration) fließende Grauverläufe. Die Gradationskurve dieser Grauverläufe ist dabei natürlich eine andere Sache. Im PRAD-Test findest Du die von uns gemessenen Werte des 2470, wie die meisten Konsumer-Geräte ist er auf sRGB ausgelegt, und das sogar ganz ordentlich.



    Quote

    Wenn man schon 600,- ausgibt ist natürlich die Frage ob es nicht besser wäre sofort ohne Kompromisse zum Eizo S2431 zu greifen.
    Dieser ist von der Leistung sicher genau das was ich gerne hätte.


    Der Hauptvorteil der Eizos gegenüber anderen Konsumer-Geräten ist, dass sie per OSD das Einstellen der Gradationskurve (sprich Gamma) auf Hardware-Ebene erlauben. Wenn Du also etwa regelmäßig mit einem Gamma von 1,8 arbeitest, dann lässt sich das am Eizo auch vernünftig einstellen. Die Änderungen werden auf Ebene der Monitor-LUT durchgeführt, somit müssen bei der anschließenden Software-Kalibrierung weniger Farben zum Erreichen des Zielgammas verworfen werden.


    Quote

    Bei 880,- sollte man aber schon einen Blick auf den NEC 2690 WUXi reskieren, auch schon wurscht wegen der 120,- !!!


    Der Hauptvorteil des NEC 2690 gegenüber dem Eizo ist das S-IPS Panel. Der größere Farbraum ist genau dann ein Vorteil, wenn Dein Zielfarbraum ebenfalls größer als sRGB sein soll/muss und Du mit Programmen wie Photoshop arbeitest, die mit entsprechenden Profilen umgehen können. Sonst ist der größere Farbraum eher ein Nachteil. Da der 2690 mit größeren Pixeln, also kleinerer Pixeldichte, daherkommt, arbeitet man bei Orginalgröße mit effektiv weniger hoher Auflösung. Wenn Du allerdings nicht in Orginalgröße arbeitest, dann haben die großen Pixel einen entscheidenden Vorteil, den ich früher so nicht erkannt hatte. Du kannst den Monitor etwas weiter von Dir weg stellen (sofern Dein Arbeitsplatz das zulässt)! Das hat gleich zwei Vorteile:


    1. Durch die größere Entfernung verkleinern sich Dein Blickwinkel auf die Ränder des Bildschirms, somit kommt es zu weniger Kontrast- und Farbveränderungen.


    2. Durch die größere Entfernung werden Deine Augen mehr geschont, da sie einen weiter entfernten Punkt fokussieren (Altersweitsicht lässt grüßen). Man darf es dabei allerdings nicht übertreiben, sonst werden die Augen statt durch die nahe Fokussierung durch ständiges Schielen beansprucht.

    Die Grafikkarte kann diese Auflösung, kennt sie wahrscheinlich nur nicht. Versuche in den erweiterten Grafikkarten-Einstellungen des Treibers eine benutzerdefinierte Auflösung hinzuzufügen, die Deinem Monitor entspricht. Falls das nicht funktioniert, einmal die Grafikkartentreiber rauswerfen und neu installieren (Neustart dazwischen nicht vergessen), zusätzlich die Monitortreiber im Gerätemanager löschen.

    Ich empfehle allen Interessenten, die eine einfache Einführung in die Materie Farbverwaltung/Kalibration suchen das Online-Tutorial bei Quato durchzulesen. PRAD nutzt die Quato Kalibrationssoftware IColor für die Test-Artikel, das Turotial ist aber unabhängig davon und erklärt grundlegende Sachen:


    Der Schwarzwert wird grundsätzlich nur durch die Helligkeitseinstellung beeinflusst. Helligkeit 0 ist also das dunkelste Schwarz, dass der Monitor produzieren kann (dynamischer Kontrast sollte ausgeschaltet sein, sonst wird die Helligkeit bei hellen Bildinhalten wieder angehoben).


    Niedrigere Auflösungen als die native Auflösung von 1680 x 1050 kann er natürlich darstellen und bringt dazu auch die nötigen guten Interpolations-Algorithmen mit. Falls die Auflösunge nicht unter Windows angeboten werden, kann man sie in der Regel problemlos im Grafikkartentreiber hinzufügen.

    Die Skalierung über die Grafikkarte ist in Spielen manchmal noch aus anderem Grund der Skalierung über den Monitor vorzuziehen. Bei den bisher von mir getesteten TFT stieg durch Nutzen der Monitorskalierung die Latenz (Mauslag) grundsätzlich um einen Frame (16,6 ms bei 60 Hz), was bei Skalierung über die Grafikkarte nicht passiert. Zumindest die NVidia Treiber skalieren ganz ordentlich, im Vergleich zu richtig guter Interpolation jedoch etwas weich/unscharf.

    Quote

    Original von Thorsten2805
    danke, gute antwort damit kann ich schon was anfangen zwecks kaufentscheidung,


    ja mal schauen mit den neuen modellen ob die da was besorgen/bestellen können zum bezahlbaren vernünftigen preis, kannst du mir vielleicht das mal erklären was das mit den 8bit von lg und den 10bit farbtiefe von samsung auf sich hat, und dem gamemode bei samsung,


    Das kann ich Dir leider nicht zufriedenstellend erklären, da die Hersteller verwirrende und ungenaue Angaben machen!


    Zunächst mal: die Panel selbst zeigen alle nur 8 Bit an (256 Abstufungen pro Grundfarbe RGB)! Per FRC (Frame Rate Control), einer Art zeitliches Dithering, werden mehr Farben simuliert. Das passiert genauso bei den 6 Bit TN-Paneln , nur stehen dort weniger Grundfarben zur Verfügung, also können auch weniger nur simulierte Farben erreicht werden (zudem sind die Abstände der Grundfarben erkennbar größer).


    Während Eizo immer aktiv mit seiner 10 Bit Darstellung geworben hat, haben andere Hersteller es mittlerweile einfach stillschweigend eingeführt. Es gibt aber auch Spekulationen (z.B. Viewsonic VP930), dass einige Geräte mit VA-Paneln statt mit 8 Bit + FRC mit nur 6 Bit + FRC (also gleich den TN-Paneln) aufwarten. Leider kann man auch als Tester ohne genaue Angaben des Herstellers nur spekulieren welche Bittiefe genutzt wird, da FRC mittlerweile auch bei 6 Bit Geräten sehr gut funktioniert. Wenn nun ein Hersteller 8 Bit bei seinem Gerät hinschreibt, bedeutet das in der Regel, dass das Panel (VA bzw. IPS) 8 Bit Ausgabe beherrscht. Wie diese genutzt wird, ist meist nicht zu erfahren (Ausnahme: Eizo).


    Quote

    weil xbox360 zocken ist bei mir mit sicherheit 60% wichtig, ich halte von lg eigentlich viel, samsung kenne ich nicht ganz so (also noch nichts von denen gehabt), aber das mit der 10 bit farbtiefe und dem gamemode spricht ja eigentlich für einen samsung, oder,


    Vergiss den Gamemode! Die von den verschiedenen Monitoren angebotenen Modi/Profile verändern meist nur die Voreinstellung für Helligkeit, Kontrast und Gammaeinstellungen, in einigen Fällen wird noch ein dynamischer Kontrast hinzugeschaltet. Es handelt sich also nur um "Voreinstellungen", die man bei allen anderen Geräten auch manuell einstellen kann, zumal mittlerweile fast alle Geräte diese Profile anbieten. Besser spielen kann man meist nicht damit, bei einigen Geräten wird das Bild aufgehellt (damit man in dunklen Spielen mehr erkennen kann), bei anderen wird das Bild abgedunkelt (damit dunkle Spieler noch cooler und kontrastreicher aussehen). Wichtig zum Spielen sind Reaktionszeit und evtl. Latenz (Suchfunktion!), und natürlich dass das Bild gut ausschaut. 8)

    Da ich selber nur praktische Erfahrungen mit dem Gretagmacbeth "Eye One Display 2" gesammelt habe, kann ich Dir nur schlecht was raten. Zum Spider habe ich aber mehrfach gelesen, dass es weniger exakt arbeitet (evtl. liegts auch an der Software) und Probleme mit TFT hat die einen größeren Gamut aufweisen (LED, verbesserter CCFL-Hintergrundbeleuchtung).


    Falls Du Englisch lesen kannst, schau mal in diesen Vergleichstest. Das dort genutzte LACIE entspricht dem Eye One Display 2, nur die Software ist eine andere (allerdings hat die Software durchaus einen großen Einfluss).



    Es gibt das Eye One als LT Version mit abgespeckter Software bei wohl gleicher Hardware. Wenn es nur darum geht den Monitor auf Gamma 1,8 bzw. 2,2 bei 5000K/5500K bzw. 6500K zu kalibrieren, dann reicht das LT. Dessen Software bietet nämlich keine freie Auswahl des Gamma und der Farbtemperatur. Zudem fehlt wohl die Möglichkeit die Leuchtdichte (Umgangssprachlich fälschlicherweise Helligkeit) des Monitors zu messen, und man kann Profile nicht auf spätere Abweichungen kontrollieren.


    Hier ist eine Übersicht der verschiedenen Features zu finden:



    Dort steht bei den größeren Versionen explizit, dass Matrixprofile unterstützt würden, was mich wundert, da das im Grunde Standard ist. LUT Profile sind genauer, aber auch entsprechend größer und werden laut Quato nicht richtig von Photoshop unterstützt. Letzteres sollte für aktuelle Versionen aber auch nicht mehr gelten, da die meisten Druckerprofile als LUT Profile daherkommen dürften.


    Ein vollwertiges Eye One Display 2 bekommt man bei Ebay ab ca. 160 Euro rum.

    Dazu musst Du Dich fragen, wie oft Du Dir Spiele, Fotos und Filme ansiehst, deren Farben stimmen sollen, und wie oft Du die volle Farbverläufe ansiehst?! Woran hast Du mehr Freude? Bei ersteren wirst Du kalibrieren, bei zweiterem lässt Du es. ;)


    Aber Scherz beiseite...


    Mittlerweile arbeiten die meisten TFT mit FRC/Dithering, auch bei 8 Bit Ausgabe. Intern arbeiten sie dann mit mindestens 10 Bit. Dadurch kannst Du die RGB-Werte bzw. den Kontrast am Monitor absenken, ohne Farbstufen zu verlieren. Allerdings kann FRC bei schlechter Umsetzung als Flimmern auffallen, da es bei aktuellen 60 Hz Monitoren nur mit 30 Hz Frequenz betrieben werden kann. Da die beim FRC vom Monitor hin- und hergeschalteten Farben bei 8 Bit Geräten jedoch näher beieinander liegen, funktioniert das schon ganz gut, je nach Umsetzung des Herstellers. Ich gehöre aber zu den Leuten, die das bei schlechterer Umsetzung sofort erkennen, leider.


    Bei der Kalibration passieren zwei Dinge:


    1. Die Farbtemperatur wird angepasst, und zwar nicht nur für Weiß, sondern für den gesamten Grauverlauf. Mein VP2330 ist zum Beispiel gegenüber sRGB (6500K) bei Weiß zu warm (ca. 6200K), bei 50% Grau aber zu kalt (über 7000K).


    2. Die Helligkeitsabstufungen des Grauverlaufs werden angepasst, in der Regel anhand einer Gammakurve. sRGB nutzt keine reine Gammakurve. Der Verlauf ist dem von Gamma 2,2 aber sehr ähnlich, nur die dunklen Grautöne sind etwas heller.


    Beide Schritte sind zum normalen Arbeiten nicht nötig, solange es nicht auf Farbverbindlichkeit ankommt bzw. einem egal ist, ob das Spiel, der Film oder die Fotos bei einem selbst genau so aussehen, wie bei demjenigen der sie erstellt hat.


    1. Das Auge passt sich an die Farbtemperatur an. Zu warm oder zu kalt gibt es also nicht, nach kurzer Zeit sieht es immer neutral aus. Allerdings spielt die Temperatur der Zimmerbeleuchtung und die Farbe der Wände da mit rein. sRGB nutzt 6500K als Standard, ECI-RGB nutzt 5000K, Adobe-RGB wieder 6500K. Das sind Werte auf die man sich als Standards geeinigt hat, sie orientieren sich am Tageslicht und dem angeblich üblichen Umgebungslicht.


    2. Nur eine linieare Grauverlaufskurve (Gamma 1) wäre in der Helligkeitsverteilung gleichmäßig, jede der 256 Graustufen steigt gleich gegenüber der vorherigen an. Eine solche Kurve bietet nur der L-Star* Farbraum, welcher für Otto-Normal-User unrelevant ist. Es bleibt Deinem eigenen Geschmack überlassen, ob Du die dunklen Grautöne eher dunkler oder eher heller haben möchtest. Allerdings verschenkt ein zu niedriger Gammawert des Monitors zuviele Stufen für die dunklen Bereiche (wo es meist nur Bildrauschen gibt), ein zu hoher zuviele Stufen in den hellen Bereichen (wo das Auge die Stufen kaum noch unterscheiden kann).


    Das Internet, HDTV, die meisten Fotolabore und Windows allgemein nutzen sRGB (6500K, Gamma sRGB/~2,2), da der Standard von PAL/SECAM abgeleitet ist, nutzen auch diese 6500K, Gamma 2,2, bei fast gleichem Farbraumumfang (Gamut).


    Nach der Kalibration kommt übrigens noch die Profilierung. Dabei werden die vom kalibrierten Gerät ausgegebenen Farben gemessen. Diese sind nämlich nach der Kalibration nicht automatisch korrekt (es wurden ja nur Farbtemperatur und Verlauf der Grautöne angepasst). Die gemessenen Farben bzw. deren Abweichung von den definierten Standardfarben werden in ein ICC-Profil geschrieben, so dass entsprechende Anwendungen (z.B. Photoshop) diese zum Umrechnen nutzen können. Beim normalen Betrieb werden die Profile nicht genutzt!

    Deine Vermutung ist soweit richtig. Allerdings enthält die ICC Datei eigentlich nichts anderes als das Messprofil (quasi ein vereinfachtes Protokol der Messung). Die Messung findet statt nachdem Du die Einstellungen an der Monitor-Hardware vorgenommen hast. Die Kalibrations-Software installiert ein Programm zum Windows-Start, dass die Ausgabe der Grafikkarte anhand dieses Profils zu Deinem gewünschten Zielgamma und Farbtemperatur verbiegt. Je näher die Monitoreinstellungen am gewünschten Ziel sind, desto weniger muss verbogen werden. Dies alles nennt man Software-Kalibrierung, da die Ausgabe der Grafikkarte per Software verändert wird, dabei gehen Farben verloren.


    Es gibt Grafiker-Monitore, bei denen die Ausgabe von der Kalibrations-Software direkt per Hardware im Monitor verändert werden kann, in diesem Fall spricht man von Hardware-Kalibrierung. Dabei gehen normalerweise keine Farben verloren, da diese Geräte intern mit höherer Farbauflösung (10, 12, 14 Bit) arbeiten als die Grafikkartenausgabe (8 Bit).

    Die RGB-Einstellungen am Monitor beeinflussen lediglich und Ausschließlich die Farbtemperatur! Mit 6500K bist Du da für sRGB richtig.


    Beim Gammawert ist es so, dass sRGB eine Gammakurve nutzt, die fast deckungsgleich mit Gamma 2,2 ist, aber eben nur fast. Die dunklen Graustufen sind bei sRGB leicht angehoben, also heller. Deshalb haben die meisten Kalibrierungskurven unserer neueren Test im unteren Bereich einen kleinen Schwenk nach oben. Monitore kommen in der Regel mit einer reinen Gammakurve daher, während sRGB eben nicht ganz algorithmisch ist. Der Unterschied ist nicht groß, wenn Du aber die Wahl hast, dann kalibriere auf sRGB, selbst wenn dabei durch die Software-Kalibrierung einige Farbstufen verloren gehen.


    Hier das Beispiel einer Tonkurve des NEC 2470, im unteren Abschnitt sieht man eine kleine Ausbuchtung aller drei Farbkurven nach oben (rot am stärksten, da die Grauwerte des Monitors dort wohl auch zu kalt waren), dort sind die Grauwerte des Monitors also dunkler als im sRGB-Standard vorgesehen und werden durch die Kalibrierung entsprechend leicht angehoben. Das gilt wie gesagt für die meisten Monitore, die mit Gamma 2,2 arbeiten.

    Nochmal deutlich, dass der Monitor 75 Hz Frequenz am Eingang akzeptiert bedeutet nicht, dass er 75 Hz ausgibt. Die meisten Geräte wandeln die 75 Hz Eingangdaten in 60 Hz Ausgabedaten um! Dabei kommt es je nach Umwandlung zu Bildaussetzern oder Tearing oder sonstwelchen unschönen Artefakten. Bis jetzt hatte ich nur den VP930 gesehen, der in der Lage war völlig synchron zum Eingangssignal bis über 80 Hz bei 1280 x 1024 auszugeben. Je höher die Auflösung, umso schwieriger sind hohe Bildfrequenzen zu erreichen.

    Quote

    Original von herrlu
    Das ich mit einem solchen Display nicht an die (3- bis 4fach so teuren) coloredge und reference Monitore von NEC & Eizo rankomme ist klar! Mich würde interessieren: Welche Monitore unter 1000 Euro sind aus Eurer Sicht für den Grafikbereich die härtesten Konkurrenten neben dem hier diskutierten NEC2470WNX? Wie schätzt ihr den Eizo S2110 oder S2100 oder S2111W im direkten Vergleich ein?


    Die S2100 und S2110W habe ich selbst nicht gesehen, der S2111W dürfte aber der gleiche Monitor sein, wie der S2110W, nur um dynamischen Kontrast und Schärfefilter ergänzt. Zum S2111W gibt es einen PRAD-Test (von mir), sie dort mal rein. Grundsätzlich dürften die Eizos mehr für Grafiker bieten, da sie Hardware-Gamma und Sechs-Achsen-Farbkontrolle bieten. Die gemessenen Farbwerte nach der Kalibration lassen sich durch Nutzen der Farbkontrolle noch um einiges verbessern, das erfordert aber einige Geduld samt Trial & Error. Die im Test und von Usern im Forum beschriebenen Homogenitätsauffälligkeiten (vor allem der Gamma-Verteilung) können aber Probleme bereiten bzw. schränken die effektive Arbeitsfläche deutlich auf das Zentrum des Monitors ein.


    Allerdings muss man bedenken, dass fast alle Monitore im unteren bis mittleren Preissegment verglichen mit teureren Grafiker-Displays relativ inhomogen sind. Wir messen in der Regel in der Mitte des Panels und messen nur die Homogenität der Helligkeit übers Panel verteilt. Beim Eizo S2111W führte eine deutliche Auffälligkeit dazu, dass ich auch die Gammawerte gemessen hatte (und eigentlich auch die Weißpunkte, die ebenfalls nicht übers gesamte Display 6500K betrugen, sondern um +/- 100K abwichen, was aber praktisch nicht viel ist).


    Quote

    (Ich arbeite viel mit Photos in AdobeRGB, mir ist bewusst, dass ich diesen Farbraum nicht im dreistelligen Bereich abdecken kann).


    AdobeRGB decken die genannten Geräte alle nicht ab, genaugenommen nicht mal 100% sRGB (meist zwischen 90% und 95%, mit Schwächen beim Blau/Türkis). Viel wichtiger als Dein Quellfarbraum (Fotos) und Arbeitsfarbraum (Monitor) ist aber Dein Zielfarbraum (Ausdruck)! Wenn Du die Fotos nach der Bearbeitung zum normalen Entwickler gibst, dann wird dieser in der Regel ohne Farbmanagment in sRGB drucken/entwickeln, womit Du aus Deinen AdobeRGB Fotos beim Druck keinen Vorteil mehr ziehen kannst, sondern höchstens bei der Bearbeitung. In dem Fall macht die direkte Bearbeitung von RAW-Dateien aber mehr Sinn. Nur wenn Du einen Drucker bzw. Labor-Service hast, der den größeren Farbraum aus auszugeben weiß (im Druck vor allem im Türkis und Grünbereich), hast Du durch AdobeRGB einen Mehrwert, und auch dann oft nur bei extremen Szenen (stark gesättigte Türkistöne bei Wasser/Meeresaufnahmen, Grüntöne bei Naturaufnahmen, und selbst dort nur in wenigen Schattierungen).

    Ich widerspreche einem Kollegen zwar nicht gerne, muss Wurstdieb aber leicht korrigieren: :P


    Auch nach der Kalibration werden beide TFT nicht exakt die gleichen Farben darstellen! Beim Kalibrieren werden nur die Grauwerte (Gamma und Farbtemperatur) einschließlich Weiß angeglichen. Dadurch werde zwar auch die Farben angeglichen, aber nur soweit, wie es für die Kalibration der Grauwerte erforderlich ist. Meist wird man danach keinen so großen Unterschied mehr sehen, aber er bleibt vorhanden. Es gibt bei einiger Kalibrationssoftware die Option einen Monitor auf das Profil des anderen Monitors zu kalibrieren, evtl. wird dabei neben Gamma und Farbtemperatur auch der Farbraum soweit möglich angeglichen. Letzteres ginge aber auch nur soweit, wie die Farbräume beider Geräte übereinstimmen. Das sollte bei zwei baugleichen Geräten einigermaßen gut gehen, so dass es für den Alltagsgebrauch ausreicht. Falls einer der beiden Monitore einen etwas größeren Farbraum als der andere hat, sollte man den mit dem größeren Farbraum auf den Monitor mit dem kleineren Farbraum kalibrieren.


    Ansonsten ist für eine möglichst exakte Angleichung zweier Monitore ist die Bearbeitungssoftware zuständig, z.B. Photoshop. Dazu erstellt man von beiden Monitoren ein ICC-Profil und stellt Photoshop so ein, dass es auf einem der beiden Monitore den Zielfarbraum des anderen Monitors darstellt. Das funktioniert natürlich nicht im Klonmodus, sondern nur bei Dualanzeige, evtl. auch bei erweitertem Desktop (horizontal bzw. vertikal). In diesem Fall kann man mit Photoshop aber nur auf einem der beiden Monitore arbeiten, und hat somit nicht viel davon.


    Teure Grafiker-Displays mit großen Farbräumen und Hardware-Kalibration bieten übrigens die Möglichkeit die Ausgabe eines anderen Monitors zu simulieren. So könnte etwa ein Eizo CG (dessen Möglichkeiten weit über die eines VP930 hinausgehen) den VP930 simulieren, indem man in mit einem ICC-Profil des VP930 füttert.

    Leider weiß ich nicht wo die vertikale Synchronisierung im ATI-Treiber versteckt ist. Diese wirkt zudem nur in Direct3D und OpenGL Anwendungen, und solchen die selbst dafür sorgen. Unter der Windows Oberfläche und in Browser-Fenstern wird es weiterhin zu Tearing kommen. Den Monitor solltest Du auf 60 Hz einstellen, da er höchstwahrscheinlich keine echten 75 Hz beherrscht. Stellt man nämlich einen TFT auf 75 Hz, dessen Panel aber nur 60 Hz anzeigt, dann gibt es bei aktiviertem VSync entweder trotzdem Tearing oder einzelne Bilder fallen weg.


    An einem CRT fällt deaktiviertes VSync meist nicht auf, da die Bildrate in der Regel höher liegt (85 - 120 Hz). Beim CRT ist die hohe Bildrate für ein flimmerfreies nicht notwendig (TFTs flimmern normalerweise nicht), aber je höher die Bildrate desto kleiner fallen die Tearing-Stufen aus, und fallen somit weniger auf.

    Die Wahl der Farbtemperatur hängt vom Nutzen ab. Wenn man keine Grafik- oder Videobearbeitung betreibt, dann kann die Farbtemperatur und Gamma-Kalibrierung im Grunde frei nach Schnauze gewählt werden. Wenn man Bilder, Spiele und Filme möglich "farbecht" sehen möchte, also mit den Farben, die der Ersteller des Materials vorgesehen hat, dann nutzt man den Farbraum und die Gammaeinstellung, die auch der Ersteller genutzt hat.


    Bei allen Internet-, HDTV- und PC-Anwendungen gibt es dazu den sRGB Standard, der einen Weißpunkt von 6500K (D65) vorsieht, bei einem Gamma das annähernd (aber nicht gleich!) 2,2 ist. In der Druckbranche wird meist mit einem Gamma von 1,8 gearbeitet bei 5000 - 5800K Weißpunkt. Das Gamma ist historisch bedingt, zum einen, weil MAC mit diesem Wert arbeiten und zum anderen, weil es den damals üblichen Druckmaschinen am nächsten kam. Die Farbtemperatur wird deshalb so gewählt, da Ausdrucke i.d.R. unter 5000K Normlich (D50) kontrolliert werden. Allerdings hat sich herausgestellt, dass ein Wert von 5000K am Monitor (selbstleuchtend) optisch nicht ganz den beleuchteten Ausdruck entspricht, deshalb werden oft etwas kältere Werte genommen (die UGRA schlägt 5800K vor).


    In Büroanwendungen ist es oft nützlich eher kältere Weißpunkte zu wählen (7000-9000K), da dadurch der Eindruck eines klareren Schriftbildes entsteht. Zudem werden Büros meist durch kältere Leuchtmittel als die gute alte Glühbirne zuhause beleuchtet und oft auch stark von Tageslicht durchflutet.


    Insgesamt macht es durchaus Sinn die Farbtemperatur dem Umgebungslicht anzupassen. Ansonsten bleibt man bei 6500K für alle sRGB Sachen (und AdobeRGB).


    Bei Wechsel der Farbtemperatur ist immer eine neue Kalibration durchzuführen, da die "neutralen" Grauwerte ebenfalls auf die neue Temperatur kalibriert werden müssen. Ob ein Grauton zu warm/rotstichig oder kalt/blaustichig ist ergibt sich schließlich nur im Vergleich zum Weiß. So wie es kein neutrales Weiß gibt, gibt es auch kein neutrales Grau (ist ja nur dunkles Weiß).

    In der Regel kannst Du vor der eigentlichen Kalibrierung mit Hilfe der Software die Helligkeit einstellen. Spricht Du drehst an der Helligkeitseinstellung des Monitors und die das Kalibrierungsgerät misst permanent und teilt Dir den aktuellen Wert mit. Du solltest die Helligkeit soweit möglich nur über die Helligkeitseinstellung ändern, nicht über den Kontrast. Wenn Du die Helligkeit später veränderst, hat das dann erstmal nur Auswirkung auf die Hintergrundbeleuchtung, nicht die Kalibrierung und Farben. Praktisch solltest Du aber für verschiedene Helligkeiten jeweils ein eigenes Kalibrierungs-Profil anlegen.

    Ist VSync im Grafikkartentreiber aktiviert? Falls nicht, dann handelt es sich um Tearing. Falls es bereits aktiviert ist, dann installiere den Grafikkartentreiber und Monitortreiber nochmal frisch (beides vorher deinstallieren).