Aktuelle Widescreen TFTs. Kopfschmerzen und Tearing. Bitte um Rat

  • Hallo zusammen :)


    Ich bin zur zeit sehr ratlos. Wollte mir dieses Jahr zu Weihnachten selbst eine Freude machen und einen 16:10 Breitbild-TFT zulegen. Deshalb habe ich auch viel gelesen - im Internet, in Zeitschriften & Co. Hier auf Prad.de habe ich Testberichte über den Samsung SyncMaster 226BW und den HP w2207 gelesen. Diese beiden Kandidaten standen bisher zur engeren Auswahl. Also habe ich prompt beide bei einem Händler vor Ort gekauft, mit der Gewissheit, bei nichtgefallen auch beide zurückgeben zu können.


    Soweit so gut.


    Leider bereiten mir beide Geräte tierische Kopfschmerzen (sprichwörtlich) und brennende Augen. Egal, wie ich die Monitore einstelle (Farben, Helligkeit & Kontrast), ich komme einfach zu keinem, für mich, gutem Ergebnis.


    HP w2207:


    hat gravierende Helligkeits-/Ausleuchtungsunterschiede : unten bis zur Mitte, homogen normal - Mitte bis oben jedoch zunehmend dunkler. Sprich - in der unteren Hälfte des Monitors erscheint z.B der heller Grauton eines Anwendungsfensters normal, nach oben hin wird es sehr dunkles grau (besonders zu sehen, wenn man mal aufs klassische Windows Design zurückschaltet). Ebenso, habe ich versucht den Monitor durch Höhenverstellung, Neigung & co anzupassen, was das Problem aber nicht beseitigte. Generell, scheinen meine Augen diesen Unterschied überhaupt nicht zu mögen und auch die Farben erscheinen mir eher "grell" als homogen.


    Samsung SyncMaster 226bw:


    Ausleuchtung war bei diesem Modell okay, aber auch hier "erschießen" die Farben, dieses "Grelle", meine Augen förmlich - Ich finde auch absolut keine homogene Einstellung. Natürlich habe ich auch hier den Kontrast, die Helligkeit und Farbintensität herunter / heraufgeregelt.


    Fazit:


    Bei beiden Geräten waren die Werkseinstellungen überhaupt nicht zu gebrauchen. Beim HP waren die Schnellzugriffsmodi (Text, Film ,Spiele etc) noch um einiges schlimmer als beim Samsung. Die Farben auf beiden wirkten im Gegensatz zu meinem alten Monitor, ein Sony SDM-x73b (17'', 4:3, Kontrast 500:1) blass, verwaschen. Den Sony Monitor habe ich nie besonders "kalibrieren" müssen, bis auf einen kleinen Blaustich (den ich im Farbmenu des Monitores ausgeglichen habe) mußte ich lediglich nur ein wenig Kontrast und Helligkeit verändern.


    Neben eigenen Einstellversuchen habe ich auch die von Prad und anderen Usern / Foren vorgeschlagenen Einstellungen ausprobiert. Leider ohne Erfolg. Mir ist natürlich bewußt, dass man nicht einfach so idealerweise jede Einstellung von Monitor A auf B übertragen kann, selbst bei gleichen Modellen.


    Meine Fragen nun:


    - Habe ich 2 Geräte mit schlechten Panels erwischt ? (es scheinen ja von vielen Herstellern unterschiedlich verbaut zu werden)
    - würde ein Monitor mit niedrigerem Kontrastverhältnis meine Augen eher schonen, oder ist dies auch bzw. sogar nur von der Helligkeit (z.b. 300 cd/m²) abhängig ? Mein Sony Monitor hat nur eine Helligkeit von 250 cd/m²
    - Benutzt ihr alle (auch an die PRAD Experten ;) ) die Treibermenus (z.b. Farbverwaltung der ForceWare), um den Monitor anzupassen, oder sollte dies auch ausschließlich und nur über das Monitor OSD (also Hardwareseitig) möglich sein ?


    Fragen über Fragen. Ich bedanke mich jetzt schon einmal für alle Antworten :)


    MFG
    Sony


    P.S: Ich besitze eine Leadtek 8800GTS 320MB. Da ich ja die Farbdarstellung der beiden Monitore im Gegensatz zu meinem alten Sony sehr verwaschen fand - könnte daran auch ein Minderwertiges Signal der Grafikkarte verantwortlich sein, oder sind die heutzutage alle in etwa gleich gut ?

  • Die Helligkeits/Ausleuchtungsunterschiede sind das, was mich als CRT-Umsteiger auch am Meisten/Einziges stört, und sind in Wirklichkeit die doch sehr große vertikale Blickwinkelabhängigkeit. Es ist bei einem TN-Panel einfach unmöglich, bei normalem Abstand eine von oben bis unten gleichmäßige Darstellung zu erhalten. Entweder über 1m Abstand halten oder Augen geradeaus und mit dem ganzen Kopf den Schirm abscannen, rauf und runter wie ein pickendes Huhn.
    Ich habe auch festgestellt, daß TFTs die Augen mehr anstrengen als CRTs, was eigtl. keinen Sinn macht, eine Displaytechnik vom Holdtype ist ja natürlicher als das Scanprinzip der Röhre, die Helligkeit ist effektiv gleich, der Kontrastumfang allerdings höher, mein CRT lief im SRGB-Modus(Helligkeit/Kontrastregler gesperrt) und stellte Schwarz etwas zu hell dar(dachte, der wird noch dunkler, da er keine Alterungskompensation wie manche teuren Geräte hatte, er hielt diesen Level aber fünf Jahre lang).

  • Es ist bei sowas leider immer schwierig, sich in deine Augen reinzuversetzen.


    Ich bin auch gerade kürzlich vom CRT (17") auf TFT (22" Widescreen TN-Panel, FSC 22W-7SD, Standard-Billig-Monitor...) umgestiegen. Die Werkseinstellungen fand ich auch grauslich, viel zu grell und zu hell. Daher erstmall Helligkeit stark heruntergedreht (von 100% auf 20%), Monitor-Test/Einstell-Programm heruntergeladen (diverse, weiß nicht mehr welches genau), und dort dann Kontrast / Black angepasst bis die Darstellung wieder gepaßt hat. Höhere Helligkeitseinstellungen machen wohl nur Sinn wenn die Sonne wirklich direkt auf den Monitor knallt...


    Die Ausleuchtung des Monitors ist super gleichmäßig, durch die Blickwinkelabhängigkeit machen sich dennoch Farbverläufe bemerkbar. Diese sind aber, wenn man direkt vor dem Monitor sitzt, sehr dezent und stören mich nicht. Früher war das bei TFTs viel schlimmer, ist bei Laptops teilweise auch heute noch so, da konnte man nichts mehr erkennen wenn man wirklich nicht direkt davor saß. Bei meinem Monitor kann ich auch von der Seite noch alles sehen, auch wenn die Farben dann nicht mehr so ganz passen. Der Blickwinkel macht sich also noch bemerkbar aber nur sehr sehr leicht.


    Mit den richtigen Einstellungen, finde ich den TFT *viel* entspannender als den CRT. Was anstrengt ist die Helligkeit bei Werkseinstellungen (man schaut ständig in die Sonne, daher unbedingt Helligkeit stark herunterregeln). Sonstige mögliche Ursachen für Anstrengung ist, daß auf dem neuen größeren Monitor, die Schrift nicht nur viel schärfer, sondern auch kleiner erscheinen kann. Das ist insbesondere in Windows der Fall, wo Schriftgröße nicht automatisch an die DPI des Monitors angepasst wird.


    Was die Farbdarstellung angeht: Die Monitore sollten natürlich digital angeschlossen sein, alles andere ist Mist. Digital sollte die Grafikkarte eigentlich kein schlechtes Bild liefern. Rest ist Einstellungssache - am Monitor.

  • Corvus: Benutzt du nun einen TFT, wenn ja, welchen, oder bist du beim CRT geblieben?


    frostschutz: Du schreibst dass Windows keine DPI-Justage vornimmt, macht etwa MacOS sowas?
    Oder ist das eine Wunschvorstellung von dir? Würd ich mir nämlich auch wünschen, stelle mir aber vor, die Umsetzung bei Programmen mit fix einprogrammierten Font-Grössen (zB manche Software älteren Datums) wird eher unmöglich zu realisieren sein.

  • Quote

    Original von loci!
    frostschutz: Du schreibst dass Windows keine DPI-Justage vornimmt, macht etwa MacOS sowas?
    Oder ist das eine Wunschvorstellung von dir? Würd ich mir nämlich auch wünschen, stelle mir aber vor, die Umsetzung bei Programmen mit fix einprogrammierten Font-Grössen (zB manche Software älteren Datums) wird eher unmöglich zu realisieren sein.


    Ja, andere OSen machen sowas. Ob MacOS keine Ahnung, ich habe noch nie Mac benutzt. Fix einprogrammierte Font-Größen? ?( Font Rendering ist extrem kompliziert, diese Technik bringen Programme normalerweise nicht selbst mit, sondern lassen das von einer systemweit verfügbaren Library erledigen. Im Windows kann man die Schriften ja auch einfach manuell auf "groß" stellen und die Einstellung sollte dann auch von den meisten Programmen respektiert werden. Oder auch nicht, aber wenn nicht guckt man echt in die Röhre... 8o

  • Welche OSes schweben dir da vor?
    Und welche Programme kannst du als Beispiele anführen?


    Mit fix einprogramiert meine das was einige Programme aus der Win31 und Win9X-Zeit aufführen. Eh klar, weil systemweite Windows-Standards waren damals entweder unbekannt oder erst im entstehen.


    Bezüglich der (heutigen) Windows-Fontgrößeneinstellung schreibst du eh dass es klappen KANN aber nicht muss ;-)

  • Ich bedanke mich für eure Antworten.


    Ja, so langsam gewöhnen sich meine Augen an den Samsung 226BW.
    Geduldiges Einstellen hat alles noch ein wenig verbessert.


    Dennoch halte ich meine Augen nach einem geeigneterem Modell offen :)


    MfG
    Sony


    P.S. Ein schönes Wochenende wünsche ich allen :)