Wie sinnvoll sind die neuen breiten Auflösungen?

  • Hallo!


    Unverkennbar ist inzwischen, dass es fast nur noch neue TFTs in 16:10 gibt. Meines Erachtens ist das ziemlich unpraktisch, da ich eine eher quadratische Auflösung sehr sinnvoll nutzen kann. Zumal ich meinen Monitor zumeist im Pivot-Modus (hochkant) nutze.


    Und man sollte bedenken: Je weiter man sich beim Seitenverhältnis vom Quadrat entfernt, desto kleiner wird die Anzeigefläche bei gleicher Diagonale. Sicher, die Auflösung ist auch relevant, doch bietet ein 21" 16:10 Monitor definitiv weniger Fläche als ein 21" 4:3 Monitor.


    Ich bevorzuge sogar das 5:4 Format (1280x1024 ist standardisiert, größer gibts ja leider nichts mehr).


    Wie seht Ihr das? Haltet Ihr 1680x1050 bzw. 1920x1200 (16:10) für sehr gut und sinnvoll oder würde Euch auch 1520x1140 bzw. 1760x1320 (4:3 mit etwa gleicher Pixelzahl wie die jeweiligen 16:10-Formate) reizen?


    Ein Vergleich von 1680x1050 mit 1600x1200 ist wohl wenig sinnvoll, da letzteres eben mehr Pixel bietet und dadurch wohl ohnehin vorgezogen würde. Oder nicht?


    Gismo

  • Also das kommt wohl ganz drauf an für was man den Monitor benutzt.
    So ziehmlich alles Film-mäßige ist 16:9(DVDs, [HD]TV, ARD/Nachrichten z.B) oder noch "dünner"(Kino-Filme meist 1:2,39), da passt 16:10 also um einiges besser als 4:3.


    Spiele unterstützen meist auch die Breitbildformate und sehen darin mindestens genausogut aus.


    Auch fürs Programmieren bietet so ne breite Auflösung durchaus Vorteile, nicht weil man jetzt länger schreiben kann ohne Umzubrechen, sondern weil man sachen die man früher getabbt irgendwo hatte jetzt daneben anzeigen lassen kann.


    Und zuletzt entspricht eine eher breites Format auch eher dem natürlichen Sichtfeld.


    Natürlich ist nen Quadratischer Monitor mit 21" von der Fläche her das größte was ich für 21" bekomm, aber was nutzt es mir, wenn dadrauf Filme usw. klein angezeigt werden, mit riesen-balken..


    Für was benutzt du deinen 4:3 / 5:4 im Pivot-Modus denn?

  • Nun, ich nutze meinen PC in erster Linie für Office-Anwendungen und das Internet. Filme schaue ich an einem zweiten Gerät.


    Und gerade für Word ist das Hochkant-Format wunderbar. Also das 5:4-Hochkant-Formart. 16:10-Hochkant ist bei 21" schon sehr unangenehm, die ganze Höhe ist nicht sinnvoll nutzbar, da die Oberkante des Bildschirms dann zwangsläufig weit über Augenhöhe liegt. Das hängt natürlich von der eigenen Körpergröße ab, aber ich bin SEHR groß und empfinde es dennoch als unangenehm.


    Bei Excel bin ich auch der Ansicht, dass es besser ist, mehr unterzubringen als das ganze in die Breite/Höhe zu ziehen. Also wäre mir hier 5:4, notfalls 4:3, auch lieber.


    Zum Thema Programmieren: Da hat man doch ggf. auch mehrere Fensterchen, um verschiedene Dinge gleichzeitig einzusehen, und ich wäre hier auch glücklicher mit einer größeren nutzbaren Fläche.


    Und nochmal zum Thema Hochkant oder Quer: Viele Internetseiten sind doch auch so eingerichtet, dass sie besser im Hochkantmodus zu betrachten sind. Man schaue sich z.B. an. Oder liegt das nur an mir und meinen individuellen PC-Einstellungen?


    Dass für Filme das 16:10-Format besser ist, kann ich nachvollziehen. Aber ich behaupte jetzt mal einfach, dass die meisten Monitore in Büros eingesetzt werden und nicht im Heimbereich.
    Zudem ist mir nicht klar, wie man an seinem PC-Monitor gemütlich Filme schaut. Bei mir steht der hier auf einem Arbeitstisch, davor mein (mehr oder weniger gemütlicher) "Arbeitsstuhl". Zum Filme schauen müsste jetzt noch unmittelbar damit kombiniert sein eine bequeme Sitzmöglichkeit, am besten auch für mehrere Personen.


    Kann es sein, dass die Filmwiedergabe über den PC-Monitor in erster Line von Singles bzw. finanziell sparsamen Junghaushalten genutzt wird? (Und sind das vielleicht auch in erster Linie die IT-versierten Menschen, die sich hier im Forum tummeln?)

  • Breitbild hat den (großen) Vorteil, dass es sich an das menschliche Sehen annähert.
    Der Mensch sieht nun mal nicht viereckig, sondern "widescreen".


    (zudem sieht ein Widescreen cooler aus, da größer wirkend 8) )


    Mfg, Zuzler

  • Ich empfinde 16:10 angenehmer für den Desktop-Betrieb.


    Ich habe ein Hauptfenster in der linken Hälfte des Bildschirms, z.B. ein Browser oder ein Winword. Dieses Fenster ist bei 1920x1200 (also dann ca. 800x1200) genau richtig, da Fließtext ohnehin eher schmal als breit gelesen werden sollte (schau mal bewußt in Bücher, viel mehr als 60-80 Zeichen findest Du da pro Zeile nicht). Im rechten Teil liegen vertikal übereinander einige kleinere Fenster, z.B. ein Chat-Client, die Statusanzeige irgendeines Hintergrund-Prozesses o.ä. .


    Bei Programmen wie PS oder GIMP kann man die Werkzeugfenster leicht am Rand (rechts und links) positionieren und hat dann in der Mitte noch reichtlich Platz für das bearbeitete Bild.


    Generell ist es leichter, rechteckige Flächen (Fenster) in einem anderen Rechteck mit ungleichmässigem Seitenverhältnis anzuordnen, ohne daß sich diese überlappen.


    In Spielen kann man ebenso die GUI an den Rand klatschen und sieht im Hauptgesichtsfeld viel (davon, daß man auch noch periphär ein wenig mitbekommt, mal abgesehen).


    Scheint also insgesamt viel davon abzuhängen, wie jeder einzelne arbeitet - nur so ist ja auch zu erklären, daß es sogar Freaks gibt, die sich 3 16:10-Monitore nebeneinander als virtuellen Riesendesktop einrichten.