NEC MultiSync EA221WM-BK (Prad.de User)

  • Hallo liebe Prad-Gemeinde,


    nach langem Warten habe ich mir nun endlich einen neuen Monitor entschieden. Bisher hatte ich einen LG 226WTQ, war mit diesem aber nicht mehr zufrieden. Ghosting-Probleme und ein summendes Netzteil bei <100% Helligkeit machten mir das Leben schwer. Etwas Neues musste her. Also begab ich mich auf die Suche.


    Meine Erwartungen an das neue Gerät:


    • Absolut keine Nebengeräusche
    • entspiegelt
    • höhenverstellbar
    • schlichtes, wenn möglich schwarzes Design
    • keine Klavierlackoptik
    • Preis bis 400€


    Dank dieses Forums bin ich auf folgende Favoriten gestoßen:


    HP LP2275
    Super, ein VA-Panel zu dem Preis, höhenverstellbar und sieht auch noch gut aus. Meine Kauflaune wurde mir beim lesen versch. Posts aber gehörig verdorben. Der Monitor soll bei Helligkeit <100% böse Geräusche verursachen. Ein KO-Kriterium.


    Eizo S2231
    Der Prad Test überzeugte, jedoch liegt der Preis doch 100 Euro über dem was ich ausgeben wollte. Klar jetzt könnte man sagen „leg die 100 drauf es lohnt sich“. Ist aber im Moment einfach nicht machbar.


    LG L227WT
    Das TN-Panel mit seinem erweiterte Farbraum entzückt, jedoch fällt dieser Monitor aufgrund der Klavierlackoptik aus der Auswahl heraus.


    Ich war etwas traurig darüber, dass es einfach keine eierlegende Wollmilchsau zu geben schien. Die Suche ging weiter. So stieß ich auf dem NEC EA221WM. Die NECs haben mir vom Design schon immer sehr gut gefallen, schön schlicht halt. Tests konnte ich jedoch keine finden.
    Ich bestellte den Monitor dann vor 4 Wochen das erste mal, nach einer Woche warten wurde er losgeschickt. Leider hatte der erste Monitor einen Pixelfehler. Ich schickte ihn zurück. 2 Wochen später hatte ich dann endlich mein Geld wieder. Ich will den Namen des Shops hier nicht nennen, war aber sehr schlechter Service.
    Zweiter Versuch, diesmal bei einem anderen Händler, incl. 40€ Pixelfehlertest. Vorgestern traf das Gerät dann endlich hier ein. Keine Pixelfehler bis jetzt. Im folgenden nun der Test.


    Technische Daten [URL=http://www.nec-display-solutions.de/c/g/de/de/Products/Details/Specification/dp/Products/LCD/Current/LCD-EA221WM/LCD-EA221WM/index,group=all.html](*klick mich hart* Hersteller Seite zum EA221WM *klick mich hart*)[/URL]:


    Größe [Zoll/cm]: 22,0 / 55,9
    Auflösung (nativ): 1680 x 1050
    Panel Technologie: TN TFT
    Kontrastverhältnis (typ.): 1000:1
    Response Time (typ.): 5 ms
    Leuchtstärke (typ.) [cd/m²]: 250, (300 max.)
    AnschlüsseDigital: 1 x DVI-D (mit HDCP); Analog: 1 x Mini D-sub 15 pin
    Austattung: ErgoDesign® Monitorständer (höhenverstellbar bis 110mm)
    PIVO-Funktion
    Lautschprecher 1 + 1 W (deaktivierbar)
    Integr. USB Hub (4 down / 1 up)
    Lautsprecher Buchse


    Ausgepackt:


    Folgende Sachen Waren mit dabei:
    Monitor; Netzkabel; Signalkabel VGA-VGA; Signalkabel DVI-D - DVI-D; USB-Kabel für das Hub; Audiokabel für die Monitor Köpfhörerbuchse; CD-ROM; Benutzerhandbuch


    Gehäuse:


    Meine Ansprüche hatte ich oben schon geschildert. Ich mag es möglichst schlicht. Das Design des NECs gefällt mir sehr gut. Der Monitor ist komplett schwarz. Es handelt sich dabei nicht um Klavierlack. Komplett matt ist der Rahmen jedoch auch nicht. Ich würde es als seidenmatt beschreiben (man sieht es auf den Bildern). Spiegeln tut sich jedenfalls nichts und Fingerabdrücke sieht man auch nicht. Auf der oberen Rückseite besitzt der Monitor einen Tragegriff (siehe Bilder „Ergonomie“), das finde ich sehr praktisch und gut durchdacht.
    Oben links auf dem Rahmen ist das Firmenlogo aufgedruckt, auf der anderen Seite die Modellnummer.
    Unten links befinden sich die Monitortasten, auf diese gehe ich später näher ein. Der Ein-/Ausknopf besitzt eine kleine blaue LED. Abschalten lässt sich diese nicht. LED typisch leuchtet sie nach vorn, sprich wenn man vor dem Monitor sitzt stört es einen nicht.


    Ergonomie / Kabelmanagement:


    Ich wollte unbedingt einen Monitor, der sich in der Höhe verstellen lässt. Bei mir ist er ganz oben. Der Abstand vom Tisch zur Unterkannte des Monitors beträgt jetzt 16,5 cm. Ich merke es jetzt schon, dass ich viel besser, sprich aufrechter vor dem PC sitze.
    Aufgepasst! Den Monitor gibt es in 2 Versionen. Als EA221WM und als EA221W. Das „W“ Modell verfügt nicht über diesen hohen Monitorständer.
    Der Monitor lässt sich ebenfalls nach vorne und hinten kippen. Der Monitorteller lässt sich drehen. Eine Pivot-Funktion ist vorhanden. Alles funktioniert bestens. Nichts benötigt sonderlich viel Kraft, zugleich hat man nie das Gefühl, dass etwas nicht fest sitzt. Persönlich wüsste ich nicht was man hier noch besser machen könnte.
    Die mitgelieferten Kabel lassen sich unproblematisch verlegen, wie auf den Bildern zu sehen ist.


    Nebengeräusche:


    … gehen gar nicht. Ich hatte den LG zwangsweise auf 100% Helligkeit laufen weil nur so ungestörtes Arbeiten möglich war. Mein PC ist ebenfalls auf sehr silent getrimmt. Und zu der Fraktion, die dann laut mit den Kopfhörern Musik hört um den Monitor zu übertönen, gehöre ich nicht. Ich war jetzt im Besitz von zwei EA221WM und keiner gab auch nur einen Mucks von sich. Helligkeit 0-100%, keinerlei Geräusche . Top.


    OSD:


    Was ich bei vielen User Reviews immer vermisse ist ein Einblick in das OSD.
    Ich hab hier alle Einstellmöglichkeiten abfotografiert, so das sich jeder einen Überblick verschaffen kann.
    Aufgefallen ist mir die Option „Expansionsmodus“. Hier kann man zwischen „Vollbild“ und „Format“ wechseln. „Vollbild“ erklärt sich ja wohl von selbst. „Format“ behält die Seitenverhältnisse des Bildsignals bei. Wer als auf 1280 x 1024 spielt bekommt kein verzogenes Bild. Was fehlt ist die Möglichkeit einer 1zu1 Pixel Darstellung, sehr schade. Immerhin, der LG hatte beides nicht. Über den Grafikkarten Treiber sollten solche Sachen auch einzustellen sein. Der NVIDIA Treiber unter XP ist da aber bugged, zu mindestens bei mir.
    Die Bildschirmknöpfe sind zwar klein, aber dennoch gut zu bedienen. Der zweite Knopf von links funktioniert wie ein Mini Joystick (oben-unten-links-rechts), mit dem man gut durch die Menus kommt.


    Bildqualität:


    Vor dem NEC fand ein LG226WTQ bei mir Verwendung. Ich habe also den direkten Vergleich zu einem anderen 22-Zöller. Ich war skeptisch ob mich ein weiteres TN zufrieden stellen könnte. Der LG litt an Ghosting und die Fraben empfand ich immer als etwas unnatürlich. Der NEC macht hier vieles besser. Das Bild wirkt sehr viel natürlicher. Farben wirken sehr satt ohne dabei zu knallig zu sein. An der Bildschärfe gibt es nichts auszusetzen. Ich habe leider noch kein VA oder IPS Panel live gesehen. Bin aber sehr mit diesem TN zufrieden.


    Noch ein Paar Worte zur Ausleuchtung. Sie ist sehr gleichmäßig, Wolkenbildung oder der Gleichen konnte ich nicht ausmachen. Am oberen Bildrand sieht man jedoch einen ca. 1-2cm hohen Streifen der etwas heller ist als der Rest. Wenn man abends DVDs bzw. Filme mit Seitenstreifen schaut könnte einem das durchaus negativ auffallen.
    Sry für die schlechten Bilder, besser geht’s mit meiner Cam nicht.
    Das Bild ist in echt sehr schwarz. Der Schwarzwert ist besser als beim alten LG.


    Blickwinkel:


    TN typisch ist dieser nicht optimal. Das kleinere Bewegungen vor dem Monitor das Bild verändern ist mir jedoch nicht aufgefallen. Wenn man von unten auf den Monitor schaut verändert sich das Bild jedoch sehr schnell.


    Reaktionszeit / Spieletauglichkeit:


    Der NEC kommt ohne Overdrive aus, also kein Input Lag. Subjektiv läuft das Bild in Spielen flüssiger als auf meinem alten LG, ich kann mir leider nicht erklären woher das kommt. Schlieren konnte ich bei einer schnellen Runde CSS nicht entdecken. Bekommt eine klare Empfehlung als Gamer-Monitor.


    Fazit:


    Ich bin froh doch noch fündig geworden zu sein. Der Monitor verfügt über eine super Ergonomie, keine Nebengeräusche und ein gutes Bild welches auch Zocker glücklich macht.
    Noch ein Wort zum Preis. Ich habe 280 Euro gezahlt plus 40 Euro für einen Pixelfehlertest.
    Der Preis des Monitors ist im Vergleich zu andern TNs doch recht hoch, für das Gebotene (ein kompromissloser TN Bildschirm) aber durchaus angebracht.
    Sollten noch Fragen bestehen werde ich diese gerne beantworten.

  • Hi,


    erstmal vielen Dank für deinen Test. Mir geht es wie dir, an allen Bildschirmen ist was auszusetzen. Ich weiß auch nicht, wie die Hersteller auf die Idee kommen ein gutes Panel auf einen Billig-Fuß zu setzen (Bsp: L227WTP), kann man da mit dem billigsten Element so viel sparen?


    Im Moment besitze ich auch schon einen NEC (Multisync LCD1760NX) und der machts schon 5 Jahre, wenn ich mich nicht irre. Ist mittlerweile aber kein Meilenstein bei der Geschwindigkeit, Farben, etc mehr. Seit über einer Woche bin ich nun aktiv auf der Suche nach einem Nachrfolger, aber ich kann einfach nichts finden. Dass ich nun wieder auf einen NEC zurück komme, ist schon witzig. :)


    Ich hab ein Review zu dem Monitor gefunden:
    Chip Online
    Dort wird der Monitor vor allem für seine Ergonomie gelobt, jedoch für die langsame Reaktionszeit getadelt, die sich angeblich auf 12ms belaufen.
    Du hast geschrieben, dass du bei deinem Spieletest keine Schlieren sehen konntest. Hast du mittlerweile noch ein wenig getestet? Besonders diese einfachen Farbtests mit roten/grünen Formen auf grauer Fläche sind da deutlich. Wäre super, wenn du das nochmal beschreiben könntest. Ein einfacher Test ist hier zu finden: Schlierentest@Prad


    Im Moment sagt mir der Monitor sehr zu. Allerdings möchte ich ihn nicht ohne "richtigen" Test von einer der großen Seiten kaufen, zu oft liest man von Reinfällen. Bis dahin hoffe ich, dass ich meinen neuen Monitor gefunden habe. :)


    Gruß,
    jbJOGI


    Edit 1:
    Was für Anschlüsse hat denn das Gerät? Auf der Herstellerseite hab ich grade "Digital: 1 x DVI-D (mit HDCP); Analog: 1 x Mini D-sub 15 pin" gelesen. Was ist denn Mini D-Sub?! Soll das der ganz normale D-Sub (VGA) Anschluss sein?


    Edit 2:
    Kennst du den Unterschied zum NEC LCD225WNX? In den technischen Daten kann ich keinen Unterschied erkennen, außer dem etwas anderen Gehäuse. Preis ist auch ungefähr gleich.

  • So ich habe diesen Schlierentest mal gemacht, den in Flash. Bei der Schrift kann ich keine Schleiren entdecken. Der Würfel zieht jedoch einen kleinen Schatten nach sich.
    Ich habe auch noch den Pixerpan-Test laufen lassen. Hier sieht es echt nicht gut aus, die Schrift auf der Fahne verwischt sehr schnell. Leider fehlt mir hier der Vergleich zu anderen Monitoren...
    Wie schreibt PRAD immer so schön "eine gewisse Unschärfe gibt es technisch bedingt immer". Ich bin dann nochmal in CS rein, dort konnte ich nichts mehr bemerken. Ist mein subjektives Empfinden! Kann gut sein das sich ein CRT Umsteiger vor diesem Gerät garnicht wohlfühlen würde.


    Zitat

    Was für Anschlüsse hat denn das Gerät? Auf der Herstellerseite hab ich grade "Digital: 1 x DVI-D (mit HDCP); Analog: 1 x Mini D-sub 15 pin" gelesen. Was ist denn Mini D-Sub?! Soll das der ganz normale D-Sub (VGA) Anschluss sein?


    Ein D-SUB Kabel ist dabei. Zum Spaß hab ich es mal in den Analog Ausgang am PC angeschlossen. Signal kam durch. Sollte sich also um einen normalen allerwelts D-Sub handeln. Das Bild war über analog deutlich unschärfer. Evtl. lässt sich hier über Einstellungen mehr rausholen, keine Ahnung.


    Zitat

    Kennst du den Unterschied zum NEC LCD225WNX? In den technischen Daten kann ich keinen Unterschied erkennen, außer dem etwas anderen Gehäuse. Preis ist auch ungefähr gleich.


    Ich kann dir nicht sagen ob NEC die gleichen Displays verbaut. Was mich aber am Kauf des LCD225WNX gehindert hat war der fehlende HDCP Support am DVI Anschluss. Der EA221WM unterstützt HDCP.


    grüße

  • Ah, das mit dem HDCP-Support ist mir in der Fülle der Details entgangen. :)


    Danke für das Nachtesten. Dass ein TFT immer gewisse Schlieren zieht, ist klar. Besonders bei den Tests auf der Seite. Aber das ist ja auch ok. Wie gesagt, hab ich grade nen alten TFT und der hat realistisch gesehen so um die 25ms und ich hab keine Probleme in irgendwelchen Spielen. Wenn man wirklich drauf schaut, sieht man zwar manchmal Schlieren bei richtig harten Kontrasten, aber dafür hat man eh keine Zeit.


    Ich hab noch ein wenig weiter geforscht und mir ist der Viewsonic VP2250wb aufgefallen. Das scheint auch ein ganz gutes Gerät zu sein. Prad hat den sogar getestet. Leider fehlen ihm die Einstellungen zum Interpolationsverhalten. Aber wenn das der Treiber kann, stört das nicht wirklich, oder?


    Trotzdem bliebt der NEC erstmal mein Favorit. Nun heißts warten auf nen Test... :/


    Gruß,
    jbJOGI

  • Was mir grade noch einfällt:
    Hat der Monitor so Späße wie automatische Anpassung der Farben, oder ähnlichen Müll? Und wenn ja, lässt es sich abschalten?
    Das ist ein Punkt, der mit dem nicht abschaltbaren dynamischen Kontrast viele Monitore für mich unbrauchbar gemacht hat. Ich bin zwar kein Grafiker, aber ab und zu werden Bilder bearbeitet und das geht nicht, wenn der Bildschrim seine Farben ändert...

  • Wow. erst einmal danke für den etwas kurzen aber ausreichend aussagekräftigen Erfahrungsbericht. Endlich traut sich mal jemand, das Gerät zu kaufen und seine Meinung zu verbreiten. Wochenlang habe ich nach Berichten zu dem Monitor gesucht und bin, abgesehen von dem kurzen und kaum hilfreichen Testchen bei Chip, nicht fündig geworden. Ich fing schon an zu glauben, dass die Fachwelt die Existenz eines NEC mit TN-Panel leugnen will. Ein NEC mit TN-Panel? Nein, das darf nicht sein, das darf es nicht geben und wir reden auch nicht drüber! Danke nochmal, dass du Beweis angetreten hast, dass es den Monitor wirklich gibt, und dass du deine Eindrücke mit uns teilst.


    Zum leicht bescheuerten Test von Chip und der Abwertung wegen dem angeblich zu trägen Display: Es gab mal eine Zeit, in der alle aus dem Häuschen waren, wenn ein Gerät 20ms geschafft hat. Es gab mal eine Zeit, in der 20ms das Nonplusultra für Spieler waren. Und jetzt sollen 12ms zu langsam sein? Ohne von mir auf andere schließen zu wollen behaupte ich, dass ein aktuelles TN-Panel für 98% aller Spieler ausreichend schnell sein sollte, ganz egal ob 2 oder 12ms drauf stehen.


    Mein erster TFT war mit 25ms angegeben und galt als Spitzengerät für Spieler. Gemessen habe ich Werte zwischen 30 und 40ms. Schlieren habe ich dennoch keine gesehen. Von daher schrecken mich diese 12ms nicht ab. Viel wichtiger ist, dass das Gerät ohne Overdrive auskommt. Nichts ist schlimmer als ein unsauber funktionierendes Overdrive. Habt ihr mal Assassin's Creed an einem TFT mit verhunzten Overdrive gespielt? In den Ladesequenzen (in denen man die Spielfigur durch eine Art Raum mit vielen Blauschattierungen steuert) kriegt man regelrecht Augenkrebs weil jede einzelne Schattierung ihren eigenen "Ghosting-Schleier" nach sich zieht.


    Ansonsten kann ich nur nochmal für den Erfahrungsbericht danken. Wahrscheinlich werde ich mir auch den NEC holen. Bisher fehlten mir nur einige wenige aussagekräftige Meinungen. Dass das Gehäuse nicht einfach nur mattschwarz ist, ist ein unerwarteter Pluspunkt. Ich kann dem Klavierlack-Wahn, der momentan um sich greift, auch nichts abgewinnen. Aber ein bisschen mehr als einfach nur schwarz ist auch nie verkehrt. Zu guter Letzt würde mich, genau wie Jogi, noch interessieren, wie sich die Farbsteuerung des Monitors verhält. Ich hoffe, der Monitor lässt sich zumindest so einstellen, dass er nicht selber ständig die Farben nachreguliert.

  • Zitat

    Original von Rarehero
    Es gab mal eine Zeit, in der alle aus dem Häuschen waren, wenn ein Gerät 20ms geschafft hat. Es gab mal eine Zeit, in der 20ms das Nonplusultra für Spieler waren. Und jetzt sollen 12ms zu langsam sein? Ohne von mir auf andere schließen zu wollen behaupte ich, dass ein aktuelles TN-Panel für 98% aller Spieler ausreichend schnell sein sollte, ganz egal ob 2 oder 12ms drauf stehen.


    Mein erster TFT war mit 25ms angegeben und galt als Spitzengerät für Spieler. Gemessen habe ich Werte zwischen 30 und 40ms. Schlieren habe ich dennoch keine gesehen. Von daher schrecken mich diese 12ms nicht ab. Viel wichtiger ist, dass das Gerät ohne Overdrive auskommt.


    Vollkommen richtig. Dieser NEC ist nun mein 4ter TFT. Mein erster war ein Iiyama 15" mit 25ms, dann ein Samsung 172x 12ms, dann der LG und nun der NEC. Immer wurde das Bild besser, zocken konnte ich mit allen Monitoren, wobei der LG hier am schlechtesten abschnitt.


    Zitat

    Original von RareheroIch kann dem Klavierlack-Wahn, der momentan um sich greift, auch nichts abgewinnen


    du sprichst mir aus der Seele! Auch beim Fernseherkauf hatte ich das Problem das echt 80% der Geräte diesen Klavierlack Look hatten...... für mich hat das überhaupt nichts mit edel oder so zu tun...


    So genug ausgeschweift. Ich bin mir nicht sicher was ihr mit automatischer Farbnachjustiereung meint. Kontrast ist fix.. Irgendwelche spontanen Farbänderungen konnte ich nicht ausmachen. Ich will aber noch erwähnen das man im OSD die RGB Kanäle einzeln nachjustieren kann (Bild dazu im Anhang). Ich benutze immernoch das Orginalfarben Setting. Kp wenn ich da anfange rumzuspielen wird das Bild immer nur schlechter :P


    Ich finde der NEC hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Mir kommt es so vor als würde er in der Flut von Samsung und LG Monitoren einfach untergehen. Schade eigentlich. Würde mir sehr einen PRAD Test wünschen, die können besser messen, dann gäb es echte Vergleiche!


    mfg

  • Der Monitor ist für einen 22-Zöller schon recht teuer, wobei man freilich einen fast perfekten 22er mit TN-Pamel erhält. Die meisten Kunden schielen in der Preisklasse aber schon in Richtung 24 Zoll. Das die meisten 24 Zöller in der Preisklasse nicht bei Weitem nicht an die Ausstattung des NEC ran kommen, wird dabei kaum wahrgenommen. Mit anderen Worten: Der NEC wird wohl kaum auf Interesse bei den Käufern treffen. Dem passt sich die Fachpresse, und damit auch PRAD, an und testet eher den neusten superkrassgeilen 2ms-Overdrive-Klavierlackplastikbomber und weniger die Geheimtipps für die anspruchsvollere Klientel. Dass PRAD vor nicht allzu langer Zeit den Chimei CMV 222H darf da beinahe als bemerkenswert angesehen werden.


    Das soll keine Kritik an PRAD&Co. sein. Die Redaktionen müssen sich natürlich auch nach den Interessen der Zielgruppen richten. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und so hoffe ich darauf, dass PRAD den EA221WM doch noch mit einem Testbericht würdigt.


    Zurück zur Farbjustierung. Viele Hersteller statten ihre Monitore mit Funktionen aus, die Kontrast und Helligkeit dynamisch dem aktuellen Geschehen auf dem Bildschirm anpasst. Bei Samsung heisst ein solches Feature bspw. Magic Color. Klingt in der Theorie ganz nett und kann auf dem ersten Blick auch ganz nett aussehen, stellt sich in der Praxis aber als nervtötendes Feature heraus. Es nervt bspw. in Spielen und Filmen, wenn das Bild permanent aufgehellt und abgedunkelt wird. Und für die bildbearbeitung ist es natürlich auch Gift, wenn der Montor ständig in das Farbmanagement eingreift. Normalerweise kann man solche Features aber abschalten. Von daher wäre es nicht schlimm, wenn auch NEC bei diesem Monitor ein solches Feature anbietet.

  • so, ich habe mich jetzt mal entschlossen den nec zu kaufen, auch wenn ich nur eine usermeinung (nämlich deine) gelesen habe. nec ist ja generell eine sehr gute firma mit viel erfahrung, ich denke ich kann es wagen.


    wenn er mir nicht gefällt, werde ich vom fernabsatzgesetz gebrauch machen, aber wenn überhaupt denke ich wegen der haptik und optik, die ist mir zu puristisch. am besten gefällt mir persönlich das design der hp's (w2207h etc., aber glare panels sind nicht mein ding, spiegeln mir zu stark), die ergonomie ist da top und sieht edel aus, hoffe, dass der nec hier mithalten kann.


    richtig klasse fände ich von dir, wenn du ein bild in der tiefsten position des monitors machen könntest. :)


    Mfg
    Phil

    Du kennst deine Grenzen. Es wird Zeit, sie zu überwinden.

  • Hier mal ein paar Fotos von der weißen Version des Monitors.


    jeweils eins in der niedrigsten Position (horizontal/vertikal) und ein in der höchsten horizontalen + zwei von der Seite.



    Zum Bild selbst kann ich nur sagen, dass er im Kontrast und in den Farben nicht an meinen CRT (Viewsonic P95f) rankommt. Besonders beim Vergleich von weißen Flächen und Grauverläufen (wie z.B. Schnee und Wolken/Himmel).
    Subjektiv finde ich die Farben zu ausgewaschen ("Grauschleiermäßig").


    Die Blickwinkel wirken auf mich auch nicht besonders groß, helle Flächen von der Seite betrachtet ziehen schnell ins Gelbe.


    Der Monitor besitzt zudem noch einen sogenannten "DV Mode", dieser bietet die Optionen "Film", "Foto", "Text", ...
    Stellt man den Monitor hier z.B. auf "Foto" ein, so wird das Bild bei jedem neuen Foto/Bildschirminhalt (durchblättern der Fotosammlung) nachreguliert dies geschieht aber erst ca. 1,5 Sekunden nach dem Wechsel des Bildschirminhalts. Man kann diesen Effekt mit einem Fotobetrachter wie z.B. dem "Faststone Image Viewer" sehenm wenn man hier im Vollbild einen zusätzlichen Glättungsfilter verwendet der das nächte Foto nicht vorberechnet. (wahrscheinlich ausreichend langsame CPU vorrausgesetzt :D)
    Im Klartext schon ein ziemlicher Minuspunkt in dieser Hinsicht.
    Im "DV Mode" Standard ist diese Nachregulierung zwar ausgeschaltet aber die Fotos sehen nicht so "knackig" aus.


    Ausleuchtung ist auch nicht ganz einheitlich, ist mir aber während des Arbeitens nicht negativ aufgefallen.



    Zu meinem Sichtempfinden muss ich noch sagen, dass das hier mein erster TFT mit TN Panel ist. Bin hier eigentlich an einen Eizo FlexScan S2431WH-GY gewöhnt. Als ich den Eizo mit einem CRT verglichen habe, war der Eizo sowohl in Kontrast und Farbe um längen besser als mein CRT.
    Hierraus resultieren dann wohl auch meine Ansprüche/Vorstellungen von einem TFT.
    Aber ich denke jemand der nicht so stark auf grafische Details achtet und den Monitor für Office Anwendungen/Programmierung nutzt könnte hier glücklich werden.



    Die Verarbeitung ist super und auch die Gehäuse Ergonomie muss sich nicht verstecken. In dieser Hinsicht finde ich den Eizo (normaler Standfuss nicht Easy Stand Up) auch nicht besser, eher den Nec da er sich tiefer absenken lässt und mir die weiße Gehäuse Farbe ziemlich gefällt. Zudem lässt er sich wunderbar drehen.


    Wäre super wenn NEC diesen Monitortyp mit PVA bringen würde vielleicht auch noch mit LED Backligt. :D


    Grüße...

  • Als Ergänzung:
    Mein Monitor ist zurückgegangen, da mir der Kontrast besonders die Sättigung und die Blickwinkel einfach zu schwach vorgekommen sind. (Habe für mich alles aus den Einstellmöglichkeiten rausgeholt aber da ändert sich kaum etwas)


    Werde mal abwarten was vom Samsung 2243EW berichtet wird wenn er raus ist, scheint mir dem NEC Konzept sehr zu ähneln.


    Ansonsten tendiere ich doch wieder zu einem Eizo (die bezahlbare PVA Variante von HP scheidet für mich aus, da öfter von Geräuschen im Betrieb berichtet wird).


    Grüße 8)

  • ... hatte den Monitor letzte Woche hier. Zuvor hatte ich den HP LP2275w, der leider unangenehme Geräusche gemacht hat.


    Die Farben des NEC waren mir auch zu ausgewaschen beim, darum ging er zurück. An den Einstellungen rumspielen hat nix gebracht. Weiterer Punkt war die Blickwinkelabhängigkeit, aber dass ein TN nicht mit dem PVA von HP mithalten kann war irgendwie klar. Nur mir war nicht klar wie groß der Unterschied doch ist.


    Ansonsten war der Monitor echt gut verarbeitet, keine Pixelfehler, guter Standfuß, ansprechendes Gehäusedesign.


    Ich habe jetzt den Dell 2209WA mit IPS-Panel und bin super zurfrieden. Kostet ca. 100 EUR mehr (340 EUR) als der NEC, aber der Aufpreis lohnt sich meiner Meinung nach.