Asus VS229H: Elegantes Design besticht durch chromfarbene Akzente

  • Der Test des Asus VS229H steht als Preview zur Verfügung. Der Test ist ab dem 13.02.2012 frei verfügbar. Alle Fragen zum Monitor und zum Test selbst können innerhalb dieses Themas gestellt werden. Der Testredakteur versucht alle Fragen schnellstmöglich zu beantworten.



    Asus VS229H im Test (Bild: Asus)


    Weiterführende Links zum Thema


    Testbericht Asus VS229H


    Datenblatt


    Asus VS229H bei Amazon kaufen

  • Danke für den Testbericht. Ich bin auf der Suche nach einem 22" mit sehr gutem Display (office+spiele) und der Asus scheint mir zu passen, habe eineige Fragen dazu:


    1. Wo ist denn der Unterschied zum ML229H? Ich konnte irgendwie keine Informationen zum Unterschied von ML zur VS Serie finden, eventuell könnten Sie etwas Licht ins Dunkel bringen?


    Was für mich in den Testberichten immer schwer abzuschätzen ist ist die Bildqualität hinsichtlich Schwarzbild und Lichthöfe etc.


    Folgende Fragen hierzu:


    "Schwächen zeigt der VS229H bei der gleichmäßigen Ausleuchtung eines Schwarzbildes. In einem abgedunkelten Raum sind grüne Farbsäume in der rechten und besonders in der linken unteren Ecke erkennbar [...] Auch die oberen Ecken weisen Lichthöfe auf. Bei längerer Belichtungszeit ist eine deutliche Wolkenbildung mit Farbschimmer erkennbar. "


    2. Wie wichtig ist denn die "längere Belichtungszeit" - hier sind ja wirklich deutliche "Wolken" zu sehen, aber das ist ja in der menschlichen Wahrnehmung nicht von Bedeutung?


    3. Was ich mich auch immer frage: woher kommen denn diese Farbsäume in den Ecken, durch was werden diese verursacht und warum hält sie der Hersteller für hinnehmbar?


    "Bei frontaler Ansicht [...] nur in den mittleren Bildbereichen ein dunkles Schwarz, seitlich betrachtet hellt sich der Schwarzwert leicht auf und erhält im unteren Drittel eine violette Verfärbung."


    4. Na danke: violette Verfärbung bei seitlicher Betrachtung. Was heisst denn seitliche Betrachtung? Wenn zwei Personen am Bildschirm sitzen oder drei? Also für einen Einzelplatz von keinerlei Bedeutung?


    5. Ich weiss zwar, dass meine Fragen bzgl. der Bildqualität immer sehr subjektiv zu beantworten sind, habe aber noch eine allgemeine Frage bzgl. des IPS-Glitzerns: Ich arbeite im Moment an einem Iiyama E481S mit S-IPS-Panel (2004), gabs es da das "Glitzern" auch schon oder erst bei den neueren Panels?


    Gruß,
    Dennis


    P.S.:
    6. Den VS228H gibts ja auch. Scheint mir sogar bessere Bewertungen (diverse Foren, Amazon, etc.) zu haben als der VS229, wo ist denn hier der Unterschied?
    ah ich seh schon der VS229 hat ein IPS-Panel, der 228 nicht.

  • Hallo Denis,



    1. Asus bietet derzeit auch den ML228H an, der ein TN-Panel und daher auch schnelle Reaktionszeiten aufweist (laut Asus 2ms), die für reaktionsschnelle Spiele sicherlich von Vorteil sind. Der VS229H besitzt demgegenüber ein IPS-Panel mit moderaten Reaktionszeiten, die aber durchaus noch spieletauglich sind.


    2. Das erste Schwarzbild zeigt den Monitor so, wie wir ihn in einem abgedunkelten Raum wahrgenommen haben. Den Grünstich am unteren Rand konnte man auch beim Hochfahren des Rechners in einem normal beleuchteten Raum so wahrnehmen. Bei einem normalen Hintergrundbild fällt dies nicht mehr auf. Das überbelichtete Schwarzbild ist eher für Grafiker interessant, die auf farbkritisches Arbeiten achten müssen und daher auf eine möglichst homogene Arbeitsfläche Wert legen. Schließlich zählt dort nicht das Bild auf dem Monitor, sondern das Resultat aus der Druckerei, das auf der Grundlage des Monitorbildes angefertigt worden ist.


    3. Das kann mehrere Ursachen haben: Ein HD-Panel weist rund 2 Mio. Pixel auf, die elektrisch angesteuert werden. Dabei unterliegen alle Komponenten einer gewissen Serienstreuung und das kann so bei gleichem Eingangssignal zu unterschiedlichen Resultaten führen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere elektrische Komponenten (Netzteil, Schalter, Regler, Leitungen) am und im Monitor, die auch zu einer ungewollten Beeinflussung des Signals führen können. Nun liegt es am Hersteller und an dem Thema Preis und Kosten, inwieweit er diese Streuungen durch aufwendigere Qualitätskontrollen oder durch verbesserte Produktionsbedingungen optimiert. Bei einem Monitor für 900€ wird sicherlich mehr Aufwand betrieben als bei einem Modell für 150€.


    4. Die violette Verfärbung bezieht sich weitgehend nur auf den Schwarzwert und auf schräge Einblickwinkel. Die leichte Aufhellung des Schwarzwertes ist wiederum eher für Grafiker interessant. Das Blickwinkelfoto zeigt ja sehr deutlich, dass man selbst bei extremen Blickwinkeln ein sehr gutes Bild erhält. Das ist sehr farbneutral und um ein vielfaches besser als das was ein TN-Panel leistet.


    5. Deine Befürchtung beim VS229H auf einem Monitor mit IPS-Glitzern zu treffen, kann ich nicht teilen. Er hat ein mattes Display, nicht eine glitzernde oder gar spiegelnde Oberfläche, die für mehr Brillanz sorgen soll.


    Gruß, Dieter

  • Danke für die Antworten, ich habe mir den Asus nun bestellt und bin mal gespannt auf einen Vergleich zu meinem alten Monitor. Danke für die Testberichte!


    Nochmal IPS-Glitzern: ach, das bezieht sich nur auf spiegelnde Displays, d.h. bei matten Displays gibts das gar nicht?

  • Glitzernde Displays haben eine Oberflächenbeschichtung, die zwischen matten und spiegelnden Beschichtungen liegt. Sie soll bei matten Displays für lebendigere Farben sorgen. Es handelt sich also nicht unbedingt um einen IPS-Glitzereffekt. Andere Panels können dieses Glitzern auch aufweisen. Meist wird dieses Feature von den Herstellern beworben, wenn sie von "X-Brite" oder von "Opticlear" sprechen.

  • so. habe gestern meinen Asus bekommen. Passt alles so wie ihr es beschrieben habt, danke nochmal. Insbesondere die Werkseinstellung blendet einen ja wie Fernlicht, einfach Irrsinn. In dieser Einstellung sieht man auch das "IPS-Glitzern"/AG-Coating besonders stark (ich meine hier, dass eine z.B. weiße Fläche nicht homogen weiß sondern minimal etwas verwaschener ist), mein Auge hat sich dadrauf gleich "festgebissen" und laufend versucht, dies scharfzustellen ;-)
    Allerdings kann ja in dieser Blendeinstellung kein Mensch arbeiten, also umgeschaltet auf sRGB und alles ist wieder schön. Im Vergleich zu meinem nebenstehenden Iiyama E481s ist dieses "Verwaschene" bei sehr genauem Hinsehen (Auge klebt am Monitor) jetzt genauso - hatte ich also auch damals schon und bin ich also schon seit Jahren gewohnt und kein Problem.


    Zu der Ausleuchtung und Lichthöfe: genauso wie ihr beschrieben habt - nur bei abgedunkeltem Raum und völligem Schwarzbild (das mit dem lila konnte ich nicht so finden): jetzt erst "verstehe" ich auch die geposteten Testberichtbilder. Als Verbesserungsvorschlag würde ich hier empfehlen, zusätzlich statt einem völlig schwarzem Bild eins mit einem farbigen, mittigen Logo als Testbild herzunehmen - dann kann man nämlich auch selber zuhause die umgebene Raumhelligkeit und die Lichthöfe besser einschätzen finde ich (kam ich auf die Idee, als ein andere Testuser bei dem anderen Asus dies als Testbild gepostet hat). Geht natürlich nur dort, wo in der Mitte des Bildes keine Lichthöfe zu finden sind ;-)


    Heftig finde ich allerdings die FullHd-Auflösung bei 21.5" - da sind die gewohnten Schriftgrößen nun etwas kleiner (er ist ja auch über 1cm in der Höhe kleiner als mein 19"/4:3, bei etwa gleicher Y-Auflösung). Ob mir das so zusagt, bin ich mir nicht so sicher. Alternativ werde ich mir mal einen 23" zur Gemüte führen, da ist aber natürlich wieder die Frage, welcher (oh mein Gott, nicht schon wieder tausende Testberichte/Forenbeiträge lesen...), Eizo Foris FS2332-BK (zu teuer), Asus PA238Q (oh diese miese ausleuchtung mal wieder) oder Dell U2312HM (gemischte Gefühle beim Spielen).


    Danke nochmal für den wirklich passenden Test.

  • Danke für deine Rückmeldung und für deinen Hinweis auf das User-Testbild. Allerdings kann ich dabei nicht einschätzen, ob das dortige Bild nun mehr dem linken oder dem rechten Bild unseres Testverfahrens entspricht. Dafür müsste man das dargestellte Bild selbst genauer kennen. Ob es sich dabei um eine gravierende Serienstreuung handelt, können wir natürlich nicht anhand eines getesteten Monitors bewerten. Hierzu ist natürlich das Feedback von mehreren Usern hilfreich.


    FullHD auf 21.5Zoll lässt die Schrift natürlich etwas kleiner wirken, wenn man Monitore mit größeren Pixeln gewohnt ist. Da dir der Asus VS229H gut gefallen hat, ist vielleicht ja folgender Hinweis interessant für dich:


    Mit dem Asus VS239H haben wir soeben den größeren Bruder des VS229H getestest, der ein 23 Zoll großes Display aufweist und zu einem interessanten Preis von rund 165€ zu erwerben ist. Er punktet mit einer besseren Helligkeitsverteilung und einer etwas gleichmäßigeren Ausleuchtung. Allerdings haben sich dafür seine Reaktionszeiten etwas verlangsamt. Der Test wird in Kürze als Preview erscheinen.

  • Hallo,


    danke für den ausführlichen Testbericht. Ich habe den Monitor daraufhin gekauft und bin sehr zufrieden.
    Welchen Modus haben die Tester unter 'Splendid' eingestellt, um den Monitor zu kalibrieren. Ich habe zwar nur den Spyder2PRO aber die Einstellung dürfte ja dieselbe sein.


    Grüße
    Klaus

  • Hallo luxikon,


    der Asus VS229H hat auch bei uns einen wirklich guten Eindruck hinterlassen. Für die Kalibrierung haben wir im Splendid-Menü die Option Standard gewählt. Im sRGB-Modus des Monitors lässt sich die Helligkeit nicht auf den Zielwert von 140cd/m² einstellen. Ein positiver Nebeneffekt besteht bei diesem Modell auch darin, dass wir mit der Kalibrierung einen höheren Kontrast erzielt haben. So haben wir mit der Kalibierung einen sehr gutes Kontrastverhältnis von 1242:1 erzielt, während der sRGB-Modus des Asus einen Kontrastwert von 861:1 lieferte.


    Grüße
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    danke für Deine Antwort.


    Ich kalibriere zum ersten Mal einen Monitor, deshalb bin ich mit der Methode noch nicht vertraut. Im PDF Teil des Testberichts Colorimetric Report Page (5/5) heißt es unter Device adjustments: Brightness 47. In Deiner Antwort gibst Du den Zielwert für die Helligkeit mit 140 cd/m² an.
    Muss ich die Werte, die unter Device adjustments angegeben sind (Brightness 47, Contrast 80 und RGB 99 96 100) selbst eingeben oder sind das die Werte nach der Kalibrierung? Woher kommen die 140 cd/m²?


    Kurz: ich weiß nicht, welche Werte ich einstellen muss und welche sich aus dem Kalibriervorgang ergeben.


    Beste Grüße
    Klaus

  • Hallo Klaus,


    das Kalibrieren eines Monitors beinhaltet zwei Vorgänge, die zugleich ablaufen. Das Kolorimeter vermisst von der Software vorgegebene Farbwerte und gibt dem Nutzer an, wie er die Helligkeit seines Monitors und wie er die einzelnen Farbkanäle einstellen muss, damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann. Dabei wird der Farbraum auf eine gleichmäßige Darstellung von Grauwerten hin linearisiert. Am Ende unseres Tests hatten wir am Asus VS229H die Werte Brightness 47, Contrast 80 und RGB 99 96 100 eingestellt. Gestartet wird in der Regel mit der Werksteinstellung und einer reduzierten Helligkeit, die der Norm des RGB-Farbraums entspricht. Diese von Hewlett Packard und Microsoft festgelegte Norm von 1996 beinhaltet, dass der Monitor einen Gamma-Wert von 2.2, einen Weißpunkt von 6500K aufweisen soll. Das sind die Vorgaben, an denen sich die Software und das Kolorimeter orientieren. Dabei wird meist eine Helligkeit von 120 oder von 140 cd/m² angestrebt. Wir halten 140 cd/m² für etwas augenfreundlicher. Um diese Vorgaben optimal zu erfüllen, weist die Software also den Nutzer an, wie er den Monitor am besten im OSD-Menü zu kalibrieren hat. Die Software selbst erstellt anschließend ein Profil, das vom Betriebssystem verwendet wird.


    Herzliche Grüße,
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    danke für Deine ausführliche Erklärung. Ich habe mein System dank Deiner Hilfe jetzt kalibriert. Der Unterschied zwischen vorher und nachher ist beachtlich.


    Beste Grüße


    Klaus