LG 24EB23PY-W: Schneller 24 Zoll Monitor mit hoher sRGB Farbraumabdeckung (Prad.de)

  • Der Test des 24 Zoll Monitors LG 24EB23PY-W ist ab sofort als Preview verfügbar. Alle Fragen zum Testbericht und natürlich auch zum LG 24EB23PY-W können innerhalb dieses Themas gestellt werden. Der Testredakteur versucht alle Fragen schnellstmöglich zu beantworten.



    Im Test: LG 24EB23PY-W (Bild: LG)



    Weiterführende Links zum Thema


    Test LG 24EB23PY-W


    Datenblatt


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  • Hallo,


    danke für den interessanten Testbereicht zum LG 24EB23PY.


    Ich hätte noch einige Fragen dazu:


    1. In dem Testbericht ist von wabenförmigen Mustern die Rede, die beim Blick von rechts aus einem gewissen Abstand zum Display auftreten sollen. Wie praxisrelevant ist das, wenn man vor dem Display sitzt und arbeitet (also nicht von der Seite schaut)? Sieht man das dann gar nicht? Wäre es möglich ein Bild von dem Phänomen zu erstellen?


    2. Graustufendarstellung: Im Werkszustand wird ja die Darstellung der Graustufen bemängelt - insbesondere die Beschneidung im dunklen Bereich. Wird das durch die Kalibrierung&Profilierung besser? Ich weiß den Satz im Abschnitt zur Kalibrierung "Die Gammakurve ist jetzt glatt, die Abweichungen bei den Graustufen sind vielfach kleiner geworden." noch nicht eindeutig zu interpretieren.


    3. Können Sie einen Vergleich der Bildqualität zum Dell U2413 anstellen? Und zwar unter den Voraussetzungen, dass ein Kalibriergerät vorhanden ist (in meinem Fall ein Xrite Colormunki Display) und der erweiterte Farbraum des Dells nicht benötigt wird. Wenn man den LG kalibriert und zur Bildbearbeitung nur in sRGB nutzt, bietet dann der Dell U2413 (oder anderere teurere Monitore) eine sichbar bessere Bildqualität oder ist der Unterschied bei Beschränkung auf sRGB vernachlässigbar?


    Vielen Dank und schöne Grüße,


    Timo

  • Ich dachte, die Sucherei ist beendet.
    Schade, der Preis ist nicht schlecht.


    Mit den wabenförmigen Mustern hätte ich, falls das im Normalfall nicht auffällt,
    vielleicht noch klarkommen können.


    Aber das PWM Problem kann ich nicht brauchen.


    Also geht es jetzt doch wieder Richtung Asus PB248Q, oder Dell U2413.


    Eigentlich hatte ich schon den Eizo EV2436WFS auserkoren.
    Da gibt mir aber wiederum die aggressive Entspiegelung zu denken.


    Irgendwie findet man aber auch bei jedem Monitor eine Schwachstelle :-(.


    Gruß
    zorablue

  • Aber das PWM Problem kann ich nicht brauchen.

    Welches PWM-Problem? In dem Testbericht steht doch nur, dass PWM verwendet wird, aber nicht, dass es besonders auffällig ist. Ich persönlich habe noch keine Erfahrung mit LED-Monitoren gemacht, aber ich werde es erst mal auf einen Versuch ankommen lassen. Ich weiß bisher nur, dass ich empfindlich auf zu hohe Helligkeit reagiere, wenn ich lange am Bildschirm sitze. Aus dem Grund scheidet der ASUS für mich auch aus. 100cd/m² ist für mich zu Hause bei meiner Raumbeleuchtung das absolute Maximum.


    Gruß,


    Timo

  • ""Backlight


    Die Hintergrundbeleuchtung des 24EB23PY-W arbeitet mit White LED. Für die Helligkeitsregelung wird die PWM-Technik eingesetzt.


    Nur bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Sobald abgeregelt wird, entsteht die PWM-typische Taktung. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) messen wir die Schaltfrequenz mit 240 Hz, die Tastrate beträgt 46 Prozent. Bei besonders empfindlichen Betrachtern kann daher Backlight-Flimmern auftreten.""


    Da ich häufig mit brennenden Augen bei längerer Bildschirmarbeit zu kämpfen habe, will ich mich erst gar nicht der PWM Problematik aussetzen.
    Ich weiß zwar nicht, ob ich besonders empfindlich darauf reagiere, oder ob bei mir andere Ursachen eine Rolle spielen, aber was ich von vornherein
    ausschließen kann, will ich auch tun.


    Ich bin ganz gspannt auf den Testbericht vom BenQ 24 L BL2411PTLED. Der wird ja als flimmerfrei beworben.
    Ansonsten tendiere ich zum Asus PB248Q oder Dell 2413. Die regeln ja erst ab <20 mit PWM.


    Solltest du dich für den LG entscheiden, wäre es schön, wenn du uns deine Erfahrungen mitteilst.


    Gruß
    zorablue

  • Ich hatte den Abschnitt zu PWM schon gelesen. Nur weiß ich eben nicht, ob ich da besonders empfindlich bin. Ich werde es einfach ausprobieren müssen. Ich habe den Monitor jetzt einfach mal geordert und werde ihn mal unter die Lupe nehmen - dazu gehört dann insbesondere ein Vergleich zu meinen bisherigen Eizo-Monitoren S1931 und S1921. Ich bin sehr gespannt, wie sich der LG schlagen wird. Bezüglich Farbraumabdeckung, Ausleuchtung und Homogenität in kalibriertem Zustand scheint er sich ja gut zu machen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, denn ein paar Punkte sind für mich noch schwer einzuschätzen:


    1) Ich weiß mittlerweile dass der LG ein 6bit-Panel mit Hi-FRC nutzt (die Info fand ich zufällig in einem schwedischen Forum - das Panel ist dieses hier). Es scheint eine neuere Revision des Panels zu sein, das auch im Dell U2412M verbaut ist. Dabei interessiert mich als Hobbyfotograf natürlich, ob es dabei in der Praxis zu sichtbarem Dithering oder Banding kommt.


    2) Auch die Graustufendarstellung werde ich mir mal ansehen müssen: Die war ja zumidnest im Werkszustand im Prad-Test schon nicht optimal. Und auch in der aktuellen c't wird ein leichter Farbstich bei der Graustufendarstellung bemängelt. Mich interessiert da natürlich, wie das im kalibrierten Zustand ist. Ein Colorimeter habe ich ja, wie schon erwähnt.


    3) PWM: Da habe ich schon einiges drüber gelesen. Aber man liest ja viel im Netz. Daher möchte ich es einfach auf einen Versuch ankommen lassen. Einmal einen ganzes Wochenende damit arbeiten und sehen, ob ich davon etwas merke.


    Ich bin gespannt, wie sich der LG im Vergleich zu meinen beiden Eizos schlagen wird. Ich kann ehrlich gesagt noch nicht so recht einschätzen, wie groß der Unterschied zwischen dem günstigen LG und zum Beispiel dem fast doppelt so teuren Eizo EV2436W in der Praxis ist. Daher habe ich mir vorgenommen, den LG anhand von Testgrafiken und großen Prints mit meinen alten Eizos zu vergleichen. Wenn ich merke, er ist sichtbar schlechter als die Eizos, geht er zurück und ich investiere halt etwas mehr in einen Eizo EV2436E oder Dell U2413 (am Dell scheiden sich ja die Geister - daher vielleicht eher der Eizo). Aber wenn ich feststellen sollte, dass ich keinen bedeutenden Unterschied zwischen meinem alten Eizo und dem neuen LG feststellen kann, insbesondere beim Vergleich mit Prints, dann gebe ich die gesparten 200€ natürlich gerne für etwas anderes aus.


    Schöne Grüße,


    Timo

  • Ach, ich hab mir gerade nochmal den Test des Eizo-Monitors (Eizo EV2436WFS-BK) angeschaut und dabei viel mir auf, dass der Eizo ja sogar das gleiche Panel verwendet. Wahrscheinlich eine ältere Revision, aber ebenfalls 6bit+FRC. Das würde ja dafür sprechen, dass zwischen der Leistung des EIZO EV2435WFS und des LG zumindest keine Welten liegen dürften, aber wenn es sicher noch interessant wäre zu wissen, was für Elektronik sonst so in dem LG steckt (z.B. LUT)...

  • Also, der Monitor ist heute angekommen. Auch wenn ich ihn jetzt natürlich noch nicht ausführlich unter die Lupe nehmen könnte, kann ich hier schon mal meine ersten Eindrücke schildern:


    1) Haptisch kann der LG dem Eizo nicht das Wasser reichen. Der Eizo schwingt nicht so sehr nach, wenn ich am Monitor oder Tisch wackle. Allerdings ist die Stabilität durchaus in Ordnung. Man muss also nicht befürchten einen Wackeldackel zu kaufen.


    2) Die Werkskalibrierung ist natürlich für Bildbearbeitung nur bedingt geeignet. Nicht total schlecht, aber für den amibitionierten Hobbyfotografen nicht optimal. Im Werkszustand ist Banding in dunklen Bereichen bei entsprechenden Verläufen auch erkennbar und ausgeprägter als bei meinem alten Eizo S1931.


    3) Ich habe den Monitor natürlich nach einer gewissen Aufwärmphase kalibriert und profiliert. Dabei habe ich verschiedene Einstellungen durchprobiert. Die besten - und in meinen Augen sogar deutlich besser als erhofften - Ergebnisse habe ich mit DispcalGUI und ArcgyllCMS und dem Profil Photo erzielt. Der Vorgang dauert dann zwar sehr lange (50min), aber das Ergebnis ist etwas besser mit der einfachen automatischen Kalibrierung über die Xrite-Software.
    Die Einstellungen waren bei mir wie folgt: Zielleuchtdichte 90cd/m², Farbtemperatur 6500k, Gamma 2,2. Am Monitor habe ich dafür die Helligkeit von 100 auf 8 reduziert. Die Farbregler habe ich von den Standartwerten 50 auf 49 (rot), 46 (grün) und 45 (blau) reduziert.


    Die Profilvalidierung zeigt erstaunlich gute Ergebnisse, die locker mit meinem Eizo mithalten können. Eine Übersicht der Ergebnisse ist angehängt:

    Die Ergebnisse sind ehrlich gesagt sogar besser als erhofft. Die Farbraumabdeckung gibt DispcalGUI mit etwa 99% an (ich glaube der exakte Wert war 98,7%).


    4) Der subjektive Bildeindruck nach der Kalibrierung ist sehr gut. Das Banding ist fast verschwunden. Beim Grünverlauf und in den Graustufen ist es im Dunklen Bereich bei genauen Hinsehen noch zu erkennen. Aber selbst mein Eizo ist nicht ganz frei von Banding. Dithering konnte ich nicht ausmachen. Der erste Vergleich mit Drucken ist auch gut.


    5) Alles perfekt? Nein, natürlich nicht. Zum einen bin ich mit dem Testen auch nur am Anfang. Zum anderen konnte ich bereits feststellen, dass die Schwarzdarstellung nicht ganz so gut wie beim Eizo ist. Zum einen ist der Schwarzwert des Eizo niedriger. Zum anderen kann ich beim LG trotz seiner guten Ausleuchtung zwei kleine Lichthöfe in den unteren Ecken ausmachen, die aber nur bei einheitlichen schwarzer Bildfläche auffallen. Bei realen Fotos fällt es mir nicht auf.


    Kurzum: Der erste Eindruck ist überaus positiv. Zur PWM kann ich noch nichts sagen. Auch konnte ich noch keine Waben erkennen oder Farbstick bei den Graustufen. Aber das werde icha uch noch alles genauer untersuchen. Morgen folgt dann auch ein ausführlicherer Vergleich mit Drucken tagsüber. Mal sehen.


    Schöne Grüße,


    Timo

  • Hallo,
    Ich hab eine Frage zu dem Bildschirm. Dieser ist doch mit einer 6bit+FRC LUT ausgestattet, ist es bei der Kalibrierung besser den groben Weißabgleich über die Farbregler des Monitors vorzunehmen oder alles nur über die Grafikkarte regeln?


    Viele Grüße,
    Steffi

  • Wie ich jetzt bereits öfters gelesen habe, soll bei einem Monitor mit 8Bit LUT oder weniger, der Weißpunkt nicht am Monitor eingestellt werden, um Banding nicht zu begünstigen. Da ich nicht weiß wie der LG 24EB23 mit 6bit+FRC LUT da einzuordnen ist, bin ich dahingehend verunsichert. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

  • Wo liegt das Problem? Probiere es mal über den Monitor und ob Banding auftritt siehst Du ja. Wenn das Banding zu stark sein sollte, dann lässt Du den Weißpunkt so wie er ist und die Korrektur wird in der Grafikkarte vorgenommen. In allen unseren Tests stellen wir den Weißpunkt im Monitor über die RGB Regler ein.