Monitor für Bildbearbeitung - ich bin schlicht etwas überfordert

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich mich nun schon einige Stunden durch das Netz gekämpft habe, wurde mir Prad.de empfohlen.
    Ich bin etwas zu unwissend was Monitore betrifft (leider), daher würde es mich echt freuen wenn mir hier jemand brauchbare Tipps und Hinweise geben kann.


    Wünsche ein den Monitor habe ich einige, nur leider steht da ein begrenztes Budget dagegen.


    Was suche ich?


    - Budget max. 300€
    - LED Monitor zur Bildbearbeitung (Photoshop + Bilder DSLR)
    - IPS Panel (best case)
    - 26 - 27 Zoll (best case)


    Wäre klasse wenn mir jemand hier etwas Hilfestellung leisten kann. Ich habe mich durch die "Kaufberatung" gekämpft und hab es aufgegeben, muss mir leider eingestehen...ich bin da etwas überfordert :(



    Vorab ein großes Danke und viele Grüße


    Jeay

  • Das geht nicht mit dem Budget. Bildbearbeitung in 27 Zoll fängt bei €1000 an, besserer Officemodelle liegen bei knapp
    €600, mit denen kann der Hobbyist auch mal seine Urlaubsbilder bearbeiten.


    Irgendwas an den Anforderungen müßte der Realität angepasst werden.

  • Danke für Deine Rückmeldung.


    Es gibt auch Menschen die behaupten Bildbearbeitung geht wenn nur über ein Apple Diplay oder ähnliches.


    Es geht um nice to have und um must have Wünsche. Das es da keine eierlegende Wollmilchsau gibt, ist mir schon bewusst.
    Doch bin ich mir eigenlich schon sicher, das es 23" oder 24" gibt, die den Farbraum manierlich bedienen können und auch was die andere Eckdaten betrifft zu empfehlen sind.


    Letzlich bin ich da für Ratschläge dankbar, es muss nicht 27" Zoll sein, aber zumindest was in 23" oder 24". Habe ich mich da eventl. auch nicht ganz klar ausgedrückt.


    Habe da inzwischen einen BenQ BL2411PT und einen iiyama XUB2790HS-B1 ausgegraben. Nur über die liest man reichlich, nur da fehlt es mir leider an Wissen.

    Das geht nicht mit dem Budget. Bildbearbeitung in 27 Zoll fängt bei €1000 an, besserer Officemodelle liegen bei knapp
    €600, mit denen kann der Hobbyist auch mal seine Urlaubsbilder bearbeiten.


    Irgendwas an den Anforderungen müßte der Realität angepasst werden.

  • Moinsen,


    ich habe mir gerade den Eizo EV2450 gekauft und bin sehr zufrieden. Der würde preislich passen (ab etwa 280 zu haben).


    Ich hab den Schirm hier schon in einigen Threads empfohlen, heute aber auch eine Rezension bei Amazon geschrieben, die meine Erfahrungen ganz gut zusammenfasst: Rezension; bei tft-central findest Du zudem einen Test: Test


    Grüße in den Abend...

  • Das geht nicht mit dem Budget. Bildbearbeitung in 27 Zoll fängt bei €1000 an, besserer Officemodelle liegen bei knapp
    €600, mit denen kann der Hobbyist auch mal seine Urlaubsbilder bearbeiten.


    Irgendwas an den Anforderungen müßte der Realität angepasst werden.

    Wie die Faust auf's Auge - nahezu lückenlos, allerdings würd ich "bessere Officemonitore" bissl ersetzen mit "Amateur Bildbearbeitung". Man kann schon mit nem 27xxH ausreichend akkurat arbeiten ;)



    Es gibt auch Menschen die behaupten Bildbearbeitung geht wenn nur über ein Apple Diplay oder ähnliches.

    Was dann wohl keine Designer sind. Im Cinema Display ist ein uraltes 1st Generation IPS Panel verbaut, dass in der ersten Revision des Dell u2711 auch verbaut wurde und zwar 2010 - für 3 Monate und dann wurde dieses durch eine verbesserte Version ersetzt, bis einige Monitore später das Panel im u2711 nochmals durch eine neuere Revision ersetzt wurde. Der schrottige Apple Monitor hingegen besitzt seit 2010 das gleiche schrottige 1st Gen IPS Panel mit unheimlich schlechter Elektronik und einer billigen wLED Hintergrundbeleuchtung,wohingegen bereits damals der u2711 eine überlegene, wenn auch alte Technik, CCFL Beleuchtung verwendet wurde.


    Im Klartext:
    Das Cinema Display kann kaum 94% sRGB abdecken dank der schrottigen wLED und ist dabei auch relativunpräzise mit starken Abweichungen im Rot.


    Der u2711 war einer der ersten mid-budget aRGB Monitore mit relativ geringer Farbabweichung und hat damals schon 400€ weniger gekostet als das Apple Schrottding.


    Das ACD kostet heute genauso viel wie 2010.


    Der Leihe nimmt allerdings ACD als hochwertiger auf, weil es keinerlei optische Verzerrung durch die glossy Scheibe aufweißt. Schwarz wirkt dunkler, Pixel schärfer.


    Das Display ist wie jedes Apple Produkt ein wahres design piece, aber ist nicht für Designer gedacht. Wie ein MacBook schrott ist für sämtliche Adobe Produkte, was übrigens auch der Grund ist warum bspw. concept artists auf Win laufen, weil die Adobe suite auf MAC mega unstable ist sobald zuviel OpenGL Unterstützung einspring wie es bei 4kx3k canvases in PS der Fall ist - dennoch gibt es dutzende Designer die einfach diesen "Lifestyle" leben wollen, wenn sie dabei auch den Kompromiss der Qualität eingehen.


    Und für die typischen Agenturdesigner reicht ein ACD alle mal aus, da die meist nur Webdesign und Illustrationen im Webbereich anfertigen.


    Jeder Apple Proponent Designer den du siehst, kannste von ausgehen, dass der keinerlei performance anspruchsvolle Arbeit durch gehen muss, weil erstens die Adobe suite (welche übrigens erst seit CS3 nativ auf MAC läuft, früher immer emuliert) nicht stabil läuft bei großen Files und zweitens der ACD schrott ist.


    D.h. solange du eh nur in sRGB arbeitest, maximal vielleicht 1440p Illustrationen anfertigst, oder eh nur digital product design anfertigst, dafür reicht auch jeder 08/15 IPS Monitor, allerdings ist der Lifestyle eines Apple Produkts für viele die xxx€ Preispremium wert.


    Ich selbst benötige bspw. auch keine farbverbindlichen Monitore mehr, weil ich nur noch ausschließlich für Konsumenten entwickle. Halte nur nichts davon "lifestyle" über "Qualität und Effizienz" zu stellen.

    Doch bin ich mir eigenlich schon sicher, das es 23" oder 24" gibt, die den Farbraum manierlich bedienen können und auch was die andere Eckdaten betrifft zu empfehlen sind.

    Für 300, immer noch schwer. Der klassische low-budget Monitor in solchen Fällen war der Eizo FS 2332.



    Habe da inzwischen einen BenQ BL2411PT und einen iiyama XUB2790HS-B1 ausgegraben. Nur über die liest man reichlich, nur da fehlt es mir leider an Wissen.

    Sind beides in keinster weise auch nur annähernd als Farbpräzise und für die professionelle Bildbearbeitung zu labeln.

  • Gerne!
    Da ich selbst nicht im farbverbindlichen Raum arbeiten muss, kann ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung nur sagen, die Farben des 2450 sehen für mich sehr gut aus, und sofern ich den Test bei tft-central richtig interpretiere, scheint er den sRGB Farbraum auch unkalibriert sehr gut abzudecken. Auszug aus dem Test hierzu:


    "The CIE diagram on the left of the image confirms that the monitors colour gamut (black triangle) matches the sRGB colour space very well, with some slight over-coverage in blue shades and some slight under-coverage in greens. Default gamma was recorded at 2.2 average, leaving it with a very minor 1% deviance from the target of 2.2. White point was measured at 6357k leaving it a small 2% out from our target of 6500k which was very pleasing."


    Ob dies für farbverbindliches Arbeiten schon als positiv-relevant zu bewerten ist, entzieht sich meiner Kenntnis; dazu können sicherlich einige der Member etwas sagen, die in diesem Bereich unterwegs sind.


    Obwohl sicherlich ansonsten ein netter Monitor wäre der FS2332 für mich aus zwei Hauptgründen keine Option:


    1. Er hat außer einer Neigungsfunktion keine weiteren ergonomischen Funktionen, d.h. er lässt sich nicht einmal in der Höhe verstellen. Für mich wäre das aus Gründen der Arbeitsplatzergonomie ein NoGo; dafür arbeite ich einfach zu viel an meinem Rechner, um mich auf so etwas einzulassen.
    2. Das Backlight dürfte eine Helligkeitsregelung per PWM haben, sodass von Backlight-Flimmern auszugehen ist. Das ist nicht per se für jeden problematisch, aber da es inzwischen Schirme ohne diese Technik gibt, würde ich mir einen solchen Monitor nicht mehr kaufen.


    Grüße

  • Ja, gut hilfreich ;) aber zumindest, wenn du das auswendig lernst, haste jetzt eine Wahnsinns Antwort auf die ganzen Marketing verblendeten Apple Spacken, die sich trotz nahezu maßloser Unwissenheit dazu erkoren sehen anderen diesen Schrott zu raten. Alleine das man für die erste Revision, des ersten 27" IPS Panels nach 5 Jahren immer noch den Preis eines NEC PAxx hinlegt ist schon aus fachlicher Perspektive lächerlicher. Aus persönlicher natürlich gerechtfertigt, da das schon ein lecker Screen ist, aber nur weil ich den ACD design-technisch unheimlich ästhetisch finde, würde ich den nicht besten Gewissens für die professionelle Designarbeit raten.



    Ich hab mir jetzt auch mal den Test angeschaut und muss auch darauf hinweisen, dass Prad den Eizo EV2455 getestet hat hier:


    Der EV2455 ist ein wenig größer und einer der raren 16:10 Monitore (1920x1200) und hat von Prad ein sehr positiven Test erhalten.


    Offenbar scheinen beide (der 16:10 EV2455 und der von nickcave geratene EV2450) explizit sehr konstante und hohe Kontrastewerte zu erreichen, wobei der kleine 2450 jedoch nach tftcentral Test ein wenig in der Homogenität mangelt, was bei der Bildbearbeitung durchaus eines der Hauptkriterien sein muss.


    Beide sind jedoch lediglich sRGB, was eine Informationslücke auf ruft, denn du hast noch gar nicht deinen Einsatzbereich genannt, eigentlich nur in der Überschrift ;)


    Für generell web orientierte Designaspekte sind die beiden Eizos durchaus hinreichend geeignet und da kann man nickcave nur danken für den Tipp.


    Alternativ vielleicht noch den neuen Dell u2415 bestellen und direkt beide nebeneinander stellen (2450 o. 2455).

  • Evtl einfach noch den Dell u2415 dazu bestellen um direkt miteinander zu vergleichen. Kannst ja einen zurück schicken, aber son direkter Vergleich ist immer ganz hilfreich.