Eizo CS2420 für Fotografie / Anforderungen?

  • Hallo zusammen!


    Ich stelle mir gerade die Hardware für einen PC zusammen, der optimal auf die Projekte abgestimmt ist, die ich als Fotoenthusiast realisieren möchte. Als Monitor habe ich den Eizo CS2420 im Einkaufswagen. Sollte ich da in der Hinsicht bei der Hardware, speziell der Grafikkarte, auf etwas bestimmtes achten? Habe an eine Geforce 1060 gedacht. Oder ist die schon etwas überdimensioniert? Nutze zu 90 Prozent Lightroom und ab und zu ein bisschen Photoshop.


    Vielen Dank euch!

    Moritz


    Ps: Sollte ich ein Eizo EX3 dazu kaufen?

  • Hast Du vor einen 10Bit Workflow zu nutzen? Dann wäre eine NVIDIA Quadro P2000 (Link zu Amazon) wohl die bessere Wahl.


    Wenn Du noch kein Colorimeter besitzt, dann wäre das EX3 sicherlich geeignet, zumal es deutlich günstiger als das i1 Display Pro ist.

  • Danke für deine Antwort, Andi. Ich bin gerade dabei mich mit Bildbearbitungsspezialisten, die regelmäßig Retuschen durchführen und Color Grading machen, wg. den 10Bit auszutauschen. Habe da selber noch keine Erfahrung gemacht, weiß aber, dass der Eizo CS2420 das unterstützt. Das ist letzendlich eine Budgetfrage und auch, ob ich dadurch etwas "verpasse".


    Lightroom und Photoshop profitieren praktisch kaum von einer High-End-GPU, erst recht bei 24" und 1200p sind die Anforderungen nicht so wahnsinnig hoch, wie ich das verstanden habe. Auf die CPU kommt es an, da bin ich bei einem i7 8700K.


    Was denkst du, welche GeForce ist da mindestens nötig?

  • Ich kenne mich da nicht so besonders aus. Ich denke Du solltest aber darauf achten, dass die Karte mindestens 2 x DP 1.4 und einmal HDMI 2.0b hat und HDCP 2.2 sowie HDR unterstützt. Ich habe mir auch gerade einen neuen Rechner zusammengestellt und mich für eine Geforce 1070 entschieden. Mir war es wichtig auch einen eventuell neuen Monitor mit HDR betreiben zu können. Wenn das für Dich auszuschließen ist, dürfte eine 1060 ausreichen. Aber vielleicht kann das auch eine 1060 schon, müsstest Du dich mal informieren.

  • Wenn es ein 10bit Workflow sein soll dann bleibt nur eine Quadro über. Quadro Karten liefern auch ein besseres Bild im Vergleich zu einer GTX und Co.


    Evtl. kommst du auch mit einer "kleineren" Quadro aus (P1000, P600).

  • Wenn es ein 10bit Workflow sein soll dann bleibt nur eine Quadro über. Quadro Karten liefern auch ein besseres Bild im Vergleich zu einer GTX und Co.


    Evtl. kommst du auch mit einer "kleineren" Quadro aus (P1000, P600).

    Danke für deine Antwort, Mediafrost.


    Ist das Bild theoretisch besser oder sieht man es auch wirklich? Das Banding (Tonwertabrisse) in Verläufen sollte verschwunden sein, was auch für mich interessant ist, wenn ich Fotos retuschiere. Die Sache ist bloß die: Photoshop unterstützt 10bit, Lightroom, welches ich zu 95% nutze, aber nicht, habe ich gestern herausgefunden.


    Ein Kollege meint, ich soll zwei Grafikkarten im Rechner verbauen, eine Geforce und eine Quadro. Ist das wirklich zu empfehlen? Kann mir nicht vorstellen, dass die Hand in Hand gehen, sondern eher Konflikte befördert.

  • Naja, als ich damals von einer GTX auf eine Quadro gewechselt habe war der Unterschied deutlich zu sehen.


    Stimmt Lightroom unterstützt keine 10bit - warum das auch immer so ist. Adobe sieht keinen Grund 10bit zu implementieren...


    Zwei Grafikkarten ist möglich aber kann auch zu Problemen führen; selbst habe ich es noch nie getestet. Abgesehen davon würde die Möglichkeit bestehen sich eine demensprechende Quadro zu holen mit der man auch spielen kann; wenn das nicht brutal teuer wäre ;)

  • Ja, ich bin mittlerweile auch von dem Gedanken abgerückt. Die Idee war eine Geforce 1050Ti mit einer günstigen Quadro für die 10bit zu unterstützen. Mittlerweile tendiere ich zu einer reinen Quadro-Lösung, aber kein Plan, welche es werden soll.


    Was mich etwas nervt ist der Geräuschpegel. Der soll z.B. bei der P2000 schon im Leerlauf ziemlich ätzend sein, da sie nur einen kleinen Lüfter ausgestattet ist, der ziemlich Gas gibt. Die Geforce-Karten von msi sind im Leerlauf unhörbar.


    Wie man's dreht: Es ist immer ein Kompromiss.

  • Hab selber die P2000 im Rechner und bei Belastung hört man die Karte zwar aber ich empfinde dies nicht als störend. Im reinen Desktopbetrieb hört man nichts.

  • Danke für deine Rückmeldung, Mediafrost!


    Also ich habe mir nun einen Eizo CS2420 bestellt :-) Hast du vielleicht noch einen Tipp, wie ich ihn auf Herz und Nieren checken kann? Ich würde gerne bei so einem teuren Gerät Pixelfehler im Zentrum ausschließen, aber ich habe mal irgendwo gelesen, dass sie manchmal erst nach einer gewissen Betriebszeit oder Einstellung sichtbar werden. Kriege es nicht mehr zusammen...

  • Nehme den Eizo Monitor Test und lasse Dir ein einheitliche rotes, grünes, blaues und schwarzes Bild anzeigen. Dann wirst Du Pixelfehler sicherlich erkennen. Pixelfehler sind da oder nicht da. Es bedeutet nicht, dass Pixelfehler nicht auch nach noch Monaten entstehen können, das ist aber doch eher die Ausnahme.

  • Hab schon ziemlich lange keine Pixelfehler mehr bei den Premium-Herstellern wie NEC oder EIZO zu sehen bekommen. Vor 5-10 Jahren sah das noch anders aus.

  • Da es kaum was mit der Qualitätskontrolle zu tun hat sondern vielmehr wohl mit der Fertigung, gehe ich davon aus, das die Fertigung (wurde in den vergangenen Jahren stetig verbessert) deutlich einen Teil dazu beigetragen hat. Die Anfänglichen Probleme hinsichtlich Pixelfehler sind so gut wie ausgemerzt.


    Ganz ausschließen kann man dies natürlich nicht, denn Perfektion gibt es nicht.

  • Mal eine Frage zum Eizo CS2420 bzw. zu der Haube CH2400: Wie weit steht die nach vorne ab? Ich finde dazu nichts und da mein Arbeitsplatz sehr eng ist, würde ich das gerne vorher wissen^^

  • Aus einem Shop (CH2400)


    57,24 x 17,27 x 35,47 cm (B x H x T)


    Das kannst Du Dir per Google auch selbst raussuchen. Wir helfen gerne, aber Bequemlichkeit belohne ich eigentlich nicht.