Produktionsland NEC 2080UX(+), 2180UX

  • Mich würde mal interessieren, wo die aktuellen 20- oder 21-Zoller von NEC (siehe Topic) produziert werden. Wer also eines der Dinger auf dem Schreibtisch hat, könnte mir mal den gefallen tun, und auf der Rückseite nach dem "Made in..."-Schild suchen und das Herstellungsland hier posten.


    Danke


    Wraithguard

  • Ich habe vorhin in einem der Beiträge gelesen, dass ein 2080UX+ aus China kommt, bei den mir bekannten 2080UX ohne "+" war das Herkunftsland Japan. Ich frage mich nun, ob NEC den Preisvorteil durch die Produktion in einem Billiglohnland auch mal irgendwann weitergibt (im Moment sieht es nicht danach aus).
    Aber mein eigentlicher Kritikpunkt ist ein anderer: das läuft wie üblich in den letzten Jahren: Produktionsverlagerung und anschließendes Abgreifen der nun höheren Gewinnmarge in den Hochlohnländern. Das führt auf Dauer zu erheblichen Problemen in diesen Ländern, wie man an der beschissenen Situation in Deutschland ja unschwer erkennen kann. Natürlich kann man einwenden "ob Japan oder China is doch egal, beides bringt keine Arbeitsplätze in D". Richtig, aber ich konkurriere lieber mit einem anderen Hochlohnland, in dem gut verdient wird (bei entsprechendem Lebensstandard), als mit einem Land, wo die Arbeiter für ein "trockenes Brötchen" unter miesen Bedingungen arbeiten und leben.
    Ich versuche meinen eigenen Konsum etwas bewusster zu gestalten und auch mal auf solche Details zu achten. Mit der weit verbreiteten "Geiz ist geil"-Mentalität, graben wir uns bzw. dem Wirtschaftsstandort Deutschland (bzw. Europa) nämlich selbst das Wasser ab.

  • Quote

    Original von Wraithguard
    Ich habe vorhin in einem der Beiträge gelesen, dass ein 2080UX+ aus China kommt, bei den mir bekannten 2080UX ohne "+" war das Herkunftsland Japan. Ich frage mich nun, ob NEC den Preisvorteil durch die Produktion in einem Billiglohnland auch mal irgendwann weitergibt (im Moment sieht es nicht danach aus).
    Aber mein eigentlicher Kritikpunkt ist ein anderer: das läuft wie üblich in den letzten Jahren: Produktionsverlagerung und anschließendes Abgreifen der nun höheren Gewinnmarge in den Hochlohnländern. Das führt auf Dauer zu erheblichen Problemen in diesen Ländern, wie man an der **********en Situation in Deutschland ja unschwer erkennen kann. Natürlich kann man einwenden "ob Japan oder China is doch egal, beides bringt keine Arbeitsplätze in D". Richtig, aber ich konkurriere lieber mit einem anderen Hochlohnland, in dem gut verdient wird (bei entsprechendem Lebensstandard), als mit einem Land, wo die Arbeiter für ein "trockenes Brötchen" unter miesen Bedingungen arbeiten und leben.
    Ich versuche meinen eigenen Konsum etwas bewusster zu gestalten und auch mal auf solche Details zu achten. Mit der weit verbreiteten "Geiz ist geil"-Mentalität, graben wir uns bzw. dem Wirtschaftsstandort Deutschland (bzw. Europa) nämlich selbst das Wasser ab.


    Ich unterstütze dies; ich achte auch auf meinen Konsum. Aber: Japan als Hochlohnland im Bereich der Produktion zu beschreiben, ist leider falsch. Bei DL sind sie ein Hochlohnland, aber in der Produktion liegen sie deutlich unter Dtld.
    Schade das nicht mehr so denken!!!
    thop: du hast natürlich auch Recht :D

  • Ich dachte ich frage mal in einem Forum, wo vermehrt Käufer und frischgebackene Besitzer dieser Geräte rummspringen. Welches Unter-Forum würdest du vorschlagen?


    Auch wer keines der Displays auf dem Schreibtisch hat: An Kommentaren zu meiner Motivation hinter der Frage wäre ich auch interessiert.

  • Das Problem liegt natürlich tiefer. WEnn ich alleine an den Mai 2004 denke, wird mir schwarz vor Augen.


    Und das Ganze gehört ins OT, Prad hat eine PN von mir zum verschieben bekommen.


    Gruss

  • mmmm: Welches Model? 2080UX+ oder ohne "+"?


    @Totamec:
    In der Tat, die Osterweiterung der EU wird den bestehenden Trend, die Lebensbedingungen in D an die "Konkurrenz" anzupassen noch verstärken. Der treffende Vergleich sind die "kommunizierenden Röhren", in einer viel, in der anderen wenig Wasser, der Wasserstand pegelt sich irgendwo in der Mitte ein. Wir (d.h. der deutsche Normaluser und Durchschnittsverdiener) werden also mehr und mehr unseres Wohlstandes abgeben müssen. Von EU und Globalisierung profitieren nur wenige. Da stellt sich die Frage, warum steuert die Politik (die ja eigentlich das Volk vertritt oder vertreten sollte, nicht die Großindustrie) voll diesen Kurs?

  • Quote

    Original von Wraithguard
    mmmm: Welches Model? 2080UX+ oder ohne "+"?


    @Totamec:
    In der Tat, die Osterweiterung der EU wird den bestehenden Trend, die Lebensbedingungen in D an die "Konkurrenz" anzupassen noch verstärken. Der treffende Vergleich sind die "kommunizierenden Röhren", in einer viel, in der anderen wenig Wasser, der Wasserstand pegelt sich irgendwo in der Mitte ein. Wir (d.h. der deutsche Normaluser und Durchschnittsverdiener) werden also mehr und mehr unseres Wohlstandes abgeben müssen. Von EU und Globalisierung profitieren nur wenige. Da stellt sich die Frage, warum steuert die Politik (die ja eigentlich das Volk vertritt oder vertreten sollte, nicht die Großindustrie) voll diesen Kurs?


    Genau das denke ich auch!


    MFG


    Mario

  • Quote

    Original von Wraithguard
    mmmm: Welches Model? 2080UX+ oder ohne "+"?


    @Totamec:
    In der Tat, die Osterweiterung der EU wird den bestehenden Trend, die Lebensbedingungen in D an die "Konkurrenz" anzupassen noch verstärken. Der treffende Vergleich sind die "kommunizierenden Röhren", in einer viel, in der anderen wenig Wasser, der Wasserstand pegelt sich irgendwo in der Mitte ein. Wir (d.h. der deutsche Normaluser und Durchschnittsverdiener) werden also mehr und mehr unseres Wohlstandes abgeben müssen. Von EU und Globalisierung profitieren nur wenige. Da stellt sich die Frage, warum steuert die Politik (die ja eigentlich das Volk vertritt oder vertreten sollte, nicht die Großindustrie) voll diesen Kurs?


    Hi,


    nun im ersten Schritt werden hier natürlich die Randzonen betroffen sein in unserem Land. BMW hat ja schon gesagt, Auf geht´s nach CZ 2005! Globalisierung als solches bringt uns Vorteile als Export-Land. Nur ist unser Export-Status in Gefahr und wir müssen zu einem Konsumland werden. Ein einpendeln in der Mitte wird es aus meiner Sicht nicht geben, wir werden sicher in den guten alten Schweinemarkt-Zyklus geraten wenn es so weiter geht. Es sind fundamentale Probleme über dir wir sehr sehr gerne per ICQ/ PN / E-Mail diskutieren können, aber hier bei Prad.de hat es wohl nix zu suchen ;)


    Gruss

  • Entschuldige die lange Zeit bis zur Antwort, Arbeit, Sport, und schon ist der Tag fast rumm. :rolleyes:
    Mag sein, daß wir hier bei Prad etwas deplatziert sind, aber wenigstens sind wir im Off-Topic nicht schädlich. ;-)
    Zur Sache: man müsste die in den vorherigen Postings klar gewordenen Punkte mal einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Gibt es dazu irgendwelche brauchbaren, möglichst deutschsprachigen Websites, wo man dazu diskutieren kann? Aber bei der Diskussion unter Gleichgesinnten, die das prinzipielle Problem schon kapiert haben, kann und darf es nicht bleiben. Die breite Masse der mehrheitlich unkritischen Konsumenten ("Geiz ist geil") muss mal wachgerüttelt werden. Damit man dann nicht den Kia mit V6 Motor kauft, sondern halt doch den (in D gebauten) Opel mit einem Vierzylinder.
    Ich habe heute morgen ernsthaft darüber nachgedacht, dazu eine Webseite aufzuziehen, aber ich denke dazu fehlt mir die Zeit. Und ich sollte vorher eine Rechtsschutzversicherung abschließen, spätestens wenn man öffentlich Firmen für ihren Arbeitsplatzexport anprangert, wird man doch zum Ziel von deren Anwaltsgeschwadern. Interessant wäre eine Datenbank, die für Produkte (zunächst bei "großen" also teuren) wie Autos die Produktionsstätten auflistet. Weiterführende Infos zu den Arbeitsbedingungen (ich sage nur "Nike" und "Vietnam", Adidas ist da aber auch nicht besser) sollten das ganze abrunden. Dazu ein Diskussionsforum, eine Selbstdarstellung, News ("wieder x Arbeitsplätze exportiert nach Landy y von Firma z"). Und ein Statement, welches klarstellt, daß man nicht irgendwelchen linksradikalen Utopien nachhängt, sondern Aufklärung über die schon seit Jahren laufende Selbstzerstörung dieses Landes betreiben will, möglich gemacht durch die Kombination von kritiklosen und uninformierten Konsumenten in Kombination mit korrupten Politikern und gewissenlosen Unternehmen.