Um das jetzt mal abzuschließen.
Händler die einen Pixelfehlertest anbieten und zwar nicht nur für bestimmte Modelle, sondern generell, müssen die fehlerhaften Geräte ja irgendwie loswerden.
Jedem ist bewusst, dass die Margen im Bereich der Computerelektronik gering sind. Es gibt einige wenige Ausnahmen, aber gehen wir von der Regel aus.
Die Überprüfung auf Pixelfehler ist eine Dienstleistung und die muss bezahlt werden. Gerät auspacken, anschließen, überprüfen und wieder verpacken. 30 Minuten dauert so etwas ganz bestimmt.
An einem 500 EUR TFT verdient ein Händler zwischen 15 und 30 EUR.
Jetzt stellt Euch mal vor er hat das Gerät getestet und es ist ein Pixelfehler vorhanden. Was macht er mit dem Gerät? Zurückgeben an den Distributor geht nicht. Preisreduzierung? Hier fängt es doch schon an, wer würde denn ein Gerät mit einer Reduzierung um lediglich 15 oder 30 EUR kaufen, wohlwissend einen mit Pixelfehler zu erwischen. Wohl keiner, jede weitere Preisreduzierung bedeutet demnach Verlust. Das kann man natürlich auch mit den Einnahmen aus dem Pixelfehlertest verrechnen, aber bei 30 Minuten Arbeitszeit die investiert wurde, bleibt da auch nicht so viel Spielraum.
Also ganz klar wird ein Händler der Pixelfehlertests im großen Rahmen anbietet diese Geräte ganz normal als Neuware weiterverkaufen. Nicht falsch verstehen, die Ware ist ja auch neu. Dennoch dürfte die Chance bei einer Bestellung bei einem solchen Händler ohne Pixelfehlertest, eben einen mit Pixelfehler (weil bereits geöffnet aus Überprüfung) größer sein, als bei einem Händler der ungeöffnete Neuware verschickt.
Die Mehrheit der Händer verkauft die mit Pixelfehler überprüften Geräte ganz normal weiter. Andere wie TFTshop.net bieten diese unter Schnäppchen mit Reduzierung an und andere haben die Möglichkeit bestimmte Mengen an Geschäftskunden gemischt mit Neuware weiterzugeben. Bei einer Großbestellung von 100 Geräten ist es vielen Geschäftskunden total egal ob da nun einige Geräte mit Pixelfehler dabei sind oder nicht.
Entscheidend ist also was ein Shop mit den mit Pixelfehler behafteten Geräten macht. Deshalb vorher informieren, dann bleiben Überraschungen aus. Es gibt bei der Abwicklung, wie bereits erwähnt, nämlich deutliche Unterschiede.