Sony SDM-S95FS (Prad.de User)

  • Wie versprochen reiche ich nun meinen Erfahrungsbericht zum Schäppchen-Sony nach. Etwas schade finde ich, dass man keine Bilder von externen Quellen direkt im Text verlinken kann. Ich verstehe zwar die Einwände gegen diese Methode, dann hätte ich mir aber gewünscht, dass die Boardfunktion die Bilder in den Text einfügen lässt. Alle meine 21 Bilder unter den Beitrag zu attachen sieht erstens blöd aus und reisst die Bilder zweitens auch aus dem Zusammenhang. Ich werde daher Links auf die Bilder setzen, auch wenn die Möglichkeit zur Verlinkung externer Bilder diese alleine durch das Aufrufen der Thumbnails länger online hielte. Aber das ist hier ja wie geschrieben leider nicht möglich.


    Aber nun viel Spaß beim Lesen.



    *** Warum einen neuen TFT? ***


    Nachdem ich zirka acht Jahre zuhause und im Büro nur noch mit sehr hochwertigen Flachbildschirmen gearbeitet habe kam mir die dumme Idee, meinen Desktop-PC inklusive Bildschirm gegen ein Notebook einzutauschen. Gut, seine Daten immer komplett bei sich zu haben ist sehr vorteilhaft. Jedoch hatte ich nach zirka einem Jahr genug vom buckeligen vor dem Notebook sitzen und entschied mich, für zuhause wieder einen Desktop-PC inklusive Monitor anzuschaffen. Der sollte dann auch möglichst ergonomisch, d.h. höhenverstell- und neigbar sein. Eine gute Bild- und Verarbeitungsqualität sind für mich die Grundvoraussetzungen für jeden Monitorkauf. Die Eignung des Monitors sollte sich vor allem auf Office-Anwendungen und DVD-Wiedergabe konzentrieren, Spiele werden äußerst selten bis gar nicht gespielt.



    *** Warum diesen TFT?***


    Ich habe mich wie vor jeder Neuanschaffung intensivst informiert und zuerst versucht, einen Marktüberblick zu bekommen. Zu meiner Erleichterung hat sich nicht sonderlich viel geändert, seit ich den letzten Monitor gekauft hatte. Eizo ist noch immer Klassenprimus, wohingegen man auch bei Firmen wie Samsung, BenQ, Viewsonic, NEC und anderen auch sehr gute Geräte bekommt, wenn man die hohe Farbtreue des Eizo nicht beruflich oder aus Hobbygründen benötigt. Durch meine Anforderungen ergaben sich einige Einschränkung, die viele Geräte bzw. Hersteller von vorn herein ausschlossen. Ein VA-Panel sollte es sein und kein TN, da ich die absoluten Top-Reaktionszeiten nicht benötige, mir aber die Farben und vor allem der blickwinkelstabile Kontrast wichtig sind. Gepaart mit der Anforderung an die Ergonomie fielen so schon die meisten Modelle heraus. Zudem hatte ich mir vorgenommen, nicht mehr als 400,- Euro auszugeben, was den Kreis der Kandidaten noch weiter einengte. Da kam es mir gerade recht, dass einer der möglichen Kandidaten, der Sony SDM-S95FS, bei Amazon.de drastisch im Preis gesenkt wurde. Die unverbindliche Preisempfehlung des Monitors liegt bei 519,- Euro, Amazon.de bot das Gerät für sage und schreibe 239,- Euro an. Dafür bot es alles, was ich mir erhofft hatte. Einen höhenverstellbaren Fuß, ein neigbares Display, ein VA-Panel und Werte, die, wenn sie nicht völlig erstunken und erlogen sind, auf ein gutes Bild schließen lassen. Hier habe ich einmal die wichtigsten technischen Daten übersichtlich zusammengestellt:


    Panelgröße: 19 Zoll
    Pixelgröße: 0,294 x 0,294 mm
    Native Auflösung: 1280 x 1024 Pixel
    Sichtbare Bildfläche H x V: 376,3 x 301,1 mm
    Betrachtungswinkel horizontal und vertikal: 170 Grad
    Kontrast: 1000:1
    Helligkeit: 250 cd/m2
    Reaktionszeit: 8 ms
    Videoeingang: Sub-D, DVI-D
    Bildfrequenz: 75 Hz (analog), 60 Hz (digital)
    Bildtemperatur: 9300K, 6500K, sRGB und User
    Ergonomie: 110 mm höhenverstellbares Display, 350 Grad drehbarer Fuß, 25 Grad neigbares Display
    Zertifikat: TCO'03 u.a.
    Garantie auf Teile und Verarbeitung: 3 Jahre Collect & Return
    max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Pixelfehlerklasse II
    Tiefe, Höhe und Breite: 277.5 x 409.5 x 414.0 mm
    Gewicht: 8.7 Kilogramm


    Zwar konnte ich im Internet keinen einzigen Erfahrungsbericht zu diesem Monitor finden, doch bestellte ich den Monitor auf gut Glück. Ich wußte ja bereits aus vergangenen Bestellungen, dass Amazon.de eine mögliche Rückgabe problemlos abwickelt. Also bestellte ich den Sony für 239,- Euro plus 4,27 Euro Versandkosten, die Amazon wahrscheinlich erhob, weil das Gerät recht schwer und sperrig verpackt ist.



    *** Hat die Lieferung geklappt? ***


    Die Lieferung hat dann recht schnell geklappt, jedoch nicht so schnell wie ich es sonst von Amazon gewohnt bin. Als die Ware dann letztlich ankam, war ich zunächst von dem recht hohen Packungsgewicht von zirka 10 Kilo überrascht. Vorbildlich wie immer hatte Amazon den Monitorkarton noch in eine Umverpackung gesteckt, damit der Originalkarton nicht beschädigt wird. Ich packte den Monitor sofort aus und bemerkte schon bald, dass diese Ware nicht originalverpackt sein kann. Der Monitor war verdreckt und hatte Fingerabdrücke auf dem Display, an dessen oberen Rand auch noch eine lange Kratzspur zu sehen war. Weitere Indizien wie eine unachtsam aufgerissene Kabeltüte und ein sorglos in die Verpackung geknülltes Hinweispapier verstärkten meinen Eindruck noch, dass dieser Monitor schon einmal ausgepackt wurde. Ich baute ihn dennoch auf und putzte ihn sorgfältig, bekam aber die genannten Schleifspuren auf dem Display nicht vollständig weg. Zudem hatte ich ein ungutes Gefühl dabei, gebrauchte Ware gekauft zu haben. Also reklamierte ich diesen Umstand bei Amazon, woraufhin man mir sofort ein kostenloses Ersatzgerät zuschickte - das nenne ich mal Service! Das Austauschgerät war auch sehr schnell bei mir und sah um Längen besser aus, als das erste, das ich umgehend an Amazon zurückschickte. Die Portogebühren versprach man mir zu erstatten.



    *** Was bekommt man für sein Geld? ***


    Nachdem die Lieferung also nun letztendlich geklappt hat, konnte ich mich endlich meinem neuen Monitor widmen. Wie bereits geschrieben war der Versandkarton nur ein Umkarton für die eigentliche Produktverpackung. In dieser lag der auseinander montierte TFT in einer Kartonverpackung, die an einen überdimensionalen Eierkarton erinnert. Darin befand sich der Monitor mit Arm, der Fuß zur Selbstmontage, jeweils ein DVI-D-, Sub-D und Strom-Kabel, eine CD-Rom, eine Garantiekarte, und eine gedruckte Kurzreferenz. Das komplette Handbuch befindet sich im PDF-Format auf der CD-Rom. Zudem findet man auf dieser noch eine nützliche Software, mit der man den Monitor einstellen kann, Treiber, die Garantiebedingungen, Produktinformationen zu Sony-Displays und die WEEE-Richtlinien, welche die Entsorgung elektronischer Geräte betreffen. Am Monitor selbst klebte noch ein gelber Zettel, der rudimentär das Aufstellen des Monitors beschreibt. Aber auch ohne diese Anleitung hat man den Fuß schnell an den Arm geschraubt und den Monitor komplett aufgestellt. Obwohl das Modell "FS" in Silber sein soll, sieht man von vorne recht wenig silberne Elemente. Fuß und Arm sind schwarz und die Vorderseite des Rahmens ist in einer Farbe gehalten, die ich wohl als bräunliches Anthrazit beschreiben würde.



    *** Ist der Monitor einfach zu bedienen? ***


    An der Bedienung bzw. Ergonomie des Gehäuses gibt es nicht zu mäkeln. Um die richtige Höhe einzustellen, muss man zunächst die Arretierung des Fußes lösen. Hierzu steckte eine Klammer in einem Loch auf der Rückseite des Gehäuses:



    Hat man diese gelöst, lässt sich der Monitor in der Höhe verstellen. Allerdings ist die Höhenverstellbarkeit bei meinem ersten Sony leichter von statten gegangen als bei meinem zweiten. Bei beiden hielt das Panel aber problemlos in der eingestellten Position. In der niedrigesten Einstellung befindet sich die Panelunterkante zirka 5 cm über der Tischplatte, in der obersten Stufe zirka 16 cm darüber:




    Das Neigen des Monitorpanels funktioniert ebenfalls einwandfrei und zwar zirka 5 Grad nach vorne und 20 Grad nach hinten:




    Über eine Pivot-Funktion verfügt der Monitor nicht. Das ist aber auch nicht weiter problematisch, denn die meisten meiner früheren Monitore habe ich mit dieser Funktion gekauft und letztlich habe ich sie nie genutzt. Man kann aber anstelle des Standfußes auch die 100 mm VESA-Bohrung verwenden:



    Hat diese ein Drehgelenk, so kann man den Sony quasi mit einer Pivotfunktion erweitern.


    Etwas seltsam ist die Kabelführung, denn diese hielt ich zunächst für die Arretierung des Standfußes:



    Allerdings kann man das nicht herausziehen, sondern über ein Drehgelenk öffnen:



    Dadurch zieht man dann die Kabel:



    Das sieht auf den ersten Blick etwas seltsam und unbeholfen aus, die Kabel werden dadurch aber effektiv aufgeräumt, sodass sie vor dem TFT nicht mehr zu sehen sind.



    *** Wie bedient man die Funktionen des Monitors? ***


    An der Vorderseite des Monitorrahmens gibt es rechts vorne sechs Tasten, mit denen man die Funktionen des Monitors bedienen kann. Sie haben alle einen sehr guten Druckpunkt und bis auf eine Beschriftung sind alle anderen graviert. Zwar kann man die Beschriftung auf dem dunklen Rahmen dadurch schlechter sehen, allerdings braucht man die Tasten erstens nur selten und zweitens ist die vertikale Anordnung sehr intuitiv. Über den Tasten befindet sich die LED, die den Betrieb des Monitors signalisiert. Diese ist erfreulicherweise nicht so hell, wie ich das bei anderen Monitoren bereits gesehen habe:



    Mit der oberen Taste schaltet man den Monitor an und aus. Die Taste "Menü" ruft das On-Screen-Display (OSD) auf, mit den beiden Tasten darunter navigiert man durch das OSD und mit der Taste "OK" kann man Menüpunkte auswählen und außerhalb des OSD zwischen analogen und digitalen Input umschalten. Die unterste Taste mit der Beschriftung "ECO" dient zur schnellen Anpassung der Displayhelligkeit. Dabei kann man zwischen dunkel, mittel, hell und eigenen Einstellungen wählen. Mit jedem Druck auf die Taste schaltet man durch die Optionen und kann so schnell die richtige Helligkeitsstufe wählen, wenn man z.B. gerade einen Text geschrieben hat und sich mit einem DVD-Video ablenken möchte. Zudem kann man laut Handbuch mit dieser Funktion Energie sparen.


    Das OSD unterteilt sich in sieben Menüpunkte mit Unterpunkten.


    1. Bild Einstellen
    In diesem Menüpunkt kann man die Hintergrundbeleuchtung, den Kontrast, die Helligkeit, den Gammawert, die Farbtemperatur und die Schärfe einstellen.


    2. Bildschirm
    Dieser Menüpunkt ist nur verfügbar, wenn der Monitor analog, also über Sub-D angeschlossen ist. Hier kann man wählen, ob das Bild bei anliegendem Signal automatisch optimal eingestellt werden soll oder ob man dies manuell machen möchte. Ist letzteres der Fall, muss man Phase, Pitch, H und V Center selbst einstellen. Das Hilfsprogramm auf der mitgelieferten CD-Rom kann bei den manuellen Einstellungen hilfreich sein, denn es leitet den Benutzer von Menüpunkt zu Menüpunkt.


    3. Position Menu
    Hier kann man festlegen, wo auf dem Bildschirm das OSD erscheinen soll. Man kann zwischen 9 verschiedenen Positionen wählen.


    4. Eingangserkennung
    Unter diesem Menüpunkt kann man regeln, ob angelegte Signale automatisch erkannt werden sollen. Wählen kann man zwischen An, Aus, Eingang 1 und Eingang 2.


    5. Language
    In diesem Menüpunkt wird die OSD-Sprache gewählt. Es steht Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Holländisch, Schwedisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch zur Verfügung.


    6. Zurücksetzen
    Hier kann man die Einstellungen des OSD wieder auf Werkseinstellungen zurücksetzen.


    7. Menüsperre
    Dieser Menüpunkt dient dazu, alle anderen Menüpunkte zu sperren. Der Sinn dieser Option leuchtet mir jedoch nicht ganz ein, denn es lässt sich kein Passwort vergeben und ob ich etwas verstellt habe, weiß ich dank nicht vorhandener Gehirnsperre auch von alleine.



    *** Wie ist die Bildqualität? ***


    Nachdem ich das Stromkabel eingesteckt und meinen PC per DVI-Kabel mit dem Monitor verbunden hatte, schaltete ich den Monitor an und stellte in Windows XP noch die richtige Auflösung ein. Obwohl ich wie gesagt schon lange mit Flachbildschirmen arbeite, haute mich das Bild fast vom Hocker.



    Auf einem Digicamfoto kann man das natürlich nicht so sehen, aber die Farben sind wunderschön. Sehr intensiv aber nicht unnatürlich und die Schärfe und Helligkeit waren ausgezeichnet. Auch über den Blickwinkel kann ich mich nicht beschweren. Zwar nimmt der Kontrast mit Erhöhung des Blickwinkels ab (logisch), aber durch Kopfbewegungen verändert sich das Bild nicht und neben einem sitzende Personen können das Bild noch gut sehen.



    Positiv überrascht war ich von der vertikalen Blickwinkelabhängigkeit, denn so gering war sie noch bei keinem meiner Flachbildschirme. Das ist besonders wichtig, wenn man wie ich nach Stunden der Arbeit nicht mehr ganz so aufrecht vor dem Monitor sitzt oder bei einem DVD-Video vor dem Monitor flätzt:




    Die Ausleuchtung ist jedoch nicht so perfekt. Bei beiden Monitoren die mir Amazon geschickt hatte, waren die Ecken des Displays deutlich heller ausgeleuchtet als der Rest des Bildschirms:



    Das fällt vor allem bei DVD-Filmen im Letterbox-Format auf, bei denen die hellen Stellen genau in den schwarzen Balken liegen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und es stört nicht mehr allzu sehr.


    Dank des hohen Kontrasts lassen sich Graustufen sehr gut voneinander unterscheiden:



    Leider fällt bei Farbverläufen auch eine Stufenbildung auf. Irgendwas müssen die teuren Modelle aus dem Hause Eizo und Co. ja auch besser können:



    Bei Farbflächen sieht man die stärkere Ausleuchtung in den Ecken, denn dort wirkt die Farbe leuchtender. Trotzdem ist die Ausleuchtung verhältnismäßig gleichmäßig, auch wenn sich das durch Abfotografieren schlecht einfangen lässt:




    *** Wie schlägt er sich bei Office, DVD und Spielen? ***


    Dass man dank der Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln sehr viel Platz für Office-Anwendungen hat, brauche ich sicher nicht gesondert zu erwähnen. Allerdings muss ich mal wieder festhalten, dass die Schriftgröße von 19 Zoll-Panels sehr angenehm zu lesen ist. Nach 15 Zoll-Notebookmonitoren mit 1400 x 1050 Pixeln ist das Arbeiten mit dem Sony endlich wieder sehr angenehm für die Augen. Was die Reaktionszeit angeht, so machen ja vor allem Spieler ein riesen Gedöns um diese Monitoreigenschaft. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch unter Windows, speziell bei Office-Dokumenten und beim Internetsurfen mit den alten 20 bis 30 ms Geräten nicht zufrieden war. Bei diesen zeigen sich für meine Augen schon beim Scrollen von Texten Schatten neben den Buchstaben. Der Sony mit seinen 8 ms hat das nicht. Hier scrollt die Schrift sehr angenehm und scharf über den Bildschirm und entlastet so die Augen.


    Bei DVD-Filmen offenbart sich jedoch die Brillianz des Displays besonders. Hier machen sich schon mangelhafte Bildkompressionen deutlich als Rauschen oder durch Artefakte bemerkbar, die ich in diesem Umfang vorher noch nie bemerkt habe. Bis auf die einleuchtenden Ecken ist die Filmwiedergabe also optimal, denn auch hier macht sich die deutlich schnelle Reaktionszeit des Displays positiv bemerkbar.


    Mit Spielen kann ich mangels Leidenschaft für diese Art der Freizeitbeschäftigung nicht sonderlich dienen. Ich habe lediglich noch "Die Siedler IV" und eine alte Version von "Unreal Tournament". In dem Siedler-Spiel fällt sofort die Farbenpracht und der Detailreichtum auf. Lediglich beim Verschieben der Karte könnte sich eine langsame Reaktionszeit eines TFT bemerkbar machen, aber beim Sony gibt es keine Spur von Verzögerungen. Unreal Tournament ist hingegen ein Spiel, bei dem es auf Schnelligkeit und vor allem Exaktheit ankommt. Nach ein paar Runden Deathmatch muss ich sagen, dass lediglich meine ungeübte Spielernatur für das schlechte Ergebnis meiner Spielfigur verantwortlich ist, auf die Technik kann ich es jedenfalls nicht schieben. Ob der Sony nun 8 oder wieviel Millisekunden auch immer hat, er ist schnell - jedenfalls schnell genug für meine Augen.



    *** Sonstiges ***


    Ein wenig Bedenken habe ich bezüglich der Bauart. Entgegen anderer Modelle mit externem Netzteil hat der Sony das seine im Panelgehäuse integriert. Das hat einerseits den Vorteil, dass man einen reduzierten Kabelsalat hat, andererseits den Nachteil, dass die Abwärme des Netzteils entfliehen muss. Zu diesem Zweck hat der Hersteller Lüftungsschlitze eingebaut, die leider etwas groß geworden sind. Von Staub und Dreck einmal abgesehen könnten dies auch potenzielle Einfallstellen für Mücken sein, die im Panelgehäuse Schaden anrichten könnten. Je nachdem, ob der Hersteller dies bedacht hat, könnten diese u.U. auch hinter die Panelfolie kommen und damit von vorne bei beleuchtetem Display als schwarze Punkte erscheinen. Auch wenn dies bis auf die Nachteile der Verschmutzung Spekulationen sind, so halte ich so große Öffnungen nicht gerade für optimal:



    Eine Besonderheit des Monitors ist auch, dass man das Ausgangssignal der Soundkarte an den Monitor weiterleiten kann. Besonders ist dies aber, weil der Monitor nicht über Lautsprecher verfügt. Die Weiterleitung des Signals hat den Sinn, dass man einen Kopfhörer an die Stereo-Minibuchse anschließen kann, die sich auf der linken, äußeren Seite des Panels befindet. Besonders schick ist, dass Sony gleich zwei Eingangsbuchsen eingebaut hat, falls man zwei Computer, einen analog und den anderen digital anschließt:




    Noch ein paar Worte zu Pixelfehlern. Beide Monitore hatten jeweils einen Pixelfehler und erst dachte ich "verdammt, der geht sofort zurück". Ich dachte, ich würde jeden Tag auf den Pixelfehler starren, sodass er mich nochmal mehr nervt. Aber ehrlich gesagt fiel der defekte Pixel nach wenigen Minuten schon nicht mehr auf. Beim Austauschgerät musste ich sogar Farbflächen anzeigen lassen, damit ich den Pixelfehler überhaupt wieder finde. Insofern kann ich die Aufregung um Pixelfehler innerhalb der Fehlerklasse II nicht ganz nachvollziehen. Mich stören diese kleinen Dinger jedenfalls nicht. Bei einer Pixelgröße von 0,294 mm muss man dafür auch schon verdammt gute Augen haben.



    *** Fazit? ***


    Ich bin ein sehr anspruchsvoller Käufer, gebe mich nur mit hochwertigen Produkten ab und teste diese auf Herz und Nieren. Der Sony SDM-S95FS hat mich jedoch nicht enttäuscht, sondern positiv überrascht. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und der schwere Fuß bietet einen sicheren Stand. Die Ergonomiefunktionen wie Höhenverstellbarkeit und Schwenkbarkeit erlauben es einem, den Monitor perfekt auf die Sitzposition einzustellen und alles wird durch ein hervorragendes Bild gekrönt. Die Helligkeit ist trotz relativ geringem Papier-Wert von 250 cd/m2 mehr als strahlend und der Kontrastwert ist absolut herausragend. Zudem ist die Blickwinkelabhängigkeit des Panels äußerst gering, in der Vertikalen schlägt sie so ziemlich alles, was ich bisher gesehen habe.


    An negativen Argumenten fällt mir hingegen kaum etwas ein. Bedenken habe ich lediglich hinsichtlich der recht großen Belüftungsschlitze. Zudem bin ich über die Pixelfehler schon ins Grübeln gekommen. Zwar stören sie mich wie geschrieben nicht, jedoch haben sehr viele Amazon-Käufer dieses Modells über Pixelfehler berichtet. Wenn ich bedenke, dass ich noch nie einen Flachbildschirm mit Pixelfehlern gekauft habe (und ich habe schon sehr viele eingekauft), dann stellt sich für mich die Frage, ob die Fehlertoleranz bei der Produktion der Geräte nicht etwas zu groß gewählt war. Wie dem auch sei, da Sony das Gerät bei Fehlern drei Jahre lang bei mir abholt, es repariert und wieder zurückbringt, soll das mein Problem nicht sein. Ich bin jedenfalls vollauf zufrieden mit diesem Schnäppchen, das ich für 239,- Euro gekauft habe, das ich aber ebenfalls für 400,- Euro genommen hätte. Eine echte Empfehlung unter all den billig anmutenden Plastikkrücken, die ich kürzlich im örtlichen Eletrokfachmarkt bestaunt habe.


    Anmerkung: dieser Text wurde von mir auch in leicht veränderter Form bei Ciao.de veröffentlicht.

  • Erstmal auch von meiner Seit ein grosses Kompliment, dass du dir die Zeit genommen hast um einen solch ausführlichen und informativen Testbericht zu schreiben *thumbsup*. Der Sony kommt nun definitiv in meine engere Auswahl (neben dem EIZO S1931 und dem LG 1970HR). Schade dass die Ausleuchtung in den Ecken nicht so perfekt ist.


    Was mich noch interessieren würde ist, wie es mit der Qualität der Interpolation auf 1024x768 aussieht. Wäre echt genial, wenn du hierzu 2 Vergleichsfotos machen könntest, z.B. die selbe Szene in UnrealTournament einmal in der nativen Auflösung und einmal in 1024x768 knipsen und wenn du noch magst das selbe noch mit einer Szene aus Siedler. Wäre dir zu grossem Dank verpflichtet :D

  • Der Test war wirklich sehr ausführlich und gut. Danke nochmal dafür.
    Wofür stehen eigentlich die Buchstaben hinter bzw vor der 95. Da gibt es ja nun
    den


    s95fs
    s95f
    s95d
    s93b
    s95abr
    und und und...


    gibt es da einen Zusammenhang? Farben, Panel ....


    Danke für Infos.


    Fisch


    Weiterhin interessiert mich der Unterschied zwischen den:
    SDM-S95D
    und
    SDM-S95F
    Laut Sonyhomepage unterscheiden die sihc nur in "Kleingkeiten" aber wie verhalten die beiden Produkte sich bei Grafikprogrammen (Photoshop etc..)
    Höre immer was von "weißen Ecken"???
    Fragen über Fragen. Ich hoffe mir kann geholfen werden :)

  • Der letzte Buchstaben bezeichnet die Gehäusefarbe, also "S" für silber (SDM-S95FS) und "b" für schwarz (SDM-S95FB).


    Hier noch der Link zum Monitorvergleich: Link


    Anscheinend bedeutet ein "R" im Namen das der Monitor nur ein TN Panel besitzt.


    Hat der S95FS eigentlich overdrive (gem. Sony hat er 8ms, leider ohne Angabe wie es gemessen wurde, und im prad Monitorvergleich sind 16ms angegeben)?

  • R= TN-Panel
    A= nur Analogeingang
    S= Silber
    B= Schwarz
    D= fester Fuß ohne Höhenverstellung
    F= Fuß in der Höhe verstellbar


    Das S vor der 95 schiebe ich mal auf das Gehäuse des Panels.


    SDM-S95FS heißt folglich 19" TFT mit MVA-Panel, analog und Ditaleingang, höhenverstellbarem Fuß und das ganze in silber.


    Zumindest lese ich das aus dem Vergleich auf Sony.de


    Gruß, chris

  • Erstmal vielen Dank für das Lob und danke an den Mod, der meinen Titel ergänzt hat. ;)


    Quote

    Original von googelybear
    ...Was mich noch interessieren würde ist, wie es mit der Qualität der Interpolation auf 1024x768 aussieht. Wäre echt genial, wenn du hierzu 2 Vergleichsfotos machen könntest, z.B. die selbe Szene in UnrealTournament einmal in der nativen Auflösung und einmal in 1024x768 knipsen und wenn du noch magst das selbe noch mit einer Szene aus Siedler...


    Unreal Tournament habe ich leider schon wieder deinstalliert, aber mit einer Szene aus "Die Siedler" könnte ich dienen. Ich habe jeweils drei Bilder des selben Bildausschnitts mit einer vergleichbaren Zoomstufe gemacht.


    Native Auflösung:



    Interpoliert bei 1024 x 768 Pixeln:



    Bei der nativen Auflösung ist die Detailschärfe natürlich brillianter als interpoliert, aber auch interpoliert ist das Bild überraschend gut.


    Quote

    Original von fischnackdissen
    ...
    Höre immer was von "weißen Ecken"???
    ...


    Ja, die weißen Ecken kommen von einer unregelmäßig einstrahlenden Hintergrundbeleuchtung. Bei einem schwarzen Monitorbild sind dann manche Stellen am Bildrand heller als andere. Bei diesem Monitor strahlt es besonders stark an den Ecken des Monitors ein, deshalb ist von "weißen Ecken" die Rede.


    Im Testbericht hatte ich das im Kapitel "Bildqualität" erwähnt und ein Bild davon gepostet:


  • da so ein forum vom informations und erfahrungsaustausch lebt, will ich auch mein kleines schärflein dazu beitragen.


    meinen sony konnte ich vor zwei tagen bei meiner post abholen. positiv; er war original verpackt und wie schon öfters beschrieben, war der original sonykarton nochmal in einen großen, neutralen karton, verpackt.


    zuerst den tft mit dem bloßen auge nach pixelfehler abgesucht; dann den pixelfehlertest mit den hintergrundfarben schwarz, rot, grün, blau, weiß gemacht; puh, glück gehabt, kein pixelfehler zu erkenen.


    die lichthöfe in den ecken, besonders den unteren sind mir auch aufgefallen. merkt man aber nur bei schwarzen hintergrund oder man muss extra darauf achten oder danach suchen.....die ausleuchtung ist also nicht 100%......(nobody is perfekt... :D).


    positiv überrascht war ich von der bildqualität. ich arbeite auf der arbeit mit einem eizo und da ist die "zufriedenheitsmesslatte" äußerst hoch angesetzt... :D


    der eizo auf meiner arbeit mag noch einen tick besser sein in der bildqualität/schriftqualität, dafür hat der sony die schnelleren umschaltzeiten und ein schöneres design, was natürlich geschmackssache ist.....


    das sony menü ist einfach zu bedienen; auch ohne studium vom handbuch, welches durch die einfach bedienbarkeit eh recht knapp gehalten ist.


    also ich bin rundrum sehr zufrieden. die lichthöfe in den ecken stören mich nicht, das bild ist super und für 240 taler ist derzeit nichst vergleichbares auf dem markt zu bekommen; meiner meinung nach.


    von meinen 3 favoriten, lg 1970hr, eizo s1931 und dem sony mag der eizo als reiner lesitungssieger hervorhgehen aber den titel preis/leistungssieger dürfte an den sony gehen. vom lg 1970hr habe ich mich schnell verabschiedet, da er "nur" ein tn-panel besitzt. er ist aber sicherlich erste wahl für hardcoregamer, hat ein super design und einen sehr guten prad.de bericht; also sicherlich kein schlechter tft.


    das einzigste, was ich noch bei meinem sony suche ist eine funktion, wo ich die farben etwas "kräftiger" darstellen kann ?

    heute gekauft, morgen nur noch die hälfte wert und übermorgen problemmüll für dessen entsorgung man bezahlen muss......

  • noch etwas. im menü ist auch die herstellungswoche des tft zu erfahren. mein sony wurde in der zweiten kw 2006 produziert.

    heute gekauft, morgen nur noch die hälfte wert und übermorgen problemmüll für dessen entsorgung man bezahlen muss......

  • Quote

    Original von livorno



    das einzigste, was ich noch bei meinem sony suche ist eine funktion, wo ich die farben etwas "kräftiger" darstellen kann ?


    geh ins menu, wähle das profil "benutzer", dann unter "Farbe" (symbol: Schwazer kasten mit drei schwarzen punkten) und stellst auf sRGB.



    wo kann ich im menu bitteschön die herstellungswoche herausfinden?
    also bei meinem steht da nix.