Benq FP222wa (Prad.de User)

  • Guten Tag,


    da meine Nichte dringend einen neuen Monitor brauchte, weil Ihr alter CRT den Geist aufgegeben hat, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, Ihr meinen alten 19“TFT von Targa zu überlassen, da ich schon seit längerem mit einem 22“ TFT liebäugelte.


    Eigentlich wollte ich mir den Acer AL 22 wd zulegen, den ich für 320,00 Euro bei Officecentre inkl. MwSt. bekommen hätte, aber nach langen Lesen der Beiträge zu diesem TFT-Monitor hier im Forum, wonach man Glück haben muss einen Acer AL 22 wd zu erwischen der keine Fehler hat, habe ich mich zum Kauf des Benq FP 222 wa entschlossen, der bei unserem Saturn für 278,00 Euro im Angebot war.


    Positiv beim Kauf in unserem Saturn Markt war, das sich der Verkäufer sogar Zeit genommen hat, noch im Geschäft, den TFT auf Pixelfehler zu überprüfen.


    Hier nun erst mal die technischen Daten des 22“ Benq FP 222 wa:


    - 22“ TFT TN-Panel
    - Auflösung max: 1680 x 1050 Pixel
    - Reaktionszeit: 5ms
    - Kontrastverhältnis: 700:1
    - Helligkeit: 300 cd / m²
    - max. vertikale Frequenz: 76 Hz
    - Betrachtungswinkel: 170 / 160
    - Pixelabstand: 0,28mm
    - Farben: 16,7 Millionen
    - Eingang: D-Sub (VGA)
    - keine Lautsprecher eingebaut
    - Abmessungen: 480 x 397 x 170 mm


    Der Lieferumfang und die Verpackung:


    Der Benq FP 222 wa wird in einem stabilen Karton mit einer 2-fachen Styroporverpackung geliefert.
    In der obersten Lage befindet sich der Monitorsockel, Schnellanleitung, VGA-Kabel, Netzkabel sowie eine CD-Rom mit einem Handbuch im PDF-Format und die Monitortreiber.
    Dann endlich in der untersten Lage kommt das riesige 22“ Display zum Vorschein.


    Das Gehäuse und Panel:


    Ich finde das Panel macht einen soliden und hochwertigen Eindruck.
    Nach dem Einrasten in den sehr stabilen Monitorsockel und nach Anschluss des VGA- bzw. Netzkabels kann man endlich den Monitor in Betrieb nehmen.
    Die Tasten zum Einstellen des Bildes bzw. zum Ein- und Ausschalten des Monitors befinden sich nicht wie bei vielen anderen TFTs an der Front, sondern an der linken Seite im Rahmen des Gehäuses.
    Sieht natürlich Optisch stark aus.
    Nach studieren des Handbuches im PDF-Format findet sich man auch schnell mit der Bedienung und den vielen Einstellungsmöglichkeiten zurecht.
    Ich habe den Monitor am Wochenende jeweils Samstags und Sonntags ca. 12 Stunden nonstop in Betrieb gehabt, es war kein Pfeifen, kein Summen, kein Flimmern des Bildes
    und keine Erhitzung des Monitors festzustellen.
    Oben und unten am Display sind im Betrieb wie auch beim Acer AL 22 wd, Lichthöfe zu sehen die aber nur beim Filme gucken etwas stören, die Helligkeitsverteilung ist ansonsten sehr gut.
    Mit folgend aufgeführten Einstellungen habe ich dies aber in den Griff bekommen:
    RGB manuell
    rot 60
    blau 60
    grün 60


    Helligkeit 35
    Kontrast 30


    Zusätzlich habe ich in meinem Nvidia Grafiksteuerprogramm den Gammawert auf 0,8 eingestellt.
    Zu meinem Erstaunen ist das Bild trotz des nur vorhandenen D-Sub-Anschluss bei einer Auflösung von 1680 x 1050 Pixel gestochen scharf, so das ich keinen Unterschied zu meinem alten 19“TFT feststellen konnte, der über DVI angeschlossen war.
    Wer weiss, vielleicht liegt es ja auch an meiner Grafikkarte, ich besitze den aktuellen MD 8818 mit Nvidia Geforce 7650GS.
    Alle Auflösungsmodi werden anstandslos erkannt.
    Jedoch habe ich festgestellt das bei einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixel das Bild etwas verschwommen wirkt, liegt das vielleicht am fehlenden DVI-Anschluss ???
    Positiv ist auch das ich selbst beim Zocken mit Doom 3 keine Schlieren feststellen konnte.


    Die Ergonomie:


    Der Benq FP 222 wa hat leider keine Pivot-Funktion, sondern ist nur in der Neigung um ca. 22 Grad verstellbar.
    Der Monitor hat natürlich auch die typischen Eigenschaften eines TN Panels.
    Speziell bei Office-Arbeiten muss man sich erst einmal daran gewöhnen, das bei der Ansicht von vorne/mittig der Kontrast nach rechts und links leicht in gelbliche übergeht.
    Dieser Moire-Effekt ist hingegen bei Games oder Filme kaum sichtbar.
    Bei einem TN Panel dieser Größe fällt dies einen schon eher auf als bei meinen alten 19“TFT.


    Das Fazit:


    Für den Preis von 278,00 Euro kann man mit diesem Panel eigentlich nicht viel Falsch machen, zudem ein einfacher 19“ TFT im Schnitt auch um die 199,00 Euro kostet.
    Wie bereits erwähnt ist die Verarbeitung und sogar die Bildschärfe über VGA in Ordnung.
    Wer viel mit Office arbeitet, den könnte der eingeschränkte Blickwinkel stören, ansonsten ist dieser Monitor für diesen Preis sehr empfehlenswert.
    Die Größe des Panels ist einfach nur genial, ich denke mir das sich 22“ TFTs über kurz oder lang am Markt durchsetzen werden, da die Preise am fallen sind.
    Sollte Ihr alter 4:3 Fernseher in absehbarer Zeit kaputt gehen, würden Sie sich bestimmt auch ein 16:9 Widescreen LCD-TV kaufen.
    Sicherlich gibt es noch bessere 22“ TFT-Monitore als den Benq FP 222 wa, dann müssen Sie aber mehr als 300 Euro anlegen.
    Nachdem was man über den Acer AL 22 wd hier im Forum gelesen hat, kann der Benq FP 222 wa da locker mithalten.
    Einzig alleine der Samsung Syncmaster 226BW ist den Benq FP 222 wa bestimmt um ein vielfaches überlegen, dafür kostet er dann mal eben mindestens 120,00 Euro mehr.

  • Schöner Bericht :)
    Ich wäre gerne an einigen "Live-Bildern" des BenQ's interessiert!
    Überlege mir schon den TFT zuzulegen..:)


    Vielen Dank im Vorraus, Marius

  • Quote

    Oder noch besser über den BenQ fp222WH.


    habe den jetzt hier vor mir auf meinem Schreibtisch stehen ;-)
    also ich muss sagen, für den Preis ist er top. Natürlich hat er nicht ein ganz so brillantes Bild wie ein Gerät mit VA Panel, aber dennoch ganz gut.
    Nicht zu vergessen die HDMI Schnittstelle, muss noch testen, wie er sich als Fernseher macht.
    Lg Hornet

  • Ich hätte auch noch mal ne Frage: gibt das Netzteil, bzw. der Backlightinverter, bei diesem Monitor ein hörbares Geräusch von sich? Ich habe da halt schon ne schlechte Erfahrung und ne daraus folgende Rückgabe hinter mir, deshalb frage ich...

  • Quote

    gibt das Netzteil, bzw. der Backlightinverter, bei diesem Monitor ein hörbares Geräusch von sich? Ich habe da halt schon ne schlechte Erfahrung und ne daraus folgende Rückgabe hinter mir, deshalb frage ich..


    also ich höre hier nichts.
    lg Hornet

  • Könnt Ihr bitte noch ein paar Bilder machen?


    Brummt der TFT selbst bei 0-5% Leuchtkraft nicht, oder dann doch?



    Er hat also ein scharfes Bild? (besonders der "h" mit DVI) - Hat er auch tolle und brilliante Farben und ist schön hell? - Ich will ihn nämlich hauptsächlich für Office und TV nutzen. Gamen werde ich damit aber auch.

  • Quote

    Original von hornet


    habe den jetzt hier vor mir auf meinem Schreibtisch stehen ;-)
    also ich muss sagen, für den Preis ist er top. Natürlich hat er nicht ein ganz so brillantes Bild wie ein Gerät mit VA Panel, aber dennoch ganz gut.
    Nicht zu vergessen die HDMI Schnittstelle, muss noch testen, wie er sich als Fernseher macht.
    Lg Hornet


    Hallo,


    wie macht er sich denn als Fernsehr? Würde gerne DVD-Player über HDMI anschließen und PC über DVI-D. Habe sowas bisher nicht getestet deshalb würde mich auch interessieren was passiert wenn DVD-Player und PC gleichzeitig angeschaltet sind und beide ihr Bild darstellen wollen.
    Danke schon mal für die Infos.


    Gruß


    PS: Unterstützt der BenQ auch HDCP? Konnte leider auf die Schnelle nichts finden.