Eizo SX2461 (Prad.de User)

  • So dann will auch mal ein kleines Review zu dem Montor abgeben.


    Seit gestern Vormittag steht das gute Stück nun bei mir auf dem Schreibtisch.


    Verarbeitung:


    Eizo typisch gute Qualität, da wackelt nix, alles ist passgenau gefertigt. Lediglich für die Neigungs und Höcheneinstellung sollte man erstmal ein bischen pumpen gehen in der Muckibude :) das geht so schwer das man teilweise brachiale Kräfte walten lassen muss.


    Bildqualität:


    Die Ausleuchtung des Gerätes ist sehr gut und gleichmässig, auch die Farbreinheit und Farbstäbilität ist ausgezeichnet. Hier gibts wirklich nix zu kritisieren. Keine Farbstiche, keine Helligkeitsschwankungen, top!


    Die Blickwinkel sind OK aber nicht mit einem IPS zu vergleichen. Man sollte wirklich Kerzengerade vor dem Teil sitzen. Hier beobachte ich ein weiteres Phänomen das wohl damit zusammenhängt.


    Das Bild scheint im linken drittel etwas Heller zu sein, das ist aber eine optische Täuschung die wohl auf die Beschichtung des Panels zurückzuführen ist ,man sieht es eigentlich nur bei dunklen Grautönen.


    Es liegt auch nicht der Hintergrundbeleuchtung, Lichthof ist es auch keiner!? Es scheint das dass Licht anders gebrochen wird, wenn ich meinen Kopf drehe ändert sich der Eindruck.


    Von vorne betrachtet ist der Effekt gering ausgeprägt
    Von links betrachtet nimm der Effekt ab
    Von rechts betrachtet nimtm er stark zu


    Kann da jemand was zu sagen ?


    So weiter im Text :)


    Der Kontrastwert des Monitors ist ausgezeichnet, Schwarz ist schwarz, fast zu schwarz, den der Monitor tendiert wohl aufgrund des S-PVA Panels dazu dunkle Töne einfach zu verschlucken, so das es schwer wird dunkle Töne zu differnzieren. Hab mir in unkalibriertem Zustand ein Video angesehen mit viel dunklen Passagen, das war eigentlich nur Schwarzer Brei.


    Nach einer Kalibrierung auf *L mit einer Vorgabe von 0,30cd Schwarz sieht es besser aus, allerdings kommt das S-PVA nicht an ein IPS Panel heran.


    Auch bei Bewegten Bildern scheint IPS die bessere wahl zu sein, der Eizo stellt zwar alles flüssig daar, aber ich persönlich merke den Overdirve schon stärker als beim NEC. Wirkt alles ein wenig schleppend.


    Muss dazu sagen das ich die Bildqualität nach meinen Kriterein beurteile, sprich 90% EBV, 10% Filme gucken.



    Geräusche:


    das Gerät ist flüssterleise und hat Quasi keine Eigengeräusche, selbst als ich mit dem Ohr ganz nah ran bin hab ich nüscht gehört :)




    Der Rest wurde ja schon vom Vorposter beschrieben und Erklärt

  • Ja ich bin immernoch zufrieden mit dem Monitor. Nachdem ich ihn jetzt seit fast einem Jahr benutze.


    Lediglich das Phänomen mit der helleren linken Bildschirmseite macht mir etwas zu schaffen. Da es dadurch sehr schwer ist zwei Bilder nebeneinander zu betrachten und eine Feinabstimmung der Farben und Kontrastwerte vorzunehmen.


    Das Bedienkonzept des Monitors hat sich für mich als unergonomisch herausgestellt, konnte mich einfach nicht daran gewöhnen, man haut einfach zu oft daneben mit den flachen dunklen Tasten, die man nur bei enstprechender Raumbeleuchtung findet.Aber das kann man ja auch alles per Software einstellen.

  • Da ich noch keinen ausfürlichen Bericht mit Messwerten zu diesem Monitor finden konnte, - oder habe ich was übersehen? - gebe ich hier auch mal meinen Senf dazu:



    Vorweg - DeVIce:


    Ja, ich kann die seltsame Blickwinkelabhängigkeit nachvollziehen, auch wenn ich es eher so empfinde, als ob der Kontrast bei Kopfbewegungen in den Ecken/Rändern nachlässt. Dass das Bild viel heller wird, kann ich nicht sagen. Jetzt, wo ich darauf geachtet habe scheint es tatsächlich auf der linken Seite ausgeprägter zu sein.



    Ich habe das Gerät jetzt seit 2 Tagen ausgiebig getestet und kalibriert.



    Hier mein Review:




    Lieferumfang:


    Dem SX2461W liegen alle benötigten/anschließbaren Kabel bei: 1x DVI-D, 1x VGA- auf DVI-A-Kabel, USB A-B, Kaltgeräteanschlusskabel.


    Ein Installationshandbuch liegt in gedruckter Form bei.


    Zur mitgelieferten Software gehören eine Treiber-CD mit ICC-Profilen, sowie Eizos SceenManagerPro Software und Benutzerhandbüchern, sowie eine CD mit Eizos UniColorPro-Software. Zusätzlich liegt noch eine Vollversion von Zoner PhotoStudio9 bei.


    Um einen anderen Standfuß oder Monitorarm anbringen zu können, liegen 4 passende Schrauben bei.



    Der monitor kann direkt aufgestellt werden, ohne auch nur eine Transportsicherung zu entfernen, oder noch irgend etwas montieren zu müssen.



    Ausstattung:


    2x DVI, 1x USB-Hub mit einem Eingang und 2 Ausgängen, Kaltgeräteanschluss.


    Anschlüsse für HDMI/DisplayPort/S-VHS/Komponente oder Sound sind nicht voranden.



    Bild:


    Der Eizo zeigt ein in den Werkseinstellungen etwas zu helles, aber subjektiv sehr ausgewogenes Bild. Das Display ist relativ blickwinkelunabhängig. Bei seitlicher Betrachtung fällt lediglich der Kontrast ab, die Farben bleiben jedoch recht stabil.


    Die Ausleuchtung ist bei senkrechter Betrachtung sehr gut und auch bei Anzeige eines Schwarzbildes sind keine leuchtenden Flecken festzustellen.



    Nach Messung und Kalibrierung auf AdobeRGB (6500K) mit Datacolors Spyder3elite bestätigt sich der gute visuelle Eindruck.



    Messwerte (Sollwert / gemessen / gemessen nach Profilierung):



    Weiß-Luminanz 140,0 cd / 140,1 cd / 140,1 cd


    Schwarz-Luminanz 0 cd / 0,24 cd / 0,24 cd


    DeltaE(Lab) Weißpunkt 0,0 / 0,05 / 0,4


    DeltaE(Lab) 50%grau - / - / 0,0 (wurde während der Kalibrierung nicht angezeigt, daher nur der Wert nach Profilierung)


    Gamma 2,20 / 2,27 / 2,24



    Es sind folgende Einstellungen im Custom-Mode vorgenommen worden:


    Helligkeit 41%


    Gama 2.2


    Rot 100%


    Grün 91%


    Blau 92%



    Da ich mich noch nicht ausgiebig mit der 6-Achsen-Einstellung beschäftigt habe, kann ich noch keine Aussage darüber treffen, ob sich noch bessere Werte (besonders in Sachen Gamma) erreichen lassen.


    Der Schwarzwert ist zwar nicht perfekt, aber sicherlich schon sehr gut. Bei Kalibrierung auf 120 cd sinkt der Schwarzwert auf noch bessere 0,21 cd.



    Besonderheit:


    Auch der Eizo bietet, wie fast alle Monitore, verschiedene Voreinstellungen für sRGB, Text, Picture und Video. Interessant ist, dass der Farbraum bei Einstellung auf sRGB anscheinend so beschnitten wird, dass tatsächlich auch mit ungemanagter Software sRGB dargestellt wird (visuell überprüft mit Eizo S2431W). Das ist für einen Monitor mit erweitertem Fabraum bei weitem nicht selbstverständlich!



    Nach der Kalibrierung bzw.Profilierung traten keine Banding-Effekte auf.



    Zur Reaktionszeit bzw. zur Vidoetauglichkeit kann ich noch keine Aussage treffen, da diese Eigenschaften für meine Anforderungen nicht so relevant sind.



    Ergonomie:


    Der Standfuß macht einen sehr guten und stabilen Eindruck. Der Monitor lässt sich höhenverstellen, horizontal und vertikal schwenken und um mehr als 90° drehen (pivot). Somit ist eine optimale Aufstellung gewährleistet.



    Der Monitor lässt sich über 10 Tasten, die sich mittig am unteren Rand befinden, steuern. Die Tasten könnten etwas größer sein, sind aber noch ausreichend gut zu bedienen. Schlimmer ist, dass man die Tasten bei mäßigem Licht schlecht findet bzw. auseinander halten kann.



    Verarbeitung:


    Das Gehäuse um das Display wirkt etwas "wabbelig". Ein etwas härterer Kunststoff würde wohl einen hochwertigeren Eindruck hinterlassen.



    Am unteren Displayrand blitzt der Metallrahmen des Displays auf, da der weiche Kunstoffrahmen nicht sauber anliegt. Gleiches konnte ich auch bei meinem S2431W beobachten.



    Optisch präsentiert sich der Monitor in schlichtem Business-Design und gehört sicherlich nicht zu den Schlankesten seiner Gattung.



    Fazit:


    In Bezug auf die Bildqualität erfüllt der Eizo SX2461W meine Erwartungen vollkommen. Lediglich das etwas weiche und unsauber anliegende Gehäuse schmälert den guten Eindruck etwas. Dies sollte bei einem Monitor der 1000,- EUR-Klasse eigentlich nicht vorkommnen.



    Da das Gerät nicht als Fernsehersatz gedacht ist, fehlen mir die nicht vorhandenen Multimediaschnittstellen nicht.



    Für Grafiker und Fotografen, die hauptsächlich im AdobeRGB-Farbraum arbeiten ist dieser Monitor zu empfehlen. Durch die Möglichkeit auch ein "sauberes" sRGB anzuzeigen, kann auch ohne sRGB-Kontrollmonitor die Kalibrierung bzw. die richtige Profilierung von Bildern im sRGB-Raum überprüft werden.



    Auch wenn die Blickwinkelabhängigkeit weniger ausgeprägt und das Gehäuse etwas stabiler sein könnten,... - ich werde den Monitor so schnell nicht wieder hergeben.



    PS:


    Als Fotograf arbeite ich in erster Linie mit Adobe Photoshop und Lightroom im AdobeRGB-Raum. Da ich auch als Mediengestallter tätig bin und gelegentlich mit Video- bzw. Flashanwendungen arbeite, ist die sRGB-Implementierung ein riesen Vorteil.



    Alle Messungen mit Datacolor Spyder3elite unter Windows Vista64 ultimate an Quadro FX 3700.

  • MickyMedia, danke für Deinen Beitrag. Du schreibst:

    Quote

    visuell überprüft mit Eizo S2431W

    Scheint Du hast also beide Geräte. Kannst Du auf die Unterscheide eingehen? Der 2431 wurde von Prad ja als überwiegend gut getestet. Wo bestehen Unterschiede?


    Danke! lu

  • Hallo herrlu,


    der Unterschied ist schnell beschrieben. Der 2431w ist ein reiner sRGB-Monitor und der 2461w ist ein Widegamut-Monitor.


    Solltest du also in einem AdobeRGB- oder noch größerem Farbraum arbeiten, so ist sicherlich der 2461w die bessere Wahl. Wenn du ausschließlich im sRGB-Farbraum arbeitest, ist der 2431w vollkommen ausreichend.


    Qualitativ kann ich weder beim Bild (Ausleuchtung/Schwarzwert/Blickwinkel), noch beim Gehäuse einen Unterschied ausmachen. Lediglich der Fuß des 2461w gefällt mir besser. Der Monitor lässt sich mechanisch etwas besser verstellen.



    Empire4191


    Jo, da hätte ich mir meinen Bericht ja sparen können...


    Mir ist nur aufgefallen, dass du zur Kalibrierung ganz andere Farbwerte einsetzt. Ich hab mal meinen alten Eye1Display rausgekramt und komme damit wieder auf andere Werte. Interessant ist, dass alle 3 Einstellungen anscheinend noch im Rahmen liegen. Mit keiner der 3 Einstellungen kommt ein DeltaE >1,5 herraus, obwohl die Werte schon ganz schön auseinander liegen. Ok, dein Monitor ist fast ein Jahr älter und somit wohl nicht mehr mit einem neuen (jetzt produzierten) vergleichbar. Mein Eye1Display ist bestimmt 6 Jahre alt und vermutlich nicht mehr ganz genau/sauber... ja, ich bin Raucher. Werde wohl weiterhin auf mein Spyder3Elite vertrauen, oder hat jemand einen passenden Link zu einem Kalibriergerätetest parat?