CRT immer noch überlegen? Warum nicht weiterentwickelt?

  • Guten Tag
    Bis jetzt konnte ich dem Drang mir einen TFT-Monitor zuzulegen immer wiederstehen, besonders weil ich fest davon überzeugt bin, dass CRT-Monitore den TFT-Monitoren in den meisten Aspekten immer nocht überlegen sind:
    -die Reaktionszeit ist meistens besser
    -die Farbwiedergabe ist besser
    -der Kontrast ist besser
    -die Helligkeit ist besser
    -das Interpolationsverhalten ist besser bzw. nicht notwendig
    -keine Blickwinkelabhängigkeit


    Nachteile:
    -die Größe
    -der Stromverbrauch
    -der Strahlungsausstoß (?)



    Ihr dürft mich gerne korrigieren oder noch weitere Aspekte hinzufügen, aber Fakt ist doch, dass gute CRT-Monitore auch den besten und teuersten TFT-Monitore überlegen sind oder etwa nicht?


    Warum sollte ich also meinen (5 Jahre alten) 19" CRT (Low-Price) gegen einen TFT-Monitor austauschen, wenn damit ein Qualitätsverlust einhergehen würde.


    Derzeit spiele ich stark mit dem Gedanken mir bei eBay einen gebrauchten 24" CRT (Widescreen) zu kaufen, damit ich auch Full-HD Filme mehr oder weniger genießen kann (kein Monitor hat eine AR von 4:3 und kann nur 1600*1200 Bildpunkte darstellen).
    Vielleicht hält dieser dann nicht mehr so lange, jedoch hätte ich viel Geld gespart und vielleicht können TFT-Monitore ja endlich mit CRT-Monitoren mithalten, wenn der Monitor endgültig den Geist aufgeben sollte, sodass ich einen äquivalenten Ersazt dafür hätte.



    Und warum wurde eigentlich die Entwicklung von CRT-Monitoren eingestellt?
    Irgendwann scheinen alle Medien und alle Konzerne einfach auf TFT-Monitore umgeschaltet zu haben, obwohl gerade in den Anfangszeiten TFT-Monitore noch überhaupt nicht ausgereift waren. Ich könnte es mir nur durch den Lifestyle-Faktor erklären, denn so ein TFT-Monitor ist schon schicker und präsentabeler als so ein klobriger CRT-Monitor.
    Aber kann das wirklich alles sein?


    Ich freue mich auf eure Antworten und lasse mich auch gerne von den Vorteilen von TFT-Monitoren überzeugen!



    mfg: p0mbaer

  • Ich muss dir in den Aspekten recht geben. Bin selbst ein passionierter CS-Spieler und selbst mein billiger sechs Jahre alter 17" CRT (mein guter 19" Iiyama ist leider Schrott -.-) ist einfach super gut dafür geeignet. Keine Schlieren, keine Bewegungsunschärfe, keine unnatürlichen Farben, wie es bei TFTs mehr oder weniger vorhanden ist. Habe mir aber trotzdem einen 22"-LCD gekauft, ich hoffe dass CS damit auch Spaß macht, wenn nicht hab ich den CRT ja noch. Habe mir den 22" ja nicht zum CS Spielen gekauft^^


    Zu deiner letzten Frage, ist doch eigentlich ganz klar: CRTs sind viel zu groß, für Displays in Autos, Bussen, Flugzeugen oder auch auf Bahnhöfen, Flughäfen kommt einfach nur ein Flatscreen in Frage. Auch in Büros, zu Hause oder überall wo man einen Bildschirm benötigt, ist die flache Bauweise von Vorteil. Außerdem sind dadurch viel Größere Bildschirmdiagonalen möglich. Stell dir mal einen 42"-Röhrenfernseher in das Wohnzimmer. Entscheidend ist auch der hohe Stromverbrauch der Röhren. Und schicker aussehen tun LCDs meistens auch. Neue, meistens teure Modelle mit MVA Panel, können ja (was die Farben etc angeht) mittlerweile recht gut mit CRTs mithalten. Die Entwicklung geht ja auch weiter.


    Was mich sehr interessiert, ist die vierte Bildschirmtechnologie neben CRT, LCD und Plasma. Ich weiß nicht viel darüber und würde den Namen auch gerne wissen, da ich mich gerne mehr farüber informieren würde. Auf jeden Fall sind das Flachbildschirme, die das Bild irgendwie mit Hilfe von Kohlenstoffpartikel (oder so ähnlich) darstellen. Diese Teile vereinen meines Wissens nach die Vorteile von CRTs mit denen von LCDs, nämlich auf der Seite der Röhre die kaum bis gar nicht vorhandene Reaktionszeit, Farbechtheit sowie Kontrastwerte, Ausleuchtung und Blickwinkelstabilität und auf der Seite des LCD die flache Bauweise und den vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch.
    Ganz sicher bin ich mir nicht aber bei den ganzen Punkten, würde gerne mehr darüber erfahren.


    Edit: Ok, die Teile heißen FED (Field Emission Display; Feldemissionsbildschirm) und haben nur indirekt was mit Kohlenstoff zu tun. Die aktuellste Technik benutzt Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Kann man alles auf Wikipedia nachlesen. Klingt für mich recht interessant, vielleicht gibt es ja in 2-3 Jahren brauchbare und bezahlbare 20-22"-FEDs für den Heimgebrauch.


    Wenn man bei der Prad-Suche "FED" eingibt findet man auch einige News. Klingt für mich besser als OLED. Mal sehen was uns die Zukunft bringt ;)

  • Quote

    Original von p0mbaer
    Und warum wurde eigentlich die Entwicklung von CRT-Monitoren eingestellt?
    Irgendwann scheinen alle Medien und alle Konzerne einfach auf TFT-Monitore umgeschaltet zu haben, obwohl gerade in den Anfangszeiten TFT-Monitore noch überhaupt nicht ausgereift waren. Ich könnte es mir nur durch den Lifestyle-Faktor erklären, denn so ein TFT-Monitor ist schon schicker und präsentabeler als so ein klobriger CRT-Monitor.
    Aber kann das wirklich alles sein?



    mfg: p0mbaer


    Nein, das kann natürlich nicht alles sein. Es ist nur ganz einfach so, dass irgendwann mal ein Schlussstrich gezogen und eine „alte“ Technologie begraben werden muss, um eine „neue“ Technologie voranzutreiben. Diese „Macht“ haben die großen Unternehmen ganz einfach, völlig unabhängig davon, um welche Branche oder welche Produkte es sich handeln mag, und meiner persönlichen Meinung nach, müssen und sollten sie diese Macht auch nutzen. Manche schauen bei solchen Entscheidungen natürlich immer in die Röhre... im wahrsten Sinne des Wortes! ;)


    Manche Leute bei Volkswagen dachten auch tatsächlich, dass sie immer nur weiter den Käfer produzieren müssten. Heute wird wohl jedem klar sein, dass VW ohne den Golf nur noch ein kleiner Teil der deutschen Industriegeschichte wäre.


    Bezogen auf die Computerindustrie fällt mir Intel ein. Vermutlich wären DDR2, geschweige denn DDR3, heute kaum bezahlbar, wenn Intel nicht seine Marktmacht genutzt und die eigenen Chipsätze auf eben nur diese Technologie ausgerichtet hätte.


    Die DVD konnte sich rasend schnell durchsetzten, da die komplette Film- und Unterhaltungselektronik-Industrie an einem Strang zog, im Gegensatz zum späteren Formatkrieg zwischen HD-DVD und Blu-ray. Aber es wäre doch auch traurig, wenn heute Unternehmen noch immer an der VHS festhalten würden.


    Die Beispiele sind in Details vielleicht nicht 1:1 „übertragbar“, trotzdem denke ich, dass sie zeigen, was ich meine.


    Vermutlich war für „Insider“ die LCD-Technologie bei Computerbildschirmen schon die Zukunft, als wir uns noch nicht mal vorstellen konnten, dass ein 15“-TFT jemals bezahlbar werden könnte.


    Es gibt natürlich immer Kritiker, die „Neuem“ skeptisch gegenüber stehen und gerne nur die negativen Punkte einer bestimmten neuen Technik oder eines bestimmten neuen Produktes sehen und publik machen möchten. Solange diese Kritik kompetent, intelligent und sachlich geschieht, werden Kritiker aber auch dringend benötigt, damit die betroffenen Unternehmen auch wirklich ihr Geld, ihre Zeit und ihr Know-How in die Verbesserung diverser neuer Technologien investieren. Wäre ja auch schlimm, wenn eine völlig neue, unausgereifte Technik auf den Markt käme und alle damit zufrieden wären.


    Meine persönliche Erfahrung sieht bei dem Thema so aus, dass ich lange nach einem 19“-CRT als Ersatz für meinen 17“-CRT gesucht hatte. Allerdings konnte mich nie ein Gerät zufrieden stellen, denn Geometriefehler, Unschärfe und natürlich Gewicht und Größe wollte ich nicht mehr akzeptieren. Als ich dann alternativ einen 19“-TFT mein Eigen nennen durfte, war ich schlicht begeistert und seitdem käme ich im Traum nicht mehr auf die Idee, einen CRT als Computerbildschirm einzusetzen.


    Mit meinem Beitrag beabsichtige ich aber keineswegs, dich von TFTs zu überzeugen. Das überlasse ich denen, die mehr „Hintergrundwissen“ der jeweiligen Technik besitzen und objektiv Vor- und Nachteile beider Technologien gegenüberstellen können.


    Wie man links sehen kann, besitze ich selbst auch noch einen 32“ Röhren-TV, mit dem ich auch überaus zufrieden bin. Das Gerät war die letzte „High-End-Röhre“, die Panasonic im Programm hatte und solange sich HDTV in Deutschland nicht weiter verbreitet, sehe ich auch noch keinen Grund zu LCD bzw. Plasma zu wechseln. Fest steht aber bereits jetzt, dass ich als nächstes TV-Gerät einen LCD kaufen werde.


    Gruß Yostix

  • Vielen Dank erst einmal für die Antworten. Ich denke ich kann jetzt den Siegeszug der TFTs etwas besser nachvollziehen.
    Von der Technik selber konnte mich aber leider niemand wirklich überzeugen.
    Deshalb möchte ich noch einmal nachfragen, wann ihr glaubt, dass TFT-Monitore, CRT-Monitoren in nichts mehr nachstehen?

  • Also erstmal sollte man die Begriffe definieren. TFT ist ja nur die aktuell eingesetzte Technik bei LC-Displays. Ich denke dass LC-Displays (= "TFTs") nie ganz an CRTs rankommen werden. Das ist einfach die Technik. Die Bewegungsunschärfe ist zum Beispiel nicht webzubekommen. Andere Flachbildschirme können das natürlich schaffen, hier sind neuere Techniken wie (O)LED, SED und FED zu nennen. Wie sich das ganze entwickelt bleibt abzuwarten, aber ich denke dass SED bzw. FED und deren Weiterentwicklungen in Zukunft (5-10 Jahre) die CRTs gut ersetzen können.

  • Quote

    Ich denke dass LC-Displays (= "TFTs") nie ganz an CRTs rankommen werden. Das ist einfach die Technik. Die Bewegungsunschärfe ist zum Beispiel nicht webzubekommen.


    Die Bewegungsunschärfen sind der EINZIGE Kritikpunkt gegenüber einem CRT.


    In allen anderen Bereichen (Kontrast, Farbdarstellung, Helligkeit, Bildschärfe, Interpolation etc) sind heutige Mittelklasse-TFTs selbst den allerbesten jemals gebauten Röhrenmonitoren HAUSHOCH überlegen.


    Und dass die Bewegungsunschärfen gar nicht wegzubekommen, ist auch Käse. Es gibt da derzeit mehrere Wege das zu lösen. Am ehesten werden das diejenigen 100/120 Hz Geräte meistern können, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen werden.


  • lohnt sich da das warten ? Kannst da ma nen link zu einer news oder ner page mit mehr informationen posten ?

  • Quote

    Original von Wurstdieb
    Die Bewegungsunschärfen sind der EINZIGE Kritikpunkt gegenüber einem CRT.


    In allen anderen Bereichen (Kontrast, Farbdarstellung, Helligkeit, Bildschärfe, Interpolation etc) sind heutige Mittelklasse-TFTs selbst den allerbesten jemals gebauten Röhrenmonitoren HAUSHOCH überlegen.


    Und dass die Bewegungsunschärfen gar nicht wegzubekommen, ist auch Käse. Es gibt da derzeit mehrere Wege das zu lösen. Am ehesten werden das diejenigen 100/120 Hz Geräte meistern können, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen werden.


    Das war aber jetzt etwas übertrieben ausgedrückt, oder? Schwarzwert und Blickwinkel kommen auch bei den besten TFTs nicht ganz an eine gute Röhre herran. Warum die Interpolation von TFTs besser sein soll, verstehe ich auch nicht.


    Ich finde die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen dem Startbeitrag und deinem.


  • Erstmal die Frage wofür werden Bildschirme eingesetzt wie viel werden zum spielen und wie viele zum Arbeiten eingesetzt. Bei normalen "Arbeiten" ist es egal wie schnell das Display ist. Ich finde auch die TFTs inzwischen schnell genug. Hier sind die Röhren aber nachwievor besser, dazu später mehr.


    Dann muss man auch unterscheiden, was für einen TFT man vergleicht. Einen TN, ein IPS oder PVA Panel. Nicht alle haben die gleichen Stärken und Schwächen.


    Die Farbwiedergabe ist zum Beispiel inzwischen bei den IPS und PVA TFTs deutlich überlegen, aber auch nur bei IPS und auch bei PVA Panels. TN Panels haben oft nur 6bit pro Farbkanal und sind zu stark Blickwinkelabhängig als das sie für professionelle Bildbearbeitung geeignet wären.


    Womit wir beim nächsten Punkt sind. Meiner Meinung nach sind IPS und PVA Panels inzwischen so gut vom Blickwinkel das man hier keinen Nachteil ggü. einem CRT hat auch wenn er hier noch besser ist, aber auch ein CRT ist nicht stabil über große Winkel.


    Auch beim Kontrast hängt es vom Panel und vom alter ab. IMHO gibt es ab einem realen Kontrast von 600:1 kaum noch Vorteile ggü. eine Röhre. Ich finde die aktuellen S-PVA mit 1500:1 sogar deutlich besser als CRTs, zumal der Kontrast bei der Röhre mit dem alter auch extrem nachlässt, das ist bei TFTs nicht so. TN Panel holen hier inzwischen auch auf, hier schlägt aber auch wieder der Blickwinkel zu.


    Bei der Helligkeit ist ein TFT wirklich exorbitant überlegen. Eine Röhre schafft vielleicht 110-120cd/m2 wenn sie neu ist. TFTs gibt es bis 500cd/m2 da kann man nur Kopfschmerzen kriegen. Wenn ein TFT 200cd/m2 schafft reicht das auch für sehr helle Räume aus.


    Die Notwendigkeit zu interpolieren sinkt dank immer stärkerer Grafikkarten immer mehr. Mit einer aktuellen Radeon 4870 kannst du ja nahezu jedes Spiel bei 1920x1200 mit vollen Details spielen, genug für 24" Monitore.


    Und die Reaktionszeit ist inzwischen vor allem bei TN Panels sehr gut. Hier hinken IPS und noch PVA Panels noch etwas mehr hinterher.


    Nicht zu vergessen ist die deutlich bessere Schärfe, Konvergenz und Ergonomie. Dazu niedriger Stromverbrauch, geringer Platz. Da verkommen die Vorteile des CRTs die auch immer kleiner werden (Blickwinkel und Geschwindigkeit beim spielen), gerade zu "lächerlich" klein vor.

  • Klar gibt es für die meisten Anwendungen einen passenden TFT, jedoch eben nicht einen für alle Anwendungen.
    Ich denke aber mittlerweile, dass meine Vorbehalte möglicherweise etwas übertrieben waren. Dies hat sich aber auch durch diesen Thread geändert.
    Und nun, da ich gerade den Test des BenQ V2400Ws gelesen habe, stehe ich auch endgültig vor dem Kauf meines ersten Monitors.
    Ich werde wohl noch ein paar User-Tests abwarten, aber bisher sagt mir der Monitor sehr zu:
    Schnelle Reaktionszeit, toller Kontrast und gute Farbwiedergabe. Die Blickwinkelabhängigkeit könnte vielleicht besser sein, aber dsa wird wahrscheinlich kein Problem darstellen.
    Insgesamt scheint dies ja ein guter Allrounder zu sein, der meinen Ansprüchen (Surfen und Multimedia) wohl vollkommen genügt.

  • Quote

    Originally posted by Wurstdieb
    Die Bewegungsunschärfen sind der EINZIGE Kritikpunkt gegenüber einem CRT.


    In allen anderen Bereichen (Kontrast, Farbdarstellung, Helligkeit, Bildschärfe, Interpolation etc) sind heutige Mittelklasse-TFTs selbst den allerbesten jemals gebauten Röhrenmonitoren HAUSHOCH überlegen.


    Und wie sieht es aus mit Verteilung der Ausleuchtung oder auch einseitigen Farbstichen (siehe im Thread zum Eizo 2231) aus. Jedes Mal wenn sich da jemand beschwert heißt es meist, dafür gibts Profi-Geräte ohne solche Probleme. Nur wären das dann weit abseits der Mittelklasse.
    Ich weiß jetzt aber wirklich nicht mehr, wie sich CRTs geschlagen haben, kann mir aber vorstellen, dass es da zum Beispiel von der Ausleuchtung technisch nicht so Probleme gab, weil es ja immer an allen Stellen der selbe "Strahl" ist. Kann sich da noch jemand erinnern?

  • Also ich sitze gerade vor einem PC und kann über die Ausleuchtung überhaupt nichts negatives besitzen. Natürlich konnte ich keine professionellen Tests durchführen, aber als ich mir einfarbene Bilder im Fullscreen Modus angeschaut habe (weiss, schwarz, blau und rot) sind mir keine Unterschiede in der Ausleuchung aufgefallen.

  • Die Röhre hat zwei prinzipielle Vorteile:
    Zum einen wird die Bewegtwiedergabe von manchen Menschen subjektiv als angenehmer empfunden, da ein TFT die Bilder "hält", ein von der Reaktionsgeschwindigkeit etc. unabhängiger Effekt.
    Zum anderen muss man beim TFT mit der nativen Auflösung arbeiten (oder mit ganzzahligen Verwandten) - belohnt wird man dafür mit perfekter Bildstabililtät und Schärfe


    Manche Aspekte erfordern beim TFT mehr Sorgfalt und sind deshalb erst bei hochwertigen TFTs gut gelöst, z.B. Farbwiedergabe, Graustufenauflösung etc oder sind nur bei manchen Paneltypen problematisch (TN-Panels -> Farbstabilität).


    Unabhängig davon hat die Röhre ein massives Problem: Es gibt praktisch keine hochwertigen Röhren mehr, auf die die Fernseh/Monitor-Hersteller aufbauen könnten. Der heikle Prozess der Röhrenfertigung wurde auch von Markenherstellern zumeist nach Osteuropa in Billigwerke verlagert. Dies bereitet z.B. Metz und Loewe bis heute Probleme, da diese (aus Qualitätsgründen) an der Röhre festhielten, gegen Ende aber z.B. nur noch polnische Billigröhren bekamen, selbst mit sorgfältiger Selektion wird damit die Lebensdauer dieser Qualitätsgeräte von normalerweise 12-20 Jahren meist auf unter 8 Jahren eingeschränkt - gleiches gilt für PC-Monitore.



    Ich kann als langjähriger Röhren- und TFT-Nutzer inzwischen nur noch zum TFT raten, selbst die kritischsten Punkte sind innerhalb der letzten ~2 Jahre ausgeräumt. Einzig die subjektiv empfundene Bewegtwiedergabe stört manche Personen, allerdings tritt hier nach kurzer Zeit erfahrungsgemäß auch ein Gewöhnungseffekt auf, nach der ersten LAN-Party am neuen TFT legt sich das meistens oder wird von den Vorteilen überstrahlt.


    Wichtig hingegen ist der Kauf eines hochwertigen TFTs (wie auch schon zu Röhrenzeiten), anders als vor wenigen Jahren sind die Flachmänner zu Massenprodukten verkommen, die abseits der Panele (welche nur von wenigen Zulieferern stammen) billigste Ansteuerungen, Netzteile, Mechaniken besitzen, die Bildqualität und Langzeitqualität einschränken.


    Soll es ein TFT für die nächsten Jahre sein, der selbst bei bisher aufgefallenen typischen "TFT-Schwächen" briliert, muss es z.B. ein Eizo sein - womit man zwar nicht mehr den Blöd-Markt-Schnäppchen-Preis erhält, dafür aber lange Freude an einer exzellenten Bildqualität. Prospektangaben (Traumkonstraste etc.) sind dabei zweitrangig.


    BenQ ist z.B. ein taiwanesischer Bilig-Vertrieb (bestenfalls mit Eigenentwicklung), welcher bei irgendeinem chinesischem OEM "seine" Monitore containerweise einkauft (gilt übrigens auch für größere Marken, z.B. NEC, Sony, Fujitsu-Siemens...). Wer Glück hat, erwischt ein Exemplar, welches ein paar Jahre hält und die Bildqualität reicht auch für die jährliche Steuererklärung - das wars aber auch schon.


    Inzwischen ist praktisch nur noch Eizo übrig, die sich nicht dem Preiskrieg geopfert und z.B. allein 600 Leute in F&E in Japan haben sowie fast jedes Know-How erworben (z.B. die Siemens Medizin-Display-Sparte) und auch in Japan fertigen + 5 Jahren Garantie. Zumindest mir war es immer das Geld wert, ich habe es nie bereut - Geld sparen kann man bei seiner Grafikkarte, die sowieso ein Jahr später veraltet ist...

  • Ich wurde inzwischen auch vollkommen überzeugt. Habe immer auf einem CRT Counter-Strike gespielt. Vor nem halben Jahr dann aufgehört und nur noch am Notebook gessessen. Jetzt wo mein neuer PC da ist und ich mir einen 22" LCD gekauft habe, ist das Interesse an CS wieder da. Und ich muss sagen - obwohl ich immer große Vorbehalte hatte und nie umsteigen wollte - dass ich auf meinem neuen Bildschirm mindestens genausogut wie auf meinem CRT spielen kann. War gestern auf einer LAN und hab da wirklich viel und alles gespielt, will meinen LCD wirklich nicht mehr missen. Sieht schick aus, bietet mehr Bildschirmfläche und kann mmn auch bei Spielen mit Röhren ohne Probleme mithalten. Ich würde jedem raten, der so große Scheu vor LCDs hat (in Bezug aufs Hardcore-Gaming) wie ich hatte, mindestens einmal richtig auszuprobieren auf einem neuen und guten LCD zu spielen.

  • Ich zock jetzt auch seit 1 1/2 bis 2 Jahren auf einem mittelmäßigen 19 " TFT und komm damit super zurecht. Früher hatte ich oft Kopfschmerzen bekommen, oder meine Augen haben angefangen weh zu tun, aber das war mit dem TFT plötzlich weg. Ich hab früher natürlich auch immer wieder so Kommentare von möchtegern Hardcoregamern gelesen von wegen TFTs wären zum zocken Müll usw., aber das kann ich absolut nicht bestätigen. Ich würde niemals mehr einen CRT kaufen, allein der größe wegen schon.